Mobil-PCs Das ist wichtig beim Kauf

Bei der Anschaffung eines Mobilrechners sollten Anwender sich nicht nur für ein Gerätekonzept entscheiden, sondern auch ein paar technische Details beachten. Wiwo.de gibt Tipps, worauf es beim Kauf ankommt.

Tablets, Phablets und Co. - Wiwo.de gibt Tipps, worauf es beim Kauf ankommt. Quelle: REUTERS

Betriebssystem

Wer sich nicht gerade für iPad von Apple entscheidet, hat im Prinzip die Wahl zwischen Geräten mit Windows 8 oder Android. Andere Betriebssysteme wie Linux oder Chrome OS spielen derzeit noch keine große Rolle.

In Bedienerfreundlichkeit und Funktionalität ist der Unterschied zwischen Windows und Android nicht groß. Allerdings vermissen viele Anwender in Windows 8 den gewohnten Startknopf und viele kommen auch mit der ungewohnten Kacheloberfläche nicht zurecht. Diese Probleme werden aber wahrscheinlich durch das bevorstehende Update auf die Version 8.1 behoben.

Android ist ungeschlagen, wenn es um Apps geht. Außer iTunes bietet keine Betriebssystemplattform eine solch fantastische Vielfalt unterschiedlichster Mini-Anwendungen. Allerdings sollte man beim Kauf darauf achten, dass mindestens die Android Version 4.0, besser noch 4.1 oder 4.2 installiert sind. Diese sind schon aus Sicherheitsgründen die bessere Wahl.

