Kein Frust im Frost Wintertipps für Smartphone-Nutzer

Gerade der kalte Winter ist für Smartphones gefährlich. Wie Sie mit Ihrem Handy trotzdem gut durch die kalten Monate kommen.

Kein Frust, trotz Frost: Der WirtschaftsWoche-Gadget-Inspektor verrät, wie Sie mit Ihrem Handy gut durch die kalten Monate kommen. Quelle: dpa

Auch wenn 2014 wohl das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen ist: Inzwischen wird es deutlich kälter und nasser. Der Nachtfrost ragt immer weiter in den Tag hinein – und spätestens mit dem anstehenden Winterurlaub wird es für elektronische Co-Piloten stressig. Denn die feuchtkalten Monate und starke Temperaturschwankungen im Tagesverlauf setzen Smartphone und Tablet besonders zu.

Dabei muss die Technik nicht mal beim Stadtbummel in die Regenpfütze stürzen oder aus dem Sessellift in den Schnee: Schon der Temperaturschock beim Wechsel von der Straße ins warme Büro oder von der Piste in die Berghütte kann dafür sorgen, dass sich im Inneren der elektronischen Sensibelchen Kondenswasser bildet. Und dann droht der empfindlichen Maschine der plötzliche Tod durch Kurzschluss. Und selbst wer das Streichelhandy wohlverpackt bei sich trägt, bringt das Gerät oft unbedacht in Gefahr.

Die besten Gadgets für Wind und Wetter
Sony Xperia Z2Das Tablet mit schnellem Quadcore-Prozessor und 25,6 Zentimeter-Display ist nur 6,4 Millimeter dick und passt in jede Aktentasche. Das Displayglas ist kratzfest, das Gehäuse staubabweisend und wasserdicht. Laut Sony kann es bis zu 30 Minuten lang in 1,50 Meter tiefem Wasser baden. Preis: ab 499 Euro Quelle: PR
Fujitsu Stylistic Q704Ein Tablet der Oberklasse. Das Gerät mit 12,5-Zoll-Full-HD-Display und Fingerprint-Sensor ist staub- und wasserdicht, das Display-Glas chemisch gehärtet und besonders robust. Preis: ab 1299 Euro. Quelle: PR
Getac Z10Ein kompaktes Android-Tablet mit 7-Zoll-Bildschirm. Es arbeitet bei Temperaturen zwischen minus 20 und plus 50 Grad Celsius. Es ist staub- und wasserdicht, vibrationsgeschützt und sturzsicher bis zu einer Fallhöhe von 1,8 Metern. Das Tablet taugt sogar für den Einsatz "in potenziell explosiven Umgebungen". Preis: auf Anfrage. Quelle: PR
Panasonic Toughbook CF-53Das Display-Gehäuse ist aus einer Magnesium-Legierung, die Festplatte stoßgeschützt und herausnehmbar. Das Notebook darf aus 76 Zentimeter Höhe herunterplumpsen, das 14-Zoll-Display ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch hell genug. Preis: ab 1550 Euro Quelle: PR
Dell Latitude 12 Extreme Rugged NotebookEin Notebook für extreme Belastung - und das erste, bei dem sich das Display auch innerhalb des Rahmens drehen lässt. Das Gehäuse ist aus Magnesium und stoßfesten Polymeren. Der Rechner ist nach militärischen Standards zertifiziert und erfüllt den höchsten Schutzgrad. Damit ist gerüstet gegen Feuchtigkeit, Staub, Hitze, Kälte und Stürze aus zwei Metern Höhe. Die Tastatur ist versiegelt und hintergrundbeleuchtet. Das Touchdisplay ist auch mit Handschuhen bedienbar. Preis: ab 2699 Euro. Quelle: PR
Sony Xperia Z2Exklusives Smartphone mit hochauflösender 4K-Videokamera im robusten Gehäuse. Geschützt vor Staub und Wasser, kann bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von 1,50 Meter unter Wasser bleiben. Vorausgesetzt, die Abdeckungen für die Micro-USB- und Speicherkarten-Anschlüsse sind verschlossen sind. Preis: ab 679 Euro. Quelle: PR
Motorola Razr iDer Rahmen des Android-Smartphones ist aus widerstandsfähigem Flugzeugaluminium, die Rückseite aus Kevlar-Fasern, das 4,3-Zoll-Display aus kratz- und stoßfestem "Gorilla"-Glas. Außerdem ist das Gerät wasserabweisend beschichtet. Damit ist es kein robustes Outdoor-Handy. Doch immerhin können dem Display ein paar Regentropfen nichts ausmachen. Preis: ab 189 Euro. Quelle: PR
Samsung Galaxy S5Das derzeit meistdiskutierte Smartphone hat gewisse Outdoor-Qualitäten - immerhin ist es staub- und wasserfest. Preis: circa 600 Euro. Quelle: PR
Samsung Galaxy Xcover 2Das Gerät kann bis zu 30 Minuten lang in ein Meter tiefem Wasser liegen und ist auch vor Staub geschützt. Preis: 238 Euro. Quelle: PR
CAT B15Ein robustes Android-Smartphone, das auch Stürze aus 1,8 Meter Höhe übersteht. Daneben ist es staub- und wasserdicht und hält Vibrationen aus. Außerdem verkraftet es Temperaturen zwischen minus 20 und 55 Grad Celsius. Das 4-Zoll-Display aus kratzfestem "Gorilla"-Glas ist auch mit nassen Fingen zu bedienen. Vermutlich das derzeit robusteste Smartphone auf dem Markt. Preis: circa 280 Euro. Quelle: PR
Panasonic HX-A5DDer Action-Camcorder schafft erstmals Ultra-HD-Videos mit 25 Bildern pro Sekunde. Er besteht aus zwei getrennten Modulen. Das Objektiv wird am Kopf, das Bedienmodul am Arm befestigt. Wie bei Action-Kameras üblich, ist das Gerät staubgeschützt und wasserdicht. Preis: 429 Euro. Quelle: PR
Olympus Tough TG-850Eine hochwertige Kompaktkamera für Wind und Wetter. Wasserdicht bis zehn Meter, frostsicher bis minus 10 Grad. Stürze übersteht sie laut Hersteller bis zu einer Höhe von zwei Metern. Preis: circa 220 Euro. Quelle: PR
Garmin Montana 650tSpitzenmodell des Navigationsspezialisten mit vier Zoll großem Touchscreen und vorinstallierten Karten. Daneben sind Kompass und Höhenmesser eingebaut, Fotos werden mit Geotags versehen. Preis: 599 Euro. Quelle: PR
Garmin FeDas kompakte Navi fürs Handgelenk - mit Uhr, Höhenmesser, Barometer, Thermometer und 3-Achsen-Kompass. Für Sportler sind Funktionen wie Distanz oder Geschwindigkeit integriert. Außerdem lässt sich die Fenix mit Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor ausstatten, so dass man das Gerät beispielsweise auch auf dem Fahrrad einsetzen kann. Preis: 329 Euro. Quelle: PR
Two Nav AventuraDas Navigationsgerät kann mit verschiedenen Karten bestückt werden und unterstützt auch die Software von Tom Tom oder Open Street Maps. Befestigungen fürs Fahrrad und fürs Auto sind im Lieferumfang erhalten. Preis: 599 Euro. Quelle: PR
Tom Tom Multisport CardioEine GPS-Uhr mit vielen Funktionen. Sie misst Herzfrequenz, Geschwindigkeit, Distanz und den Kalorienverbrauch. Die Daten lassen sich auf den PC übertragen und analysieren. Preis: 299 Euro. Quelle: PR
Casio PRW-6000-1EREine Funkuhr mit Solarbetrieb, vor allem für Bergwanderer geeignet. Sie bietet Kompass, Höhenmesser, Barometer und Thermometer. Laut Hersteller ist sie bis zu minus zehn Grad kälteresistent und wasserdicht bis 10 Bar. Preis: circa 450 Euro. Quelle: PR
Lacie Rugged Triple USB 3.0Auch Datenspeicher gehören zur Ausstattung mobiler Nutzer. Die Lacie ist mit einer Ummantelung aus Gummi geschützt, zudem ist die Festplatte mit Gummistoßdämpfern versehen. So soll sie auch einen Sturz aus zwei Metern Höhe überstehen. Die Daten werden standardmäßig verschlüsselt und via USB 3.0 übertragen. Preis: ab 100 Euro. Quelle: PR
Victorinox@work USB 32GBDas Taschenmesser verfügt nicht nur über Nagelfeile, Schraubendreher und Kugelschreiber - sondern auch über einen USB-Stick mit wahlweise 16 oder 32 Gigabyte. Preis: circa 40 Euro. Quelle: PR

