Gadget Microsoft Surface und Apples iPadMini eröffnen das Weihnachtsgeschäft

Das iPad mini und ein neues Apple-Notebook mit hoher Auflösung sind ab sofort im Handel erhältlich. Der Ansturm war geringer, dafür die Konkurrenz stark wie lange nicht mehr. Microsoft hat mit dem Surface nachgelegt.

Eine Frau arbeitet am Tablet-PC Microsoft Surface, auf dem das neue Betriebssystem Windows 8 installiert ist. Nach Apple, Google und Amazon bietet jetzt auch Microsoft ein eigenes Tablet an. Quelle: dpa

Beim Start von Windows 8 wurde der erste Tablet-PC von Microsoft noch unter Verschluss gehalten. Nur hinter Glas durften die Teilnehmer der Berliner Microsoft-Präsentation die Premiere bewundern. Jetzt aber ist der Gegenentwurf zum iPad im Handel, muss sich im Alltag bewähren und zeigen, dass sich Windows neben iOS (Apple) und Android (Google) im boomenden Markt der Tablet-Computer etablieren kann.
Die Experten beim Marktforschungsinstitut Gartner trauen das Microsoft zu. „2013 wird Android weiter wachsen und bei Tablets mit iOS gleichziehen“, sagte Analystin Monica Basso im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Für beide erwartet sie dann einen Marktanteil von weltweit etwa 35 Prozent - für Windows blieben dann bis zu 30 Prozent übrig. Denn bei der schwächelnden Blackberry-Company RIM, die mit dem PlayBook auch ein Tablet anbieten, sieht Basso die Chance für eine Trendwende skeptisch.
Über das Surface jubelte der Windows-Chef von Microsoft, Steven Sinofsky beim Windows-8-Start: „Jemand hat es historisch, einzigartig genannt.“ Das trifft auf die spezielle Magnet-Mechanik zu, mit der sich das Surface an eine flache Tastatur, das „Touch Cover“, andocken lässt, die gleichzeitig als Abdeckung dient. Es dauert ein paar Tage, bis man sich an das Tippen damit gewöhnt hat. So fehlt der samtartigen Eingabefläche der typische Tastenanschlag. Wer echte Tasten vorzieht, kann stattdessen das etwas dickere „Type Cover“ andocken.

