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Hightech fürs Velo Fahrradindustrie profiliert sich mit Zubehör

Rund ums Fahrrad hat sich eine gigantische Zubehörindustrie gebildet. Die liefert von der Retro-Klingel über die elektronisch gesteuerte Gangschaltung bis hin zum Fitness-Computer mit Navi-Funktion alles, was den mobilen Hightech-Liebhaber erfreut.

Von der elektronisch gesteuerten Gangschaltung über Fitness-Computer mit Navi-Funktion bis hin zur Retro-Klingel. Die Liste des Hightech-Zubehörs fürs Fahrrad ließe sich unendlich weiterführen. WirtschaftsWoche stellt einige der interessantesten Gadgets vor. Quelle: dpa

Die schlechte Nachricht vorweg: Das schönste aller Zubehörteile gibt es nicht mehr. Die Fahrradglocke, die vor angreifenden Hunden schützt. Die so genannte Revolverglocke gab es um 1900. Sie konnte beim Klingeln bis zu zehn Platzpatronen hintereinander abfeuern, um so das wütende Tier hoffentlich in die Flucht zu schlagen. Ist lange her und gibt es wie gesagt nicht mehr.

Ein Blick in einen historischen Katalog wie den "Illustrierten Hauptkatalog August Stukenbrok 1912" zeigt aber auch die Fülle an Zubehör – damals auch "Nebenapparate" genannt -, die schon vor 100 Jahren die Runde machte. Von der kompakten Teleskop-Pumpe "Suleika" über die Acetylen-Gaslaterne "Triumph" mit automatischer Anzündevorrichtung bis hin zur pneumatischen Bremse und dem Wegemesser "Cyclometer", eigentlich blieben keine Wünsche offen.

Hightech-Zubehör fürs Fahrrad
Garmin Montana 650tRobuster GPS-Fahrradcomputer mit 4 Zoll (10,2 Zentimeter) großem Touchscreen und vorinstallierten topographischen Karten. Das Display lässt sich laut Hersteller auch mit Handschuhen bedienen. Durch die Hotfix-Satellitenvorhersage findet der Montana 650t die aktuelle Position nach dem Einschalten sehr schnell. Über den Micro-SD-Karten-Steckplatz kann man zusätzliches Kartenmaterial hinzufügen, beispielsweise City-Navigator-Karten. Ein Kompass und ein barometrischer Höhenmesser sind integriert. Das Gerät bietet auch eine Digitalkamera mit 5 Megapixel, die Fotos mit einem Geo-Tag versieht. Unterstützt außerdem Geocaching, ein Online-Spiel, bei dem man Gegenstände ("Caches") versteckt und die GPS-Daten an die Community weitergibt. Neben dem Lithium-Ionen-Akkupack kann der Nutzer auch AA-Batterien verwenden. Preis: 649 Euro Garmin Montana 650t Quelle: Presse
Garmin Edge 200Einfacher Fahrradcomputer mit GPS. Zeigt Distanz, Zeit, Geschwindigkeit, GPS-Position und Kalorienverbrauch an. Preis: 129 Euro Garmin Edge 200 Quelle: Presse
Mio Cyclo 105Einfacher Fahrradcomputer fürs Fitnesstraining mit GPS und allen Basisfunktionen: Zeit, Entfernung, Geschwindigkeit, Standpunkt. Berechnet auch den Kalorienverbrauch. Vom Hoch- ins Querformat drehbar. Das Display ist mit 4,6 Zentimeter (1,8 Zoll) recht klein. Der Akku hält laut Hersteller bis zu 18 Stunden. Preis: 169,99 Euro Für 40 Euro mehr gibt es auch eine Variante mit Herzfrequenzmessung. Mio Cyclo 105 H Quelle: Presse
Polar CS500 + CADEin Hightech-Fitness-Computer für ehrgeizige Radsportler. In Kombination mit dem Pedal-Set Polar Look Kéo Power holt er sich die Daten über die Trittfrequenz direkt von den Pedalen. Daneben gehören Höhenmesser, Barometer und Geschwindigkeitsmessung zu den Grundfunktionen. Die Funktion Smart Coaching gibt den Kalorienverbrauch an und gibt Hinweise zur Trainingsintensität. Auf der speziell dafür eingerichteten Webseite Polarpersonaltrainer.com kann sich der Nutzer online ein Trainingsprogramm anlegen, seine Daten hochladen, ein Trainingsbelastungsdiagramm anzeigen lassen und anderes mehr. Preis: 239,95 Euro Polar CS500+ CAD Quelle: Presse
Polar RC3 GPS Tour de FranceSchicker Trainingscomputer fürs Handgelenk für ambitionierte Radsportler. Erfasst die Geschwindigkeit über GPS, zeigt auch Höheninformationen an. Misst die Herzfrequenz. Lässt sich mit Trainingsprogrammen verbinden, die auf der Polar-Website Polarpersonaltrainer.com heruntergeladen werden kann. In Kombination mit den optional erhältlichen Trittfrequenz- und Geschwindigkeitsmessern (jeweils 49,95 Euro) kombinieren, um so möglichst präzise Daten über Geschwindigkeit des Fahrrads zu erhalten. Mit aktiviertem GPS hält der Akku laut Hersteller bis zu 12 Stunden durch. Preis: 299,95 Euro Polar RC3 GPS Tour de France
RCX3 Bike BlackNicht ganz so schick, wie das Spitzenmodell, aber ebenfalls mit GPS ausgestattet und kompatibel mit Radsensoren für Geschwindigkeit und Trittfrequenz. Die Trainingsseite Polarpersonaltrainer.com ist ebenfalls nutzbar. Preis: 199,95 Euro RCX3 Bike Black Quelle: Presse
Felgenbremse Magura HS33Hydraulische Felgenbremse für Trekking-Räder. Hydraulische Bremsen ermöglichen sehr feindosiertes Bremsen. Bis auf gelegentliche Entlüftung, sehr wartungsarm. Auch bei Frost kein Vereisen der Bremsflüssigkeit (Mineralöl). Preis: 140 Euro (Paarpreis, Onlineshops) Magura HS33 Quelle: Presse

