Apple Siri wird zur Sicherheitslücke beim iPhone 5S

Mit dem Fingerabdruck-Sensor hat Apple die Sicherheit seines neuen Flaggschiffs sicher erhöht. Doch an einer anderen Stelle ist dem Unternehmen ein Fehler unterlaufen, der das System ganz einfach austrickst.

Der große Test: Welches Smartphone ist am schlagfertigsten?
Zwar sieht es etwas befremdlich aus, wenn Menschen plötzlich anfangen, mit ihrem Telefon zu sprechen, ohne zu telefonieren: Doch warum sollte man auch noch selbst die SMS tippen oder das Wetter checken, wenn das Smartphone das auch per Sprachbefehl erledigt? Neben diesen Standardfragen haben die Sprachsteuerungen von Samsung, HTC und Apple mittlerweile eine ganze Menge gelernt. Welches Telefon die schlagfertigsten Antworten parat hatte, zeigt unser Test. Quelle: REUTERS
Einer Braut wird bei der Trauung ein Ehering übergestreift Quelle: dpa/dpaweb
Eine Frau hört Musik Quelle: dapd
Clowns beim Rosenmontagszug Quelle: dpa/dpaweb
Ein Maori-Tänzer Quelle: dpa
Blaue Schafsfiguren Quelle: dpa
Sprachbefehl: Du bist ein dämliches Telefon!Antwort des HTC One X: "Interessantes Gerücht" Antwort des Samsung Galaxy S3: "Nein!" Antwort des iPhone 4S: "Jeder hat ein Recht auf seine Meinung." Ergebnis: Der Widerspruch ist so vehement, dass sich das Samsung Galaxy hier einen Punkt verdient. Quelle: REUTERS
Eine Landschaft in den Bergen Quelle: dpa
Drillinge Quelle: dpa
Ein Kussmund Quelle: dpa
Wendelin Wiedeking denkt nach Quelle: dpa
Demonstranten mit Fragezeichen Quelle: AP
Steve Jobs Quelle: dapd
Sprachbefehl: Wie siehst du aus?Antwort des HTC One X: "Wie Roboter eben so aussehen" Antwort des Samsung Galaxy S3: "Knackig und sauber." Antwort des iPhone 4S: "Verstehe ich nicht, aber ich kann im Internet danach suchen." Ergebnis: Das Mauerblümchen unter den Sprachprogrammen gibt hier also nochmal richtig Gas: Der Punkt geht an das Samsung Galaxy. Gesamtsieger in Sachen Schlagfertigkeit ist allerdings eindeutig das HTC One X. Viel Spaß bei der Kaufentscheidung. Quelle: dpa

Das iPhone 5S soll vor allem eines sein: sicher. Durch die Einführung des Fingerabdruck-Sensors, den Apple TouchID nennt, soll das Telefon nur noch vom eigentlichen Besitzer geöffnet werden können. Erste Tests zeigen, dass diese Technik auch recht gut funktioniert. Kritikern setzt Apple entgegen, dass die biometrischen Daten nicht zentral, sondern lediglich auf dem Chip des Gerätes gespeichert werden.

Dennoch ist das iPhone 5S nicht so sicher, wie Apple es den Kunden gerne weismachen möchte. Vor allem die Spracherkennungsfunktion Siri wird laut einem Bericht der Welt zum Sicherheitsrisiko.

Das Problem: Siri ist auf dem Gerät so voreingestellt, dass die Assistenz auch bei aktivierter Bildschirmsperre funktioniert. Wer seine Voreinstellungen nicht ändert, öffnet Dieben den Zugang zum Telefon ganz einfach über die Sprache – und das trotz TouchID.

