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Lego fürs Leben Die spannendsten Produkte des Sommers

Lautsprecher, Kameras, Rauchmelder: Elektronische Geräte lassen sich neuerdings so leicht verbinden wie Spielbausteine – und bequem per Handy steuern. Die spannendsten Produkte der ersten Jahreshälfte zeigen, wie weit die Vernetzung schon ist.

Selber laufen war gestern - Mit den Rollschuhen

Wenn Pete Moore es zu Hause angenehm kühl haben will, aktiviert der Gründer des australischen Startups Ninja Blocks die Kühlung im Wohnzimmer schon auf der Heimfahrt. „Starte die Klimaanlage“, befiehlt er der Sprachsteuerung im Handy. Prompt strömt daheim Kaltluft ins Zimmer.

Möglich macht das eine Box vom Format einer Zigarettenschachtel in Moores Wohnung. Sobald sie via Internet die Order vom Handy empfängt, aktiviert sie die Steckdose, an der die Klimaanlage angeschlossen ist: Erst fließt Strom, dann kühle Luft.

Mit ihren Ninja Blocks wollen Moore und seine beiden Mitgründer Haushaltsgeräte aller Art ans mobile Internet anbinden, ob Rauchmelder, Heizkessel oder Überwachungskameras. Zudem haben die Gründer die bunten Klötze mit Sensoren gespickt, die Erschütterungen messen, Feuchtigkeit, Temperatur und mehr. Je nach Sensormeldung werden die Blocks dann aktiv.

Das Internet der Dinge

Was wann passiert, können die Nutzer über ein Internet-Portal definieren, das die Australier für ihre digitalen Ninjas programmiert haben: Sende eine SMS, wenn jemand an der Tür klingelt. Ruf an, wenn die Waschmaschine leckt. Lade ein Foto der Webcam auf den Online-Speicher, sobald jemand den Garten betritt.

Baustein für Baustein wächst so die Haustechnik zusammen. „Lego fürs Leben“ nennt Moore das private Heimnetzwerk.

Moores plappernder Maschinenpark für daheim ist ein Musterfall für das Internet der Dinge – jenes viel beschworene Netzwerk aus intelligent verbundenen Gegenständen, das den Alltag erleichtern und auch Energie einsparen soll. „Bald werden sich alle unsere Geräte ohne unser Zutun miteinander unterhalten“, sagt Moore voraus.

Es ist ein radikaler Bruch mit den Zeiten, in denen sich elektronische Geräte allenfalls mit ihrer individuellen Fernbedienung steuern ließen – ansonsten aber ebenso dumm wie auf sich selbst gestellt blieben.

Zukunft der vernetzten Technik

Die besten Produktdesigns 2012
FreudenfeuerWenn es gut läuft, wird er nie gebraucht. Scheinbar nutzlos hängt ein Feuerlöscher an der Wand. Er schmückt auch nichts. Trotzdem drängelt er sich mit seiner roten Alarmfarbe in den Vordergrund – damit er im Ernstfall rasch gefunden wird. Der Firephant des schwedischen Herstellers GPBM Nordic AB begeisterte die Juroren Marten Claesson aus Schweden, den Koreaner Ken Nah und den Chinesen Renke He, „weil er so selbsterklärend wie einfach zu nutzen und im Notfall schnell einsatzbereit ist. Er verwandelt ein bislang unauffälliges Produkt in ein farbenfrohes Objekt mit zeichenhafter Aussage.“ Da spielt es bei einem Brand kaum noch eine Rolle, wenn der Nutzer nicht Schwedisch versteht. Die Piktogramme unter dem Wort „Brandsläckare“ erläutern die Funktion bildhaft. Quelle: Pressebild
LeuchttürmchenDie Designer Stefan Diez, Simon Ong und Guto Indio da Costa sahen hier mehr als nur ein Glasgefäß, in dem ein Feuer brennt: „Die Leuchte überführt das traditionelle Motiv eines wärmenden Feuergefäßes in eine zeitgemäße Formensprache. Als eine spannende Synthese aus Windlicht und Feuerstelle erinnert sie an die Form einer Flasche. Sie stellt damit auch in symbolischer Hinsicht eine sehr überzeugende Neuinterpretation dar.“ Der finnische Gestalter Ilkka Suppanen hatte bei dem mit Bioethanol betriebenen Licht für den Hersteller Iittala zusätzlich die Form alter Leuchtfeuer im Sinn, die bis zum 19. Jahrhundert entlang des Bottnischen Meerbusens Seefahrer leiteten und dann von modernen Leuchttürmen abgelöst wurden. Quelle: Pressebild
Zwischen-BikeHusqvarna Nuda 900 R – der etwas sperrige Name des Gefährts verrät dennoch ein wenig über die Idee. „Nuda“, wie nackt, bezieht sich auf die Kategorie der „Naked Bikes“, die keine Form von Bekleidung besitzen. Die Juroren Martin Darbyshire, Lutz Fügener und Ken Okuyama attestieren der Maschine, dass sie „mit ihrer minimalistischen und spannungsreichen Formensprache eine sehr gelungene Neuinterpretation der Marke darstellt und dem Betrachter ihre sportlichen Qualitäten vermittelt“. Als eine Mischung aus Naked Bike und der Kategorie Supermoto, die für Rennmotorräder steht, entzieht sich die 900 R den üblichen Schubladen. Alles an der 900 R soll sportlich und dynamisch wirken, vom Scheinwerfer bis zum Heck. Quelle: Pressebild
AllesmerkerFotos aus dem vergangenen Urlaub auf Bornholm, gescannte Zeugnisse, Lieblingsfilme – ausgelagerte Festplatten sind zurzeit der leichteste Weg, große Mengen an Daten außerhalb des Computers zu speichern und sie auf Reisen mitzunehmen. Und sie sehen irgendwie alle immer nach kleinen Kästchen aus mit Buchsen. Die Juroren Gordon Bruce, Cheng Neng Kuan und Renke He erheben die von Toshiba produzierte Festplatte STOR.E Edition hingegen zu einem „stilvollen Accessoire, deren ästhetisiert. Sie ist funktional, überaus schnell in der Datenübertragung und dabei leicht zu bedienen.“ Quelle: Pressebild
HochsitzSitzlehnen aufrecht und die Tische wieder hochgeklappt – bei Start und Landung kann der Sitz Basic Line 3520 von Recaro Aircraft Seating seine Vorteile nur zum Teil ausspielen. Sie sind zunächst unsichtbar. Dank leichter Materialien konnte das Gewicht des Sitzes reduziert werden, was hilft, die Spritkosten zu senken. Darüber hinaus begeisterte die Juroren Martin Darbyshire, Lutz Fügener und Ken Okuyama „die Funktionalität und Ergonomie. Das gesamte Konzept ist stimmig und durchdacht und vermittelt ein Gespür für jedes Detail.“ Die Sitze sind für die Kurz- und Mittelstrecken entwickelt worden, wo jeder zusätzliche Zentimeter zwischen Knie und Rückenlehne des Vordermanns von den Passagieren als Wohltat geschätzt wird. Je schmaler das Sitzpolster, desto mehr Platz. Quelle: Pressebild
Schicke WippeErwachsene bleiben wohl einfach drin liegen in dem Stoff, der um einen Holzrahmen gespannt ist. Dabei lädt die Shallow Swing zum Schaukeln ein. Quelle: Pressebild
PanzerknackerUngebetene Gäste in Gestalt von Einbrechern können ihr Handwerk stilvoll verrichten mit der verstellbaren Brechstange von Hultafors. Dank des isolierten Griffs schont sie die Hände bei der Arbeit. Quelle: Pressebild

