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Gadgets, Big Data und Co. Diese Technik-Trends kommen 2013

Die digitale Welt entwickelt sich fortwährend. Und so werden auch im kommenden Jahr wieder etliche Gadgets, Hardware und sogar Haushaltswaren einen technischen Schritt nach vorne machen. Ein Blick in die Zukunft.

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Die Zukunft ist da. 2013 kommt die Cyber-Brille Google Glass. Quelle: dapd

Technische Errungenschaften passieren nicht von heute auf morgen. Viele der Technik-Trends, die 2013 einen Schub erleben werden, sind seit Jahren in der Planung, wurden schon auf Messen vorgestellt oder in Fach-Blogs diskutiert. Daher hat die Vorschau auf 2013 wenig mit einem Blick in die Glaskugel zu tun. Was passieren wird, ist relativ klar. Wie die Gadgets und Erfindungen von 2013 hingegen unseren Alltag und unser Nutzerverhalten beeinflussen, ja sogar unsere Gesellschaft verändern, bleibt spannend. Ein Überblick über zehn Trends des kommenden Jahres und die Einflüsse, die sie möglicherweise mit sich bringen.

1. Gadgets

Was in diesem Jahr zu Weihnachten Nintendos Wii U war, wird Weihnachten 2013 Microsofts neue Xbox. Aber auch im Laufe des Jahres kommen voraussichtlich etliche spannende Geräte auf den Markt - von Apples iTV bis zur Handy-Brille "Google Glass".

Diese Gadgets kommen 2013
Die Google-BrilleGroß war die Begeisterung als Googles Datenbrille im April 2012 erstmals vorgestellt wurde. Dafür hat das Unternehmen ein Video gedreht, dass die Möglichkeiten dieses Gadgets zeigt. Die Technik, die dahinter steht wird als "Augmented Reality", also erweiterte Realität bezeichnet. Die Idee dabei ist, dass die Software Objekte unserer Umgebung erkennt und uns mit passenden weiteren Informationen versorgt. Außerdem kann die Brille alles, was auch Smartphones leisten. Sie ist zur Kommunikation, zur Routenplanung, zum Fotografieren und vieles weitere geeignet. Was einst der Mausklick war, könnte künftig eine Kopfbewegung oder einfach die Stimme sein. Quelle: dapd
Valves SteamboxValve Corporation hat mit Steam eine Internet-Vertriebsplattform für Computerspiele und Software entwickelt. Nach eigenen Angaben sind hier inzwischen über 35 Millionen aktive Benutzer registriert. Angeblich will das Unternehmen nun auch in das Konsolengeschäft einsteigen. Gerüchten zufolge plant Valve für das kommende Jahr eine eigene Steambox als Konkurrenz Xbox, Wii und PlayStation. Ein genauer Erscheinungstermin ist noch unbekannt. Quelle: Screenshot
Das YotaPhoneIm Herbst 2013 will der russische Hersteller Yota Devices das YotaPhone auf den Markt bringen. Das Android-4.2-Gerät soll zwei Displays besitzen, die unabhängig voneinander arbeiten und so Smartphone und E-Reader miteinander verbinden. Während auf der einen Seite das "normale" Smartphone-Display zu sehen ist, befindet sich hinten ein E-Ink-Display. Dieses soll extrem stromsparend arbeiten. Gespräche zwischen dem Konzern und Mobilfunkbetreibern in Nordamerika und Europa laufen bereits. Der Preis des Smartphones ist noch nicht bekannt. Quelle: Screenshot
Microsofts neue XboxMicrosoft will 2013 wieder groß mit einer Konsole auftrumpfen, die momentan unter dem Projekttitel Xbox 720 läuft. Geplant ist ein geradezu revolutionäres Spielerlebnis. Zumindest ließ sich das Unternehmen eine Methode patentieren, die eine Datenbrille mit der Konsole verbindet. Dadurch könnte "Augmented Reality" wie bei Google Glasses künftig auch beim Gaming zum Einsatz kommen. Zusätzlich will Microsoft eine abgespeckte Xbox 360 rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft 2013 auf den Markt bringen. Quelle: Presse
iPhone 5SKaum war das iPhone 5 auf dem markt, da tauchten auch schon erste Gerücht über die Produktion eines iPhone 5S auf. Eines ist sicher, der Smartphone-Nachfolger aus dem Hause Apple wird kommen - nach aktuellen Informationen wahrscheinlich sogar schon im Frühjahr. Vielleicht aber auch erst im Sommer, Apple selbst hat sich dazu noch nicht geäußert. Angeblich soll es im Dezember bereits erste Testläufe des Smartphones gegeben haben. Außerdem wird vermutet, dass das neue Apple-Gerät mit einem schnelleren Prozessor ausgestattet wird. Bis es soweit ist, werden sich die Gerüchte um das neue iPhone ganz sicher noch einige Mal überschlagen. Quelle: dapd
Facebook-PhoneDas Bild zeigt ein "ChaCha" von HTC, so ähnlich könnte bald das "Facebook-Handy" aussehen. Monatelang war über ein Telefon aus der Zuckerberg-Familie spekuliert worden - jetzt kommen gleich mehrere auf den Markt. Auf den neuen Geräten ist Facebook aber nicht nur einer der Kommunikationswege, sondern das Herzstück. Richtige Facebook-Knöpfe haben etwa die beiden Geräte, die der Hersteller HTC auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentiert. HTC hatte die Markteinführung des Facebook-Handys eigentlich schon für Ende 2012 geplant. Andere Projekte schienen dem Unternehmen jedoch wichtiger gewesen zu sein. Der Termin wurde auf Mitte 2013 verschoben. Quelle: dpa
Samsungs Galaxy S4Neben dem iPhone ist das Galaxy S3 eines der beliebtesten Smartphones bei den Kunden. 2013 will Samsung mit dem S4 nachlegen. Erscheinen soll es im zweiten Quartal 2013. Natürlich sollen Leistung, Qualität und Schnelligkeit beim neuen Samsung-Smartphone deutlich besser sein. Außerdem hält sich das Gerücht, die Südkoreaner könnte auf Größe setzen und das 4,8-Zoll-Display auf 5 Zoll vergrößern. Das vermutlich im April erscheinende Gerät wird etwa 500 Euro kosten. Quelle: REUTERS

