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Jim Wong "Windows 8 ist zu kompliziert"

Acer-Präsident Jim Wong erklärt, wie Laptops der Zukunft aussehen und wieso es einen Trend zum Zweit-Tablet gibt.

Jim Wong, seit 2011 Corporate President bei Acer, im Interview mit der WirtschaftsWoche Quelle: Presse

WirtschaftsWoche: Herr Wong, laut aktueller Zahlen verbreiten sich Tablet viel schneller als erwartet – Laptops verlieren an Boden. Können Sie noch ruhig schlafen? Immerhin ist Acer einer der wichtigsten Laptop-Hersteller.

Jim Wong: Wir sehen diese Entwicklung natürlich. Im vergangenen Jahr haben sich sechs Prozent der Nutzer vom Notebook verabschiedet. Sie nutzen nur noch Tablets. Das heißt aber auch: Alle anderen nutzen ihr Notebook, neben dem Tablet, weiter. Allerdings kaufen sie deshalb erst später einen neuen Rechner.

Das ist doch ein Riesenproblem für einen PC-Hersteller wie Acer.

Daher arbeiten wir gleichzeitig auch an Smartphones und Tablets.

Übersicht zum weltweiten Absatz von Computern (zum Vergrößern bitte Bild anklicken)

Da ist Acer bislang aber nicht besonders aufgefallen.

Im Gegenteil. Wir haben schon 2010 das taiwanische Unternehmen e-ton gekauft, um ins Smartphone-Geschäft einzusteigen. Im gleichen Jahr haben wir als zweiter Hersteller ein Android-Tablet herausgebracht – und waren schnell Marktführer in dem Feld.

Davon ist heute nichts mehr zu spüren.

Das stimmt leider. Nach dem guten Start bei den Smartphones sind wir nicht drangeblieben. Das war ein großer strategischer Fehler. Bei den Tablets waren wir erfolgreicher.

Was genau ist bei den Smartphones schiefgelaufen?

Wir hatten viel zu viele Netzbetreiber als Partner und zu viele Modelle im Programm. Das haben wir aber geändert. Nun kommen wir mit weniger Modellen und exklusiven Partnern zurück. Erst in Osteuropa, später in diesem Jahr aber auch in Deutschland und Frankreich.

Wer den Markt der Smartphones regiert

Mit welchen Partnern?

In Deutschland starten wir mit Vodafone. Allerdings werden wir eine Weile mit niedrigen Marktanteilen zu kämpfen haben. Bei Tablets sieht es anders aus, da greifen wir viel aggressiver an.

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