Photokina 2012 Eine Kamera für Liebhaber - Die Polaroid ist zurück

Mit der Digitalfotografie sind etablierte Konzerne wie Kodak in die Insolvenz geschliddert. Und auch Polaroid schien nahezu von der Bildfläche verschwunden. Auf der Messe Photokina in Köln (18. bis 23. September 2012) will das US-Unternehmen sich nun mit neuer Technik und dem altbewährten Sofortbild-Prinzip wieder am Markt positionieren.

Models auf Polaroid-Bildern - in der Mode und der Kunst wurde die Kamera häufig angewendet. Unter anderem nutzte Helmut Newton die Polaroid um Testbilder seiner Aktmodelle zu schießen. Quelle: dpa

Draufklicken, ausdrucken, Foto in der Hand halten – mit dieser spaßigen Funktion hatte Polaroid es zu einer der beliebtesten Kameras der 1970er Jahre geschafft. Auch die Jahre darauf war der Fotoapparat der einzige, der es möglich machte, Bilder von Partys und Familienfeiern direkt nach Drücken des Auslösers in den Händen zu halten. Ein Markenzeichen,  das die Kamera von allen anderen unterschied. 

Auf diese Anfänge beruft sich das Unternehmen mit ihrer Z2300 – eine digitale Kamera mit integriertem Fotodrucker. Auf der Photokina wird der Fotoapparat erstmalig vorgestellt.

Niedergang der Ikonen
LoeweDer schwer angeschlagene TV-Gerätehersteller hat Antrag auf Insolvenz in Eigenregie gestellt. Im Juli hatte Loewe Gläubigerschutz beantragt - der Konzern kann dabei versuchen, sich unter gerichtlichem Schutz zu sanieren und wird weiter von seinem Management geführt. Nun folgt die Planinsolvenz. Loewe-Chef Matthias Harsch zeigt sich zuversichtlich bis Ende Oktober einen finanzkräftigen Investor aufzutun. Man habe sechs Angebote. Sollte sich darunter kein passender Partner finden "ist es natürlich aus", sagte Harsch. Loewe steckt tief in den roten Zahlen, zuletzt hatte das Minus die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt. Im ersten Halbjahr 2013 brach der Umsatz um 40 Prozent auf nur noch 76,5 Millionen ein. Von den 1000 Mitarbeitern sind noch knapp 700 übrig. Quelle: dpa
Telefunken Quelle: dpa
Grundig Quelle: dpa/dpaweb
Kodak Quelle: dpa
NeckermannDer Versandhändler meldet am 18. Juli 2012 Insolvenz an. Der amerikanische Investor Suncapital will nicht noch mehr Geld ins Geschäft pumpen. Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter hatten sich zwar auf ein Konzept geeinigt, wie der Abbau von 1.400 der 2.500 Stellen von statten gehen soll, doch Suncapital hielt die Kompromiss für nicht tragfähig und teilte mit: " Unter den gegebenen Rahmenbedingungen kann das Unternehmen in der bestehenden Form nicht fortgeführt werden."Neckermann wurde 1950 von Josef Neckermann ins Leben gerufen. Der Versandhändler zählte neben Otto und Quelle zu den größten deutschen Versandhäusern. Der 1961 eingeführte Slogan "Neckermann macht's möglich" wurde zum geflügelten Wort. Neckermann stieg zudem ins Reisegeschäft ein, verkaufte Fertighäuser und Versicherungen und betrieb auch eine Kaufhauskette. In den 1970er Jahren geriet das Stammhaus in die Krise und wurde 1977 mehrheitlich von der Karstadt AG übernommen, die später mit dem Versandhändler Quelle fusionierte und schließlich im Touristik- und Handelskonzerns Arcandor aufging. Arcandor ging 2009 in die Insolvenz. Quelle: dpa
Schlecker Quelle: REUTERS
Agfa - Fotofilme Quelle: dpa/dpaweb
Grundig Quelle: dpa/dpaweb
AOLIn Deutschland warb der Internetkonzern in seine Anfängen mit AOL "Alles OnLine" und galt als Synonym für Web-und E-Mail-Dienste. Mitte der 2000er Jahre hatte AOL weltweit mehr als 30 Millionen Kunden und war damit der größte Internet-Anbieter der Welt. Doch der Erfolg währt nicht lange, andere Online-Dienste - in Deutschland die Deutsche Telekom - preschen in den Markt. Die Haupteinnahmequelle, die Gebühren über die Einwahl per Modem versiegt mit dem Vormarsch von DSL-Verbindungen und Flatrates. Ende 2009 streicht AOL 2.500 Stellen, will 300 Millionen Dollar einsparen. Vorstandschef Tim Armstrong verändert die Ausrichtung des Unternehmens hin zum Contentlieferanten. Ende 2009 trennt sich Time Warner vom sinkenden Riesen. 2011 kauft AOL die Web-Zeitung Huffington Post für 315 Millionen Dollar, um sich hochwertigen journalistischen Content zu sichern. An den Web-Giganten aus den 90er erinnert nicht mehr viel. Quelle: dpa
Saab Quelle: dpa
Trabant Quelle: dpa
Hummer Quelle: dpa
Freddy Laker Quelle: REUTERS
Quelle Quelle: dpa/dpaweb
Hertie Quelle: dpa

Mit zehn Megapixel schießt die Z2300 Bilder, die direkt vor Ort ausgedruckt und über soziale Netzwerke geteilt werden können. Das Gerät verfügt zudem über einen integrierten Lautsprecher und nimmt auch Videos auf.

Wie jede herkömmliche Digitalkamera speichert die Z2300 die Bilder automatisch auf einer integrierten SD-Karte. Benutzer können ihre Fotos über die Menüführung direkt auf der Kamera bearbeiten. Wahlweise kann automatisch jede Aufnahme ausgedruckt oder der Druckbefehl spontan bei einem passenden Bild gegeben werden. Mindestens eine halbe Minute dauert es, ehe das Bild fertig ausgedruckt ist. Im Gegensatz zum analogen Vorgänger lässt sich ein Bild allerdings mehrfach ausdrucken. Ab 159,99 Euro so die Z2300 kosten, zuzüglich Polaroid-ZINK-Fotopapier. 

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%