Die neuen Geräte mit Windows 8
Laptop oder Tablet-Computer? Was das IdeaPad Yoga 13 von Lenovo ist, hängt davon ab, wo Nutzer den Bildschirm hindrehen. Denn der lässt sich nicht nur im 90-Grad-Winkel aufstellen, sondern komplett umklappen. Im Vergleich zu Geräten wie dem iPad ist das IdeaPad jedoch relativ groß und schwer: Es misst 13 Zoll und wiegt 1,5 Kilogramm. Auch der Preis von rund 1300 Euro ist stattlich. Alternativ bietet sich das Lenovo Ideapad Yoga 11 (im Bild) an. Das Gerät ist mit seinem 11-Zoll-Bildschirm deutlich handlicher und mit 1300 Gramm auch etwas leichter. Kostenpunkt: 799 Euro. Quelle: dpa
Fliegender Wechsel: Das Vaio Duo 11 lässt sich mit einer Schiebebewegung vom Ultrabook zum Tablet verwandeln. Das flache, leichte und leistungsfähige Gerät hat allerdings seinen Preis: Sony vermarktet es ab 1200 Euro – auch für ein Ultrabook ist das nicht gerade günstig. Quelle: Sony
Premiere für Microsoft: Der Konzern beschränkte sich bislang auf die Rolle des Software-Lieferanten, jetzt bringt er mit dem Tablet-Computer Surface auch eigene Hardware heraus. Installiert ist Windows 8 RT, das für Geräte mit den stromsparenden ARM-Prozessoren konzipiert ist. In den USA kommt das Surface zu Preisen ab 500 Dollar auf den Markt, damit kostet ähnlich viel wie das iPad, bietet aber mehr Speicher. Doch es gibt Alternativen zum Microsoft-Flachmann. Quelle: Reuters
Ein klasisches Tablet hat auch Asus entwickelt, das VivoTab, das es mit WLAN wie auch mit UMTS-Anschluss gibt. Über ein verdecktes Scharnier lässt sich jedoch eine Tastatur mit Zusatz-Akku anschließen. In der günstigsten Version kostet das VivoTab rund 600 Euro, im Paket mit der Docking-Station 730 Euro. Auf diese Doppellösung sind auch andere Hersteller gekommen. Quelle: PR
Drehen, klappen, fertig: Das XPS 12 von Dell wird mit wenigen Handgriffen vom Ultrabook zum Tablet-Computer. Da es sich um ein vollwertiges Notebook handelt, ist nicht das abgespeckte Windows 8 RT an Bord, sondern die volle Version. Das Tablet-Notebook soll in Deutschland ab 1000 Euro kosten. Quelle: PR
Ein Konvertit ist der Ativ Smart PC von Samsung: Der Tablet-Computer lässt sich mit Fingergesten oder einem Stylus bedienen, wird aber mit einer Anstecktastatur zum Laptop. Der koreanische Konzern vermarktet eine ganze Reihe von Geräten unter dem Namen Ativ, darunter ein Smartphone mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 8. Quelle: dpa
Ein klassisches Tablet ist das Elitepad 900 von Hewlett-Packard. Mit einen 10,1 Zoll großen Bildschirm ähnelt seine Größe dem iPad. Wer komfortabel damit arbeiten will, kann ihn mit sogenannten Smart Jackets erweitern, etwa um eine Tastatur oder einen Ständer mit diversen Schnittstellen und einem Zusatzakku. Zudem gibt es eine Docking-Station, die das Tablet zum zweiten Bildschirm eines PCs macht. Das Elitepad 900 kommt im Januar 2013 in den USA auf den Markt. Zum Preis hat sich HP noch nicht geäußert. Quelle: PR
Um sich von den vielen neuen Windows-Tablets abzuheben, hat sich Fujitsu etwas Besonderes ausgedacht: Das Arrows Tab, das es auch mit dem Android-System gibt, ist wasserdicht. Das Gerät kommt zunächst Anfang November in Japan auf den Markt. Quelle: PR
Ein Ultrabook mit Touch: Das Spectre XT Touchsmart von Hewlett-Packard ist ein konventionelles Notebook, das aber einen berührungsempfindlichen Bildschirm hat und so ein Navigieren mit den Fingern erlaubt. Für die schnelle Datenübertragung hat HP erstmals eine Thunderbolt-Schnittstelle integriert. In den USA kommt das Gerät für rund 1400 Dollar auf den Markt. Quelle: PR


Die Tastatur ist nicht nur für die Eingabe von Text erforderlich, sondern auch für den Umgang mit den typischen Windows-Dialogen oder den Office-Programmen - mit dabei sind Word, Excel, PowerPoint und OneNote. Mit der vollständigen Intergration in die Office-Welt können nur die Windows-Tablets wie das Surface punkten. Die Bedienfelder der Microsoft-Programme aber sind auf dem 10,6-Zoll-Bildschirm zu klein für die Touch-Bedienung - sie lassen sich auf dem Tablet-Bildschirm auch nicht „pitchen“, also mit zwei Fingern vergrößern.
Das Kachel-Design des Windows-8-Desktops aber macht erst auf dem Tablet richtig Spaß. Die Kacheln zeigen dynamische Informationen an, etwa eine Vorschau der neu eingegangenen E-Mails. Der Vierkern-Prozessor Nvidia Tegra 3 ermöglicht zusammen mit der Geforce-Grafik eine geschmeidige Steuerung mit dem Finger. Die wichtigsten Gesten, etwa um die Liste mit den Einstellungen am rechten Bildschirm aufzurufen, sind schnell gelernt.

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