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Computeruhr Apple Watch wird mit Spannung erwartet

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Apple setzt auf Modell mit Luxus-Artikeln

Bei der Apple Watch sind noch vor allem zwei große Fragen offen: Wie teuer werden die beiden hochwertigeren Ausführungen? Und wie lange genau hält die Uhr mit einer Akkuladung durch? Bei den Batterielaufzeiten habe Apple seit der ersten Ankündigung im September einige Fortschritte gemacht, berichtete der hervorragend vernetzte Technologieblogger Mark Gurman von „9to5Mac“ am Wochenende. So halte die Uhr nun bis zu fünf Stunden bei ständiger aktiver App-Nutzung durch. Bei einem typischen Nutzungsszenario reiche die Akkuladung locker vom Morgen bis zum Abend. Dennoch müsse man die Uhr jede Nacht aufladen, was vier bis fünf Stunden dauere. Andere Blogs berichten, dass die Watch bereits in zwei Stunden wieder aufgeladen werden könne.

Apple-Produkte, die leider nie entstanden
In seinem Buch "Genial Einfach" berichtet Hartmut Esslinger von seiner Zusammenarbeit mit Steve Jobs und wie dieser das Potential des Designs erkannte. Das Buch zeigt hunderte Skizzen und Bilder von den Ursprüngen der Designs. Im Folgenden eine kleine Übersicht. Hier im Bild: Der Charme von 1982 spricht aus dieser Macintosh-Studie, die aus Faserstoffplatten gebaut wurde. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Diese Studie zeigt das MacBook 1, wie die Designer es sich 1982 vorstellten. Es erscheint aus heutiger Sicht als ein ziemlich dicker Brummer - im Vergleich zu anderen tragbaren Computern der Achtziger ist es aber schon ein zartes Pflänzchen. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Waren Computer damals meist in einem Grau-Beige-Ton gehalten, entstand ab 1982 in der Zusammenarbeit zwischen Steve Jobs und Hartmut Esslinger das neue, moderne Farb- und Designkonzept "Snow White" (der englische Name des Märchens "Schneewittchen"). © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Der Entwurf des Apple IIc von 1983 erinnert noch stark an eine Schreibmaschine. Bei diesem Modell wurde erstmals das neue Weiß eingesetzt, was den Computer kompatibler für Wohnräume machen sollte. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Schlanker kommt da schon dieser Entwurf des Macintosh SE von 1983/84 daher. Die Vision eines modernen Keyboards und der Maus zur Eingabe. © Hartmut Esslinger & frog team, Foto: Dietmar Henneka Quelle: Presse
Mobiltelefone waren in den 80er Jahren noch halbe Telefonzellen. Wie unpraktisch, dachte sich schon damals das Apple-Design-Team, und entwarf 1983 etwa diese frühe Version eines Klapp-Handys. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Eine frühe Vision eines Tablet-Macs. Dieses Design stammt von 1982. Die Bedienung sollte über einen großen, klobigen Eingabestift funktionieren. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse

Bei den Preisen sickerte dagegen bis zuletzt gar nichts durch, es gibt nur Vermutungen. Apple selbst erklärte im September nur, dass die günstigste Sport-Version ab 349 Dollar zu haben sein werde. Sofort setzten die Spekulationen ein, was die Konzern für die „Edition“-Ausgabe mit einem Gehäuse aus 18-Karat-Gold verlangen werde. Die Schätzungen von Analysten und Apple-Experten liegen inzwischen in der Spanne zwischen 5000 und 10.000 Dollar - was eindeutig auf die Käufer teurer Schweizer Uhren zielen würde.

Aber wie will Apple das Problem lösen, dass die Technik einer Smartwatch im Gegensatz zu einer klassischen Uhr nach wenigen Jahren veraltet sein dürfte? Und wie teuer wird die mittlere Edelstahl-Version? Apple-Kenner John Gruber vermutet hier das größte Potenzial für einen Aufschrei nach Ankündigung der Preise. Er hält für möglich, dass die Edelstahl-Uhr nicht unter 749 Dollar verkauft wird. Denn: „Apple setzt die Preise nicht danach, was die Leute zahlen wollen, sondern danach, was sie bereit sind, zu bezahlen.“

In Arbeit
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Mit den teuren Modellen der Uhr wagt sich Apple auf ein neues Spielfeld: Das Geschäft mit Luxus-Modeartikeln. Der Vorstoß wurde generalstabsmäßig vorbereitet. Die Chefin der Modemarke Burberry, Angela Ahrendts, leitet jetzt die Apple Stores. Der Top-Manager des Pariser Nobelhauses Saint Laurent, Paul Deneve, verschwand in Cupertino in einer Rolle für „Spezialprojekte“, die Europachefin folgte. Aus der Luxus-Uhrenindustrie kam ein Verkaufsmanager der Marke TAG Heuer dazu, Patrick Pruniaux. Bei den Schweizer Uhrmachern ist der Weckruf inzwischen angekommen. Nachdem sie zunächst die Kompetenz von Apple in Frage gestellt haben, arbeiten sie nun verstärkt daran, „smarte“ Funktionen in ihre Uhren zu integrieren.

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