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Kindle Praxistest - Wie gut ist der neue Kindle Paperwhite?

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse hat Amazon eine neue Version seines beliebten E-Book-Readers Kindle Paperwhite vorgestellt. Der Wiwo.de-Test zeigt, was die neuen Funktionen bringen - und ob das Display tatsächlich die Bezeichnung "Paperwhite" verdient.

Der Kindle Paperwhite im Praxistest
Nicht viel größer als ein Reclam-Buch ist der Kindle Paperwhite. Entsprechend klein ist aber auch das Display. Quelle: Mehmet Toprak
Fast so gut wie auf Papier ist die Darstellung des Kindle Paperwhite. Quelle: Presse
Die Anzeige lässt sich auf Querformat umstellen. Quelle: Mehmet Toprak
Mit der Funktion Pageflip kann der Leser im E-Book blättern, ohne die zuletzt gelesene Seite zu verlieren. Quelle: Presse
Einstellungen wie Schriftgröße und Schrifttyp kann man während der Lektüre verändern. Quelle: Presse

Wenn der Marktführer einer Branche eine neue Version seines beliebtesten Produkts in den Handel bringt, dann dürfen die möglichen Käufer und nicht zuletzt die Mitbewerber gespannt sein. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse hat Amazon eine neue Version des erstmals 2012 erschienenen Kindle Paperwhite vorgestellt. Für 129 Euro kann man den neuen Kinder mit dem 6-Zoll-Display (15,2 Zentimeter, 16 Graustufen) bestellen.

Die neuen Features

Optimiert wurde in erster Linie das Display. Es soll noch bessere Kontraste bringen und das Licht noch gleichmäßiger streuen. Der Prozessor ist laut Amazon um 25 Prozent schneller geworden, so dass Bücher sich schneller öffnen lassen und die Seiten beim Blättern flüssiger wechseln.

Praktisch für Nutzer, die beispielsweise englischsprachige Bücher lesen und immer wieder Wörter nachschlagen müssen, ist der Vokabeltrainer. Alle Wörter, die man nachgeschlagen hat, tauchen dann in einer Liste auf und lassen sich später über virtuelle Karteikarten üben.

Amazon Kindle Paperwhite: Gelungener Nachfolger

Auch für Leser, die gerne in Büchern blättern, gibt es eine passende Funktion. Mit der Funktion Pageflip blättert man zu anderen Seiten und kehrt dann mühelos auf die zuletzt gelesene Seite zurück. Dazu tippt man an den oberen Rand des Kindle, um das Menü zu öffnen. Dann tippt man am unteren Rand auf einem Balken auf den Bereich des Buches, in den man gerne hineinblättern möchte. Nun öffnet sich ein Fenster mit der jeweiligen Seite. Tippt man auf das X an der oberen rechten Ecke des Fensters, kehrt die Anzeige zurück zur Seite, die man zuletzt gelesen hatte. So richtiges Lesevergnügen kommt dabei allerdings nicht auf, denn das erwähnte Fenster ist denn doch recht klein geraten.

Eine weitere Funktion namens Smart-Lookup dient zum schnellen Nachschlagen. Man tippt auf ein Wort, lässt den Finger ein zwei Sekunden stehen, dann öffnet sich ein Fenster, in dem eine Worterklärung angezeigt oder – bei aktiviertem WLAN – im Onlinelexikon Wikipedia nachgeschlagen wird.

Die E-Books holt sich der Kindle Paperwhite direkt aus dem Amazon-Shop, sofern die WLAN-Verbindung aktiv ist. Die 3G-Version des Readers stellt die Verbindung auch über die Mobilfunkleitung her, die Kosten dafür trägt Amazon. Der 3G-taugliche Reader ist aber mit 189 Euro erheblich teurer.

Die besten E-Book-Anbieter im Überblick
E-InkPanels mit der Pearl-Technik von E-Ink kommen bei vielen E-Book-Readern zum Einsatz. Die Displays mit 16 Graustufen verbinden sehr gute Lesbarkeit mit niedrigem Energieverbrauch. Quelle: Presse
HugendubelDie Buchhandelskette Hugendubel beteiligt sich auch am E-Book-Reader-Projekt Tolino und bietet auf ihrer Website mehr als 500.000 Bücher als E-Book an. Quelle: dpa
ThaliaDie Buchhandelskette Thalia hat auch den Tolino Shine im Angebot. Thalia hat ein umfangreiches Sortiment an Belletristik und Fachbüchern. Aber auch Literatur-Klassiker wie Brecht, Dante oder Goethe gibt es als E-Book. Quelle: dpa
ReadboxDas Unternehmen Readbox hat sich auf "Lösungen für die Herstellung, Auslieferung und Vermarktung von E-Books" spezialisiert. So gibt es beispielsweise eine "Comic Creator", eine Software, mit der Comics für das Lesegerät aufbereitet werden können. Allerdings ist dazu eine Erweiterung des EPUB-Standards nötig. Das Angebot zielt in erster Linie auf Amazons Kindle und Apples iPad. Auf der Frankfurter Buchmesse zeigt Readbox die E-Book-Verlagssoftware "meine.readbox.net". Quelle: dpa
Feedbooks Feedbooks gehört zu den Anbietern, die man ansteuert, wenn man ein Lesegerät mit dem gängigen EPUB-Format nutzt. Sitz des Anbieters ist in Frankreich. Quelle: Presse
Project Gutenberg Das Project Gutenberg hat nach eigenen Angaben etwa 42.000 Titel als E-Book im Angebot. Alle Werke, zumeist Klassiker der Weltliteratur sind kostenlos. Neben dem EPUB-Format wird bei vielen Titeln auch Amazons Kindle-Format unterstützt. Quelle: Presse
IDPFDas International Digital Publishing Forum ist zuständig für die Pflege und Weiterentwicklung des E-Book-Standards EPUB. Quelle: Presse

Exzellentes Display

Beim Display hat Amazon nicht zu viel versprochen. Es ist schon verblüffend, wie nahe das Display des neuen Kindle an die Qualität einer gedruckten Buchseite herankommt. Die Buchstaben erscheinen scharf umrissen und satt, der Hintergrund ist mattweiß, und das leicht angeraute Display spiegelt nicht. Egal aus welchem Blickwinkel man draufsieht, die Texte sehen immer gut aus.

Ein typisches Problem vieler E-Book-Reader kann aber auch Amazon nicht abstellen: Das Schwarz-Weiß-Flackern des Displays, das beim Umblättern sporadisch und beim Aufrufen und Navigieren durch Menüs sehr häufig auftritt. Dabei wird die Anzeige für den Bruchteil einer Sekunde schwarz und die Schrift weiß, dann erst wird der Hintergrund wieder weiß und die Buchstaben schwarz. Das ist vor allem beim Aufrufen von Menüs und Optionen recht lästig.

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