2. Second-Screen

Wer am Sonntagabend seine Facebook-Timeline oder seinen Twitterfeed beobachtet, dürfte es schon bemerkt haben. Die Deutschen schauen sich nicht nur pünktlich um viertel nach acht den Tatort und im Anschluss Günther Jauchs Polit-Talk an, sie diskutieren auch darüber. In den USA ist dieser Trend noch weiter vorangeschritten. 80 Prozent der Smartphone- und Tablet-User benutzen ihre Endgeräte während sie fernsehen, etwa 25 Prozent das sogar mehrfach am Tag. In Deutschland sitzen nach Untersuchungen der Werbewirtschaft die Hälfte der Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren mit dem Smartphone oder Tablet vor dem Fernseher. Und das nicht nur, um zu diskutieren. Es werden auch Hintergrundinformationen nachgelesen, Referenzen geprüft und Bilder angeschaut.

Damit ist der sogenannte „Second-Screen“ eigentlich schon im Userverhalten angekommen. 2013 werden verschiedene Branchen auf das Phänomen setzen. Große wie kleine Medienmacher werden, so ist es zu erwarten, verstärkt in den Markt einsteigen und immer mehr zusätzliche Angebote und Informationen zum eigentlichen TV-Erlebnis zu Verfügung stellen. 2012 gab es schon ein großes Beispiel dafür. Die Musik-App Shazam liefert künftig auch Zusatzinfos für das Fernsehprogramm. Als Folge der neuen Angebote wird in 2013 auch der internetfähige Fernseher für den Nutzer immer interessanter werden.

All das bleibt nicht ohne Auswirkungen. Das einzigartige Filmerlebnis, bei dem die Konzentration voll und ganz dem Werk des Regisseurs galt, bekommt durch den zweiten Bildschirm Konkurrenz. Auf der anderen Seite wird das Fernsehprogramm durch Second Screen mobiler.

