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CES 2014 LG prescht mit neuem Smart-TV vor

Die Bedienung des Internet-TVs hat viele Kunden bisher abgeschreckt. Nun soll eine neue Technik das Surfen im Netz über den Fernseher leichter machen. Warum die Fernbedienung bald Geschichte sein könnte.

So schauen Sie Fernsehen im Netz
UltravioletAus Hollywood kommt eine neue On-Demand-Plattform. Die dort ansässigen Studios wollen im zweiten Halbjahr mit dem digitalen Service Ultraviolet starten. Von großen Handelsunternehmen habe man bereits ein positives Feedback bekommen. Voraussichtlich im September soll die Homepage dann mit dem kompletten Online-Angebot auch in Deutschland und Frankreich verfügbar sein. Anmelden können Nutzer sich bereit. Bereits seit Oktober 2011 ist die Seite zum Videodownload in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland erhältlich. Bisher sind 12,5 Millionen Haushalte registriert. Quelle: Screenshot
Maxdomemaxdome ist das Filmportal der ProSiebenSat.1 Media AG und ist schon seit längerem, nämlich 2006, im Video-On-Demand-Geschäft tätig. Ähnlich zu iTunes können Filme auch einzeln, ohne Abo ausgeliehen oder gekauft werden. Daneben existieren einige Flatrate Preismodelle. Nach eigenen Angaben stehen maxdome über 45.000 Videos aus verschiedenen Kategorien zur Verfügung, viele davon Eigenproduktionen von Pro7 und Sat1. Quelle: Screenshot
LOVEFiLMAmazons Tochterunternehmen LOVEFiLM ist ein Online-Videoverleih, als auch Video-On-Demand-Plattform. So verschickt die Internet-Videothek leihweise DVDs und Blu-rays per Post und ist gleichzeitig als Video-On-Demand-Angebot nutzbar. Mittlerweile hat das Unternehmen nach eigenen Angaben über 12.000 VOD-Titel und ist damit gleichauf mit Watchever. Quelle: Screenshot
WatcheverWatchever bietet mit dem Erwerb einer Flatrate die Möglichkeit, auf Smart TVs, Notebooks, Tablets, Smartphones und Spielekonsolen Filme oder Serien zu schauen. Über Facebook können die eigenen Bemerkungen zu den gesehenen Inhalten mit Freunden geteilt werden. Durch die Bewertung der Filme werden dem Nutzer passende, personalisierte Filmempfehlungen präsentiert. Quelle: Presse
MyVideoMyVideo ist ein Videoportal, das genau wie youtube in erster Linie auf nutzergeneriertem Content aufbaut. Neben selbstgedrehten Videoclips bietet MyVideo vor allem professionelle Inhalte an. So haben die Nutzer Zugriff auf über 3,8 Millionen Musikvideos, exklusive Web-TV-Produktionen, Serien oder Kinofilme. Quelle: Screenshot
iTunesLängst ist Apples iTunes nicht mehr nur auf Musik und Apps beschränkt. Apples iTunes-Videothek hebt sich in vielfacher Hinsicht von der Video-On-Demand-Konkurrenz ab. So bietet der IT-Gigant mit über 13.000 Filmen und Serien zwar die größte Auswahl, ein Abomodell sucht man hier allerdings vergeblich. Einzelne Inhalte müssen also stets geliehen oder gekauft werden, wobei der Anspruch auf geliehene Filme nach drei Tagen verloren geht. Apple punktet auch bei der Tonqualität, indem fast jeder Film in Dolby Digital 5.1 daherkommt. Quelle: Screenshot
EntertainDas Entertain-Angebot der Telekom bietet individuelles Fernsehen. Durch die Aufnahmefunktion wird das TV-Programm aufgezeichnet und über das Handy oder den PC organisiert. Das Video on Demand-Programm bietet eine Auswahl aus über 19.000 Film-, TV- und Serien-Highlights. Quelle: Presse

Internettaugliche Fernseher gibt es viele. Genutzt werden sie hierzulande jedoch kaum. Das geht aus einer Studie der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GfU) hervor . Danach steht in 34 Prozent, also knapp 14 Millionen der deutschen Haushalte, inzwischen ein solcher vernetzter Fernseher als hauptsächlich genutztes Gerät. Allerdings geben nur 58 Prozent der Smart-TV-Besitzer an, dass das Gerät tatsächlich mit dem Internet verbunden ist.

