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Aufsteck-Objektiv Was Sonys Smartphone-Kamera QX10 kann

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Riesen-Spaß trotz kleinerer Schwächen

Zum Vergleich: So sieht eine Nachtaufnahme einer herkömmlichen Smartphone-Kamera aus... Foto: Thomas Kuhn

Ein Fingertipp auf den Touchbildschirm stellt die Kamera auf den gewünschten Fokuspunkt scharf. Ein weiterer Tipp zoomt das Ziel an und ein dritter löst aus. Fertig.‎ Alternativ besitzt auch das Objektiv selbst eine Zoom-Wippe und einen Auslöser, die beide noch etwas schneller reagieren, als die Steuerung übers Display. Vermutlich schluckt die Funkverbindung etwas Geschwindigkeit, und es ist interessant, ob und wie sehr Sony hier noch an der Geschwindigkeit schrauben kann.

... uns so kommt die Nachtaufnahme desselben Motivs mit dem QX10 daher. Foto: Thomas Kuhn

Das Bildergebnis ist - in jedem Fall, ganz besonders aber bei Nacht- und Zoom-Aufnahmen - ‎markant besser, als so ziemlich alles, was Smartphone-Kameras bisher zu leisten im Stande waren. Aus gutem Grund, immerhin steckt in der QX10 die Technik von Sonys Kompaktkamera Cybershot WX 200, und damit unter anderem ein 18,2-Megapixel-Exmor-Fotochip, der deutlich größer und lichtstärker ist, als der normaler Smartphones. In der QX100 steckt sogar die Technik der noch deutlich hochwertigeren RX100II, in der ein 20-Megapixel-Bildsensor von der vierfachen Größe der Chips in normalen Kompaktkameras am Werk ist.

Aber schon die Bilder, die ich zu Testzwecken aus der schwächeren QX10 in ein iPhone und ein LG Android Telefon überspiele, sind in Lichtstärke und Rauschverhalten erkennbar besser als die Fotos‎, die der integrierte Bildchip der Handys aufzeichnet.

Kurz gesagt, beide Aufnahmemodule sind ein eindeutiger Gewinn gegenüber der Smartphone-Fotografie bisher - und das macht richtig Spaß. Trotz kleinerer Schwächen: So fehlt mir die Möglichkeit, unterschiedliche Aufnahmeprogramme auszuwählen, ‎so wie das etwa bei den Kompaktkameras traditioneller Bauweise möglich ist.

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Auch die manuelle Steuerung von Belichtung und Blende (und damit beispielsweise Schärfentiefe-Effekten) ist jedenfalls nicht vorgesehen... könnte aber vermutlich mit einem App-Update nachgeliefert werden. Andererseits muss ich der Kamera zugestehen, dass die integrierten Automatik-Modi sehr ordentliche Aufnahmen - also etwa auch bei Nacht - liefern‎, und das Fehlen der manuellen Optionen im Alltagsbetrieb weniger ins Gewicht fällt. 

Was sicher eher ein Prüfstein für die Andock-Kameras von Sony-Chef "Kaz" ist, ist deren Preis. Denn mit 199€ für die QX10 und erst recht 449€ für die höherwertige QX100 stoßen die Kameras in Preisregionen, in denen mancher potenzielle Käufer wohl doch ins Grübeln kommt, ob er nicht vielleicht doch besser gleich eine Kompaktkamera kaufen soll, die auch dann noch brauchbar ist, wenn dem Smartphone im Verbund mit den Objektiv-Knipsen bereits der Saft ausgegangen ist.

Die WirtschaftsWoche auf der IFA:

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