Ideal für Zubehör

Das Fahrrad war schon immer ein ideales Vehikel für Zubehör. Die offene Konstruktion macht es sehr einfach, am Rahmen, am Gepäckträger oder am Lenker einen Radcomputer oder eine Lampe zu befestigen. Zudem kann jeder, der nicht gerade zwei linke Hände hat, Komponenten auswechseln oder neue einbauen. Ein kleine Auswahl an Schraubenziehern, Zangen und Gabelschlüssel und drei Stunden am Samstagnachmittag reichen, um ein braves City-Bike in ein Hightech-Tourenrad zu verwandeln. Vorausgesetzt, es handelt sich nicht gerade um eines der berüchtigten Billigräder aus dem Baumarkt.

Fahrradcomputer in allen Größen und allen Preisklassen

Beim Zubehör spielen natürlich die Fahrradcomputer eine wichtige Rolle. Längst sind sie viel mehr als nur digitalisierte Geschwindigkeitsmesser. Bei aktuellen Radcomputern gibt es heute eigentlich drei Typen. Da ist zum einen der klassische Fahrradcomputer, der neben momentaner Geschwindigkeit die Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeit und den Kilometerstand anzeigt. Solche Geräte sind schon für zwanzig Euro zu haben. Dann gibt es den Sport- und Fitnesscomputer, der zusätzlich den Puls und die Trittfrequenz misst und sogar den Kalorienverbrauch berechnet. Die teureren Modelle lassen sich in der Regel mit einem individuellen Trainingsprogramm im Internet verbinden. So ein Fitnesscomputer mit allen Schikanen kann leicht mehrere hundert Euro kosten. Der dritte Typ und in den besseren Versionen auch mehrere hundert Euro teuer ist das Fahrrad-Navi. Dabei gibt es für den Stadtradler andere Modelle wie für den Radtouristen und dann wiederum andere Modelle für den ambitionierten Mountainbike-Fahrer.

Tipp: Angesichts dieser Produktvielfalt und der teilweise gesalzenen Preise, empfiehlt es sich, vor dem Kauf zu überlegen, was das Ding genau können soll.

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