Bendgate in der Hosentasche

Ein Sturz auf Eis oder Schnee – Apples #Bendgate lässt grüßen – und das Display zerspringt, wenn der Nutzer nur unglücklich darauf landet. Aber nicht nur für die Technik kann das schnell gefährlich werden: Wer einmal unsanft auf einem der kommunikativen Flachmänner gelandet ist, weiß, wie sehr das schmerzen kann.

Ein blauer Fleck ist dann noch das Geringste. Insofern ist die Hosentasche bei winterlichen Spaziergängen oder Sportaktivitäten eindeutig der falsche Transportort.

Zudem haben Messungen ergeben, dass die Leistungsfähigkeit des Akkus bei Kälte drastisch abfällt – und bei null Grad Temperatur nur noch etwa die Hälfte des Normalwerts beträgt. Auch deshalb also sollte, wer die vorzeitige Abschaltung vermeiden will, das Smartphone besser nicht in eine Außentasche stecken. Einen Zweitakku in Jacke oder den Rucksack zu stecken, und das Telefon damit beim Mittagsstopp – etwa in der Hütte – nachzuladen, hilft dem kältegestressten Handy ebenfalls durch einen langen Wintertag.

Gefährlicher Körperschweiß

Leidlich sicher ist dagegen die Innentasche von Jacke oder Mantel – wohl wissend, dass das wärmende Steppfutter nicht nur wirksam Kälte dämmt, sondern gerne auch den Klingelton. Spätestens ab Ende November gehört also der Vibrationsalarm als Standard zum persönlichen Handygedudel dazu programmiert.

Trotzdem birgt auch die Innentasche ihre Risiken fürs Telefon. Das gilt vor allem für gut gefütterte Jacken. Denn darunter staut sich – selbst bei Kleidungsstücken mit Multifunktionsmembran – gerne mal die Feuchtigkeit, speziell beim Wintersport. Und auch Schweiß setzt der Technik gerne zu: Wer nach einer fordernden Abfahrt mal sein Telefon aus dem Ski-Anorak gefummelt und die Kondensfeuchte des Körpers auf dem Gerät entdeckt hat, kann das gut nachvollziehen.

Gänzlich risikolos ist derartige Feuchtigkeit nur für Besitzer von robusten Outdoor-Handys oder speziell abgedichteten High-End-Telefonen wie Sonys Xperia-Z-Serie oder den Galaxy-Top-Modellen von Samsung. Die überstehen einen im einen Fall längeren, im anderen Fall kürzeren Sturz ins Wasser schadlos – mehr dazu später. Besitzer aller anderen Telefone bringen sich und ihre Telefone mithilfe wasserdichter Plastikhüllen auf die sichere Seite.

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