Galaxy Note 10.1 im Test Ein Hightech-Notizblock für Kreative

Der koreanische Elektronikhersteller bringt einen Tablet-PC mit Stiftbedienung auf den Markt. Ein erster Test zeigt: Das funktioniert gar nicht mal so schlecht. Problematisch ist allein der Preis.

Wichtigstes Utensil des Flunder-Computers ist der Bedienstift, der sich rechts unten aus dem Rahmen des Geräts ziehen lässt. Quelle: dpa

Tablets wie das iPad haben Computer handlicher und bedienerfreundlicher gemacht, aber eine Schwachstelle bleibt: Für handschriftliche Notizen eignen sich die meisten Geräte nur bedingt. Mit den Stiften, die es als Zubehör gibt, ist natürliches Schreiben wie mit dem Kugelschreiber kaum möglich – zu dick und ungenau sind ihre Spitzen.

Der koreanische Elektronikkonzern Samsung will dem abhelfen. Mit dem Galaxy Note hat der Anbieter bereits ein Android-Smartphone auf den Markt, dessen Software für die Stiftbedienung optimiert ist. Seit heute nun hat das Note einen großen Bruder: Den Tablet PC Note 10.1, der ab sofort im deutschen Handel erhältlich ist.

Wichtigstes Utensil des Flunder-Computers ist ein Bedienstift, der sich rechts unten aus dem Rahmen des Geräts ziehen lässt. Seine Spitze ist fast so dünn wie eine Kugelschreibermine – das verspricht präzises Schreiben auf virtuellen Notizblöcken. Ein erster Test zeigt: Das funktioniert gar nicht mal so schlecht.

Die neuen Android-Stars aus Barcelona
Smartphones mit Schnappschuss-FähigkeitAndroid-Pionier HTC geht auf dem Mobile World Congress wieder in den Angriffsmodus über. Drei Smartphones mit dem neusten Android-4-System sollen der Konkurrenz das fürchten lernen – und zwar nicht nur der Smartphone-Konkurrenz, sondern auch Einsteiger-Digitalkameras. In Barcelona stellt HTC das One X (Mitte), One S (links) und das One V (rechts) vor. Digitalkameras werden mit den den drei Modellen überflüssig, behauptet HTC. Das Konzept: Schnelle Auslösung des Fotos, schneller Autofokus und eine große Blende. Ein neuer Chip soll dafür sorgen, dass die Smartphones in nur 0,7 Sekunden zur Aufnahme eines Fotos bereit sind, der Autofokus benötigt nur 0,2 Sekunden. Ebenfalls innovativ: Alle drei Modelle haben den Cloud-Speicher Dropbox bereits integriert. Das erleichtert das Speichern von Fotos im Netz, sodass sie auf allen Geräten verfügbar sind – vom Smartphone bis zum PC. HTC-Kunden haben auf 25 Gigabyte kostenlosen Online-Speicher Zugriff. Normal sind bei Dropbox 2 Gigabyte kostenloser Speicher. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Eigenschaften der drei HTC-Geräte im einzelnen vor. Quelle: PR
HTC One XOne X ist ein Android-Smartphone mit Luxus-Ausstattung – und damit das neue Flaggschiff der neuen One-Serie von HTC. Das 4,7-Zoll-Display (11,93 cm Diagonale) bietet 720p-HD-Auflösung (1280x720) und wird dank des Einsatzes von Gorilla-Glas vor Kratzern geschützt. Herz des Smartphones ist der blitzschnelle neue Vier-plus-1-Kern-Prozessor Tegra 3 von Nvidia. Der Prozessor besitzt einen fünften besonders schwachen Kern, der im Standy-Modus aktiv wird und somit Strom spart. In Märkten mit dem neuen Funkstandard LTE (4G) kommt der Zwei-Kern-Prozessor S4 von Snapdragon zum Einsatz. Das HTC One X ist mit 32 Gigabyte Flash-Speicher für Apps und Daten ausgestattet, der nicht erweiterbar ist. Quelle: Reuters
HTC One SDas One S ist auf eine kompakte Bauweise optimiert. Das Display ist kleiner (4,3 Zoll) als das des One X und das Metallgehäuse nur 7,9 Millimeter dünn. Das Gerät wiegt rund 120 Gramm. Das One S ist etwas weniger üppig ausgestattet als das Flaggschiff: Die Display-Auflösung beträgt 960 x 540 Pixel, als Prozessor kommt der Zwei-Kern-Chip S4 von Snapdragon zum Einsatz. Das One S hat ein Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte Speicher für Apps und Daten, die ebenfalls nicht erweitert werden können. Quelle: PR
HTC One VDas One V ist das aktuelle Einsteiger-Gerät der HTC-Serie. Es bietet einen relativ kleinen Bildschirm mit 3,7-Zoll-Diagonale und 800 x 480 Pixeln Auflösung. Arbeitsspeicher und Flash-Speicher fallen mit 512 Megabyte beziehungsweise 4 Gigabyte klein aus. Der 1-GHz-Prozessor hat nur einen einzigen Kern. Anders als das One S und One X lässt sich der Speicher für Apps und Daten per Micro-SD-Steckplatz erweitern. Im April soll das Gerät für rund 300 Euro in die Läden kommen. Quelle: PR
Nokias Kamera-GenieDer schwächelnde Handy-Weltmarktführer Nokia will Kunden mit einer Kamera der Superlative in seinen Telefonen und günstigen Windows-Smartphones gewinnen. Das neue Nokia-Modell 808 „PureView“ hat einen Bildsensor mit 41 Megapixeln - mehr als die meisten aktuellen Verbraucher-Kameras. Eine spezielle Software soll dafür sorgen, dass die Bilddateien trotz der vielen Bildpunkte kompakt bleiben können: Dabei werde von sieben Pixeln einer ausgesucht. Die „PureView“-Technologie solle in Zukunft in weitere Modelle einziehen, kündigte Nokia am Montag beim Mobile World Congress in Barcelona an. Bei Smartphones haben sich 8-Megapixel-Kameras als Standard durchgesetzt. Die Bildqualität einer Digitalkamera hängt allerdings von mehreren Faktoren ab. Die Pixelzahl allein lässt keine Qualitätsaussage zu. Das 808 läuft mit dem betagten Nokia-Betriebssystem Symbian, das einst den Smartphone-Markt dominierte und jetzt als Auslaufmodell gilt. Das Foto-Handy soll 450 Euro kosten. Quelle: dpa
Einsteiger-Smartphone mit Windows Phone 7Ein Jahr nach dem Sprung von Nokia ins Lager von Microsofts Smartphone-Plattform Windows Phone wird jetzt die Strategie der Finnen deutlich. Den teuren Lumia-Smartphones, die mit Apples iPhone oder Top-Modellen mit dem Google-Betriebssystem Android konkurrieren sollen, werden günstige Telefone zu Seite gestellt, um die angestammte Stellung in Entwicklungsländern zu verteidigen. Hier ist Nokia nach wie vor stark - aber mit dem Vormarsch von Rivalen wie Samsung und erwarteten günstigen Android-Smartphones von chinesischen Herstellern wie ZTE steigt die Konkurrenz. Nokia tritt dagegen unter anderem mit dem bisher günstigsten Windows-Phone-Telefon Lumia 610 an, das 189 Euro kosten wird. Es soll auch in Deutschland auf den Markt kommen. Zudem stellten die Finnen in Barcelona mehrere einfache Handys der Serie Asha vor. Die Telefone seien „schneller als viele einfachere Androiden“, verkündete die zuständige Nokia-Managerin Mary McDowell. Die Kunden anlocken soll auch eine Auswahl an Diensten unter der Dachmarke „Nokia Life“. So kann man zum Beispiel medizinische Fragen bei einem Call-Center loswerden. Außerdem können Asha-Käufer sich in den ersten zwei Monaten kostenlos 40 Spiele des Anbieters Electronic Arts im Wert von 75 Euro herunterladen. Der populäre Messaging-Dienst WhatsApp ist gleich vorinstalliert - ein weiterer Schlag gegen die Mobilfunk-Anbieter, für die SMS-Gebühren eine sehr wichtige Einnahmequelle sind.
Smartphone mit SonnenschutzSony zeigt mit dem Xperia P ein Smartphone mit Hingucker-Faktor: das Aluminium-Design aus einem Guss (Unibody) ist originell und soll in weiß, schwarz und rot verfügbar sein. Das Innere ist dagegen nicht herausstechend: 1 Gigabyte RAM, 8-Megapixel-Kamera und ein Dual-Core-Prozessor gehören zum Standard der Preisklasse, die Sony mit dem Xperia P anvisiert: 449 Euro. Die nicht mehr ganz taufrische Version des mobilen Betriebssystems Android 2.3 soll bald das Update auf die aktuelle Version Android 4.0 erhalten (Android 3.0 lief nur für Tablets). Als Besonderheit hebt Sony das Display mit „White Magic“-Technik hervor. Der Bildschirm in qHD-Auflösung (960 x 540 Pixel) soll auch unter hellem Sonnenlicht gut lesbar sein. Bislang wurde „White Magic“-Technik in Digitalkameras eingesetzt. Ein zusätzliches weißes Pixel neben rot, grün und blau soll den Stromverbrauch senken und die Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung erhöhen. Ebenso wie das ebenfalls in Barcelona vorgestellte Modell Xperia U soll das Xperia P an die Musik- und Video-Angebote des Unternehmens angebunden werden.

