Kurztest Smartphones im Vergleich

Aktuelle Fotohandys überbieten sich gegenseitig mit Megapixel-Angaben. Doch mehr Megapixel bedeuten nicht unbedingt mehr Bildqualität. Drei Modelle im Praxistest.

Smartphones für Fotofans
Apple iPhone 6Mit keiner Digicam werden so viele Fotos geschossen und ins Netz gestellt wie mit der Kamera im iPhone. Das brandneue iPhone 6 dürfte diese Tradition fortsetzen. Allein in den ersten drei Tagen nach der Markteinführung wurden zehn Millionen Geräte verkauft. Das Kameramodul bietet 8 Megapixel, eine gegenüber der Vorgängerversion verbesserte Gesichtserkennung und einen Belichtungsregler. Das Objektiv ist mit der größten Blendenöffnung 2,2 recht lichtstark. Stark ist das iPhone 6 auch bei Videos. Full-HD-Videos werden mit 60 Bildern pro Sekunden gefilmt, Zeitlupen mit bis zu 240 Bildern. Im iTunes-Store gibt es zahlreiche Apps zum Aufpeppen und Bearbeiten der Fotos. Preis: 699 Euro (4,7 Zoll) 799 Euro (5,5 Zoll) Quelle: PR
Nokia Lumia 830Ein preisgünstiges Gerät mit 10-Megapixel-Sensor und Zeiss-Objektiv. Als Betriebssystem ist bereits das neue Windows Phone 8.1 vorinstalliert. Im Windows Phone-Store gibt es zahlreiche Foto-Apps. Das 5-Zoll-Display (12,7 cm) ist aus kratzfestem Gorilla-Glas und bietet HD-Auflösung (1280 x 720). In Orange, Grün, Weiß und Grau erhältlich. Preis: 330 Euro Quelle: PR
Nokia Lumia 930Mit dem Full-HD-Display und einem 20-Megapixel-Sensor spielt 930 in der oberen Liga der Fotohandys mit. Ausgestattet ist das Gerät mit dem neuen Windows-Phone 8.1. Zahlreiche Foto-Apps sind im Windows-Phone-Store erhältlich. Das 5-Zoll-Display (12,7 cm) ist groß genug, damit man auch Bildbearbeitungs-Apps bequem mit dem Finger steuert Flüssiges Arbeiten verspricht der Vierkernprozessor Qualcomm Snapdragon 800 (2,2 GHz). Der interne Speicher ist mit 32 Gigabyte ebenfalls recht üppig. Preis: circa 450 Euro Quelle: PR
LG G3Das Android-Smartphone G3 gehört mit einer Bildschirmdiagonale von 14 cm (5,5 Zoll) zu den größten Fotohandys. Das Digicam-Modul liefert 13 Megapixel und soll durch einen "Laser-Autofokus" besonders schnell scharfstellen. Das funktioniert angeblich selbst bei schlechten Lichtverhältnissen, wenn herkömmliche Digicams das Scharfstellen verweigern, weil sie kein ausreichenden Kontraste mehr finden. Preis: 499 Euro (32 Gigabyte), 439 Euro (16 Gigabyte) Quelle: PR
Motorola Moto XDas Moto X ist ein elegantes Android-Smartphone mit einigen netten Bedien-Gags. Das Kameramodul startet durch "zweimaliges kurzes Schütteln". Dann macht die Kamera sofort Fotos, bevor man auf das Display zum Auslösen getippt hat. So soll der Anwender kein Motiv mehr verpassen. Ansonsten genügt beim Fotografieren ein Finger-Tipp aufs Display. Der Bildsensor löst 13 Megapixel auf, mit einer Lichtstärke von 2,25 ist das schicke Moto X auch ziemlich lichtstark. Auch als Videokamera ist das Gerät auf dem aktuellen Stand. Neben Full HD (1920 x 1080) filmt es in 4K (3840 x 2160). Das Display ist aus kratzfestem Gorilla-Glas von Corning. Mit einer Bildschirmdiagonale von 5,2 Zoll gehört das Moto X zu den größten Fotohandys auf dem Markt. Für flüssiges Arbeiten sorgen der Vierkernprozessor von Qualcomm, ein Snapdragon 801 mit 2,5 GHz Taktrate. Preis: circa 500 Euro Quelle: PR
Sharp Aquos Phone SH80FSharp gehört zu den Pionieren bei Fotohandys und hatte schon im Jahr 2000 mit J-SH04 ein Fotohandy im Programm. Das Aquos Phone kam 2011 in den Handel. Es arbeitet mit gleich zwei 8-Megapixel-Kameras und generiert daraus 3D-Bilder. Laut Hersteller benötigt man zum Betrachten der Bilder auf dem 4,2-Zoll-Display keine 3D-Brille. 3D-Videos sind mit HD-Auflösung (1280 x 720) möglich. Einen Trend ausgelöst hat das 3D-Handy nicht, andere Hersteller lassen bisher von 3D-Handys die Finger. Zurzeit ist das Aquos auch nur schwer erhältlich. Gebraucht ist es beispielsweise bei eBay zu haben. Preis: keine Angabe Quelle: PR