Big Data, Social Media und die Privatsphäre

Mit Daten gegen Stau und Krebs
Big Data gegen den Stau: Forscher arbeiten an Systemen, die Verkehrsdaten in Echtzeit auswerten. Ziel ist es, dank intelligenter Steuerung das tägliche Stop and Go auf den Autobahnen zu vermeiden. Die Informationen liefern Sensoren in den Autos und am Straßenrand. Ein Pilotprojekt läuft derzeit beispielsweise in der Rhein-Main-Region, allerdings nur mit rund 120 Autos. Langfristig ist sogar das vollautomatische Autofahren denkbar – der Computer übernimmt das Steuer. Quelle: dpa
Es waren nicht nur gute Wünsche, die US-Präsident Barack Obama zur Wiederwahl verholfen haben: Das Wahlkampf-Team des Demokraten wertete Informationen über die Wähler aus, um gerade Unentschlossene zu überzeugen. Dabei griffen die Helfer auch auf Soziale Netzwerke zurück. Quelle: dpa
Was sagen die Facebook-Freunde über die Bonität eines Nutzers aus? Das wollten die Auskunftei Schufa und das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam im Sommer 2012 erforschen. Doch nach massiver Kritik beendeten sie ihr Projekt rasch wieder. Dabei wollten die beiden Organisationen lediglich auf öffentlich verfügbare Daten zugreifen. „Die Schufa darf nicht zum Big Brother des Wirtschaftslebens werden“, warnte etwa Verbraucherministerin Ilse Aigner ( CSU). Auch andere sind mit Big-Data-Projekten gescheitert. Quelle: dapd
Bewegungsdaten sind für die Werbewirtschaft Gold wert. Der Mobilfunk-Anbieter O2 wollte sie deswegen vermarkten und sich damit neue Einnahmequellen erschließen. Dafür gründete er Anfang Oktober die Tochtergesellschaft Telefónica Dynamic Insights. In Deutschland muss die Telefónica-Tochter allerdings auf dieses Geschäft verzichten: Der Handel mit über Handys gewonnenen Standortdaten sei grundsätzlich verboten, teilte die Bundesregierung mit. Quelle: AP
Welches Medikament wirkt am besten? Die Auswertung großer Datenmengen soll dabei helfen, für jeden Patienten eine individuelle Therapie zu entwickeln. So könnten die Mediziner eines Tages die Beschaffenheit von Tumoren genau analysieren und die Behandlung genau darauf zuschneiden. Quelle: dpa
Damit die Energiewende gelingt, müssen die Stromnetze intelligenter werden. Big-Data-Technologien können helfen, das stark schwankende Stromangebot von Windrädern und Solaranlagen zu managen. Quelle: dpa
Welche Geschenke interessieren welchen Kunden? Und welchen Preis würde er dafür zahlen? Der US-Einzelhändler Sears wertet große Datenmengen aus, um maßgeschneiderte Angebote samt individuell festgelegter Preise zu machen. Dabei fließen Informationen über registrierte Kunden ebenso ein wie die Preise von Konkurrenten und die Verfügbarkeit von Produkten. Die Berechnungen erledigt ein Big-Data-System auf der Grundlage von Hadoop-Technik, an dem der Konzern drei Jahre gearbeitet hat. Quelle: dapd

3. Big Data

Der US-Wahlkampf 2012 hat vor allem eines gezeigt: Mit vielen Informationen über die Wähler lässt sich ein Wahlkampf gewinnen. Barack Obama und sein Team haben nicht nur Unmengen an Daten gesammelt, sie wussten die gewonnenen Informationen auch für sich zu nutzen.

Die Frage, wie man Daten nutzbar machen kann, wird das Jahr 2013 prägen. Die Menge an Informationen über jeden einzelnen Bürger wird durch den verstärkten Gebrauch mobiler Endgeräte wie Tablets und Smartphones immer stärker wachsen. Wie mit dieser Masse umgegangen werden kann, bleibt eine der ganz großen Herausforderungen. Denn nur 23 Prozent der weltweit gesammelten Daten können derzeit überhaupt nutzbar gemacht werden. Und nur drei Prozent davon sind verschlagwortet, noch weniger werden analysiert.

Hier liegt bares Geld brach. Das haben auch Unternehmen und Marketingleute erkannt. Sie werden immer mehr Informationen über ihre Kunden und Zielgruppen sammeln und sowohl Werbung als auch Produkte aufgrund der Datenanalyse möglichst genau an die Bedürfnisse der Kunden anpassen. Sogar Wettervorhersagen, Wahlergebnisse und der Energieverbrauch lassen sich künftig auf diesem Weg deutlich präziser vorhersagen.

