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Innovationsforscher Gunter Dueck "Alle fünf bis zehn Jahre die Strategie ändern"

Wie können Unternehmen ständig kreativ bleiben? Der Innovationsforscher Gunter Dueck meint: Sie müssen eine kritische Masse von Begeisterung erreichen - und vor allem interne Widerstände überwinden.

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Gunter Dueck ist promovierter Mathematiker und arbeitete viele Jahre an der Strategie und der technologischen Ausrichtung von IBM. Foto: Michael Herdlein Quelle: Presse

Herr Dueck, was halten Sie von den Neuheiten, die Apple vergangene Woche vorgestellt hat?

Gunter Dueck: Die Apple Watch ist für mich eher eine Spielerei, aber Apple Pay finde ich gut. Damit könnten beispielsweise Presseartikel für vielleicht zehn Cent bezahlt werden, ohne eine 16-stellige Kreditkartennummer eingeben zu müssen. Ein solches System kann neue Geschäftsmodelle hervorbringen. Apple hat eine gute Chance, ein solches System voranzubringen, weil sie das ja nicht allein machen, sondern mit den gängigen Kreditkartenunternehmen. Das könnte funktionieren.

Was Apple Watch und iPhone 6 drauf haben
Hommage von Tim Cook an Apple-Gründer Steve Jobs: Im Flint Center wurde schon vor 30 Jahren der Mac präsentiert. Hier stellte nun Cook Anfang September 2014 die neuesten Apple-Produkte vor. Quelle: Matthias Hohensee
apple watch Quelle: Matthias Hohensee
Bedienung der Apple Watch Quelle: Matthias Hohensee
Smartwatch Apple Watch am Handgelenk Quelle: Matthias Hohensee
Moto 360 und Apple Watch im Vergleich Quelle: Matthias Hohensee
Akku der Apple Watch ist schwach auf der Brust Quelle: Matthias Hohensee
Apple Watch Quelle: Matthias Hohensee

Aber an Bezahlsystemen arbeiten doch auch andere.

Ja, Google folgt natürlich. Ich habe schon erste Demos von Googles Bankdienstleistungen gesehen. Ganz einfach. Statt „Chatten mit Anne“ klickt man eben „Schick der Anne Geld“.

Und man braucht sich dafür keine 22-stellige IBAN-Nummer zu merken.

Die ist ein Sargnagel für die klassische Überweisung - ein Rückfall in die Internetsteinzeit. Letztendlich schieben sich Google, Amazon und Apple zwischen die Banken und deren Kunden – eine Bank ist dann nur noch Kontosoftwarebetreiber, so wie manche Telekom-Unternehmen nur noch Leitungen warten. Neue Bezahlsysteme funktionieren einfacher, auch international – da bin ich sicher. Die offiziellen Banklösungen scheinen so konzipiert zu werden, dass die Institute ihre sündhaft teure Altsoftware nicht so sehr verändern müssen. Kunden werden dabei ignoriert – und das wird sich rächen.

