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Galaxy Gear Samsung greift mit Computeruhr an

Die Koreaner haben bereits kurz vor der Produktschau auf der Internationalen Funkausstellung Ifa in Berlin die Smartwatch Galaxy Gear vorgestellt. Wie Samsung mit dem neuen Gadget den Markt erobern will.

So sieht die Computer-Uhr Galaxy Gear aus
Chef der IT-Sparte bei Samsung Electronics, JK Shin, stellte am Mittwoch in Berlin sowohl die Computeruhr Samsung Galaxy Gear als auch das Tablet Galaxy 10.1 und das Galaxy Note 3 vor. Quelle: dpa
Gleich zu Beginn der Show zeigte er die Computeruhr, die er in grellem Orange am Handgelenk trug. Quelle: REUTERS
Anrufe lassen sich sowohl per Tippen... Quelle: REUTERS
... als auch per Anheben des Armes annehmen. Hierzu wird die Uhr kurz Richtung Ohr gehoben. Quelle: AP
Die Computeruhr ist an ein anderes mobiles Samsung Gerät gekoppelt. Bei dem Note 3 und dem Galaxy 10.1 ist die Möglichkeit zum drahtlosen Datenverkehr bereits installiert. Quelle: AP
Pranav Mistry, Chef des Samsung Innovationsteams, stellte sowohl die technischen Hintergründe der Uhr als auch das Design vor. Das Wearable wird in sechs Farben erhältlich sein. Quelle: REUTERS
In das Armband der Uhr ist eine Kamera eingebaut. Die Auflösung der Bilder ist jedoch noch sehr gering. Quelle: REUTERS

Samsungblau war der große Saal im Tempodrom in Berlin beleuchtet, ein komplettes Orchester spielte zum Auftakt sanfte Melodien. Samsung ließ die Besucher wissen, dass Großes zu erwarten sei. Die Pressekonferenz war fast bis auf die letzte Reihe besetzt. Im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung in Berlin wollten die Koreaner offensichtlich Eindruck schinden. Sogar auf den Times Square nach New York wurde das Event übertragen.

Dabei war das, was Samsung an diesem Mittwochabend in der Hauptstadt präsentiert hat, kein Geheimnis mehr: Die Computer-Uhr Galaxy Gear.

Seit Wochen geisterten Gerüchte durch die Presse, die schließlich auch bestätigt wurden. Doch klar war bis zum Mittwochabend nur, dass die Uhr - wie auch die Smartphones von Samsung - mit dem Google-Betriebssystem Android laufen wird und kein flexibles Display bekommt.

Näheres erklärte schließlich Gestensteuerungspionier Pranav Mistry, der seit kurzem das Forschungsteam bei Samsung leitet. „Es ist ein aufregender Tag“, sagte er. „Wir werden unglaubliches vorstellen.“ Dann hielt er die Uhr in die Höhe, die dafür sorgen soll, dass künftig niemand mehr nach dem Smartphone in der Tasche wühlen muss.

Das Design ist schlicht, der Rahmen der Uhr aus Edelstahl und das Band in sechs Farben erhältlich. Anders als vermutet, lässt sich das neue Wundergerät der Koreaner zunächst nur in Kombination mit dem neuen Smartphone Galaxy Note 3 oder dem Tablet Galaxy 10.1 bedienen. Beide Geräte wurden ebenfalls an diesem Abend in Berlin gezeigt. Ältere Galaxy-Geräte sollen bald mit einem Update ausgestattet werden.

Nutzer können die Uhr auf verschiedenen Wegen bedienen. Das 1,6 Zoll große Display lässt sich wie gewohnt wischen. Nach rechts und links wechselt der User zwischen den einzelnen Anwendungen. E-Mails, Nachrichten, Kalender-Einträge – alles, was die Galaxy-Geräte bereithalten. Auch individuelle Apps können genutzt werden. Dafür stecken neben 512 MB Arbeitsspeicher 4 GB nicht erweiterbarer Massenspeicher in der Uhr. Allerdings müssen diese eigens für Gear programmiert werden. Die ersten 70 Anwendungen sollen schon bald in einem Galaxy Gear App Store zur Verfügung stehen. Einmal Tippen auf eine Anwendung und schon befindet sich der Nutzer eine Ebene tiefer. Zurück geht es mit einem Wisch nach unten.

Besonders spannend ist tatsächlich, was sich das Innovationsteam von Samsung im Bereich Gestensteuerung hat einfallen lassen. In das Armband sind ein Kopfhörer und ein Mikrofon eingebaut. Geht ein Anruf ein, muss nur noch die Hand zum Ohr gehoben werden. Ist der Anruf erst einmal angenommen, lassen sich die Hände auch wieder frei bewegen, ohne dass das Gespräch unterbrochen wird. „Es war uns wichtig, die Bewegung so natürlich wie möglich zu gestalten“, sagte Mistry in Berlin.

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