Dafür wird nicht nur Rechenleistung sondern auch Manpower benötigt. Entsprechend werden Menschen, die programmieren, Statistiken lesen und erstellen sowie gut kommunizieren können, 2013 gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

4. Social Media: Weniger Anonymität, mehr Selbst-Marketing

Während das Internet lange Zeit der Ort für "anonyme Meinungen" war, geht der Trend zum "Klarnamen". Immer mehr Portale – ganz vorne dabei ist Facebook – fordern ihre Mitglieder dazu auf, sich mit eindeutigem Namen anzumelden und entsprechend transparent zu ihren Statements zu bekennen. Sogenannte "Trolls" werden 2013 entsprechend immer weniger werden. Als "Troll" bezeichnen netzaffine Menschen Personen, die Kommunikation im Internet destruktiv behindern. Sie kommentieren nicht sachbezogen, sondern fallen vor allem durch Pöbeleien auf. Pöbeleien werden 2013 sicher nicht aufhören, aber die Masse derer, die das Internet als Bühne verstehen, wird wachsen. Sie stehen mit echtem Namen zu ihren Äußerungen. Und sie nutzen ihr Netzwerk auf Facebook, Twitter und Co. zur Selbstdarstellung und -vermarktung.

5. Tools zum Schutz der Privatsphäre

Wer sich im Internet zu seinem vollen Namen bekennt, gibt auf der anderen Seite immer mehr die eigene Privatsphäre auf. Dazu kommt das verstärkte Sammeln von Daten, dass den Kunden für Unternehmen und Behörden immer durchschaubarer macht. Doch wo auf der einen Seite Klarnamen gefordert werden, stoßen sich auf der anderen Seite immer mehr Menschen an der Transparenz im Netz. Gerade in Deutschland ist die Skepsis vor Sozialen Netzwerken im Vergleich zu anderen Ländern besonders hoch.

3D-Drucker und neue Materialien

Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert. Quelle: AP

Aktuell nimmt es der Datenschutzbeauftragte aus Schleswig-Holstein Thilo Weichert mit dem Facebook-Gründer Marc Zuckerberg auf. Er fordert, dass binnen zwei Wochen (also Anfang 2013) anonyme Accounts für deutsche Nutzer zugelassen werden. Laut Unternehmensangaben fordert Facebook die Klarnamen, um gegebenenfalls Straftaten schneller und leichter aufklären zu können. Weichert hält das für abwegig, sei doch zu diesem Zweck die IP-Adresse vollkommen ausreichend. Vielmehr ginge es Facebook darum, nutzerbezogene Informationen leichter generieren zu können. Für die Werbewirtschaft sind diese von großem Interesse und bares Geld wert.

Bei all diesen Entwicklungen könnte es sein, dass 2013 immer mehr Hardware und Software auf dem Markt erscheint, die dem Schutz der Privatsphäre dienen – wie zum Beispiel der Incognito-Modus bei Google Chrome. Diese Funktion sorgt dafür, dass die abgesurften Seiten nicht gespeichert werden und so weder von der eigenen Hardware noch von dritten gelesen werden können.

6. 3D-Drucker

Was man drucken kann
Magische Lampe Quelle: Presse
Fliessende Formen
Kistenproduktion Quelle: Presse
Spielmobil Quelle: Presse
Opulenter Auftritt
Lesehilfe Quelle: Presse
Flotte Flöte Quelle: Presse

3D-Drucker – 2011 waren sie für den normalen Bürger noch eine Spinnerei, 2012 sind sie zumindest in Amerika schon in den Haushalten angekommen. Im kommenden Jahr, da sind sich alle Experten sicher, werden sie nochmal einen richtigen Boom erleben. Ein Grund dafür: Die Geräte werden immer bezahlbarer. Das amerikanische Unternehmen Solidoodle hat 2012 erstmals einen 3D-Drucker für unter 400 Euro auf den Markt gebracht. Ein zweiter: Die 3D-Druck-Welle erreicht auch Europa. Der Einzelhandelskonzern Staples hat seit Ende 2012 auch in Europa verstärkt 3D-Drucker im Angebot.

Ohne Zweifel, auch wenn viele Menschen den Sinn und Zweck der Geräte noch nicht ganz für sich erkannt haben, die neue Technik erobert immer mehr Einsatzfelder. Lampenschalter, Hüftimplantate, Fahrräder, Musikinstrumente und Flugzeugbauteile kommen aus dem Drucker – sogar künstliche Blutgefäße können mit den Geräten erzeugt werden. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt und sind gerade für kleine Startups und Bastler überaus interessant. Warum sich teure Ersatzteile bestellen, wenn man sie selber drucken kann? Schon 2012 tauchte das Thema 3D-Druck auf dem Radar von Urheberanwälten auf, die befürchten, dass durch die Technik neuartige Formen der Produktpiraterie auftauchen könnten. Ob erste Plagiatsfälle dieser Art 2013 bereits auftreten werden, bleibt sicher abzuwarten. Sicher ist aber, dass die Produktentwicklung ebenso wie der Absatz von 3D-Druckern 2013 einen Aufschwung erleben wird.

