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Apple Watch gegen Pebble So schlägt sich der Smartwatch-Underdog

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Akku-Test und Display-Check

Keine Frage, die technischen Eckdaten sprechen für den eleganten Handschmeichler von Apple. Dessen Display etwa löst Bilder fünfmal feiner auf. Dazu misst die iUhr Luftdruck und Puls oder gibt auf Wunsch Musik drahtlos über Kopfhörer wieder. Mit derlei Finessen kann die Pebble nicht aufwarten, selbst wenn auch darin beispielsweise diverse Bewegungssensoren verbaut sind, die die Uhr in Kombination mit entsprechenden Apps beispielsweise in einen elektronischen Schrittzähler verwanden. Dennoch, an die – zumindest zeitweilige – Leistungsfähigkeit der Apple-Uhr reicht die Pebble nicht heran.

Die Faszination der iUhr allerdings verblasst schlagartig, wenn die Uhr nach einem Tag den Dienst quittiert, weil der Akku leer ist. Selbst wenn Apple mit der Neuauflage des WatchOS genannten Betriebssystems seiner Uhr erkennbar am Energiemanagement gefeilt hat, nach spätestens einem Tag Gebrauch bleibt das Display ohne Nachladen dunkel.

Die Pebble Steel in Silber. Quelle: Presse

Die Pebble dagegen hielt – einmal mit dem eigenen Smartphone per Funk gekoppelt – stets mehr als eine Woche durch. Und das, obwohl ich mir jede am Handy eingehende SMS, jeden Tweet und jeden Facebook-Kommentar auf dem Uhren-Bildschirm habe anzeigen lassen und Apps wie den Tankstellenfinder oder die Fußball- und Nachrichtenticker eifrig genutzt habe.

Ein Schlenker bringt Erleuchtung

Und was hilft das schärfste Apple-Display, auf dem ich Tweets, Zeitungsmeldungen oder Fotos zwar auch nur im Briefmarkenformat, dafür aber beeindruckend hochauflösend und in 16,7 Millionen Farbabstufungen ansehen kann, wenn der Mikrobildschirm im strahlenden Sonnenlicht verblasst?

Das Display der Pebble stellt mit seiner e-Ink-Bildschirmtechnologie gerade einmal 64 Farben dar, Schriften und Symbole wirken zudem merklich pixeliger. Dafür kann ich es das Display umso besser ablesen, je heller es draußen ist. Im Dunklen reicht ein Schlenker mit dem Handgelenk, damit die Beleuchtung den Bildschirm erstrahlen lässt.

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Die Limitationen verschmerze ich gern, denn dafür ermöglicht das stromsparende Display mit elektronischer Tinte eine unschlagbar gute Nutzungsdauer. Und um Informationen wie die Abfahrtszeit meines Zuges zu erkennen oder den Namen von Anrufern zu lesen, auf die mich die Uhr am Handgelenk mit Vibrationen und blinkendem Bildschirm aufmerksam macht, dafür reichen Auflösung und Farbenvielfalt der Pebble allemal aus.

Rund 150 Euro beträgt der Preisunterschied der beiden getesteten Uhren. Gemessen an der technischen Ausstattung mag der Aufschlag von 50 Prozent für die Apple Watch sicher gerechtfertigt sein. Für mich aber ist die Pebble trotzdem die bessere Wahl, nicht nur wegen Preis und Akkulaufzeit. Denn sie funktioniert nicht nur mit iPhones, sondern auch mit jedem Handy auf dem – wie bei mir – Googles Android-Software läuft. Damit nämlich lässt sich Apples Watch nicht mal für viel Geld koppeln.

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