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Kai Hillebrandt "Fußball tut unserem Geschäft gut"

Auch wegen der Fußball-WM in Brasilien werden die Konsumenten mehr Geld für Fernseher ausgeben, sagt Samsung-Manager Kai Hillebrandt im Interview. Das Geschäft mit der Fußball-WM.

Foto von Kai Hillebrandt Quelle: Presse

WirtschaftsWoche Online: Freuen Sie sich schon auf die Fußball-WM?

Kai Hillebrandt: Natürlich, ich werde mir die Spiele anschauen.

Was ist Ihr Tipp: Wer wird Weltmeister?

Ich glaube, vor allem mit Hinblick auf die Entwicklung des Landes, dass Brasilien Weltmeister werden wird. Es wäre der Mannschaft auf jeden Fall zu gönnen.

Welchen Einfluss hat das Großereignis auf das TV-Geschäft?

Vor allem Fußball tut unserem Geschäft gut. Olympische Spiele haben da einen deutlich geringeren Effekt. Olympische Sommerspiele bringen uns noch ein bisschen mehr als Olympische Winterspiele, da merken wir fast nie etwas. Aber Fußball – ganz egal ob eine Weltmeister- oder eine Europameisterschaft – wirkt sich immer sehr stark aus.

Können Sie das quantifizieren?

In den Monaten, in denen ein Fußballgroßereignis stattfindet, hat der Markt eine Saisonalität von mindestens sechseinhalb Prozent. In der Regel steigert sie sich über die Wochen auf achteinhalb bis neun Prozent. Das zeigen Statistiken der vergangenen 20 Jahre.

Die Zukunft des Fernsehens
Dieser Ultra HD Fernseher sieht schön aus: Für gutes Fernsehvergnügen fehlen allerdings noch die Inhalte. Ein japanischer Sender will ab 2016 in 8K senden. Aber noch bereiten sie Herstellern und Sendern jede Menge alt bekannter Probleme. Die Frage ist nämlich, wie TV-Sender eigentlich Bilder in UHD-Auflösung zum Zuschauer bringen wollen. Experten vermuten, dass es in zwei bis drei Jahren soweit sein könnte, dass diese Geräte den Massenmarkt erobern. Quelle: REUTERS
Noch sind für 3D-Filme spezielle Brillen notwendig, um das Fernsehen zum Erlebnis zu machen: Doch der Hersteller Philips hat bereits im Frühjahr einen Prototypen für einen 3D-UHD-Fernseher vorgeführt, der sich durch eine bessere Raumtiefe als der Toshiba-TV auszeichnet. Es wird erwartet, dass diese Fernseher vielleicht noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Quelle: dpa
Sie sehen aus wie ein Bild, das man ins Regal stellt, sind aber Fernseher mit einem extrem flachen "OLED-Display" - zusätzlich mit konkaver Wölbung. Die Wölbung wird erst durch den Einsatz organischer Leuchtdioden (OLED) möglich, die gerade ihren Siegeszug in der Displaytechnik antreten. Es gibt bereits mehrere Anbieter wie Samsung und LG, die entsprechende Fernseher entwickelt haben - zu teilweise saftigen Preisen von knapp 9000 Euro. Quelle: REUTERS
Hoher Stromverbrauch und besonders teuer sind diese Modelle der TV-Tapete: Aber machbar sind die Geräte bereits aufgrund der OLED-Displays. Bis sie sich aber tatsächlich rentieren und auch in Hinblick auf ihre Energieeffizienz besser werden, wird es wohl noch eine Weile dauern.
Samsung führte auf der IFA in Berlin wieder diverse Plasma-Geräte ins Rennen. Besonders heiß diskutiert wird das neue Flaggschiff der Serie F8590. Eingebaut ist ein Full-HD-Panel, das für satte Schwarztöne und eine beeindruckende Bildhelligkeit sorgt. Sprach- und Gestensteuerung sind zur App-Bedienung eingebaut. Ebenfalls integriert ist eine ausfahrbare Kamera sowie integriertes WLAN. Der F8590 wird in zwei Größen erhältlich sein. Als PS64F8590 in 64 Zoll und PS51F8590 mit 51 Zoll Diagonale. Er soll 2500 bis 3500 Euro kosten. Quelle: Presse
Auf der Ifa kam ein sogenannter Laser-Beamer immer wieder als Wunsch auf. Bereits 1993 gab es Laser-Videoprojektionen, auch Laser-TV sind in der Entwicklung. Der erste, der auch wohnzimmertauglich ist, wurde 2009 von Mitsubishi vorgestellt. Stören beim Fernsehgenuss könnte aber vor allem das Lüftergeräusch. Quelle: AP
Die neuesten Filme bequem auf der Couch sehen, in dem man sie aus dem Internet streamt - das geht schon heute, ist aber nicht immer legal. Auch machen die meisten Internetzugänge oder Flatrates das oft nicht mit. Internetstreaming macht nur Sinn, wenn auch die Internetzugänge und vor allem die Flatrates besser werden.

Übersteigt das sogar das Weihnachtsgeschäft?

Nein, die stärksten Monate bleiben der Dezember und der Januar, mit 13 beziehungsweise elf Prozent Ausverkaufsvolumen. Wenn man über die acht Prozent kommt, dann ist das für einen Sommermonat schon ein sehr, sehr guter Wert.

Wie war das bei der Fußball-WM 2006? Lagen die Zahlen bei den Spielen in Deutschland noch höher?

Ja, das hat aber damit zu tun, dass damals der Markt von Röhrenfernseher auf Flachbildschirme noch deutlich stärker wachsen konnte. Diese Dynamik im Marktwachstum haben wir im Moment nicht mehr. Dennoch werden die Konsumenten auch in diesem Jahr mehr ausgeben, als wenn es das Großereignis WM in Brasilien nicht gäbe. Davon gehen wir fest aus.

Das zeigt doch aber, dass Innovationen für einen Boom am Markt wichtig sind.

Auf jeden Fall. Zwar nicht unbedingt in der Stückzahl, aber in der Wertigkeit. Innovationen sorgen doch dafür, dass in der Regel Geräte mit einer hochwertigeren Ausstattung gekauft werden. Die Kunden sind also eher bereit mehr Geld für ein Produkt zu bezahlen.

Mit welchen Produkten wollen Sie denn in diesem Jahr bei den Konsumenten punkten?

Wir wollen besonders mit unseren UHD- und Curved-Geräten auftrumpfen. UHD hat die vierfache Auflösung von herkömmlichen Full-HD-Geräten, welche wir aber auch weiter anbieten werden. Des Weiteren gibt es unsere Curved-Geräte, also gebogene Modelle, und das sowohl in UHD als auch in Full HD. Diese große Auswahl ist spannend, aber auch fast ein Luxusproblem, denn die Vielfalt der Möglichkeiten kann für den Kunden verwirrend sein. Daher setzen wir auf unsere Partner im Einzelhandel, die dem Konsumenten das für ihn am besten geeignete Gerät empfehlen sollten.

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