7. Neue Materialien und Bauweisen für Gadgets

Seit Jahrzehnten übertrumpfen sich Apple, Samsung, Microsoft und Co. vor allem in einer Frage: Wer kann am dünnsten. Über die Jahrzehnte sind die Geräte immer flacher, immer filigraner und immer handlicher geworden. Das Ende der Fahnenstange scheint erreicht, viel dünner geht es nicht. Ein neuer Trend muss her.

Und der heißt: Flexible Display. Ende Dezember wurde bekannt, dass Samsung wohl als erstes Unternehmen Smartphones zum Falten anbieten wird. Experten rechnen damit, dass die Geräte bereits Anfang Januar 2013 auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellt werden könnten. An der Entwicklung dieser Technik wird schon seit Jahren gearbeitet. Auch Apple, Google, Samsung, HP und HTC planen die biegbaren Gadgets.

Haushaltshilfen und Crowdfunding

Die Stärken und Schwächen der Tablets
Huawei MediaPad X1 7.0Auch die Chinesen begeben sich mit ihrem neuen Android-Tablet in den Wettkampf um den besten 7-Zöller. Was es bietet: Vorinstalliert ist das Betriebssystem Android (4.4.2). Die Bilder auf dem 7,2 Zoll großen Bildschirm werden mit 1200x1920 Pixel ausgespielt. Der interne 16 Gigabyte große Speicher kann auf 32 Gigabyte erweitert werden. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und das Surfen im Netz per Turbo-Internet LTE möglich. Außerdem haben die Chinesen eine 13-Megapixelkamera eingebaut. Fazit: Die veraltete Android-Version ist sicher eine Enttäuschung, dennoch ist der Preis von rund 400 Euro für die ordentliche Hardware mehr als gerechtfertigt. Vor allem die gute Kamera macht neugierig. Quelle: REUTERS
LG G PadHandlich, ein gutes Display und tolle Software: Nach über zwei Jahren haben die Koreaner wieder ein Android-Tablet auf den Markt gebracht. Was es bietet: Der 8,3 große Display ist löst die Bilder mit 1920x1200 Pixel auf, was für eine sehr gute Bildqualität sorgt. Die Farben und Kontraste lassen sich individuell einstellen, was vor allem für farbenblinde Menschen eine große Hilfe ist. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, die Rückseite aus gebürstetem Aluminium. Ein Manko ist, dass der Display nicht erkennt, ob das Gerät gezielt angesteuert wird oder der Daumen ausversehen darauf landet (anders als Apple mit dem iPad Mini). Auf der Rückseite ist eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus eingebaut. Der Arbeitsspeicher beträgt 2 Gigabyte, der Flash-Speicher 16 Gigabyte. Über eine Micro-SD-Karte kann der Speicherplatz auf 64 Gigabyte erweitert werden. Fazit: Vor allem der Preis ist mit unter 300 Euro sehr fair und ein harter Konkurrent für Googles Nexus 7. Quelle: REUTERS
Lenovo YogaMit diesem Tablet ist Lenovo endgültig im Tablet Markt angekommen. Auf den ersten Blick macht das Gerät einen sehr guten Eindruck. Was es bietet: Was sich andere Hersteller als Zubehör teuer bezahlen lassen, hat Lenovo gleich integriert: Ein Standfuß, um den flachen Bildschirm aufrecht hinstellen zu können. Zum Fernsehen ist das besonders praktisch. In den Fuß haben die Entwickler den Akku eingebaut, der bis zu beeindruckenden 18 Stunden durchhält. Gleichzeitig lässt sich die Wölbung ideal als Griff benutzen, so dass das Gerät sehr gut in der Hand liegt. Das Yoga Tablet kommt in zwei Größen, mit einem 8-Zoll-Display (20 Zentimeter) oder mit 10 Zoll (25 Zentimeter). Beide Android-Modelle lösen Bilder mit 1280 × 800 Pixel auf. Zwei Kameras sind in das Tablet eingebaut, die rückwärtige allerdings ungünstig im Akkugriff. Sie löst mit fünf Megapixel auf. Fazit: Der Preis von 230 Euro in der W-Lan- oder 280 Euro in der Variante mit Mobilfunk ist sehr attraktiv. Auch das Yoga Tablet 10 ist günstig, hier liegen die Preise bei 300 und 350 Euro. Quelle: REUTERS
