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Handy-Anbieter im Test Diese Mobilfunknetze lassen Sie nicht im Stich

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Manager: Priorität Qualität

+++ Viel reisend, stets erreichbar, höchste Sprachqualität +++

Es gibt Momente, da möchte Hans Joachim Heider am liebsten mit niemandem sprechen – zumindest nicht am Telefon. Dabei gehört der Austausch mit Kunden und Kollegen eigentlich zu den Hauptaufgaben des 40-Jährigen, der bei der Beratung Bain & Company als Practise-Leader die europäische Technologiesparte verantwortet.

Formal arbeitet Heider im Münchner Bain-Büro, praktisch aber ist er drei bis vier Tage pro Woche unterwegs. „Dann wird mein Smartphone zum mobilen Büro“, erzählt der Technologieexperte, der als Partner meist mehrere Kunden und Projekte zugleich betreut. „Da sind Erreichbarkeit und exzellente Sprachqualität am Handy entscheidend.“

Rauschen, verlorene Silben oder gar Verbindungsabbrüche sind für Kunden wie Heider nicht akzeptabel.

Ein paar Euro mehr oder weniger zählen da nicht, sondern die modernste Übertragungstechnik und die beste Funkabdeckung – auch abseits der Ballungszentren. Maximale Stabilität sowie höchstes Tempo bei Datenübertragungen und mobilen Internet-Zugriffen sind für diesen Nutzertyp nicht ganz so wichtig.

Verlässliche Verbindung

Natürlich, E-Mails und Dateianhänge müssen auf jeden Fall sicher ankommen. Entscheidender aber ist: Die Verbindung zu Team und Kunden – etwa in Telefonkonferenzen – funktioniert verlässlich.

Genau dieses Kriterium des Szenarios erfüllt auch in diesem Jahr kein anderes Mobilfunknetz so gut wie das der Deutschen Telekom. Zwar liefert Konkurrent Vodafone in Ballungsräumen bei Anrufen aus Gebäuden noch einen Hauch mehr Qualität – und deutlich bessere Werte als die kleinen Netzbetreiber. Doch in der Zusammenschau Zehntausender Testverbindungen, die auch Gespräche in Kleinstädten, auf Autobahnen und aus Zügen umfasst, liegen die Bonner klar vorn.

WirtschaftsWoche-Netz-Tipp (Priorität Qualität): Telekom vor Vodafone

Vor allem Telefonate in der Bahn bleiben der größte Schwachpunkt aller Anbieter. Selbst die Telekom als langjähriger Netzpartner der Deutschen Bahn erreicht laut „Connect“ bei Verbindungsqualität und -stabilität in ICs und ICEs nicht mal ein gut. „Telefonieren im Zug ist schwierig“, kommentiert auch Heider. „So viele Gesprächsabbrüche kann ich keinem Kunden zumuten“, ärgert sich der Berater, der auf seinen Bahnreisen am liebsten gar nicht telefoniert – oder bestenfalls mit seinem Team.

In Österreich und der Schweiz funktioniert es besser

Dabei geht es auch deutlich besser. Das beweisen die Netzbetreiber in der Schweiz und in Österreich, die „Connect“ parallel zu den deutschen Anbietern getestet hat: Ausgerechnet in den beiden funktechnisch weit anspruchsvolleren Alpenstaaten liefern fast alle Anbieter selbst bei Anrufen aus dem Zug eine Stabilität und Sprachqualität, wie sie die deutschen Netze sonst nur in den bestversorgten Großstädten erreichen.

Damit bleibt – auch für den Testsieger – hierzulande noch reichlich Luft nach oben.

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