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Messe "Next" Google Glass erstmals in Europa vorgestellt

Der Star-Blogger Robert Scoble hat Googles Datenbrille Glass erstmals in Europa auf der Messe der Digitalwirtschaft, Next Berlin, vorgestellt. Entsprechend riesig war das Interesse.

Star-Blogger Robert Scoble präsentiert die gehypte Datenbrille Google Glass auf der NEXT Berlin 2013. Quelle: dpa

Kaum einer der Sprecher auf der Next Berlin wurde mit soviel Spannung erwartet wie Robert Scoble von Rackspace. Denn er war nicht alleine. Als einer der ersten 3.000 Entwickler weltweit besitzt eine der gehypten Google Brillen. Inzwischen wurden bereits 8.000 Geräte unter das Tech-Volk gebracht. Mit seinem Auftritt war die Glass erstmalig in Europa zu bestaunen und entsprechend riesig das Interesse.

Diese Gadgets kommen 2013
Die Google-BrilleGroß war die Begeisterung als Googles Datenbrille im April 2012 erstmals vorgestellt wurde. Dafür hat das Unternehmen ein Video gedreht, dass die Möglichkeiten dieses Gadgets zeigt. Die Technik, die dahinter steht wird als "Augmented Reality", also erweiterte Realität bezeichnet. Die Idee dabei ist, dass die Software Objekte unserer Umgebung erkennt und uns mit passenden weiteren Informationen versorgt. Außerdem kann die Brille alles, was auch Smartphones leisten. Sie ist zur Kommunikation, zur Routenplanung, zum Fotografieren und vieles weitere geeignet. Was einst der Mausklick war, könnte künftig eine Kopfbewegung oder einfach die Stimme sein. Quelle: dapd
Valves SteamboxValve Corporation hat mit Steam eine Internet-Vertriebsplattform für Computerspiele und Software entwickelt. Nach eigenen Angaben sind hier inzwischen über 35 Millionen aktive Benutzer registriert. Angeblich will das Unternehmen nun auch in das Konsolengeschäft einsteigen. Gerüchten zufolge plant Valve für das kommende Jahr eine eigene Steambox als Konkurrenz Xbox, Wii und PlayStation. Ein genauer Erscheinungstermin ist noch unbekannt. Quelle: Screenshot
Das YotaPhoneIm Herbst 2013 will der russische Hersteller Yota Devices das YotaPhone auf den Markt bringen. Das Android-4.2-Gerät soll zwei Displays besitzen, die unabhängig voneinander arbeiten und so Smartphone und E-Reader miteinander verbinden. Während auf der einen Seite das "normale" Smartphone-Display zu sehen ist, befindet sich hinten ein E-Ink-Display. Dieses soll extrem stromsparend arbeiten. Gespräche zwischen dem Konzern und Mobilfunkbetreibern in Nordamerika und Europa laufen bereits. Der Preis des Smartphones ist noch nicht bekannt. Quelle: Screenshot
Microsofts neue XboxMicrosoft will 2013 wieder groß mit einer Konsole auftrumpfen, die momentan unter dem Projekttitel Xbox 720 läuft. Geplant ist ein geradezu revolutionäres Spielerlebnis. Zumindest ließ sich das Unternehmen eine Methode patentieren, die eine Datenbrille mit der Konsole verbindet. Dadurch könnte "Augmented Reality" wie bei Google Glasses künftig auch beim Gaming zum Einsatz kommen. Zusätzlich will Microsoft eine abgespeckte Xbox 360 rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft 2013 auf den Markt bringen. Quelle: Presse
iPhone 5SKaum war das iPhone 5 auf dem markt, da tauchten auch schon erste Gerücht über die Produktion eines iPhone 5S auf. Eines ist sicher, der Smartphone-Nachfolger aus dem Hause Apple wird kommen - nach aktuellen Informationen wahrscheinlich sogar schon im Frühjahr. Vielleicht aber auch erst im Sommer, Apple selbst hat sich dazu noch nicht geäußert. Angeblich soll es im Dezember bereits erste Testläufe des Smartphones gegeben haben. Außerdem wird vermutet, dass das neue Apple-Gerät mit einem schnelleren Prozessor ausgestattet wird. Bis es soweit ist, werden sich die Gerüchte um das neue iPhone ganz sicher noch einige Mal überschlagen. Quelle: dapd
Facebook-PhoneDas Bild zeigt ein "ChaCha" von HTC, so ähnlich könnte bald das "Facebook-Handy" aussehen. Monatelang war über ein Telefon aus der Zuckerberg-Familie spekuliert worden - jetzt kommen gleich mehrere auf den Markt. Auf den neuen Geräten ist Facebook aber nicht nur einer der Kommunikationswege, sondern das Herzstück. Richtige Facebook-Knöpfe haben etwa die beiden Geräte, die der Hersteller HTC auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentiert. HTC hatte die Markteinführung des Facebook-Handys eigentlich schon für Ende 2012 geplant. Andere Projekte schienen dem Unternehmen jedoch wichtiger gewesen zu sein. Der Termin wurde auf Mitte 2013 verschoben. Quelle: dpa
Samsungs Galaxy S4Neben dem iPhone ist das Galaxy S3 eines der beliebtesten Smartphones bei den Kunden. 2013 will Samsung mit dem S4 nachlegen. Erscheinen soll es im zweiten Quartal 2013. Natürlich sollen Leistung, Qualität und Schnelligkeit beim neuen Samsung-Smartphone deutlich besser sein. Außerdem hält sich das Gerücht, die Südkoreaner könnte auf Größe setzen und das 4,8-Zoll-Display auf 5 Zoll vergrößern. Das vermutlich im April erscheinende Gerät wird etwa 500 Euro kosten. Quelle: REUTERS

