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E-Bike Warum das Elektrofahrrad immer beliebter wird

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Qualitätssprung bei Motor und Akku von E-Bikes

Eine Ursache für den Erfolg ist sicher die Entwicklungsarbeit, die die Hersteller investiert haben. So agieren die Motoren der zweiten Generation heute viel präziser und sanfter. Auch die Akkureichweite hat sich deutlich verbessert. Viele aktuelle Modelle kommen auf Reichweiten von deutlich über 100 Kilometer.

Ihr Image als Seniorenrad mit Hilfsmotor haben die E-Bikes längst abgelegt. Auch Kinderkrankheiten scheinen überwunden. So erklärt René Filippek, Technikexperte beim Fahrradclub ADFC: "Man kann mittlerweile davon ausgehen, dass Pedelecs sicher sind. Die Rahmen sind auf die zusätzliche Belastung durch die Motorkraft hin konstruiert, während früher normale Fahrradrahmen genutzt wurden, die dann schon mal in die Knie gehen konnten."

Das E-Bike Torrente T10 Hybrid M von Gazelle ist ein sportliches Trekking-Rad, eignet sich aber auch für längere Strecken in der Stadt. Quelle: Hersteller

So funktionieren Pedelecs

Die Technik der Pedelecs ist nicht ganz trivial. Denn der Motor soll das Rad ja nicht alleine antreiben, sondern den Fahrer beim Kurbeln nur unterstützen. Da die Tretkraft des Fahrers ständig variiert, wird sie von Sensoren permanent gemessen. Dementsprechend reguliert der elektrische Antrieb die Kraft, die der Motor dazugibt.

Darüber hinaus kann der Fahrer in mehreren Stufen wählen, wie stark der elektrische Rückenwind sein soll. Im Modus "Schiebehilfe" fährt das Rad in Schrittgeschwindigkeit. Das ist praktisch, etwa, wenn man ein schwer beladenes Rad schiebt.

Mittel- oder Nabenmotor

Eine große Auswahl gibt es bei den Motoren. Die Bike-Kenner zählen dabei Namen auf wie Bionx, Bosch, Panasonic, Shimano, Derby Cycle, Neodrive, Ansmann, Pin oder Brose. Neben Bosch stammen auch die Marken Neodrive, Ansmann und Brose aus Deutschland.

Der meist verbreitete Typ sind Mittelmotoren, die direkt am Tretlager angebracht sind. Durch die niedrige Position in der Mitte fügen sie sich unauffällig in den Rahmen ein und die Gewichtsverteilung des Rads wird nicht verändert. Damit bleiben auch die gewohnten Fahreigenschaften weitgehend erhalten.

Viele Hersteller setzen deshalb auf diesen Antriebstyp, darunter Bosch, Derby Cycle und das Berliner Unternehmen Brose. Der Brose war ursprünglich ein Lenkungsmotor aus der Automobiltechnik und wurde für den Einsatz in Pedelecs weiterentwickelt.

Den Mittelmotor von Bosch findet man in vielen E-Bike-Modellen. Quelle: Hersteller

Einige Hersteller wie Ansmann arbeiten dagegen mit Nabenmotoren. Der Motor am Vorderrad hat den Vorteil, dass man am Hinterrad beliebige Schaltungskonzepte verwenden kann. Ungünstig ist allenfalls das zusätzliche Gewicht auf dem Vorderrad. Der Nabenmotor am Hinterrad begrenzt zwar die Auswahl bei der Schaltungstechnik, bietet aber gerade bei Bergauf-Fahrten eine Menge Schub und ist für sportliches Fahren geeignet.

Bei der Lautstärke geben sich die meisten Motoren recht gesittet. Zwar ist ein E-Bike immer lauter als ein Fahrrad mit gut geölter Kette, doch das Motorengeräusch bleibt dezent im Hintergrund.

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