WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Cook zeigt neues Gerät Apple braucht das Super-Tablet

Keinen anderen Markt hat Apple so sehr in Schwung gebracht wie den für Tablets. Besonders beliebt bei Privatnutzern, steht der Konzern seit Markteinführung des iPads an der Spitze. Doch mittlerweile verliert er beständig an Marktanteilen, und in Unternehmen gibt es immer noch Gegenwehr gegen das Tablet mit dem angebissenen Apfel. Kann das neue iPad daran etwas ändern?

Was das neue iPad kann
ipad air ipad mini Quelle: REUTERS
Phil Schiller, Apples Produktmarketing-Chef, erklärt die Vorzüge der neuen Geräte. Sie haben zum Beispiel eine bessere Kamera an Bord. Sie kann etwa spezielle Aufnahmen in Zeitlupe oder im Zeitraffer machen und hat acht Megapixel. Vorherige iPad-Modelle waren mit einer Fünf-Megapixel-Kamera ausgestattet. Quelle: AP
Das iPad Air 2 ist laut Apple schmaler als jedes Tablet zuvor. Quelle: AP
Mit 6,1 Millimetern ist es um 18 Prozent schmaler geworden. Quelle: AP
Apple ließ Software-Entwickler mehrere Apps demonstrieren, die von der gesteigerten Rechenleistung der neuen iPads profitieren sollen. Quelle: AP
So sieht das iPad Air 2 (rechts) neben dem iPad Mini 3 aus. Beide Geräte haben wie erwartet einen Fingerabdruck-Sensor bekommen. Quelle: AP
Ohne eine Erwähnung bei dem Apple-Event bekam das iPad Air 2 eine Funktion, die das Geschäft der Telekom-Branche umkrempeln könnte. Es hat eine umprogrammierbare SIM-Karte, mit der man zwischen verschiedenen Netzbetreibern wechseln kann. Das geht zunächst nur bei vier teilnehmenden Mobilfunk-Anbietern in den USA und Großbritannien. Weitere Netzbetreiber und Regionen dürften aber folgen. Quelle: AP

Zugegeben, wer an der Spitze steht, kann fast nur verlieren. So in etwa geht es Apple mit seinem iPad. Seit Vorstellung seines ersten Tablets führt der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino die Verkaufs-Charts für die flachen Touch-Computer an. Die Geräteklasse der Tablets – damals noch vor allem Tablet-Computer genannt – war dabei nicht neu.

Apple selbst hatte bereits in den 1990-ern mit dem „Newton“ einen Taschencomputer vorgestellt, der schon nah an die heute verbreiteten Tablet-Konzepte heranreichte. Und Microsoft versuchte ab 2002 mit einer speziell angepassten Version seines PC-Betriebssystem, mit Windows XP Tablet PC Edition, Computer zu etablieren, die auch ohne Tastatur auskommen.

Den Durchbruch aber brachte erst Apple mit dem iPad. 2010 war offensichtlich die Zeit reif. Leistungsstarke Prozessor mit niedrigem Energieverbrauch, preiswerter Speicher, gutes Display, verpackt in einem schicken Gehäuse und Internet an nahezu jedem Ort ermöglichten Apple die Neuerfindung einer bestehende Geräteklasse. Seither steht Apple an der Spitze des Marktes.