Grund dafür ist vor allem die schlechte Bedienbarkeit der Geräte. Hier versucht LG nun mit einem neuen Konzept nachzurüsten. Auf der Hightech-Messe CES in Las Vegas haben die Koreaner erstmals einen Fernseher mit dem Betriebssystem WebOS vorgestellt. Das System soll es den Besitzern leichter machen, ihr TV-Gerät auch ins Netz zu bekommen. Dabei setzt LG auf gewohnte Bedienkonzepte. Die Nutzer können wie auf Smartphones oder Tablets zwischen Applikationen wechseln. Erhältlich sind die Anwendungen in einem eigenen LG-Store.

Fakten zur CES

Allerdings lassen sich die Apps nicht per Touch oder Fernbedienung, sondern vor allem per Sprach- und Gestensteuerung ansteuern. Auf eine verstärkte Anwendung dieser Technologien bauen Experten schon lange. „Bei der Sprach- und Gestensteuerung sind wir noch ganz am Anfang dessen, was möglich ist“, glaubt Michael Schindlack vom IT-Verband Bitkom. „Da ist noch viel Spielraum nach oben.“

LG prescht in diesem Segment nun vor und will sich so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz sichern.

Die neuen Hightech-Gadgets 2014
Smartphone-ZahnbürsteEs war nur eine Frage der Zeit, bis auch das Zähneputzen getrackt wird. Der Anbieter Kolibree hat nun auf der CES eine elektronische Bürste vorgestellt, die die Putzgewohnheiten des Besitzers mit dem Smartphone teilt. Die Daten werden per Bluetooth übermittelt. So erfährt der Nutzer, wie oft und wie gründlich er putzt. Er kann sich auf der App sogar anzeigen lassen, welche Zähne eher vernachlässigt werden. Ab dem dritten Quartal 2014 soll die Zahnbürste in den Handel kommen. Quelle: PR
Fahrrad-Navigationsgerät Quelle: REUTERS
Roboter der Firma BeeWi Quelle: dpa
OK-I-DoKeys Quelle: dpa
Gerät "Mother" Quelle: dpa
Enerplex Quelle: dpa
Belkin Schnellkochtopf Quelle: dpa

Die Koreaner haben das Betriebssystem WebOS erst im Februar 2013 vom PC-Hersteller HP übernommen und seitdem für TV-Geräte und die neue Steuerung weiterentwickelt und angepasst. Auch künftig wolle das Unternehmen weiter an dem Betriebssystem arbeiten und es eventuell auch für die hauseigenen Smartphones anwendbar machen.

Damit mehrere Applikationen auf dem Fernseher parallel angewendet werden können, will LG dem neuen Fernseher 1,5 Gigabyte Arbeitsspeicher und einen 2,2 GHz verpassen.

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Wann das Gerät in Deutschland in den Handel kommt, ist noch nicht klar. Auch über den Preis schweigt sich das Unternehmen noch aus. LG will den Fernseher zunächst in der Heimat Korea anbieten und erst dann mit dem Verkauf in den USA und Europa beginnen.

Fakt ist, dass sich hier für Softwareentwickler ein ganz neues Feld auftut. „Der Markt ist in Bewegung“, sagt auch GfU-Sprecher Roland Stehle. „Samsung hat sogar schon Wettbewerbe für die Entwicklung von Fernsehapps ins Leben gerufen.“ Entwickelt sich die Technik wie bisher weiter, werden Fernbedienungen wohl schon binnen wenigen Jahren der Vergangenheit angehören.

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