Denkende Maschinen, totale Vernetzung, smarte Dienste
Internet der DingeDie Verknüpfung aller Gegenstände ermöglicht es, sie über Datennetze zu orten, zu kontrollieren und zu koordinieren Wichtige Anwendungen: Intelligente Steuerung globaler Logistikketten und des Verkehrs; medizinische Ferndiagnosen; Gebäudeautomation; sich selbst optimierende Fabriken Einfluss auf das BIP 2025 (in Mrd. Euro), Anteil am BIP: 207 Milliarden = 4,8 Prozent Effekt auf Arbeitsplätze: 4/4 Wettbewerbsstärke Deutschlands: 3/4 Quelle: Marcel Stahn
Automatisierung WissensarbeitLernende Softwaresysteme erkennen Zusammenhänge, analysieren Probleme und ziehen daraus Schlussfolgerungen Wichtige Anwendungen: Erledigung von Aufgaben in Büro und Verwaltung; Abwicklung von Dienstleistungen; Erstellung von Entscheidungsvorlagen; medizinische Diagnosen Einfluss auf das BIP 2025 (in Mrd. Euro), Anteil am BIP: 207 Milliarden = 4,8 Prozent Effekt auf Arbeitsplätze: 4/4 Wettbewerbsstärke Deutschlands: 3/4 Quelle: REUTERS
Fortgeschrittene RobotikRoboter bauen sich selbst, finden sich in der Umwelt zurecht und stellen sich auf den Menschen ein. Wichtige Anwendungen: Industrielle Produktion; Chirurgie; Pflege; vielseitige Helfer im Alltag, etwa beim Putzen oder Rasenmähen Einfluss auf das BIP 2025 (in Mrd. Euro), Anteil am BIP: 175 Milliarden = 4,0 Prozent Effekt auf Arbeitsplätze: 3/4 Wettbewerbsstärke Deutschlands: 4/4 Quelle: REUTERS
Alternative AntriebeElektro-, Brennstoffzellen- und Wasserstoffantrieb oder Hybridlösungen. Wichtige Anwendungen: Privat und gewerblich genutzte Fahrzeuge; Fuhrparks; Busse; Schiffe und Flugzeuge Einfluss auf das BIP 2025 (in Mrd. Euro), Anteil am BIP: 111 Milliarden = 2,6 Prozent Effekt auf Arbeitsplätze: 2/4 Wettbewerbsstärke Deutschlands: 4/4 Quelle: dpa
Mobiles InternetSmartphone, Tablet-PC oder Datenbrille verbinden Nutzer jederzeit und überall mit dem Internet Wichtige Anwendungen: E-Commerce; Online-Lernen; Telemedizin, z. B. Überwachung des Gesundheitszustands chronisch Kranker; Mobile Payment; Gastronomietipps Einfluss auf das BIP 2025 (in Mrd. Euro), Anteil am BIP: 91 Milliarden = 2,1 Prozent Effekt auf Arbeitsplätze: 2/4 Wettbewerbsstärke Deutschlands: 1/4 Quelle: dpa
Big DataAnalyse riesiger Datenmengen, die Sensoren, Rechner, Handys, intelligente Zähler und Autos ständig sammeln und übermitteln Wichtige Anwendungen: Angebot individueller Produkte und Dienstleistungen; Börsenhandel; Marktprognosen; Entdeckung neuer Geschäftsmodelle Einfluss auf das BIP 2025 (in Mrd. Euro), Anteil am BIP: 82 Milliarden = 1,9 Prozent Effekt auf Arbeitsplätze: 3/4 Wettbewerbsstärke Deutschlands: 2/4 Quelle: obs
Cloud ComputingAus der Datenwolke können Unternehmen und Private via Internet Software, Rechen-, Speicher- und Netzwerkkapazität Wichtige Anwendungen: Programme, IT-Infrastruktur und Internet-Plattformen werden gemietet statt gekauft – bedarfsgerecht und technisch auf dem neuesten Stand Einfluss auf das BIP 2025 (in Mrd. Euro), Anteil am BIP: 73 Milliarden = 1,7 Prozent Effekt auf Arbeitsplätze: 3/4 Wettbewerbsstärke Deutschlands: 2/4 Quelle: dpa

Erwarten Sie denn noch Innovationen beim Smartphone?

Natürlich könnte man sich langsam mal fragen, ob es reicht. Es kann gut sein, dass wir schon ein Stadium erreicht haben, bei dem die Entwicklung über das Ziel hinausschießt – etwa wie bei Microsoft Windows oder Office. Da sind die zehn Jahre alten Versionen für fast alle Leute ja immer noch gut genug. Irgendwann ist etwas fix und fertig. Das ist meist ein Zeichen, dass die Welt schon mit etwas Neuem schwanger geht. Kann schon sein, dass das Smartphone fertig ist – vielleicht könnte es eine Universalfernbedienung im Internet der Dinge werden?

Was sich Innovatoren fragen müssen

Wo können wir denn noch Innovationen erwarten?

