Hightech beim Grillen So grillt der Profi im 21. Jahrhundert

Der einfache Kohlegrill reicht längst nicht mehr jedem. Mit Hightech-Grills und Gadgets lassen sich Würstchen und Steaks so innovativ brutzeln wie nie zuvor. Wohin der Trend beim Grillen geht.

Die Grill-Trends des Jahres
Der Topf für den Mann Quelle: PR Weber Stephen
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Grillen Quelle: dpa
Grillen mit Smartphone-App Quelle: PR infotronik
Grillen Quelle: dpa

Grillt der Deutsche, kommen Kultur, Genuss und Liebhaberei zusammen. Rund eine halbe Million Bundesbürger greifen in der Sommerzeit mehrmals die Woche zur Grillzange – über 6,5 Millionen immerhin mehrmals monatlich. Das ergab die aktuelle Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA), in der Verwendungs- und Kaufverhalten der Deutschen untersucht werden.

Dabei wandelt sich die Grill-Mentalität derzeit so stark wie selten zuvor. Neue Geräte mit Hightech-Funktionen und passende Gadgets befördern den Grillrost ins Internet der Dinge und das Outdoorkochen auf ein neues Level.

„Bei vielen heißt Grillen noch simpel Würstchen grillen, aber das ist sicher nicht erschöpfend“, sagt Ebbo Christ, Geschäftsführer der German Barbecue Association (GBA), die jedes Jahr die deutschen Grillmeisterschaften ausrichtet. „Es hat eine gewisse Bewusstseinsveränderung stattgefunden. Denn jetzt sehen viele, was alles beim Grillen möglich ist.“

Die Grill-Methoden

Smart-Grills, heißen die Hightech-Geräte, mit denen Grillfirmen den deutschen Markt nun endgültig erobern wollen. Intelligente Programme und digitale Vernetzung machen sie zum Grillassistenten mit Insiderwissen. In den USA gibt es mitdenkende Grills schon länger, hierzulande sind sie als Kohle-, Gas- und Pellet-Grill seit vergangenem Jahr im Kommen.

Wenn der Grill durch den Garten funkt

Im Mai 2014 kam der erste deutsche Grill der Kategorie Hightech auf den Markt. Die Firma Grillson aus Hannover brüstete sich damit, den ersten App-Grill entwickelt zu haben. Die Idee dahinter: Das Gerät hat ein eingebautes WLAN-Modul, wodurch sich der Grill mit dem Smartphone verbindet und mit einer App kontrollieren und fernsteuern lässt.

So kommen Informationen etwa über Pumpendruck, Pellet-Stand und Temperatur direkt aufs mobile Endgerät. Die Temperatur des Grills - und dank eines zusätzlichen Thermometers auch des Fleisches – lassen sich mit dem Smartphone überwachen. „Jetzt kann man in Ruhe sein Bier zischen oder das Fußballspiel verfolgen, ohne dass einem das Grillgut verbrennt", sagt Grillson-Chef Dirk Luttermann. Praktischerweise reinigt sich er Grill nach dem Gebrauch automatisch. Nur selber essen müsse man noch, heißt es beim Familienunternehmen.

Wissenswertes rund um den Grill

Der Grillson ist zudem auch ein Multitalent, weil das Temperaturenspektrum zwischen 80 und 500 Grad liegt. Dadurch kann er vielfältig genutzt werden: als Smoker, Grill oder auch Pizzaofen.

Damit ist das deutsche Hightechmodell nicht alleine. Der Trend geht ganz klar zur vielfältigen Nutzung und zur großen Outdoor-Küche, sagt GBA-Chef Christ: „Auf einem guten Grillgerät kann man natürlich grillen, aber eben auch braten und kochen und hat vielfältige Garmöglichkeiten.“

Das hat jedoch seinen Preis: In der Luxus-Ausführung kostet der Holzpelletgrill „Bob Grillson 2014“ rund 3.700 Euro.

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