Die besten Mobilrechner
Universal-Tablet: Samsung Galaxy Note 10.1Das Samsung Galaxy Note gehört seit 2011 schon zu den Klassikern der Tablet-Sparte. Das auf der IFA 2013 vorgestellte Modell Note 10.1 soll für Arbeit und Freizeit gleichermaßen geeignet sein. Das Display bietet eine Bildschirmdiagonale von 10 Zoll. Neben der üblichen Touchbedienung mit den Fingern kann man auch mit dem beiliegenden Pen arbeiten. Der kommt immer dann zum Einsatz, wenn es um präzise Eingaben geht, also beispielsweise bei Notizen oder Zeichnungen. Schnelle Performance sollen ein Achtkern-Prozessor und drei Gigabyte Arbeitsspeicher gewährleisten. Als Betriebssystem kommt Googles Android zum Einsatz. Daneben hat Samsung externe Partner organisiert, die kostenlos Inhalte wie beispielsweise News zuliefern. Als Beispiele werden Bloomberg Businessweek und die New York Times genannt. Datensicherheit soll die Technik Knox gewährleisten, die Anwendungen und Daten in einem geschützten Modus ablaufen lässt. Damit will Samsung das Galaxy auch als Mobilrechner für die Mitarbeiter von Unternehmen empfehlen. Preis: circa 700 Euro Samsung Galaxy Note 10.1 Quelle: Presse
Eleganz in Multimedia:Sony Xperia Tablet ZDas 10-Zoll-Tablet von Sony mit Android-Betriebssystem ist ein echter Hingucker. Nur 6,9 Millimeter dick, in Schwarz oder Weiß erhältlich. Für Rechenleistung ist keine Intel-CPU, sondern der Vierkern-Prozessor Snapdragon S4 vom Mobilspezialisten Qualcomm zuständig. Laut Sony arbeitet das Display mit einer von den Bravia-Fernsehern hergeleiteten Technik und bietet daher ein besonders brillantes Bild bei Fotos und Videos. Preis: Die Preise liegen je nach Ausführung zwischen 499 und 639 Euro. Sony Xperia Tablet Z Quelle: Presse
Multimedia-Tablet für Einsteiger:Huawei Media Pad 10 LinkDas Tablet des chinesischen Hersteller Huaewei bietet eine Bildschirmdiagonale von 10,1 Zoll (25,4 Zentimeter). Durch IPS-Technik (IPS, In Plane Switching) sollte der Blickwinkel so groß sein, dass auch zwei Personen nebeneinander Fotos betrachten können. Stereolautsprecher sind in dem Android 4.0-Tablet ebenfalls eingebaut. Als Prozessor kommt ein Huawei-Vierkern-Chip mit 1,4 GHz Taktrate zum Einsatz, ausreichend für die allermeisten Anwendungen und Spiele. Preis: 349 Euro Huawei Mediapad 10 Link Quelle: Presse
Tablet mit Microsoft Office:Samsung Ativ Tab 3Das Ativ Tab 3 arbeitet mit Windows 8 und bringt ein vorinstalliertes Office Home & Student mit. Dementsprechend ist auch eine Tastatur dabei, die drahtlos via Bluetooth angeschlossen wird. Für handschriftliche Eingaben oder Zeichnungen steht ein Stift zur Verfügung. Gedacht ist der Mobilrechner in erster Linie für Anwender, die auch unterwegs arbeiten wollen und dabei auch mal längere Texte schreiben. Der Akkus des 10-Zoll-Tablets (25 Zentimeter) hält laut Hersteller bis zu acht Stunden durch. Preis: Das Gerät kostet 769 Euro Samsung Ativ Tab 3 Quelle: Presse
Mit Beamer:Aiptek Projector Pad P100Ein kompaktes 7-Zoll-Android-Tablet mit eingebautem Projektor. Das auf der IFA vorgestellte Gerät ist für Präsentationen beim Kunden oder auch nur für das gemeinsame Betrachten von Urlaubsvideos gedacht. Der DLP-Beamer ist abnehmbar und liefert laut Hersteller eine Bilddiagonale von maximal 3 Metern. Von den technischen Daten her verspricht das Aiptek-Tablet eine solide Leistung. Quad-Core CPU, 16 Gigabyte Speicher und 1 Gigabyte RAM sind für die meisten Anwendungen völlig ausreichend. Betrieben wird das Tablet mit dem aktuellen Android 4.2. Das IPS-Display (IPS, In-Plane-Switching) löst 1280 x 800 auf. Videos, Fotos oder andere Dateien können über Wi-Fi auch drahtlos empfangen oder gesendet werden. Preis: Das Aiptek Projector Pad P100 kostet 399 Euro und ist ab November erhältlich. Aiptek Projector Pad P100 Quelle: Presse
Für die Küche:Archos ChefpadBeim Chefpad des französischen Herstellers Archos sind ab Werk eine Reihe von Apps mit Kochrezepten dabei. Das Android-Tablet steckt in einer Silikonhülle, die es vor Dampf und Spritzwasser schützen soll. Der Aufsteller sorgt für bequemen Betrachtungswinkel. Das Touchdisplay bietet eine Diagonale von 9,7 Zoll. Dank Android 4.1 ("Jelly Bean") kann man natürlich auch beliebige andere Apps installieren. Preis: Das Küchen-Pad kostet 200 Euro. Archos Chef Pad Quelle: Presse
Extrem robust:Panasonic Toughpad JT-B1Kompaktes Pad mit Android 4.0 aus Panasonics besonders robuster und wettergeschützter Tough-Serie. Das Tablet mit 7-Zoll-Bildschirm ist mit Kompass und GPS ausgestattet. Der Akku kann vom Benutzer ausgetauscht werden. Preis: Der Preis liegt um die 1.000 Euro. Toughpad JT-B1 Quelle: Presse
