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Ausprobiert Schluss mit Schepper-Sound - Soundbar fürs Heimkino im Test

Die Box Playbar von Sonos verspricht Kinoklang für daheim – und das fast ohne Kabel. Wir haben die Soundbar ausprobiert.

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Soundbar Quelle: Presse

Wer guten Ton will, braucht starke Muskeln. Das wird mir klar, als ich auf die schlechte Idee komme, die Playbar des kalifornischen Boxenspezialisten Sonos zu Fuß beim Postamt abzuholen. Eine halbe Stunde und viele Pausen brauche ich, um den neun Kilogramm schweren und 90 Zentimeter langen Lautsprecher zusammen mit anderen unhandlichen Paketen durch das halbe Viertel zu tragen. Drei Etagen im Altbau-Treppenhaus, und eines steht fest: So schnell trage ich die Playbar nirgends mehr hin.

Der gleiche Gedanke kommt mir, nachdem ich die neue Soundbar aufgestellt habe. Denn der Klang, den der schick designte Ton-Riegel  im Wohnzimmer verbreitet, ist im Längen besser als alles, was unser Fernseher bisher von sich gegeben hat.

Moderatoren und Talkgäste im Fernsehen sind sehr gut zu verstehen. Fahrende Autos, Explosionen, Flugzeuge und andere Soundeffekte in Kinofilmen hören sich realistisch an. Und Musik entfaltet im Raum einen satten, vollen Klang.

Moderne Fernseher bieten scharfe Bilder, eine schlanke Linie und schickes Design – aber sie haben eine Achillesferse, und das ist der Ton. Was da aus den eingebauten Boxen vieler Geräte kommt, kann geübte Hörer selten überzeugen. Soundbars können da Abhilfe schaffen: Sie brauchen nur wenig Platz und können direkt vor dem Fernseher auf dem TV-Regal aufgestellt werden und liefern Stereo-Sound, ohne dass man Kabel durch den Raum verlegen muss.

Gewiss, Soundbars sind keine Neuheit. Doch das Sonos-Gerät hat eine Besonderheit: Es empfängt Musiksignale per Wlan. Zusammen mit zwei Play:3-Boxen und einem Subwoofer Sub aus der Sonos-Reihe können sich Audio-Freunde ein drahtloses 5:1-Surround-System aufbauen. Die einzigen Drähte, die dann noch verlegt werden müssen, sind die Stromkabel – und ein optisches Kabel zwischen der Playbar und dem Fernseher.

Damit macht die Anschaffung der Playbar vor allem für jene Sinn, die ohnehin schon Sonos-Komponenten besitzen – und für Drahtlos-Sound auch gerne gutes Geld ausgeben möchten.

Praktische Box

Soundbar Quelle: Presse

Das Anschließen funktioniert reibungslos. Zunächst klemme ich eine so genannte Bridge von Sonos per Ethernet an den Wlan-Router. Die Bridge ist ein kleiner weißer Kasten und verbindet sämtliche Lautsprecher des Sonos-Systems miteinander. Per Smartphone-App ist die Playbar in wenigen Schritten installiert. Schon kann es losgehen.

Soundbars im Test

Zusammen mit dem Sub entwickelt die Playbar erst richtigen Wumms. Beim Kinoabend - Oscar-Preisträger „Argo“ steht auf dem Programm – sorgt die neue Anlage für gesteigerte Spannung. Denn jedes Motordröhnen, jede Musikuntermalung ergießen sich mit Druck in den Raum. Als die Argo-Helden in einem Kleinbus durch eine wütende Menge von Demonstranten fahren, die mit Händen gegen die Scheiben schlagen, sitzen wir gefühlt mit im Bus. Unsere Nachbarn vielleicht auch – das würde uns beim dem stark wummernden Bass nicht wundern.

In Arbeit
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Praktisch an der Playbar: Man kann sie vor den Fernseher legen oder, gekippt um 90 Grad, flach an die Wand hängen. Eingebaute Sensoren erkennen die jeweilige Position und passen den Ton daraufhin an. Per Smartphone-App lässt sich auch sämtlich Musik vom Heim-PC, vom Handy oder aus Internet-Streamingdiensten wie Spotify abspielen.

Wer bereits Sonos-Boxen hat, für den ist die Playbar eine gute Ergänzung des heimischen Klang-Systems. Mit einem Preis von 699 Euro ist sie zwar nicht billig, aber preislich durchaus im Rahmen der Konkurrenzsysteme. Um zusammen mit zwei Play:3-Boxen und einem Sub ein 5:1-System zusammenstellen, muss man jedoch tiefer in die Tasche greifen. Insgesamt werden dann nämlich knapp 2000 Euro fällig.

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