Computer am Körper Warum Sportuhren und Fitness-Apps gefährlich sind

Die Verbraucherzentrale NRW hat neun Anbieter von Fitness-Apps abgemahnt. Der Vorwurf: Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen. Es geht um sensible Zahlen über die Gesundheit der Nutzer – in einem boomenden Markt.

Diverse Fitnesstracker an einem Arm Quelle: AP

Schrittzähler, Sportuhren und Fitness-Apps auf dem Handy sind viel mehr als ein Privatvergnügen. Dahinter steckt ein gewaltiger Wachstumsmarkt, wie allein schon diese Zahl zeigt: Mehr als eine Milliarde US-Dollar haben die großen Sportartikelhersteller Under Armour, Adidas und Asics in Fitness-Apps gesteckt. Das geht aus einer Recherche des Statista Digital Market Outlook (DMO) hervor.

Die Kehrseite des Booms: Milliarden an Daten, die wild durch die Welt schwirren. Genau auf diesen Aspekt dieses Wachstumsmarktes weist jetzt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin. Mehr Kontrolle über den eigenen Körper, verheiße der Trend rund um Wearables und Fitness-Apps. Doch die Kontrolle über die eigenen Daten haben die Verbraucher oft nicht mehr.

„Die Sportartikelhersteller demonstrieren, dass sie das Potential der Digitalisierung erkannt haben“, urteilen die Marktbeobachter von Statista. Der Zukauf von Apps wie MyFitnessPal oder Runtastic (mehr als 70 Millionen registrierte Nutzer) stärke die mobile Präsenz der Unternehmen und ermögliche den Zugang zu einem sportaffinen Millionen-Publikum.

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LEUCHT-STABStaubsaugerrevolutionär Dyson kann auch anders: Die LED-Lampe CSYS lässt sich per Fingerdruck justieren und ist dank des in den Ständer integrierten Kühlerkörpers extrem langlebig. 549 Euro Quelle: PR
KUGEL-SPIELER Dass Programmieren kinderleicht sein kann, beweist der Roboter Dash von Makewonder. Er ist etwa so groß wie vier Billardkugeln. Kinder ab sechs Jahren können dem Gefährt mit intuitiven Programmier-Apps zum Beispiel beibringen, sich im Raum zu orientieren, zu sprechen, zu tanzen oder Bälle zu werfen. 179 Euro Quelle: PR
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ROBO-TURNER Der Tischroboter Ubtech Alpha 1S sieht aus wie ein Spielzeug, ist es auch, nur viel smarter als gewöhnliche Artgenossen. Per App lernt er Moves und turnt oder tanzt sie nach. 499 Euro Quelle: PR
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Interessant für die Unternehmen ist dabei: Die Gruppe möglicher Kunden wird immer größer, denn der digitale Fitnessmarkt boomt. Bis 2020 soll die Zahl der Nutzer von kostenpflichtigen Fitness-Apps in Deutschland sogar auf rund zehn Millionen steigen. In den USA könnten es dann sogar 35 Millionen Nutzer sein.

Doch wer als Verbraucher all diese neuen Möglichkeiten intensiv nutzt, sollte sich bewusst sein: Die Mehrzahl der Geräte sendet zahlreiche Informationen über das Fitnessverhalten der Nutzer an die Anbieter. Was dann mit den Daten passiert, wird nicht weiter erläutert oder bleibt unklar. Dies bestätigt die neue Studie des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale NRW.

Zwölf Wearables und 24 Fitness-Apps haben die Verbraucherschützer unter die Lupe genommen. Das Problem der kleinen Computer am Körper ist: Sportarmbänder, Smartwatches und Fitness-Apps zählen längst nicht mehr bloß die Schritte ihrer Nutzer: Die unauffälligen Alltagsbegleiter sammeln auch ständig Daten wie etwa den Puls und den Kalorienverbrauch ihrer Träger. Oder zeigen, wie lange und wie gut man schläft.

Nicht alles läuft mit diesen Daten so rund wie gedacht. Die Verbraucherschützer fanden Verstöße gegen geltende Datenschutzgesetze und mahnten daher neun große Anbieter ab. Damit ist das Problem allerdings nicht aus der Welt.

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