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Lumia 1020 und Xperia Z1 Nokias und Sonys Smartphones im Fototest

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Nokia setzt die Standards

Die Kameras im Direktvergleich: Towerbridge in London, links Sony Z1, rechts Nokia Lumia 1020. (zum Vergrößern bitte anklicken) Quelle: Thomas Kuhn

Das ist umso bemerkenswerter, weil die Entwickler von Zeiss und Nokia nicht nur ein aus sechs Linsen bestehendes optisches System ins Gehäuse gepackt haben; das neue iPhone 5s hat fünf. Zugleich arbeitet im Foto-Handy auch noch ein richtiger, mechanischer Bildstabilisator. Und - vor allem - ein Fotosensor mit ansonsten unerreichten 41 Megapixel Auflösung.

Nun sagen, wie erwähnt, Pixelrekorde als solche kaum etwas über die Qualität einer Kamera aus. Und natürlich liefert manch gute Fotokamera mit geringeren Pixelzahlen noch lichtstärkere und schärfere Aufnahmen als das Top-Lumia. Aber der Vergleich zieht nur zum Teil, weil in den Fotoapparaten größere, Sensoren arbeiten und höherwertige Objektive das Licht einfangen.

Nokia hängt die Latte hoch

Im Vergleich mit dem Rest der Top-Etage der Handywelt hingegen setzt aktuell das Lumia die Standards. Und die Latte hängt hoch.

Diese Smartphones machen die besten Bilder
Ob beim Festival oder im Urlaub - zwei von drei Smartphone-Besitzern lassen mittlerweile ihre Fotokamera zu Hause und dokumentieren ihre Reisen mit dem Smartphone. Das nimmt keinen unnötigen Platz weg, ist immer griffbereit und macht mittlerweile keine schlechten Bilder mehr. Im Test zeigen wir, welche Handy-Kamera überzeugt. Quelle: dpa
Platz 5: iPhone 5Obwohl das iPhone zu den teuersten Smartphones zählt, hängt es bei der Kameratechnik ziemlich hinterher. Der Autofokus ist langsam, bei schwachem Licht verfälschen die Farben und spannende Präsentations- und Filter-Funktionen müssen per App nachgerüstet werden. Immerhin: Für keine Kamera gibt es so viele Apps wie für die des iPhones. Quelle: dapd
Platz 4: Sony Xperia ZTrotz satter 13 Megapixel macht die Sony-Kamera nur mittelmäßige Bilder. Die kleine Linse führt dazu, dass zu wenig Licht auf den Sensor fällt - so gibt es im Halbdunkel schnell starkes Farbrauschen. Eine weitere Schwäche: Die Menüs überfordern selbst Hobby-Fotografen mit ihren vielen Einstell-Möglichkeiten. Quelle: REUTERS
3. Platz: HTC OneDurch die vier Megapixel fällt bei der riesigen Linse des HTC One mehr Licht auf jeden Pixel. In der Praxis bedeutet das: Selbst bei schlechtem Licht macht das Smartphone noch gute Fotos. Ein Tipp: Die App Zoe macht aus Fotos automatisch kleine Präsentationen. Quelle: AP
Platz 2: Samsung Galaxy S4Technisch ist die Kamera des S4 top. Sie liefert in allen Anwendungsbereichen tolle Ergebnisse. Das einzige Manko: Die Farben sind immer etwas zu intensiv, so wirken die Motive bonbonhaft. Die Bedienung der Kamera klappt trotz vieler Einstellungsmöglichkeiten erstaunlich einfach. Quelle: dpa
1. Platz: Nokia Lumia 925Die beste Kamera im Test: Das Lumia 925 von Nokia liefert selbst im Halbdunkel noch farbechte, scharfe Bilder. Durch die niedrige Brennweite passt viel Landschaft aufs Foto. Vorinstallierte Apps bieten vom bewegten Foto (Cinemagraph) bis zur Best-Shot-Funktion (besten Aufnahme aus zehn Fotos) viele kreative Gestaltungsmöglichkeiten. Quelle: dpa

So liefert der Bildsensor nämlich selbst bei schlechten Lichtverhältnissen in der Dämmerung noch bemerkenswert ansehnliche und rauschärmere Aufnahmen als etwa Sonys neues Xperia Z1. Der Clou ist das Zusammenspiel aus der immensen Auflösung und der intelligenten Bildverarbeitung. Denn dabei fasst der Bildprozessor bei jeder Aufnahme die Informationen mehrerer Pixel zusammen und berechnet daraus die optimale Bildinformation, Farbe und Helligkeit für ein am Ende nur noch fünf Megapixel großes fertiges Bild.

Das allerdings ist schärfer und selbst bei schwachem Licht besser ausgeleuchtet, als alles, was ich bisher an Fünf-Megapixel-Aufnahmen (und auch darüber) von anderen Kameras und Fotohandys kenne. Und für Ausdrücke von bis zu 10 x 18 Zentimetern reicht das allemal.

Mindestens so smart aber wie die Kompression der Aufnahmen aufs handlichere Format ist, dass das Lumia gleichzeitig noch das 41-Megapixel-Originalbild in seinem Flash-Speicher ablegt. Das ist pro Aufnahme gut sieben Megabyte groß, weshalb das derzeit von O2 exklusiv vertriebene Sondermodell mit 64 Gigabyte Datenspeicher (ohne Vertrag rund 679 Euro: http://www.o2online.de/handy/nokia-lumia-1020/) für Viel-Fotografen wohl die bessere Option ist als die bei den übrigen Netzbetreibern erhältlichen Geräte mit maximal 32 Gigabyte Datenpuffer.

Einmalige Foto-Funktion

Lohn der Speicherfresserei ist eine Funktion, die in der Handybranche einzigartig ist: Zum einen erlaubt es der Riesensensor, bei der Aufnahme vor ab nur einen Bildausschnitt zu wählen, den man knipsen will, ohne dass das gegenüber einer Standardaufnahme mit beispielsweis fünf Megapixel einen Auflösungsverlust bedeutete. Das entspricht etwa einem Dreifach-Zoom, und kommt dennoch ohne klobige Linsenvorbau aus.

Zugleich aber kann der Fotograf auch nach einer derart pseudo-gezoomten Aufnahme noch entscheiden, ob er wirklich den gewählten Ausschnitt behalten oder doch lieber einen anderen wählen möchte. Denn, wie gesagt, die Kamera speichert ja im Hintergrund immer auch die komplette 41-Megapixel-Aufnahme.

Da reicht ein Fingertipp aufs gezoomte Bild, und mit ein paar Handstreichen lässt sich der Ausschnitt neu definieren und abspeichern. Das ist nicht nur genial einfach, sondern auch ein ebensolcher Geistesblitz.

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