Extrem dünn:Sony Vaio Tap 11Laut Sony ist der Tablet-PC mit 9,9 Millimetern der flachste Rechner auf dem Markt. Das Gerät läuft nicht mit Android, sondern mit Windows 8. Der Tap 11 ist sowohl als schickes Tablet für Spiel und Spaß als auch fürs Arbeiten geeignet. Ein technisches Schmankerl ist die drahtlose Tastatur inklusive Touchpad, die auch als magnetische Abdeckung. Außerdem liegt ein Digitizer-Stift bei, mit dem man beispielsweise Notizen oder Skizzen auf dem Bildschirm machen kann. Die SSD-Festplatte (SSD, Solid State Drive) kommt ohne rotierende Teile aus, ist deshalb besonders schnell und energieeffizient. Mit einem 11,6 Zoll großen Bildschirm (29,4 Zentimeter) gehört das Tap 11 zu den größeren Tablets. Die eingebaute Digicam löst immerhin acht Megapixel auf. Preis: Der Rechner ist ab Herbst in Schwarz oder Weiß erhältlich, der Preis liegt je nach Ausstattung zwischen 800 und 1.200 Euro. Sony Vaio Tap 11 Quelle: Presse
Sicheres Ultrabook:Fujitsu Lifebook U574Das auf der IFA vorgestellte Ultrabook von Fujitsu ist in erster Linie für Businessanwender gedacht. Das 1,5 Kilo schwere Gerät bietet dementsprechend auch Funktionen, die den IT-Administrator zufrieden stellen sollen, darunter eine Diebstahlsicherung, bei der man Daten aus der Ferne löschen kann und diverse Management-Funktionen. Das 13,3-Zoll-Display ist mit einer Anti-Glare-Beschichtung versehen, soll also nicht spiegeln. Für Rechenpower sorgt je nach Ausführung ein Intel-Core-Prozessor. Preis: Die Preise variieren je nach Ausführung, das Gerät ist ab Ende Oktober erhältlich. Fujitsu Lifebook U574 Quelle: Presse
Notebook und Tablet:Acer Aspire R7Das 15,6 Zoll-Notebook von Acer kombiniert Bedienung via Touchdisplay mit einer herkömmlichen Tastatur. Das IPS-Display lässt sich fast beliebig drehen und schwenken. So dient es beispielsweise als Präsentations-Display beim Kunden. Ganz umgeklappt wird das Aspire R7 zum Tablet-PC (Convertible). Ein Intel Core-i5-Prozessor, sechs Gigabyte Arbeitsspeicher und Microsofts Windows 8 sollten zügiges und bedienfreundliches Arbeit gewährleisten. Preis: circa 1.000 Euro Acer Aspire R7 Quelle: Presse
Variables Ultrabook:MSI Ultra Slider S20Clou des Ultrabooks von MSI ist der Slider-Mechanismus. Schiebt man das Display über die Tastatur, verwandelt sich der Rechner in einen Tablet-PC mit Touchbedienung. Der 11,6-Zoll große Bildschirm (29,5 Zentimeter) arbeitet mit IPS-Technik, sollte also einen ausreichend breiten Blickwinkel bieten. Eine schnelle SSD-Festplatte, Intels Core-i5-Prozessor und Windows 8 zeigen, dass der Rechner auch technisch auf dem neuesten Stand ist. In Preis: Onlineshops ist das Ultra Slider S20 zu Preisen ab etwa 950 Euro zu haben. MSI Ultra Slider S20 Quelle: Presse
Für kleine Unternehmen:Lenovo Thinkpad S440Auf der IFA 2013 hat Lenovo auch eine Reihe neuer Thinkpads vorgestellt, darunter das S440. Es gehört zu den vergleichsweise preisgünstigen Ultrabooks von Lenovo. Zielgruppe sind kleine Unternehmen und Selbstständige. Eine Besonderheit: Der Akku ist im laufenden Betrieb austauschbar (Hot Swap). Damit hält der Rechner laut Hersteller bis zu 17 Stunden durch, bevor er wieder ans Netz muss. Wie alle Ultrabooks ist das S440 mit einem Intel-Core-Prozessor ausgestattet. Das Display ist optional auch in einer Touchversion erhältlich. Schnellen Datentransfer mit externen Festplatten garantiert der USB-3.0-Anschluss. Preis: Das Thinkpad S440 kostet 649 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) Lenovo Thinkpad S440 Quelle: Presse
Für Geschäftsleute:Dell Latitude 7000Die Dell-Ultrabooks der 7000-Serie sind in erster Linie für Geschäftsleute gedacht. Für diese Dell hat verschiedene Sicherheitsmechanismen eingebaut, darunter Verschlüsselung sowie die Möglichkeit, die Daten auf der Festplatte per Fernwartung zu löschen. Außerdem lassen sich die Ultrabooks leicht ins Unternehmensnetzwerk einbinden. Das Gehäuse aus gebürstetem Aluminium mit eingewebten Carbonfasern und diverse Dämpfer und Dichtungen sorgen dafür, dass das Ultrabook nicht nur schick aussieht, sondern auch ein paar Stöße verträgt. Das Modell mit 12-Zoll-Display bringt 1,3 Kilogramm auf die Waage und ist nur zwei Zentimeter dick. Angetrieben werden die Mobilrechner von Intels schnellen Core-i7-Prozessoren. Gegen Aufpreis sind die Latitudes auch mit Touchscreen erhältlich. Preis: Die Startpreise liegen zwischen 962 und 1.169 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer). Dell Latitude 7000 Quelle: Presse
Riesen-Smartphone:Samsung Galaxy MegaFast zu groß für ein Smartphone, fast zu klein für ein Tablet, aber trotzdem praktisch. Das ist das Konzept des Galaxy Mega. Die Bildschirmdiagonale des Android-Smartphones beträgt 16 Zentimeter (6,3 Zoll). Damit ist das Gerät ideal für Anwender, die mit ihrem Smartphone nicht mehr so oft telefonieren, es dafür aber als Navi, zum Websurfen oder sogar zum Lesen von E-Books unterwegs nutzen. Preis: In Schwarz und Weiß erhältlich kostet das Mega 599 Euro. Samsung Galaxy Mega Quelle: Presse
Phablet mit Dual-SIM:Acer Liquid S2Das Acer-Smartphone mit 5,7-Zoll-Display und dem aktuellen Android 4.2 eignet sich für Anwender, die ihr Smartphone hauptsächlich zum Websurfen nutzen oder viele Apps herunterladen. Durch die Dual-SIM-Funktion kann man das Telefon auch mit zwei Nummer nutzen. Vorgestellt wurde das Gerät zur IFA 2013. Preis: Der Preis steht noch nicht fest, das S2 soll aber ab Ende Oktober in den Handel kommen. Acer Phablet Liquid S1 Quelle: Presse

