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IT-Messe Müde CeBIT-Eröffnung zeigt Probleme der IT-Branche auf

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Am Ende bleibt es dem erst Anfang Februar überraschend ins Amt gerückten neuen SAP-Co-Chef Bill McDermott überlassen, die Eröffnungsredner um Merkel und Zapatero für ein schönes Gruppenfoto rund um einen leuchtenden Globus zusammen zu führen. Der soll das Motto der diesjährigen CeBIT symbolisieren: „Connected Worlds“. McDermotts jovialer Auftritt versprüht noch einmal ein wenig amerikanisches Show-Ambiente – diesen Esprit hat er vorher bei seiner eigenen Rede freilich vermissen lasssen. Bei der steht McDermott zwar im Gegensatz zu den anderen Rednern nicht am Pult, sondern frei auf dem Podium. Dennoch strotzt seine Rede vor so manchen Attitüden – die im wenig inspirierten Endspruch gipfelt: „We can, we will. Dankeschön“.

Neue Gesichter braucht das CeBIT-Podium!

No, we can't – möchte man da zurückrufen. Und vielleicht liegt das Problem der CeBIT ja wirklich ganz woanders. Zwar ist McDermott mit seinen 48 Jahren der Jüngste in der Riege der Sprecher auf der Eröffnungsfeier. Wirklich jugendlich wirkt der angegraute Co-SAP-Chef aber auch nicht mehr. Genau dies war übrigens auch ein wichtiges Thema auf der Bitkom-Jahrespressekonferenz am Montagnachmittag: Die IT hat mit 20.000 offenen Stellen in Deutschland nicht nur ein Nachwuchsproblem bei IT-Experten, sondern die Branche ist insgesamt einfach älter geworden. Ob bei Unternehmen, Verbänden oder auch in Medien – neue Gesichter, Vertreter jünger als 35 Jahre sind selten geworden. Man kennt sich und begrüßt sich seit vielen Jahren, aber wirklich Neues hat man sich nicht zu sagen. Es fehlt an frischem Blut, es fehlt an neuen Ideen - ein Aspekt, den die Deutsche Messe vermutlich noch nicht in den Fokus ihrer Bemühungen zum Umbau der Veranstaltung gerückt hat. Aber warum nicht etwa auch mal einem Jungspund wie beispielsweise Facebook-Gründer Mark Zuckerberg das CeBIT-Podium bieten? Vielleicht ließen sich so auch wieder mehr Publikum auf die Messe locken. We can? Wenigstens könnte man es versuchen.

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