Innovatoren können ja einfach beobachten, worüber wir noch stöhnen, weil etwas zu kompliziert wird oder nicht reibunglos funktioniert. Wo sind diese beinahe schmerzhaften Punkte? Oft geschieht aber bei Schmerz auch: nichts. Es gibt zum Beispiel vier Möglichkeiten, Kreditkarten in Schlitze zu stecken – nur eine wird von den Lesegeräten akzeptiert. Wie wäre der Einsatz von Lesegeräten, denen das egal ist? Hat mal einer ausgerechnet, wie viel sinnlose Zeit das an Kassen kostet?

Apple-Produkte, die leider nie entstanden
In seinem Buch "Genial Einfach" berichtet Hartmut Esslinger von seiner Zusammenarbeit mit Steve Jobs und wie dieser das Potential des Designs erkannte. Das Buch zeigt hunderte Skizzen und Bilder von den Ursprüngen der Designs. Im Folgenden eine kleine Übersicht. Hier im Bild: Der Charme von 1982 spricht aus dieser Macintosh-Studie, die aus Faserstoffplatten gebaut wurde. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Diese Studie zeigt das MacBook 1, wie die Designer es sich 1982 vorstellten. Es erscheint aus heutiger Sicht als ein ziemlich dicker Brummer - im Vergleich zu anderen tragbaren Computern der Achtziger ist es aber schon ein zartes Pflänzchen. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Waren Computer damals meist in einem Grau-Beige-Ton gehalten, entstand ab 1982 in der Zusammenarbeit zwischen Steve Jobs und Hartmut Esslinger das neue, moderne Farb- und Designkonzept "Snow White" (der englische Name des Märchens "Schneewittchen"). © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Der Entwurf des Apple IIc von 1983 erinnert noch stark an eine Schreibmaschine. Bei diesem Modell wurde erstmals das neue Weiß eingesetzt, was den Computer kompatibler für Wohnräume machen sollte. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Schlanker kommt da schon dieser Entwurf des Macintosh SE von 1983/84 daher. Die Vision eines modernen Keyboards und der Maus zur Eingabe. © Hartmut Esslinger & frog team, Foto: Dietmar Henneka Quelle: Presse
Mobiltelefone waren in den 80er Jahren noch halbe Telefonzellen. Wie unpraktisch, dachte sich schon damals das Apple-Design-Team, und entwarf 1983 etwa diese frühe Version eines Klapp-Handys. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse
Eine frühe Vision eines Tablet-Macs. Dieses Design stammt von 1982. Die Bedienung sollte über einen großen, klobigen Eingabestift funktionieren. © Hartmut Esslinger & frog team Quelle: Presse

Was war oder ist denn für Sie die größte Innovation von Apple?

Das iPad. Bei dem war der Erfolg nicht absehbar. Viele hielten es zum Marktstart für blödsinnig. Aber wenn ich mir heute Leute jenseits der 70 und 80 ansehe: Bei denen bricht fast das Glück aus, dass sie die Technik so einfach nutzen können – und nicht wie bei einem Windows-Rechner schon beim Online-Shopping nach Java- oder Flash-Updates gefragt werden, die sie nur verunsichern. Allerdings war das iPad kein wirklich neuer Traum von Steve Jobs. Dafür braucht man sich nur den Newton anzusehen, den Taschencomputer mit Stift, den Apple unter Jobs Ende der Neunziger auf den Markt gebracht hat. Beim iPad ist nur alles gelöst, was am Newton als Problem gestört hat. Das ging technisch nicht viel früher als 2010: Heller Bildschirm, ausreichend großer Flash-Speicher, WLAN in jedem Haus.

