Neue Eskalationsstufe Microsoft verklagt Samsung wegen ausbleibender Patentzahlungen

Um die Patent-Streitereien in der Mobilfunk-Branche war es in den vergangenen Monaten merklich ruhiger geworden. Jetzt sorgt Microsoft für eine neue Eskalation: Der Windows-Konzern verklagte den weltgrößten Smartphone-Anbieter Samsung.

So sieht die Computer-Uhr Galaxy Gear aus
Chef der IT-Sparte bei Samsung Electronics, JK Shin, stellte am Mittwoch in Berlin sowohl die Computeruhr Samsung Galaxy Gear als auch das Tablet Galaxy 10.1 und das Galaxy Note 3 vor. Quelle: dpa
Gleich zu Beginn der Show zeigte er die Computeruhr, die er in grellem Orange am Handgelenk trug. Quelle: REUTERS
Anrufe lassen sich sowohl per Tippen... Quelle: REUTERS
... als auch per Anheben des Armes annehmen. Hierzu wird die Uhr kurz Richtung Ohr gehoben. Quelle: AP
Die Computeruhr ist an ein anderes mobiles Samsung Gerät gekoppelt. Bei dem Note 3 und dem Galaxy 10.1 ist die Möglichkeit zum drahtlosen Datenverkehr bereits installiert. Quelle: AP
Pranav Mistry, Chef des Samsung Innovationsteams, stellte sowohl die technischen Hintergründe der Uhr als auch das Design vor. Das Wearable wird in sechs Farben erhältlich sein. Quelle: REUTERS
In das Armband der Uhr ist eine Kamera eingebaut. Die Auflösung der Bilder ist jedoch noch sehr gering. Quelle: REUTERS
Bis zu vier Apps lassen sich auf einmal auf dem Bildschirm anzeigen. Quelle: REUTERS
Für den alltäglichen Gebrauch werden die Daten drahtlos von dem einen Gerät auf das andere übertragen. Sobald größere Datenmengen transferiert werden müssen, gibt es auch die Möglichkeit die Uhr per Kabel an einen Rechner oder ein anderes Gadget anzuschließen. Quelle: REUTERS
Die Auflösung der Bilder ist mit 1,9 Megapixeln jedoch noch sehr gering. Quelle: REUTERS
Gear ist etwa so groß wie eine Herren-Armbanduhr, wiegt 168 Gramm und hat ein AMOLED-Display mit einer Diagonale von 1,63 Zoll (4,1 cm). Quelle: AP
Dank Spracherkennung („S-Voice“) kann man mit gesprochenen Befehlen einen Anruf starten oder nach dem Wetter fragen. Quelle: dpa
Das Gerät kommt am 25. September in 149 Ländern auf den Markt, wie Samsung-Manager J.K. Shin ankündigte. Quelle: AP
Das Galaxy Note 3 ist das nächste Modell in Samsungs Reihe der Smartphones mit einsteckbarem digitalen Stift und einem sehr großen Bildschirm mit einer Diagonale von 5,7 Zoll (knapp 14,5 cm). Die Kategorie begann als Nischenmodell, jetzt steckte Samsung viel Kraft in die Weiterentwicklung. Quelle: REUTERS
Das Note 3 bekam einen neuen „S-Pen“-Stift und erweiterte Eingabe-Funktionen, der Einsatz mehrerer Apps gleichzeitig wurde verbessert. Bei dem neuen Note-Modell lässt sich zum Beispiel auch der Bildschirm teilen, so dass man zwei verschiedene Kommunikationen per SMS verfolgen kann. Einzelne Kurznachrichten lassen sich dabei von einem Gespräch in das andere kopieren. Quelle: REUTERS

Microsoft heizt den abgeflauten Patentkrieg der Mobilfunk-Branche mit einer Klage gegen Smartphone-Marktführer Samsung neu an. Der Windows-Konzern wirft Samsung Vertragsbruch vor, weil vereinbarte Lizenzzahlungen ausgeblieben seien. Samsung habe nach der Ankündigung der Übernahme von Nokia durch Microsoft aufgehört zu zahlen, erklärte Microsoft die Klage in New York am späten Freitagabend.

Bei den betroffenen Patenten geht es auch um Funktionen des Google-Betriebssystems Android. Microsoft und Apple hatten in den vergangenen Jahren diverse Hersteller von Android-Geräten verklagt. Der Streit zwischen Apple und Samsung ist der prominenteste unter den Patent-Konflikten in der Mobilfunk-Branche. Microsoft hatte mit Samsung dagegen 2011 einen weitreichenden Patentdeal abgeschlossen. Darin gewährten sich die Unternehmen gegenseitig Zugang zu Patenten und Samsung erklärte sich bereit, Lizenzgebühren für die Nutzung bestimmter Technologien zu bezahlen.

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Bei Samsung gibt es einiges zu holen: Der Branchenprimus setzte im vergangenen Jahr nach Berechnungen von Marktforschern über 300 Millionen Smartphones ab. Rund jedes Dritte Computer-Handy kam von den Südkoreanern. Samsung selbst nennt keine Absatzzahlen mehr. Microsoft will vor Gericht Schadenersatz erreichen - sowie die Feststellung, dass die inzwischen abgeschlossene Nokia-Übernahme den Patentdeal mit Samsung nicht beeinflusse. Ein Samsung-Sprecher erklärte der Finanznachrichtenagentur Bloomberg, das Unternehmen werde die Klage analysieren und über eventuelle Gegenmaßnahmen entscheiden.

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