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Mobile Musikplayer Spitzenklang für die Hosentasche

Kompakte Musikplayer mit exklusiven Komponenten sollen den Musikgenuss unterwegs veredeln. Wir haben zwei der besten Player einem Test unterzogen. Was die Geräte wirklich taugen.

Quelle: Presse

Liebhaber guter Musik und toller Stereoanlagen sollten glückliche Menschen sein. Man merkt nur nichts davon. Sie sitzen vor 10.000 Euro teuren Lautsprechern, deren Klanggewalt bei jedem Normalhörer grenzenlose Verzückung hervorruft, und haben trotzdem diesen sparsamen Gesichtsausdruck. Die Höhen neigten zum "Zischeln", die Mitten hätten nicht genug "Definition" und in den oberen Bässen fehle "der Druck".

Highend-Fans haben immer etwas zu mosern. Mit besonderer Verachtung haben sie bisher alles gestraft, was mit MP3 zu tun hatte. Das datenkomprimierte Musikformat für mobile Musikplayer wie Apples iPod hat klangliche Grenzen, die übrigens auch ein aufmerksamer "Normalhörer" erkennt.

Die besten Geräte für den mobilen Sound
Fiio X3Auffallend viele chinesische Herstellers tummeln sich auf dem Markt für Highend-Produkte. So auch Fiio aus Guangzhou City. Der X3 gehört zu den preiswertesten Modellen auf dem Markt, ist aber bereits für die Wiedergabe von Musik mit 24 Bit/192 kHz gerüstet. Neben MP3 gibt er auch die verlustfreien Formate wie WAV, WMA oder FLAC wieder. Preis: circa 220 Euro Quelle: Presse
Fiio X5Der X5 des chinesischen Herstellers arbeitet mit einem schnellen Dual-Core-Prozessor und kann daher noch mehr verlustfreie Formate verarbeiten als der kleine Bruder X3. Neben MP3 gibt er auch natürlich auch WAV, WMA oder FLAC wieder. Zwei Speicherkarten-Steckplätze mit jeweils 128 Gigabyte sorgen für ausreichend Speicherplatz. Bei Bedarf dient er als Digital-Analog-Wandler an Notebook und PC. Preis: circa 400 Euro Quelle: Presse
PonoDer Musikplayer Pono ist noch gar nicht im Handel, hat aber bereits eine Menge Aufsehen erregt, denn hinter dem hochauflösenden Player steckt Neil Young. Der kanadische Rockmusiker ist kein Freund von MP3. Er will deshalb nicht nur einen gut klingende Musikspieler auf den Markt bringen, sondern auch ein Web-Portal mit hochauflösender Musik starten. Finanziert wird das Projekt per Crowdfunding. Die Finanzierung ist bereits gesichert, der Player soll ab Dezember erhältlich sein. Preis: noch nicht bekannt Quelle: Presse
Colorfly HiFi-Player C4 ProDer C4 Pro nutzt wie andere hochwertige Modelle auch Digital-Analog-Wandler von Cirrus Logic. Musikdateien mit einer Auflösung von maximal 24 Bit/192 kHz werden unterstützt. Bei Kopfhörern ist der Colorfly nicht zimperlich, er beschallt auch große Hörer mit einem Eingangswiderstand von mehr als 300 Ohm. Für die großen Kopfhörer gibt es auch einen 6,3-Millimeter-Klinkeneingang. Die Lautstärke wird über einen nostalgischen Schieberegler gesteuert. Die Rückseite des Players ist aus Walnussholz. Auf welche Weise das dem Klang zugute kommt, ist nicht klar, einen edlen Look bekommt das Gerät aber auf jeden Fall. Auch wenn der C4 Pro so aussieht, als sei er in den Südstaaten der USA von knorrigen Handwerkern in einer Whisky-Destillerie zusammengebaut worden, die Firma Colorfly hat ihren Sitz in China. Preis: circa 580 Euro Quelle: Presse
Hifi Man HM-901Das chinesische Unternehmen Hifi Man ist in den letzten Jahren durch seine elektrostatischen Kopfhörer bekannt geworden. Mindestens ebenso interessant sind die Musikplayer der Firma. Der HM-901 ist das Flaggschiff der Reihe. Eine Besonderheit des HM-901 sind die austauschbaren Verstärkerkarten. So können sowohl die typischen Mobilkopfhörer mit 32 Ohm Eingangswiderstand angeschlossen werden als auch größere und elektrisch anspruchsvolle Hörer, die sonst an der großen Stereoanlage hängen. Das technische Highlight des Geräts sind die Digital-Analog-Wandler ESS 9018 Sabre des US-amerikanischen Herstellers ESS Technology. Unterstützt werden alle gebräuchlichen Dateiformate, neben MP3 und WAV auch das bei hochauflösenden Musikportalen häufige FLAC und Auflösungen bis 24 Bit/192 kHz. Gespeichert wird die Musik auf SD- oder SDXC-Karten. So lassen sich Karten mit bis zu 256 Gigabyte Kapazität einsetzen. Preis: 999 Euro (mit Standard-Verstärker-Modul) Quelle: Presse
Hifi Man HM-802Auch bei diesem Player kann der Käufer zwischen verschiedenen Verstärkermodulen wählen. Das serienmäßig eingebaute Modul ist für die Nutzung mit 32-Ohm-Hörern optimiert. Für das Klangbild entscheidend ist der verwendete DA-Wandler (DAC, Digital to Analog Converter). Hifi Man setzt hier auf zwei DACs von Wolfson, die bei Highend-Kennern für hochgezogene Augenbrauen sorgen. Musikwiedergabe ist bis zu 24 Bit/192 kHz möglich. Alle gebräuchlichen Formate werden unterstützt, darunter AAC, MP3, WAV, FLAC und WMA (24 Bit/bis 192 kHz) Preis: 699 Euro (mit Standard-Verstärkermodul) Quelle: Presse
Astell & Kern AK240Festhalten bitte, der Musikplayer AK240 von Astell & Kern kostet 2499 Euro. Dafür bekommt man den wohl besten mobilen Player auf dem Markt. Das martialisch-kantige Design, das Gehäuse aus Flugzeug-Aluminium und die Rückseite aus Carbon unterstreichen den Anspruch des Geräts. Der AK240 verarbeitet Musikdateien aller gängigen Formate, darunter WAV, WAV, WMA, AAC, DSD, FLAC – und natürlich das unverwüstliche MP3. Er verarbeitet Auflösungen bis zu 24 Bit/192 kHz. Der interne Speicher ist 256 Gigabyte groß, erweitern lässt sich der Speicher durch Micro-SD-Karten, die jeweils bis zu 128 Gigabyte fassen. Ein doppelt bestückter Digital-Analog-Wandler von Cirrus Logic (2 x Mono) soll dem Player in höchste Highend-Sphären heben. Die Lautstärke wird über ein solides Drehrad geregelt. Daneben erfolgt die Bedienung über das Touchdisplay. Die Musik wird entweder über WiFi auf den AK240 übertragen oder auch über ein USB-Kabel vom PC kopiert. Bluetooth hat er auch. Preis: 2.499 Euro Quelle: Presse