Die 30 kreativsten Mittelständler
Rund 3000 Unternehmen mit einem Umsatz zwischen zehn Millionen und etwa einer Milliarde hat die Unternehmensberatungsberatung Munich Strategy Group für das WirtschaftsWoche-Ranking analysiert. Für 400 von ihnen haben die Berater nach der Auswertung von Experten-Interviews und Analysen einen Vergleichswert, den Innovations-Score ermittelt. In diesen fließt die Zahl der neuen Produkte und deren Marktchancen ein. Gleichzeitig hat MSG ermittelt, in welchem Maße die Innovationskultur im Unternehmen verankert ist. Die Top 30 der innovativen Mittelständler zeigt die folgende Übersicht. Quelle: Fotolia
Platz 30: VacomUmsatz: 16 Mio. EuroInnovations-Score: 135Das 1992 gegründete Unternehmen Vacom  gilt als einer der führenden Anbieter von Vakuumtechnik. Der Mittelständler aus Jena produziert unter anderem für Unternehmen aus Bereichen wie der Analytik, Elektronik, Optik, Solar- und Beschleunigertechnik. Quelle: Screenshot
Platz 29: Elementar AnalysesystemeUmsatz: 42 Mio. EuroInnovations-Score: 136Ob Kohlen-, Stick- oder Wasserstoff: Die Analyse nicht-metallischer Elemente ist das Kerngebiet des Geräteherstellers aus Hanau (Hessen). Quelle: Screenshot
Platz 28: GK SoftwareUmsatz: 27 Mio. EuroInnovations-Score: 138Das Technologie-Unternehmen GK Software aus Sachsen entwickelt und vertreibt spezielle Computer-Programme für den Einzelhandel - darunter Software für Kassen und Backoffice-Programme. Die börsennotierte Firma wurde 1990 gegründet. Quelle: PR
Platz 27: Walter Rau Neusser Öl und Fett AG Umsatz: 333 Mio. EuroInnovations-Score: 140Fett und Öl - damit verdient das Neusser Unternehmen Walter Rau Geld. Rund 200 Mitarbeiter veredeln pflanzliche Rohstoffe zu Spezial-Fetten für Lebensmittel. Quelle: Presse
Platz 26: WiloUmsatz: 1187 Mio. EuroInnovations-Score: 141Die Dortmunder Unternehmens-Gruppe zählt zu den führenden Herstellern für Pumpen und Pumpsysteme. Mehr als 7000 Wilo-Mitarbeiter arbeiten weltweit daran, Produkte für Wärme- und Klimatechnik sowie die Wasserversorgung zu entwickeln und zu produzieren. Quelle: dpa Picture-Alliance
Platz 25: Becker Marine SystemsUmsatz: 74 Mio. EuroInnovations-Score: 144Egal ob Luxus-Jacht oder Super-Tanke: Die Hamburger von Becker Marine Systems sind auf Ruder und Steuerungseinheiten für Schiffe spezialisiert. Das 1946 gegründete Unternehmen hat mittlerweile mehr als 110 Mitarbeiter und Büros in China, Singapur, Korea und Norwegen. Quelle: Presse

Wenn man sich die Historie von Steve Jobs ansieht, war es vielleicht auch gar nicht so kreativ, das iPad auf den Markt zu bringen, sondern nur die Wiederholung des Newton, aber diesmal zur genau richtigen Zeit.

Wie kann es ein Unternehmen denn hinbekommen, immer wieder Innovationen zu schaffen?

Dabei spielt die Unternehmenskultur eine große Rolle. Man muss immer wieder sein Geschäftsmodell in Frage stellen, überdenken und auch unangenehme Entscheidungen fällen. Ein Unternehmen muss in der Lage sein, Wenden in seiner Entwicklung hinzubekommen. Die hohe Kunst der Unternehmensführung ist es, mehrere Wenden erfolgreich zu schaffen. IBM ist dafür ein gutes Beispiel, weil man dort den Wechsel vom Hardware- zum Softwaregeschäft, dann hin zu Services, anschließend zum Outsourcing nach Indien und jetzt zur Cloud geschafft hat. Alle fünf bis zehn Jahre muss man seine Strategie ändern oder zumindest anpassen. Das macht nicht so viel Spaß, man muss steinige Steilwege gehen, viele Jobs und Gewohnheiten sind betroffen. Aber in Zeiten extremer Veränderung zählt das zur Hauptarbeit in der Führung großer Konzerne.