iPad AirDünner, leichter, schneller - Apple hat mit dem iPad Air seinem Tablet einen Feinschliff verpasst. Was es bietet: Der 9,7-Zoll Retina Display ist in einem neuen dünneren und leichteren Design verfügbar. Das iPad Air ist 20 Prozent dünner und 28 Prozent leichter als das iPad der vierten Generation und mit einer schmaleren Einfassung sind die Kanten des iPad Air deutlich dünner. Das neue iPad verfügt über die von Apple entworfene 64-Bit A7 Chip Desktop-Architektur. Sie beschleunigt die mobile Datenübertragung. Das gerät läuft mit dem Betriebssystem iOS 7. Fazit: Mit dem A7-Chip setzt Apple was Schnelligkeit angeht neue Maßstäbe. Entsprechend ist das Gerät vor allem für Heavy-User interessant. Quelle: dpa
iPad Mini 2Konzern-Gründer Steve Jobs lehnte 7-Zoll-Tablets noch ab. Nun vollzieht Nachfolger Tim Cook die Kehrtwende. Was es bietet: 389 Euro berechnet Apple für die 16-Gigabyte-Version ist das Mini. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das neue Mini mit einem Retina Display (2048x1536 Pixel) ausgestattet. der Bildschirm ist nun7,9 Zoll groß. Filme werden mit einer Full HD-Auflösung wiedergegeben. Die 475.000 Apps wurden speziell für das iPad designt. Der A7 Chip bietet 64-Bit Desktop-Architektur, moderne Grafik und eine verbesserte Bildsignalverarbeitung früherer Generationen. Fazit: Wie schon der Vorgänger ist auch das iPad Mini 2 für Tablet-Neulinge eine gut Option. Verarbeitung und Bedienkonzept liegen auf gewohnt hohem Niveau, und auch das App-Angebot ist riesig. Quelle: AP
Lumia 2520 Kurz bevor die Smartphone-Sparte von Nokia an Microsoft abwandert, haben die Finnen noch ein eigenes Tablet vorgestellt. Was es bietet: Das Windows-RT-Tablet hat einen 10.1-Zoll großen Bildschirm und wird in vier verschiedenen Farben ausgeliefert. Eingebaut ist ein 2.2-GHz-Prozessor und eine Zeiss-Kamera. Per 4G, Wi-Fi und LTE können die Nutzer im Internet surfen. Nokia spielt vor allem seine Foto-Kompetenz aus. Die Apps Pro Cam und Smartcam kombiniert der Hersteller zur Nokia Cam. Außerdem hat das Tablet eine Software enthalten, die eine reihe von 5-MP-Bildern schießt und diese dann in einem Bild zusammenrechnet. Dadurch kann der Fotograf im nachhinein den Fokus verstellen und andere Bereiche im Bild isolieren. Fazit: Das Lumia 2520 ist ideal für alle, die sowohl ein Tablet als auch einen Laptop nutzen. An das Tablet lässt sich problemlos eine Tastatur anschließen. Der einzige Nachteil: Der App-Store von Windows Phone immer noch deutlich kleiner als der von Google oder Apple. Wer also ausgefallene App-Wünsche hat, wird bei dem Lumia 2520 eventuell darauf verzichten müssen. Quelle: dpa
Microsoft Surface 2Microsoft stellte die zweite Generation seiner Windows-Tablets Surface vor, die in vielen Details verbessert wurden. Seit Mitte Oktober ist das Tablet im Handel. Was es bietet: Die neuen Surface-Tablets seien schneller, leichter und verfügten gleichzeitig über eine längere Akkulaufzeit, versprach Surface-Chef Panos Panay. Auch diese Generation gibt es in zwei Varianten: Mit einem stromsparenden, aber leistungsschwächeren Prozessor auf Basis der ARM-Technik (Surface 2) sowie einem vollwertigen PC-Prozessor (Surface Pro 2). Eine Variante mit kleinerem Bildschirm stellte Microsoft dagegen nicht vor. Die Geräte werden ab dem 22. Oktober in Deutschland verfügbar sein. Die Preise bewegen sich zwischen 429 Euro für das Surface 2 mit 32 Gigabyte Speicher bis hin zu 1279 Euro für das Surface Pro 2 mit einem Speicher von 256 Gigabyte. Zusätzlich sollen Nutzer für zwei Jahre kostenlos auf jeweils 200 Gigabyte Speicher über das Cloud-Angebot SkyDrive zugreifen können; Telefonieren über Skype soll ein Jahr kostenfrei sein. Fazit: Die Hardware des Tablets ist ein echter Konkurrent zu Apples iPad. Allerdings ist das App-Angebot noch deutlich kleiner. Und die bestehenden Anwendungen sind längst nicht so ausgereift wie bei iOS. Ein Problem, das alle mobilen Endgeräte mit Windows 8 haben. Dafür ist das Surface 2 allerdings auch relativ teuer. Quelle: AP