Aber gerade bei mobilen Musikspielern tut sich zurzeit eine ganze Menge. Das Stichwort lautet: hochauflösende Musikwiedergabe. Auch besagte Highend-Fans beginnen sich für das Thema zu interessieren. Seit etwa einem Jahr kommen gefühlt im Monatsrhythmus neue mobile Geräte in den Handel, die eine bisher unerreichte Klangqualität versprechen. Die Preise reichen von circa 300 bis 2500 Euro. Das sind nicht gerade Schnäppchenpreise, aber dafür sind die kompakten Spieler klanglich um Längen besser als herkömmliche MP3-Player. Das allein wäre noch keine große Kunst, schließlich wurde das datenreduzierte MP3-Format schon Ende der achtziger Jahre am Fraunhofer-Institut entwickelt. Es hat zwar kommerziell gesehen einen weltweiten Siegeszug angetreten, ist aber klangtechnisch nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Aber Musikplayer wie der HM-901 von Hifi Man oder der AK240 von Astell & Kern wollen nicht nur die MP3, sondern auch die Musik-CD klangtechnisch überrunden. Die CD galt mit einer Auflösung von 16 Bit/44,1 kHz bei Musikliebhabern noch vor kurzem als das Maß aller Dinge. Doch auch dieses Medium ist in die Jahre gekommen, und einer ihrer berühmtesten Unterstützer, der Dirigent Herbert von Karajan, schon lange tot.

Warum die Musikplayer besser klingen

Die Ingenieure der mobilen Hi-Fi-Elektronik verbauen inzwischen hochwertige Digital-Analog-Wandler, die früher nur bei teuren CD-Playern fürs Wohnzimmer üblich waren. So holen die Geräte das klangliche Maximum aus MP3 und CD.

Den entscheidenden Klanggewinn versprechen aber unkomprimierte Musikformate, die mit Auflösungen von bis zu 24 Bit/192 kHz arbeiten. Kenner sprechen hier von Studio-Master-Qualität. Das bedeutet, die Tonaufnahme liegt technisch in derselben Qualität vor wie beim Mastering im Studio. Wie genau die Verfahren für hochauflösende Musik arbeiten, lesen Sie hier.

Spätestens beim Zauberwort "Studio-Master-Qualität" werden Highend-Fans hellwach. Ein Musikspieler, der in die Jackentasche passt, eine ganze Musikbibliothek speichert und besser klingt als die große Hi-Fi-Anlage zu Hause, das ist eine faszinierende Sache.

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