Warum Anreizsysteme nichts bringen

Worin liegt denn die besondere Schwierigkeit mit Innovationen?

Man muss eine kritische Masse von Begeisterung erzeugen. Die muss so groß sein, dass Kundenbedenken, interne Bereichsinteressen, Altprozesse, Personen und Karrierebedenken besiegt werden, ohne sie sich zu Feinden zu machen. Nur dann wird keine unnötige Energie wegen Widerständen vergeudet.

Woher kommt die hohe Motivation eines Innovators – schaffen sie die klassischen Anreizsysteme in Unternehmen?

Nein, überhaupt nicht. Der Innovator muss selbst so begeistert sein, dass er alle Mühsal auf sich nimmt, weil er für den finalen Erfolg lebt. Sisyphos schafft es doch und freut sich riesig. Anreizsysteme setzen konkrete Meilensteine - doch die lenken echte Innovatoren nur ab.

Die amerikanischen Patentkönige
Platz 15: General MotorsDer global operierende US-Automobilkonzern liegt mit 1626 Patenten im Kalenderjahr 2013 auf dem 15. Platz. Quelle: AP
14. Platz: General Electric:1739 Patente sind die Bilanz des vergangenen Jahres für General Electric. Quelle: rtr
13. Platz: Apple Mit 1775 Patenten klettert Apple auf Platz 13 der Rangliste. Im Vorjahr waren es nur 1136 Patente. Quelle: AP
12. Platz: FujitsuAuf 1806 Patente kommt Fujitsu im Kalenderjahr 2013. Quelle: AP
11. Platz: GoogleDer Marktführer unter den Suchmaschinen rangiert mit 1851 Patenten auf dem elften Platz. Quelle: dpa
10.Platz: LG Electronics1947 Patente bringen LG Electronics aus Südkorea den zehnten Platz ein. Quelle: AP
9. Platz: QualcommDas Forschungs- und Entwicklungsunternehmen für Mobilfunkkommunikation mit Sitz in San Diego schafft es auf den neunten Platz. 2103 Patente sind die Ausbeute des vergangenen Jahres. Quelle: dpa

Ich habe immer versucht, meine Incentives einfach zu vergessen und nur zu arbeiten. Incentives setzen ja immer voraus, dass etwas gelingt. Aber es klappen doch nur zehn Prozent aller Innovationen. Angesichts dieser Statistik müssen einem Innovator Incentives doch lächerlich vorkommen.

Von wem erwarten Sie die nächsten großen Innovationen?

Insbesondere von Google. Ich glaube, die haben eine Vision: Bald gibt es nur noch selbstfahrende Autos, am besten alle als Taxis, keine Privatautos mehr. Stoppen Sie mal die Zeit, die Sie im Auto fahren: Bei mir sind es tagsüber so sieben Prozent meiner Zeit, nachts fast Null. Also: Die Autos werden kaum benutzt. Wenn es nur selbstfahrende Taxis gäbe, die uns auf Befehl des Smartphones abholen, dann kann man mit Sicherheitspuffer vielleicht mit einem Fünftel des heutigen Fahrzeugbestandes auskommen.

Gadgets



Wir brauchen dann nicht mehr so viele Garagen, Car-Ports, Parkhäuser, Parkplätze, Tankstellen, Führerscheine oder Autofabriken. Elektroautos könnte man einfach zentral einführen, basta. Alte Leute können im Dorf weiter leben und müssen nicht ins Heim, weil sie ohne eigenes Auto nicht mehr einkaufen können.

Mit Verlaub, aber das klingt ziemlich abenteuerlich.

Google baut gerade einen Paketdienst nach. Die üben bestimmt bald mit Selbstfahrautos und Paketübergaberobotern. Google ist am Taxidienst Uber beteiligt und baut Selbstfahrautos. Was also glauben Sie, worauf es hinausläuft? Ich beobachte das schon länger und staune, wie groß angelegt und mit wie langer Lernkurve etwas ganz Großes nachhaltig aufgebaut wird. Solche Mega-Aktionen würde ich hier gerne in Deutschland sehen.

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