Die iPad-Konkurrenz im Überblick
Apple iPad Air und iPad MiniBenchmark für den Tablet-Markt ist nach wie vor das iPad von Apple. Es führt mit großem Abstand die Verkaufs-Charts an, allerdings bröckeln die Marktanteile. Quelle: Presse
SamsungApple-Erzrivale Samsung bietet ein ganze Portfolio an Tablets von den kleinsten Galaxy Tab 4 mit 7-Zoll-Bildschirm über 8, 8,4, 10,1 und 10,5 Zoll bis hin zu 12,2 Zoll im Galaxy NotePro 12.2. Quelle: Presse
Lenovo Yoga Tablet 2 ProDas Lenovo Yoga Tablet 2 Pro bietet als Anzeige nicht nur ein 13-Zoll-Display, sondern auch einen kleinen Beamer, der eine Projektionsgröße von 50 Zoll ermöglicht. Quelle: Presse
Acer Aspire Switch 10 ProDas Acer Aspire Switch 10 Pro bietet als Tablet nicht nur viele Funktionen für die IT-Administration in Unternehmen, sondern wird mit angedockter Tastatur auch zum vollwertigen Notebook. Dabei kann das Tablet auch „falsch herum“ aufgesteckt werden, beispielsweise für eine Präsentation. Quelle: Presse
Microsoft Surface Pro 3Für das Tablet Surface Pro 3 bietet Microsoft als Zubehör nicht nur einen Stift, mit dem handschriftliche Notizen und Markierungen möglich sind, sondern auch eine Docking-Station, über die mit einem Klick beispielsweise ein zweiter Monitor und weiteres Zubehör angeschlossen werden kann. Quelle: Presse
Medion Akoya P2214TSelbst Aldi-Lieferant Medion bietet mit seinem Multimode-Touch-Notebook Akoya P2214T eine Kombination, die mehr kann als ein gewöhnliches Tablet. Die Tastatur beherbergt einen Zusatzakku und eine 500-Gigabyte-Festplatte. Quelle: Presse

Doch die bröckelt. Innerhalb eines Jahres sackte nach Aussage der Marktforscher von IDC der Anteil des iPad am weltweiten Tablet-Verkauf um fast 20 Prozent auf 26,9 Prozent im 2. Quartal 2014. Und das lag nicht nur am stark wachsenden Markt. Apple verkaufte in diesem Zeitraum mit 13,3 Millionen Geräten 1,3 Millionen weniger als noch ein Jahr zuvor. Trotzdem ist der Abstand zum Zweitplatzierten Samsung noch groß. Die Koreaner verkauften im selben Zeitraum 8,5 Millionen Tablets, 100.000 mehr als im Vorjahr.

Den Tablet-Markt beherrscht Apple längst nicht mehr so souverän wie vor zwei, drei Jahren. Nicht nur Erzrivale Samsung bringt mit einer Vielzahl an Tablets unterschiedlicher Größe und Preisklasse Druck in den Markt. Neue Hersteller drängen in den Markt und haben für einen dramatischen Preisverfall gesorgt. Die preiswertesten Tabs sind mittlerweile für unter 40 Euro zu haben.

Die verfügen dann zwar nur über wenig Speicher, ein für heutige Verhältnisse mäßiges Display und nicht das aktuellste Android-Betriebssystem, aber zum Surfen im Internet, zum Mailen und Kommunizieren per Social Media reichen sie alle Mal. Apple bietet sein iPad in der klassischen 10-Zoll-Kategorie nicht unter knapp 380 Euro an. Das Top-Modell kostet gar 869 Euro. Und selbst für das preiswerteste iPad mini muss der Käufer noch knapp 290 Euro hinblättern.

Fakten zur Tablet-Nutzung

Doch die Kritik am iPad entzündet sich nicht allein am hohen Preis. Gerade im Unternehmenseinsatz bemängeln IT-Experten fehlende Funktionen und Software. Zwar hat Apple in den vergangenen vier Jahren hier mächtig nachgelegt, und auch Microsoft hat mittlerweile sein weit verbreitetes Office-Paket fürs iPad angepasst, doch Restriktionen, die mit iTunes, mit dem Aufwand für unternehmenseigene Anwendungen auf dem iPad und dem Thema Sicherheit verbunden sind, machen den flachen Computer von Apple zum roten Tuch für so manchen IT-Administrator.

Den Durchbruch will Apple hier durch sein Allianz mit IBM erreichen. Im Sommer unterzeichneten beide Unternehmen ein Abkommen über eine engere Zusammenarbeit. IBM könnte mit seiner weltweit guten Verwurzelung in der Unternehmens-IT helfen, diese Widerstände zu überwinden.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%