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Lego EV3 Lego Mindstorms ist kein Kinderspielzeug

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Beeindruckende Zahl der Möglichkeiten

Die Verkaufsschlager von Lego
LEGO Ninjago Spinner Wave 1 Artikel  (2011) Quelle: Pressebild
LEGO Star Wars 7929 Quelle: Pressebild
LEGO Technic Raupenbagger 8043 Quelle: Pressebild
LEGO® Technic Unimog 8110 Quelle: Pressebild
LEGO® Star Wars Battlepacks 7913 /7914 Quelle: Pressebild

Also eine Bedienungsanleitung. Mitgeliefert wird keine, vor allem nicht für Neulinge. Ohnehin muss zunächst auf Lego.com die Software heruntergeladen werden. Die ist für den Mac 584 Megabyte und für Windows 595 Megabyte groß. Ziemlich groß also. Das eigentliche Handbuch frisst noch einmal acht Megabyte. Darin sind allgemeine Dinge wie die Bedienung des Bricks und die Funktion der Sensoren erklärt. Die ausführliche Anleitung steht im Hilfemenü der Software.

Jeder Programmbaustein kann konfiguriert werden

Dort findet sich auch der wichtigste Teil des Pakets, die Oberfläche, auf der eigene Programme geschrieben, beziehungsweise zusammengesteckt werden können. Im Brick selbst gibt es bereits 17 Programmblöcke, mit denen Funktionen programmiert werden können. In der Software für den Rechner sind es sogar mehr als 30. Letztere ist auch deutlich übersichtlicher und empfiehlt sich, um Programme zu schreiben. Das Menü im Brick ist dafür eher umständlich.

Am Computer geht das Zusammenschieben der einzelnen Softwareteile problemlos: Infrarotsensor, Schalter, Motor-, Klangbaustein - alle Teile können beliebig sortiert und hintereinander gesteckt werden. Wird das Programm dann per Kabel oder USB-Stick auf den Brick übertragen und gestartet, fährt der Roboter los.

Vorausgesetzt, alle Parameter in den Programmodulen sind richtig eingestellt. Denn hier wird es kompliziert. Nahezu jeder der Softwarebausteine kann einzeln konfiguriert werden. Soll der Motor zehn Sekunden lang fahren oder nach zehn Umdrehungen halten? Soll der Sensor zwei Werte miteinander vergleichen und wenn ja, welche? Soll die obere Grenze des Zufallsmoduls bei dreißig oder vierzig liegen? Und wo die untere? Und was sagen diese Werte eigentlich aus? Soll der Schalter nur unter bestimmten Bedingungen angehen? Das sind Fragen, mit denen sich der ambitionierte Mindstorms-Bastler einen ganzen Abend lang beschäftigen kann.

Eine aktive Entwicklercommunity gibt es gratis dazu

Die Zahl der Möglichkeiten ist beeindruckend und schnell frustrierend. Für die fünf vorgefertigten Modelle gibt es Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um deren Programme selbst zu schreiben. Alles wird dabei erklärt, jede Einstellung, jede Schleife. Einfach ist es trotzdem nicht. Wird irgendwo auch nur ein Wert vergessen oder falsch eingestellt, bewegt sich nichts.

Wer damit spielen - oder besser, sich damit beschäftigen will, sollte sich ernsthaft mit der Programmierung auseinandersetzen. Roboter zu bauen erfordert zwei komplexe Denkvorgänge, daran kann auch Lego nichts ändern: Sich vorstellen können, welche Motoren welchen Arm wie bewegen und was damit erreicht werden kann; und sich zu überlegen, wie eine Software aussehen muss, die die Motoren dazu überredet, das im richtigen Moment und in der richtigen Reihenfolge auch zu tun.

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