Display

Bei Notebooks, die zum Arbeiten genutzt werden, sollte man auf eine entspiegelte Oberfläche oder noch besser auf ein mattes Display Wert legen.

Displaygröße

Jeder, der schon mal seinen 19 Zoll-Monitor gegen einen 24-Zöller vertauscht hat, kennt das. Vor dem Kauf fragt man sich, ob 24 Zoll nicht zu viel des Guten sind. Eine Woche nach dem Kauf fragt man sich, wie man es so lange mit einem 19-Zoll-Monitor hat aushalten können. Das gilt deshalb auch für mobile Rechner: Größer ist besser.

Ergonomie

Auch wenn die Hersteller uns einreden wollen, dass demnächst alle Mitarbeiter in Unternehmen nur noch mit Notebooks und Tablet-PCs arbeiten, für längeres Arbeiten sind ein großer Monitor und eine große Tastatur immer noch am besten. Das schreibt im übrigen auch die Bildschirmarbeitsverordnung vor. Mobilgeräte wie Tablet-PCs oder Netbooks sind praktisch für unterwegs, längere Arbeitssitzungen am Minirechner schaden auf Dauer der Gesundheit.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

Sicherheit

Vor allem bei Android-Tablets mit Internetanschluss ist die Versuchung groß, möglichst viele tolle Apps herunterzuladen. Doch inzwischen sind auch Malware-Programmierer und Hacker begeistert von Android. Daher sollte man Sicherheits-Software auf dem Tablet oder dem Smartphone installieren. Entsprechende Tools gibt es von großen Antiviren-Herstellern wie beispielsweise AVG, Trend Micro oder Kaspersky Lab günstig oder teilweise sogar kostenlos.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%