8. Das Ende der Desktops

Erinnern Sie sich noch an diesen ganz normalen Computer? Erst der Tower, dann die kleine Box, die an einen Bildschirm angeschlossen wird? Wer durch die großen Elektro-Fachgeschäfte in Deutschland geht, sieht immer weniger der sogenannten Desktop-Computer. Ihr Verkaufswachstum ist seit 2006 kontinuierlich zurückgegangen. Laut Branchenverband Bitkom werden in diesem Jahr noch 5,4 Millionen Desktop-PCs verkauft, das entspricht einem Anstieg um 2,6 Prozent. Allerdings machen sich durch den Preisverfall die steigenden Verkaufszahlen nicht beim Umsatz bemerkbar. Dieser wird mit 2,4 Milliarden Euro gegenüber 2011 sogar um 0,7 Prozent leicht zurückgehen.

Dass der PC-Markt dennoch weiter wächst - und auch 2013 weiter wachsen wird - ist vor allem dem Absatz von Tablet-PC zu verdanken. 3,2 Millionen Geräte sind 2012 laut Bitkom-Informationen verkauft worden, ein Plus von 52 Prozent. Der Umsatz steigt um 41 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.

9. Die Technik im Haushalt

Kühlschränke, die Essen bestellen können, intelligente Thermostate und Steckdosen - nicht nur Telefone und Computer werden immer smarter und vernetzter. Auch ganz normale Haushaltsgegenstände können künftig kommunizieren. So gibt es zum Beispiel schon heute Systeme, die es einem ermöglichen, die Heizung vom Smartphone aus zu regulieren.

Und das ist erst der Anfang. In diesem Bereich tut sich ein Milliardenmarkt auf. War im Jahr 2010 nur jeder 1000. Haushalt mit irgendeiner Form solcher Automatisierung ausgestattet, soll es in drei Jahren schon jeder 25. sein. Das prophezeit zumindest das schwedische Marktforschungsinstitut Berg Insight. Um ein Drittel könnte der Markt für vernetzte Hausgeräte 2013 wachsen, mutmaßen die Experten. Als Grund dafür wird ein starker Preisverfall angegeben, der die Geräte massentauglich macht. Das gleiche gilt auch für Haushalts-Roboter.