Panasonic Lumix Smart CameraEin ungewöhnliches Konzept: Smart Camera ist kein Fotohandy, sondern eine kompakte Digicam mit Smartphone-Funktionen. Der 1 Zoll große Sensor mit 20 Megapixel und ein Leica-Objektiv versprechen gute Bildqualität. Die Smart Camera produziert auch Videos mit 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) Als Betriebssystem kommt das aktuelle Android Kitkat (4.4) zum Einsatz. Dementsprechend kann man auf dem Gerät auch Apps aus Googles Playstore installieren und damit die Funktionsvielfalt der Digicam fast beliebig erweitern. Die Smart Camera ist erst ab November und dann nur in limitierter Stückzahl erhältlich. Angesichts des Preises von 899 Euro dürfte die Zahl der Interessenten ohnehin eher niedrig sein. Preis: 899 Euro Quelle: PR
Samsung Galaxy S5Eines der Top-Smartphones. Allein in Deutschland schon eine Million Mal verkauft. Großes Display mit 12,8 Zentimeter Diagonale (5,1 Zoll) und Amoled-Technik. Die Hauptkamera des Android-Smartphones löst 16 Megapixel auf. Videos filmt das S5 bereits im neuen 4K-Standard (3840 x 2160) mit 30 Bildern pro Sekunde. Ein Vierkern-Prozessor mit 2,5 GHz Taktrate sollte auch rechenintensive Foto-Apps mühelos ablaufen lassen. Preis: 699 Euro Quelle: PR
Samsung Galaxy AlphaDas Galaxy Alpha unterscheidet sich in Sachen Fototechnik nur wenig vom Galaxy S5. Das Amoled-Display ist aber mit 11,89 cm (4,68 Zoll) statt 12,8 cm etwas kleiner und die Kamera löst nur 12 Megapixel statt 16 Megapixel auf. In der Praxis dürfte der Unterschied sich kaum bemerkbar machen. Zumal die unzähligen Foto-Apps mehr Einfluss auf das Aussehen der Bilder haben als ein paar Megapixel mehr oder weniger. Preis: 649 Euro Quelle: PR
Sony Xperia Z2Smartphone im typischen Sony-Stil: Technisch vom Feinsten, nüchtern gestaltet und wasserdicht (IP55/58). Das Gerät mit der 20,7-Megapixel-Kamera filmt sogar in 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel). Ein Exmor-Sensor (1/2,3 Zoll) und Sonys Bionz-Bildprozessor versprechen bestmögliche Fotoqualität. Das Objektiv gehört mit der größten Blendenöffnung 2,0 zu den lichtstärksten Smartphone-Optiken. Ein weiteres Highlight ist der optische 3-fach Zoom, der die weitwinkelige Anfangsbrennweite von 27 mm auf 81 mm streckt, also von Weitwinkel bis leichtem Tele reicht. Der Nachfolger Z3 steht ebenfalls schon in den Startlöchern und kann für 649 Euro vorbestellt werden. Preis: 549 Euro Quelle: PR
Sony Smartshot QXSmartshot ist eine Art externes Kameramodul, mit Objektiv, Bildsensor und Bildprozessor. Das Gerät wird über NFC (Near Field Technology) mit dem Smartphone verbunden und verwandelt dieses so in eine hochwertige Kamera. Das Touchdisplay des Smartphones dient als Bedienoberfläche für die Digicam und zum Speichern oder Versenden von Fotos. Zudem können die GPS-Daten des Handys in die Fotodateien geschrieben werden. Der Bildsensor ist deutlich größer als der eines Smartphones und verarbeitet 20,1 Megapixel. Dementsprechend dürfte die Bildqualität von Smartshot-Fotos der aller Foto-Handys deutliche überlegen sein. Smartshot ist in mehreren Varianten erhältlich. Das Modell QX1 erlaubt sogar den Objektivwechsel. Über einen Adapter können alle Wechselobjektive mit Sonys E-Mount-Anschluss benutzt werden. Preis: ab 299 Euro (je nach Modellvariante) Quelle: PR

