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Display-Technik LG will den Anschluss nicht verlieren

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Smartphone-Boom verschlafen

Die Smartphones mit der längsten Akku-Laufzeit
Samsung Galaxy Note IIAkkukapazität: 3100 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 17 Stunden Standby-Zeit: 247 Stunden Telefonieren: 29 Stunden Musik hören: 35 Stunden Akku-Zwischennote: 1,63 (gut) Quelle: REUTERS
Samsung Galaxy S3Akkukapazität: 2100 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 12 Stunden Standby-Zeit: 197 Stunden Telefonieren: 18 Stunden Musik hören: 24 Stunden Akku-Zwischennote: 2,05 (gut) Quelle: dpa
Sony Xperia JAkkukapazität: k.A. Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 15 Stunden Standby-Zeit: 168 Stunden Telefonieren: 13 Stunden Musik hören: 23 Stunden Akku-Zwischennote: 2,20 (gut) Quelle: Presse
Samsung Galaxy S4Akkukapazität: 2600 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 12 Stunden Standby-Zeit: 141 Stunden Telefonieren: 20 Stunden Musik hören: 36 Stunden Akku-Zwischennote: 2,22 (gut) Quelle: dpa
Samsung Ativ SAkkukapazität: 2300 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 13 Stunden Standby-Zeit: 179 Stunden Telefonieren: 16 Stunden Musik hören: 16 Stunden Akku-Zwischennote: 2,22 (gut) Quelle: Presse
Samsung Galaxy NoteAkkukapazität: 2500 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 8 Stunden Standby-Zeit: 162 Stunden Telefonieren: 21 Stunden Musik hören: 40 Stunden Akku-Zwischennote: 2,30 (gut) Quelle: dpa
Huawei HonorAkkukapazität: 1900 Milliamperestunden Laufzeit im besonders stromfressenden Anwendungsmix (typische Nutzung): 14 Stunden Standby-Zeit: 182 Stunden Telefonieren: 17 Stunden Musik hören: 17 Stunden Akku-Zwischennote: 2,35 (gut) Quelle: Presse

Die aktuellen Produkte von LG fallen vor allem durch besonders gute Akkus und qualitativ hochwertige Displays auf. Eine bessere Akku-Laufzeit und verbesserte Bildschirmqualität – das sind die beiden Stärken, mit denen sich LG künftig im Haifischbecken der Smartphone-Anbieter positionieren will. Den Koreanern könnte es unter der Leitung von Konzern-Chef Koo Bon-joon gelingen, in diesem Bereichen Maßstäbe zu setzen.

Seit Oktober 2010 ist das Mitglied der Gründungsfamilie an der Spitze des Konzerns. Wegen des schwächelnden Mobilgeschäfts trennte sich LG am 1. Oktober 2010 von seinem damaligen Vorstandschef Yong Nam, der vor allem auf eine Internationalisierung des Konzerns gesetzt hatte. Unter ihm kam zwar als erstes Fulltouch-Screen-Handy das „Prada Phone“, eine aufgepeppte Version des KE850, auf den Markt. Mit einer Million verkaufter Geräte binnen eines Jahres, verkaufte es sich auch gar nicht schlecht. Auch die ersten Optimus-Geräte gingen unter ihm noch in den Verkauf. Doch der Marketingmacht Apples unterlag LG in den USA und in Europa gnadenlos. Yong Nam gab seinen Posten damals freiwillig auf, was von der Börse positiv aufgenommen wurde. Die Aktie von LG Electronics legte um 4,7 Prozent zu.

Ein Preis für LGs neues Flagschiff G2 ist derzeit noch nicht bekannt. Den Marktstart plant LG derzeit für Ende September. (zum Vergrößern bitte anklicken) Quelle: Presse

Der traditionelle Nachfolger Koo Bon-joon sorgte nach dem Wechsel intern für Unruhe. Etliche Manager waren mit dem eher traditionellen Führungsstil von Koo Bon-joon unzufrieden, heißt es aus Branchenkreisen. Weltweit hätten Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Sparten in andere Unternehmen gewechselt. In dieser schwierigen Phase versuchte LG also am Smartphone-Markt aufzuholen. Apple hat in dieser Zeit schon das iPhone 4 präsentiert, das inzwischen bereits mit der Betriebssystemsversion iOS 6.1 lief.

Apples simple Menüführung kombiniert mit seinem schlichten Design war es, die dem Konzern den Erfolg brachte. LG musste erkennen, dass dieser Vorsprung kaum aufzuholen ist.  In einem ersten Schritt gab das Unternehmen die Verantwortung für die Software ab und kooperierte mit Google. Wie andere Hersteller auch läuft inzwischen ein Großteil der LG-Smartphones mit dem mobilen Betriebssystem Android. Laut IDC sind 6,5 Prozent aller weltweit verkauften Android-Handys LG-Produkte. Der heimische Rivale Samsung liegt bei 39 Prozent, Aufsteiger Lenovo bei 6,1 Prozent.

Mit der strategischen Entscheidung für eine externe Software war es den Koreanern wieder möglich, sich auf das zu konzentrieren, was sie können: Hardware und Akkuleistung.

In die Karten spielt ihm dabei bis heute die Struktur des eigenen Unternehmens. Die LG Group ist ein Mischkonzern bestehend aus etwa 30 Tochterunternehmen, die sich unterschiedlichen Sparten widmen. Am bekanntesten ist LG Electronics. Die Tochter bietet unter anderem Produkte aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten und eben Mobilfunk an. Die LG Electronics arbeitet wiederum eng mit den Töchtern LG Displays und LG Innotek zusammen. LG Innotek ist für die Produktion und Weiterentwicklung von Brennstoffzellen verantwortlich, die sowohl in Handys als auch in Elektroautos eingesetzt werden.

Dass die Akkus in LG-Handys künftig länger als nur einen Tag durchhalten, ist eines der ganz großen Probleme aller Hersteller. LG arbeitet schon länger an einer Lösung.

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