Die versteckten Funktionen von iOS 7
So sieht die neue Oberfläche des iPhone nach der Installation von iOS7 aus. Das Team um Apples Chef-Designer Jonathan Ive hat auch die Benutzeroberfläche, die als Start- und Hintergrundbild dient, angepasst. Sie wurde mit einem 3D-Effekt versehen, der dafür sorgen soll, dass sich das Bild je nach Blickwinkel mit anpasst. Zwar gibt das neue Bild eindeutig mehr Tiefe, doch der hoch angepriesene 3D-Effekt lässt sich nur schwer erkennen. Deutlich spannender: Etliche Funktionen lassen sich mit iOS 7 aktivieren, ohne dass das Gerät extra dafür entsperrt werden muss. Quelle: screenshot - pr
So sieht die iPhone-Oberfläche nach dem Öffnen aus. Jonathan Ive hat eine komplett neue Farbpalette eingeführt. Von den dunklen Grün-, Grau- und Brautönen hat er sich verabschiedet und damit dem iPhone eine neue Optik verliehen. Die eigentliche App-Verwaltung wurde ebenfalls verändert. Statt nur noch neun oder zwölf Apps pro Ordner, lassen sich nun unbegrenzt Applikationen in einen Ordner ablegen - so lange der Speicherplatz reicht. Quelle: screenshot - pr
Die Zeiten, in denen man einfach den App-Store geöffnet und manuell seine App-Updates heruntergeladen hat, sind vorbei. Innerhalb der App-Store-Einstellungen gibt es nun die Möglichkeit, alle Apps automatisch aktualisieren zu lassen. Das automatische Update lässt sich per Kippschalter ausschalten. Quelle: screenshot - pr
Die Suchfunktion lässt sich mit iOS7 von überall aufrufen. Während sie in der Vorgängerversion ganz links auf dem Home-Screen versteckt war, lässt sie sich nun jederzeit mit einem Streichen nach unten am oberen Bildschirmrand aufrufen. Die Suche findet alle Dateien, Namen, Apps und Einstellungen auf dem iPhone 5S. Nur für die Websuche ist sie nicht geeignet. Quelle: screenshot - pr
Internetsuchen waren mit dem Spracherkennungsdienst von Apple immer schon möglich. Aber mit iOS7 sind die Ergebnisse deutlich besser. Fragt man das System zum Beispiel nach einem Foto, lässt es die Bilder aus der Suchmaschine Bing direkt innerhalb der Siri-Ansicht ausspielen. Auch Tweets lassen sich nach Name oder Thema suchen. Quelle: screenshot - pr
Das neue Siri ist auch lernfähig. Spricht das System zum Beispiel einen Namen falsch aus, kann der Nutzer die Spracherkennung darauf aufmerksam machen und das Wort richtig vorsprechen. Siri bietet danach drei Optionen an, aus denen ausgewählt werden kann. Ist immer noch keine richtige Variante dabei, übt man mit Siri einfach noch einmal. Quelle: screenshot - pr
Innerhalb der Kompass-App hat Apple sich ein nettes Feature einfallen lassen. Auf der zweiten Seite der App befindet sich eine Ansicht mit zwei Bällen. Sie zeigen an, ob ein Untergrund eben ist oder nicht. Quelle: screenshot - pr
Apple hat sich auch beim Sound einiges einfallen lassen. Neben den neuen Klingeltönen können Nutzer auch die Vibration neu einstellen. Hinterlegt sind Rhythmen wie der Herzschlag, das S.O.S im Morsecode oder ein sehr schnelles Stakkato. Quelle: screenshot - pr
Wer dem iPhone 5S ein bisschen über sich verrät, kann Vorteile haben. Wenn man seine Adresse hinterlegt, kann Siri einem den Weg nach Hause zeigen. Und wer sein Geburtsdatum im Notification Center speichert, bekommt vom Telefon persönlich einen Glückwunsch. Quelle: screenshot - pr
Mit iOS7 können Apps nun im Hintergrund regelmäßig Daten herunterladen, so dass sie immer dann up-to-date sind, wenn man sie braucht. Das ist praktisch, aber nicht sehr datenfreundlich. Diese Funktion lässt sich im Hintergrund jedoch ausschalten. Quelle: screenshot - pr
Ein tolles Extra hat Apple im Lesezeichen-menü versteckt. Einfach auf das @-Zeichen klicken und schon tauchen alle Tweets aus dem eigenen Twitter-Feed auf, die einen Link enthalten. Quelle: screenshot - pr
