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Nützliche Apps Wie Sie Ihr Smartphone gegen Diebstahl schützen können

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Die Letzte-Rettung-App

Fotos, Kontakte, Nachrichten: Auf dem Smartphone lagern die unterschiedlichsten privaten Daten. Ziel der neuen Standard-Schutzfunktionen ist es, diese vor unliebsamen Fremden zu schützen. Quelle: dpa

Das „baseline anti-theft-tool“ zielt auf eine subtilere Ebene der Diebstahlbekämpfung ab als andere Schutz-Apps. Es versucht die Logik des Stehlens und der Hehlerei selbst zu überwinden: Ich beschaffe mir etwas ohne Kosten, um es teuer zu verkaufen. Die Unternehmen hoffen vor allem durch die Fernsperre und Reset-Barriere, den Vertrieb von gestohlenen Smartphones unattraktiv zu machen und den Dieben so ihre Grundlage zu entziehen. Die einfache Logik hinter dem Konzept: Setzt sich die Erkenntnis durch, dass gestohlene Smartphones nicht mehr benutzt und nicht mehr verkauft werden können, werden sie erst gar nicht mehr gestohlen.

Wenig hilfreich ist die neue Vereinbarung von Google, Apple, Samsung und Co. beim Auffinden des verlorenen Smartphones oder gar bei der Verhaftung einzelner Kleinkrimineller. Dessen sind sich die Unternehmen bewusst. In ihrer Erklärung fordern sie die Benutzer ihrer Produkte auch dazu auf, diesen Standardschutz mit „anderen technischen Lösungen“  zu ergänzen.

Und diese existieren bereits in rauen Mengen. Eine hilfreiche App ist die Anwendung „Where is my Droid“, über die in mehreren (teils kostenpflichtigen) Funktionsstufen unter Anderem die SD-Karte aus der Ferne kontrolliert und die GPS-Koordinaten des Smartphones auf einer Google-Maps-Seite angezeigt werden können. Eine gezielte Verfolgung des flüchtigen Diebes erleichtert sich enorm. Und ist der Dieb erst einmal in der Nähe, dann lässt sich auch noch – natürlich ferngesteuert – der Klingelton aktivieren.

Das Pendant von Apple heißt in der deutschen Version „Mein iPhone suchen“ und wartet im Wesentlichen mit ähnlichen Funktionen auf. Beispielsweise ist ebenfalls die Fernlöschung von Daten möglich, ein mehrminütiger Alarm kann ausgelöst werden und auf neuen Geräten wie dem iOS 7 ist auch eine externe Aktivierungssperre im Köcher. Auch die Ortung des Smartphones stellt mittlerweile kein Problem mehr da. Über die Website www.icloud.com/#find und mit der Apple-ID können jederzeit die Koordinaten abgefragt werden.

Geht das Smartphone verloren, kommt schnell die Verzweiflung, dann die Wut. Finanzieller Verlust, verlorene Daten und das Gefühl, ein Fremder dringt in die Privatsphäre ein lassen die Emotionen hochkochen.

Eine letzte Rettung für verzweifelte Android-User in der nackten Stunde ohne Smartphone ist die App „Plan B“. Diese App ist vergleichsweise schlank und funktionsarm, aber punktet mit einer ganz besonderen Fähigkeit: Sie kann auch dann noch installiert werden, wenn das Gerät bereits geklaut ist. Nach der Ferninstallation von einem anderen Gerät aus sendet das verlorene Telefon automatisch eine E-Mail mit dem GPS-Standpunkt. Weitere nützliche Funktionen wie die Kamerabedienung oder das Mithören von Gesprächen ist allerdings nicht möglich. Diese App ist die letzte Hoffnung.

Ob sich technisch versierte Diebe oder spezialisierte Hehler von den neuen Standard-Sicherheitssystemen oder von ausgefeilten Apps dauerhaft abschrecken lassen, darf bezweifelt werden. Zumindest um Gelegenheitsdieben das Leben etwas schwerer zu machen, reichen die Funktionen vermutlich aber aus.

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