Neben den Funk-Klötzen der Australier kommt derzeit eine Reihe ähnlicher Technik auf den Markt. So etwa ans Mobilfunknetz angebundene Sensoren von Twine oder neue Steckdosen des Berliner Netzwerkspezialisten AVM mit Internet-Zugang, deren Schaltzeiten sich unter anderem per Online-Kalender programmieren lassen. Wer will, kann damit schon heute seine komplette Haustechnik vernetzen.

In Zukunft wird zudem vermehrt ab Werk vernetzbare Technik entwickelt. Samsungs neue Systemkamera NX1000 etwa sendet Schnappschüsse per Funk auf den Bildschirm eines verbundenen Mobiltelefons. Die LED-Leuchte Audiobulb des US-Elektronikherstellers Giinii spielt Musik ab, die sie via WLAN vom iPhone empfängt. Und auch die Armbanduhr Pebble des gleichnamigen US-Startups kommuniziert mit dem Handy und zeigt App-Inhalte an, etwa Musiktitel oder die Kilometerzahl der letzten Joggingrunde.

Maschine ordert Nachschub

Das ist erst der Anfang: Zunehmend funken Geräte nicht nur untereinander daheim oder mit dem Handy des Besitzers, sondern sie besitzen ab Werk einen Mobilfunkanschluss samt eingebauter Sim-Karte. Ende 2011 waren weltweit 108 Millionen solcher Maschinen am Netz, rechnet der schwedische Marktforscher Berg Insight vor. 2016 sollen es schon 360 Millionen funkende Geräte sein.

Darunter ist etwa Amazons digitales Lesebuch Kindle, das Bücher weltweit per Funk aus dem Internet laden kann. Oder die neue Espresso-Maschine Zenius des Schweizer Nestlé-Konzerns: Sie ordert per Mobilfunk Nachschub, wenn die Nespresso-Kapseln knapp werden.

Wo und wie Technik heute schon das private Leben vernetzt, zeigen die interessantesten Gadgets der ersten Jahreshälfte in der Bildergalerie:

Die besten Gadgets 2012
Kugel-FischerDas Echolot Deeper des US-Startups Friday Lab zeigt Anglern auf dem Handy-Display, wo Fische schwimmen. Preis: 149 Dollar Quelle: Pressebild
Taschen-LampeDas Android-Telefon Galaxy Beam von Samsung macht die Diashow mobil. Es projiziert mit einem eingebauten Beamer Bilder mit bis zu 50 Zoll Bilddiagonale an die Wand. Preis: 459 Euro Quelle: Pressebild
Akku-TascheBis zu vier Smartphones, Tablets oder E-Reader zugleich lädt die eingebaute Riesenbatterie im Powerbag des US-Anbieters gleichen Namens. Preis: ab 140 Euro Quelle: Pressebild
Badezimmer-UfoDie Waage Targetscale des Neusser Medizintechnikherstellers Medisana analysiert mithilfe elektrischer Sensorfelder auch Fettanteil, Muskel- und Knochenmasse im Körper. Eine Handy-App protokolliert die Daten. Preis: 150 Euro Quelle: Pressebild
Blick-WinkelDie 20-Megapixel-Kamera NX1000 von Samsung bietet Spiegelreflex-Qualität, passt aber in die Jackentasche - und lässt sich per Smartphone fernsteuern. Preis: 699 Euro Quelle: Pressebild
Nasen-KameraIn der Sonnenbrille Pivothead des US-Startups Cape Evolution steckt eine HD-Videokamera. Damit können etwa Montainbiker ihre Abfahrten filmen. Preis: 349 Dollar Quelle: Pressebild
Holz-LaderDer holzbetriebene Kocher Campstove des New Yorker Startups Biolite erzeugt nicht nur Wärme, sondern auch Strom fürs Handy. Preis: 129 Dollar Quelle: Pressebild
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