Apple hat iOS7 mit einem 3D-Effekt aufgerüstet. Das Hintergrundbild und die Apps scheinen mit der Bewegung des Telefons mitzugehen, wodurch eine dreidimensionale Optik entsteht. Weil das nicht jedem gefällt, lässt sich die Funktion abstellen. Quelle: screenshot - pr
Im vergangenen Jahr hat Apple mit iOS 6 heimlich, still und leise das "Ad-Tracking" eingeführt. Die Funktion sorgt dafür, dass das Surfverhalten mit dem iPhone gespeichert wird. Somit werden jede Menge Informationen über den Smartphone-Besitzer gespeichert. Hintergrund ist es, so passgenauer Werbung einbauen zu können. Mit iOS 7 lässt sich die Funktion unter den Datenschutz-Einstellungen ändern. Quelle: screenshot - pr
Möglich macht es das Control Center. Mit einem Wisch nach oben öffnet sich das Fenster, das den Zugriff auf die Taschenlampe, den Kompass, den Taschenrechner, die Kamera, den Music-Player, Flugmodus-, WiFi- und Bluetooth-Einstellungen erlaubt. Quelle: screenshot - pr
Mit der neuen Version hat Apple auch die Browseransicht verändert. Statt seitwärts durch die Seiten zu scrollen, lassen sich mit der vertikalen Anordnung alle geöffneten Fenster auf einmal anschauen. So können bereits geöffnete Fenster schneller als bisher wieder gefunden werden. Quelle: screenshot - pr
Außerdem verfügt die App nun wie auch der Browser am Computer ein gemeinsames Such- und Adressfeld. Zudem hat Apple die Funktion "Shared Links" eingebaut, mit der sich Links direkt per SMS, E-Mail, Twitter oder Facebook teilen lassen. Dafür befindet sich innerhalb des Browserfensters ein extra Button am unteren Rand des Bildes. Quelle: screenshot - pr
Die Kamera-App von iOS7 besitzt ebenfalls eine komplett neue Benutzeroberfläche. Außerdem hat Apple einige Fotofilter integriert, wie sie schon von Instagram und anderen Foto-Anwendungen bekannt sind. Quelle: screenshot - pr
Mit dem neuen Layout wurde jedes Detail verändert. Apples Chef-Designer hat sich von den dreidimensionalen, satten tasten verabschiedet und eine aufgeräumte, zweidimensionale Optik eingeführt. Quelle: screenshot - pr
Neu sind neben der zweidimensionalen Optik auch die deutlich dünneren Linien. Ansonsten hat sich bei der Anwendung "Anrufen" und "Anruf annehmen" rein technisch nichts verändert. Quelle: screenshot - pr
Das neue Design wurde auf alle mitgelieferten Apps angewendet. Sogar der Kompass hat nicht mehr die historisch aussehende Anmutung mit Holzoptik im Hintergrund, sondern wurde minimalistisch in weiß, schwarz und rot umgesetzt. Quelle: screenshot - pr

Dafür muss nur lange genug der Homebutton gedrückt werden, um Siri anzuschalten. Danach beantwortet das System konkrete Fragen nach Kontakten, verschickt E-Mails, gibt Termine preis oder tätigt Anrufe. Wer das vermeiden will, sollte die von Apple gewählten Voreinstellungen ändern. Die Berechtigung, Befehle auch im gesperrten Modus anzunehmen, lassen sich in den Geräteeinstellungen unter "Allgemein" - "Code-Sperre" - "Siri" deaktivieren.

In Arbeit
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Wer sich dafür entscheidet das iPhone 5S mit dem eigenen Fingerabdruck zu sperren, sollte dennoch den Pin-Code nicht vergessen. Sobald der Akku einmal komplett aufgebraucht worden ist und wieder komplett geladen werden musste, fragt das Gerät die vierstellige Nummer erneut ab. Die TouchID funktioniert dann nicht.

Das iPhone 5S geht ebenso wie das iPhone 5C am Freitag in den USA, Deutschland und sieben anderen Ländern in den Handel. Je nach Modell wird das 5S zwischen 699 und 899 Euro kosten.

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