Notizen ohne digitales Chaos

Zieht man den Stift aus dem Gerät, öffnet sich auf der rechten Seite des Bildschirms eine Leiste mit den wichtigsten Programen. In einem davon, der Notizblock-App S-Note, lassen sich Gedanken, Skizzen, Übersichtspläne oder Einkaufszettel handschriftlich festhalten. Praktisch: Nähert sich der Stift dem Bildschirm, erkennt das das Gerät und blockiert alle anderen Funktionen. So kann man bequem die Hand auf dem Bildschirm auflegen, ohne digitales Chaos auszulösen.

Die Buchstaben erscheinen auf dem Bildschirm wie mit einem feinen Filzstift geschrieben. Drückt man beim Schreiben fester zu, steigt auch die Deckkraft der virtuellen Tinte. So können sogar Designer und Illustratoren Skizzen anfertigen, mit Hilfe einer Palette an Farben und virtuellen Schreibwerkzeugen. Für verschiedene Zwecke hat Samsung aber auch Vorlagen eingebaut: Für Besprechungs-Protokolle, Tagebucheinträge oder bebilderte Reisenotizen etwa. So wird das Tablet zum vielseitigen Moleskine-Heft.

Kein Wunder, dass Samsung vor allem Kreative und auch Studenten mit seinem neuen Gerät ansprechen will. Dazu hat der Hersteller sich ein paar Software-Schmankerl einfallen lassen. So erkennt die Software handgeschriebene mathematische Formeln und setzt sie automatisch in gedruckte Schrift um – wer viel mit Mathe, Physik oder Wirtschaftswissenschaften zu tun hat, wird das als hilfreich empfinden. Auch setzt das Tablet handgemalte Kreise oder Rechtecke automatisch in geometrische Figuren mit festen Linien um – praktisch, wenn man unterwegs Präsentationen oder Schemazeichnungen anfertigt.

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