Apple Das iPad Pro ist ein trojanisches Pferd

Apples neues iPad Pro ist nicht nur ein iPad Air mit einem größeren Display, etwas mehr Leistung und einem Stylus. Es ist vor allem ein trojanisches Pferd, mit dem sich Apple in viele Unternehmen einschleichen will.

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iPhone 6s Quelle: REUTERS
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iPhone 6s Quelle: dpa
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Ab dem 25. September werden die neuen iPhones verkauft. Quelle: AP
iPad Quelle: AP

Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, tut sich der Computerbauer aus Cupertino schwer, seine Macintosh-Rechner in den Computernetzwerken großer Firmen unterzubringen. Viele IT-Chefs sträuben sich gegen die Apple-Technik, setzen traditionell auf die Systeme von Microsoft. Grund ist unter anderem, dass spezielle IT-Mitarbeiter für die Apple-Rechner notwendig sind, die IT-Manager sortenreine Netzwerke bevorzugen und reine Apple-Netzwerke teuer sind. Selbst wenn es bei vielen Produktiv-Softwareherstellern wie Adobe kaum noch eine Rolle spielt, ob kooperierende Mitarbeiter auf Macs und PCs gleichzeitig arbeiten.

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Im Gegensatz zu Apples Macintosh-Betriebssystem OSX ist Apples mobiles Betriebssystem iOS aber aus kaum einem Konzern mehr wegzudenken. Viele IT-Chefs mussten sich schon Ende des vergangenen Jahrzehnts dem Druck ihrer Vorstände beugen, die auch im Job ein iPhone nutzen wollten. Inzwischen rüsten viele Unternehmen Mitarbeiter standardmäßig mit den Smartphones von Apple aus. 

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Indem Apple sein iOS zum nahezu vollwertigen Betriebssystem für Produktivsoftware macht und das iPad mit einem größeren Bildschirm sowie einer Tastatur ausstattet, versucht sich der Riese jetzt einfach an den IT-Abteilungen vorbei in die Firmennetze zu mogeln. Besonders dort, wo es viele reisende Mitarbeiter gibt - wie Unternehmensberatungen und Wirtschaftsprüfer. Diese Strategie erklärt dann auch den sensationellen Fakt, dass bei der Vorstellung des iPad Pro am Mittwoch in San Francisco, Mitarbeiter vom einstigen Erzfeind Microsoft auf der Bühne auftauchten, um ihr Office Paket für iOS vorzustellen. Microsoft Office ist immerhin die wichtigste und verbreitetste Produktivsoftware der Welt.

Gelingt Apple der Coups, dürfte das den Umsätzen von klassischen Firmenlaptop-Herstellern wie Lenovo und Dell weiter zusetzen. Und vielleicht öffnet der eine oder andere IT-Chef dann doch sein Unternehmen auch für Apples große OSX-Rechner - das dürfte zumindest die stille Hoffnung Einiger auf dem Apple Campus in Kalifornien sein.

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