Wie Roboter den Alltag erleichtern
Krankenpfleger Ein Roboter CARE-O-bot, der vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung entwickelt wurde, versorgt eine Bewohnerin eines Pflegeheims mit einem Getränk (undatiert). Auch dieser Roboter unterstützt ältere Menschen im häuslichen Umfeld und das Pflegepersonal in Pflegeeinrichtungen. Quelle: dpa
Der KochBremer Forscher präsentierten 2013 den Roboter „PR2“, der Popcorn machen und Pfannkuchen wenden kann. Das nötige Vorwissen habe sich dieser unter anderem aus dem Internet geholt, sagte Professor Michael Beetz von der Universität Bremen. Sein Team arbeitet zusammen mit sieben europäischen Partnern in einem auf vier Jahre angelegten Projekt an lernfähigen Robotern. Ziel sei es, diese neue Form der Programmierung zunächst bei Robotern anzuwenden, die alte und pflegebedürftige Menschen bei einfachen Aufgaben unterstützen. Diese könnten in den nächsten zehn Jahren einsatzbereit sein. Quelle: dpa
Der BarkeeperDer Roboter "James" des Münchener Fortiss-Institutes für Hightech-Forschung in München (Bayern) ist als Barkeeper programmiert und soll bei einer Interaktion mit Menschen seine Aufgaben nicht nur richtig erledigen, sondern dabei auch auf die sozialen Bedürfnisse seines Gegenübers eingehen. Wer sich bei James bedankt bekommt die Antwort: "Always a pleasure". Quelle: dpa
KuschelrobbeDer weiße Sozialroboter namens Paro soll Demenzkranken Zuwendung schenken. Das mit Sensoren vollgestopfte Kuscheltier reagiert auf Berührung, Licht und Bewegung. Es soll für Demenzkranke Zuwendung simulieren - und ist deswegen vor allem nach einer Messepräsentation 2011 heftig umstritten gewesen. Tritt an die Stelle des Zivildienstleistenden oder der Pflegekraft nun der Sozialroboter? 5000 Euro kostet die schnurrende Pelzattrappe. Quelle: dpa
Putzhilfe mit gutem OrientierungssinnInzwischen schon fast ein Klassiker unter den Haushaltsrobotern ist der autonome Staubsauger. Dieses Modell, ein Samsung Navibot SR 8855, sticht vor allem durch seine Navigationsfähigkeiten heraus. Aus Aufnahmen von einer eingebauten Kamera setzt er ein digitales Abbild des Raums zusammen, den er reinigen soll. Das verhindert laut Hersteller sinnloses Kreuz- und Querfahren wie bei anderen Saugrobotern. Hindernissen weicht der Navibot aus, die eingebauten Sensoren erkennen auch Treppenabsätze. Im Handel gibt es den Navibot ab etwa 320 Euro. Quelle: Presse
Freundlicher KrankenpflegerDieses freundlich dreinschauende Gesicht gehört einem Roboter aus dem Hause Panasonic. Das Modell Hospi-Rimo soll als Kommunikationsplattform für bettlägerige Patienten dienen, die mit dem Roboter von zu Hause aus mit Arzt, Freunden oder Verwandten per Videokonferenz kommunizieren wollen. Der Roboter kann dabei laut Hersteller mit fragilen Ampullen und Medikamenten so vorsichtig umgehen wie eine Krankenschwester. Quelle: Presse
HaarpflegerDieser von Panasonic hergestellte Haarwaschroboter widmet sich der Pflege des Haupthaars von bettlägerigen Patienten. Vollautomatisch kann das Gerät eine komplette Haarwäsche durchführen und dabei eine Spülung einmassieren sowie die Haare nach dem Waschen wieder trocknen. Dabei kommen insgesamt 24 robotische Finger zum Einsatz. Quelle: Presse

10. Crowdfunding

Zum Abschluss ein Blick auf die Internetphänomene Crowdfunding und Crowdinvesting. Dass diese Nichts mit Betteln zu tun haben, haben die Amerikaner schon lange verstanden. Plattformen wie Kickstarter, Indiegogo und iCrowd sind auf der anderen Seite des Atlantiks extrem gut besucht - und immernoch gründen sich neue Plattformen auf denen um private Kleinkredite gebeten wird. Etliche Startup- und Ein-Personen-Projekte sind inzwischen durch die "Schwarmfinanzierung" erfolgreich mit einem Startkapital versorgt worden.

Spätestens 2012 ist der Trend auch in Deutschland angekommen. Hierzulande tummeln sich Gründer auf der Suche nach Barem mit oft guten Ideen auf Homepages wie Startnext, Respekt.net oder Bergfürst. Darunter sind soziale wie wirtschaftlich getriebene Projekte zu finden, die private Investoren suchen.

Da es in Krisenzeiten gerade für kleine Projekte immer schwieriger wird, einen Kredit zu bekommen, wird sich der gesamte Bereich des Crowdfundings und -investings 2013 stark weiter entwickeln. Mehr Menschen werden sich auf die Suche nach Finanzierungsalternativen machen - und sie werden neue Plattformen für ihr Vorhaben finden. Entsprechend wird der ganze Markt enger, sowohl für die Plattformanbieter als auch vor allem für die, die private Investoren suchen. Denn ob jemand sein hart verdientes Geld an ein Crowdfunding-Projekt gibt, hängt oft mit dem "Good will" der Geldgeber und den guten Kontakten der Projektleiter zusammen. Denn Gewinne springen für Investoren bislang nur selten heraus.

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