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London 2013 Blackberry-Launch - die Droge wirkt wieder

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Schreiben ohne Tippen

Die unsichersten Android-Apps im Überblick
Die "sehr kritischen" Apps - Kontaktdaten, Kalendereinträge, E-Mail, Browserdaten oder Konten werden gelesen und unter Umständen übermittelt, ohne dass die App vorher um Erlaubnis fragt.WhatsAppAls besonders kritisch wurde in der Studie "WhatsApp" eingestuft. Der Messenger, der seit Monaten immer wieder in der Kritik steht, weist erhebliche Mängel auf: Die App verschafft sich die Berechtigung, Kontodaten zu verändern - damit ist das Lesen und Löschen von Passwörtern möglich. Außerdem ist es möglich, die Synchronisierungs- und Systemeinstellungen anzupassen. Die App zeigt den exakten Standort des Handys (und damit auch in den meisten Fällen den des Users) und den Netzwerkstatus an. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
FacebookEbenfalls als besonders kritisch für Sicherheitsrichtlinien in Unternehmen wurde die Facebook-App eingestuft. Audio-, Bilder- und Videoaufnahmen sowie Kontaktdaten können verändert und gelesen werden. Dateientransfer über Facebook via Internet ist ein Kinderspiel. Auch hier ist es möglich den Telefonstatus und den Netzwerkstatus zu erkennen. Der Standort des Smartphones wird je nach Situation genau und ungefähr ermittelt. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
SkypeDie App des Chat- und Telefon-Programms "Skype" verlangt bei der Installation insgesamt 28 Berechtigungen. Unter diesen sind einige, die für ein Unternehmen besonders kritisch sein können. So bekommt die Berechtigung, Kontaktdaten auf dem Smartphone zu verändern und zu lesen. Auch die Synchronisierungseinstellungen (wie Einschalten von Bluetooth) lassen sich verändern und der Netzwerkstatus wird angezeigt. Darüber hinaus verbraucht diese App sehr viel Netzwerkspeicher und Akkuressourcen. Die App wird bezüglich Firmendaten laut Studie als besonders kritisch eingestuft. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
NavigonEbenfalls "sehr kritisch" für Unternehmen wird die App "Navigon" eingestuft. Diese App verschafft sich die Berechtigung, Audios und Videos aufnehmen, Systemeinstellungen und den WLAN-Status zu ändern. Auch alle Anwendungen, die aktuell auf dem Telefon laufen, können abgerufen und sogar beendet werden. Ohne Begründung für die Hauptfunktionalität können Kontaktdaten und vertrauliche Systemprotokolle gelesen und unter Umständen ins Internet übertragen werden. Zudem ist es möglich, Broadcast zu senden, was zu einem immensen Speicherverbrauch führt. Beim Broadcasting werden Datenpakete von einem Punkt aus an alle Teilnehmer eines Netzes übertragen und aufrecht zu erhalten. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
ViberViber verschafft sich auch Zugriff auf etliche Funktionen des Smartphones. So lassen sich unter anderem Audios, Bilder und Video aufnehmen, Kontaktdaten schreiben und lesen und in das Internet übertragen, vertrauliche Protokolle lesen und Konten identifizieren. Es können alle Telefonnummern aus dem Adressbuch angerufen werden. Damit gilt die App für freie Internet-Telefonie als hervorragendes Tool ist aber für den Schutz von Firmendaten "sehr kritisch". Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
ÖffiAuch die App des öffentlichen Nahverkehrs "Öffi" wird als besonders kritisch eingeordnet. Die App kann Kalendereinträge auf dem Smartphone und Kontaktdaten lesen und diese unter Umständen ins Internet übermitteln. Diese Aktionen sind für Funktionalitäten der App nicht nötig. Außerdem wird der genaue Standort des Handys einsehbar. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online
SPB-TVDie TV-App SPB-TV gilt ebenfalls als besonders unsicher. Die App verschafft sich uneingeschränkten Zugang zum Internet mit dem Smartphone und kann sowohl den Telefon- als auch den Netzwerkstatus einsehen. Quelle: Presse, Montage WirtschaftsWoche Online

Wer sich darauf einlässt, braucht nur noch die Anfangsbuchstaben zu tippen und sein Smartphone fügt die Textschnipsel mit hoher Geschwindigkeit (und verblüffender Zuverlässigkeit) zu E-Mails oder Kurznachrichten zusammen. "Ich nenne das, Schreiben ohne Tippen", fasst Vorstandschef Heins das Konzept zusammen.

Und mehr und mehr wird dabei deutlich, dass die Extrarunden, die der Chef seine Teams indem vergangenen Monaten hat drehen lassen, wirklich zu einer Software geführt haben, die ihre Nutzer mit ihren smarten Ideen begeistern kann. Die Droge Blackberry, sie wirkt wieder.

Umso mehr als Blackberry 10 mit seiner intuitiven Gestensteuerung oftmals an das für seine benutzerfreundliche Steuerung hoch gelobte WebOS des einstigen Handheld-Pioniers Palm erinnert. Wobei RIM-Chef Heins inständig hoffen dürfte, dass seine neue Software zwar ähnliche Lorbeeren erntet wie früher Palm - aber deutlich erfolgreicher sein wird als dessen inzwischen nicht mehr weiter entwickelte Smartphone-Software.

Technische Trennung von geschäftlich und privat

Eine der entscheidenden Neuerungen, die die neue Plattform mitbringt, ist eine Blackberry Balance genannte Funktion, die es ermöglicht, dass die neuen Smartphones zwei unterschiedliche Betriebszustände annehmen. So lassen sich der geschäftliche Einsatz und die private Nutzung auch technisch voneinander trennen. Auch hier übrigens reicht eine kurze Daumenbewegungen von oben nach unten über das Display, und das Gerät wechselt aus dem Freizeit- in den Geschäftsmodus.

Der Vorteil dieser doppelten, digitalen Persönlichkeit: Während Benutzer im "privaten" Modus nach Gusto Apps installieren können, lässt sich der Zugriff auf unternehmenskritische Daten blockieren. Damit können Unternehmen beispielsweise verhindern, dass unsichere Apps geschäftskritische Inhalte auslesen und auf unsichere Server überspielen.

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