Eines vorweg: Robert Scoble ist ein riesen Glass-Fan. Das Grinsen verließ sein Gesicht fast gar nicht mehr. Seit einer Woche trägt er das kleine Gerät des Suchmaschinen-Giganten und sagt: "Ich möchte keinen Tag mehr leben ohne einen tragbaren Computer in meinem Gesicht." Etwa 1.500 Dollar hat er für die Brille bezahlt.

Alle aus dem Google Werbevideo bekannten Effekte führte er noch einmal vor und ließ die Brille Fotos und Videos machen, die er dann auf seinem Google+ Profil postete. Er sortierte E-Mails und blickte in seinen Kalender - alles Google-Produkte. Wer die Wunderbrille irgendwann einmal effektiv nutzen will, muss vor allem eines sein: Android-User. Das Produkt wird über eine Bluetooth-Verbindung mit einem Smartphone verknüpft, dass mit Googles Betriebssystem läuft. Weder das iPhone noch Windows Phone oder die Firefox OS-Geräte werden vorerst mit der Brille kompatibel sein. So scheint es im Moment jedenfalls. Google hat ein tolles Produkt entwickelt, um die eigenen Dienste zu stärken. Nicht die der Konkurrenz.

Doch noch ist Glass in den Kinderschuhen. Jedes Smartphone enthält mehr Power als die Brille. Die Fotos und Videos sind noch relativ schlecht aufgelöst und während der Präsentation stürzt die Software auch einmal ab. "Deshalb ist es noch nicht offiziell auf dem Markt", scherzt Robert Scoble. Einige Kinderkrankheiten muss Google noch kurieren.

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Dennoch war jeder (unter anderem Keynote-Speaker und Autor Brice Sterling), der das Gerät während der Präsentation kurz aufprobierte, ganz offensichtlich begeistert. Mit einem für Außenstehende leicht schielenden Blick konzentrierten sie sich auf das Geschehen im Sichtfeld der Brille, wo alles, was angezeigt wird, was sonst auf dem Smartphone oder Tablet zu sehen ist: Bilder, Text, Karten, Emails. "Ich muss nicht mehr nach unten schauen und habe die Hände frei", sagt Scoble. Das sei eine riesige Innovation und ein Trend, der sich durchsetzen werde.

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