Kazam Thunder2 5.0 – Das Budget-Smartphone

Kazam ist ein britischer Hersteller, der den teuren Smartphones von Samsung, Apple und Co. mit preiswerten und trotzdem soliden Geräten Konkurrenz machen will. Besonderen Wert legt Kazam auf den Service. Ein kaputtes Display wird bis zu zwei Jahre nach dem Kauf kostenlos ausgetauscht. Zudem helfen Service-Mitarbeiter über einen Fernwartungs-Service, wenn es technische Probleme gibt.

Das Thunder2 5.0 ist ein Dual-SIM-Handy mit 5-Zoll-Display (12,7 cm) und Googles Android 4.2.2. Der Sensor des Kameramoduls liefert laut Hersteller echte 13 Megapixel an den Bildprozessor.

Im Kurztest zeigt das Thunder eine Bildqualität, die mit der einer preiswerten Digicam vergleichbar ist. Praktisch ist die Möglichkeit, durch Antippen auf dem Display den Bildbereich festzulegen, der scharfgestellt werden soll. Belichtungsmessung und Fokus arbeiten ausreichend schnell, bei Nahaufnahmen tut sich der Fokus allerdings oft schwer.

Die Aufnahme der Flusslandschaft mit dem Kazam Thunder2 zeigt wie nahe die Bildqualität an die von Einsteiger-Digicams heranreicht und wo das Smartphone noch unterlegen ist. Vor allem bei der Feinzeichnung zeigt das Kazam seine Grenzen. Quelle: Mehmet Toprak

Bei Videos filmt das Kazam in Full HD (1920 x 1080). Während des Videodrehs kann man zoomen und die Schärfe nachführen, keine Selbstverständlichkeit bei preiswerten Smartphones. Auch Foto-Apps laufen flüssig ab. Mit dem Vierkern-Prozessor von Mediatek (1,3 GHz) und den 4 Gigabyte Speicher gehört das Gerät zwar leistungsmäßig nicht in die Spitzenklasse, die wird gerade von den Achtkernprozessoren und Speicher von 32 Gigabyte und mehr markiert, doch gemessen am Preis ist die Leistung gut.

Preis: 229 Euro

Huawei Ascend P7 - Edles Designer-Handy

Der chinesische Hersteller Huawei ist auch in Deutschland längst eine feste Größe. Mit anspruchsvoller Technik und exklusivem Design will Huawei auch hierzulande gegen Apple und Samsung antreten. Das Android-Smartphone Ascend P7 ist ein edles Hightech-Gerät mit 12,7-cm-Display (5 Zoll) aus kratzfestem Gorilla-Glas und schnellem Quadcore-Prozessor (1,8 GHz). Es soll aber auch als Fotohandy in der Spitzenklasse mitmischen.

Der Bildsensor verarbeitet satte 13 Megapixel uns die Frontkamera schießt Selfies mit immer noch üppigen 8 Megapixel. Full-HD-Videos dreht das P7 mit Schärfenachführung und veränderbarer Brennweite.

Direktvergleich: Das linke Foto wurde mit der Bridgekamera Pentax XG1, das rechte mit dem Nokia Lumia 1020 aufgenommen. Ein qualitativer Unterschied zur Einsteigerkamera von Pentax ist hier kaum festzustellen.  Quelle: Mehmet Toprak

Bereits auf dem Startbildschirm erscheint unten rechts ein Kamerasymbol. Einfach nach oben wischen und die Digicam ist einsatzbereit. Ausgelöst wird durch Antippen des Displays. Dabei tippt man gleich auf die Stelle, die scharfgestellt werden soll. Diverse Funktionen wie Serienbilder oder Objektverfolgung lassen zumindest im Ansatz Digicam-Feeling aufkommen. Der Fokus arbeitet bei einfachen Motiven schnell und zuverlässig, bei schwierigeren Motiven reagiert er zickig.

Die Bildqualität der Fotos kann sich mit der einer kompakten Digicam messen, vor allem Schärfe und Detailreichtum sind gut. Auch in der Dämmerung liefert das Ascend P7 noch brauchbare Ergebnisse, das gilt auch für Videos. Allerdings ist das sehr kantige Gehäuse mit der spiegelglatten Rückseite nicht sehr griffgünstig, deshalb nicht ideal in der Handhabung.

Preis: etwa 310 Euro

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