Gadgets des Jahres Wie Smartphones beim Strom sparen helfen

Intelligente Thermostate, vernetzte Steckdosen: Geräte, die uns beim Energiesparen helfen, sind der wichtigste High-Tech-Trend der vergangenen Monate. Das zeigt der große Überblick der spannendsten Produkte des Jahres.

Die spannendsten Gadgets des Jahres
Klapp-Kamerad: Der Bildschirm des Notebooks XPS-12 des US-Computerherstellers Dell lässt sich als separater Tablet-PC aus dem Rahmen nehmen. Preis: Ab 1180 Euro.
Signal-Lampe: Die LED-Lampen Connected Lighting Solution des dänischen Startups Greenwave Reality lassen sich per Smartphone und Fernbedienung schalten. Preis: noch nicht bekannt.
Hand-Leser: Forscher der US-Universität Houston entwickeln den Mini-Computer MyVoice, der Gesten von Taubstummen in gesprochene Worte übersetzt. Im Handel nicht erhältlich.
Spar-Dose: Per Smartphone lässt sich die Steckdose Smart Plug des US-Startups Ube ein- und ausschalten. Preis: noch nicht bekannt.
Tür-Wart: Das Türschloss Lockitron des US-Startups Apigy lässt sich per App bedienen und für Besucher freischalten. Preis: 179 Dollar.
Zehen-Navi: Ein GPS-Sensor versteckt sich im Konzeptschuh No Place Like Home des britischen Designers Dominic Wilcox. Wer sein Reiseziel per USB-Kabel in den Treter speist, dem zeigen LEDs die Laufrichtung an. Im Handel bislang nicht erhältlich.
Stand-Reifen: Das Elektro-Einrad Solowheel des US-Startups Inventist hält sich von selbst aufrecht und fährt bis zu zwei Stunden lang. Preis: 1899 Euro.

Ich sitze im ICE zwischen Berlin und Wolfsburg, und niemand weiß, dass ich ein Spion bin. Mein Opfer ist weiblich, brünett – und meine eigene Freundin. Was ich herausfinden will: Hat sie heute Morgen vor dem Hinausgehen die Heizung heruntergedreht? Ein Blick auf die Smarthome-App des Energiekonzerns RWE wird es mir verraten.

Mit einem Fingertipp verbindet sich mein Handy mit der Smarthome-Steuerzentrale in unserem Wohnzimmer. Die weiße Box ähnelt äußerlich einem Internet-Router – in Wirklichkeit kann sie viel mehr: Sie verbindet per Funk mehrere Heizventile und Steckdosen in unserer Wohnung und macht sie via Internet erreichbar.

Nach wenigen Sekunden erscheint eine virtuelle Schaltzentrale auf meinem Display. Bunte Schieberegler in der App verraten mir auf einen Blick, was 450 Kilometer Luftlinie weiter östlich in unserer Wohnung geschieht: Die Stehlampe ist ausgeschaltet, das Radio auch. Im Schlafzimmer aber ist es viel zu warm. Genau 21,6 Grad. Und das ist kein Wunder, denn die Heizung ist noch auf 20 Grad eingestellt. Erwischt, Liebste!

Eine gute Portion Heizöl sparen

Aber kein Problem: Mit dem Zeigefinger ziehe ich auf meinem Handy den Regler auf 16 Grad herab, auch das Wohnzimmer regle ich herunter. Etwa eine halbe Minute später drosseln die Thermostate an unseren Heizungen ihre Ventile. Ist ja keiner da. Bis wir abends wieder zu Hause sind, sparen wir eine gute Portion Heizöl.

Wird, was ich hier teste, die Zukunft des Wohnens sein? Ein Blick auf die neuesten und spannendsten Gadgets legt genau das nahe: So hat das dänische Startup Greenwave Reality LED-Lampen herausgebracht, die sich per Smartphone schalten und programmieren lassen. Das US-Unternehmen Ube wiederum hat Steckdosen entwickelt, die rund um die Uhr online sind und mit denen sich beim nächsten Urlaub die Lichter ein- und ausschalten lassen, um Diebe abzuhalten. Sogar das glühende Bügeleisen lässt sich vom Strand aus abschalten.

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