Pokémon Go Verbraucherschützer kritisieren mangelnden Datenschutz

Der Hype um das Handyspiel "Pokémon Go" ist groß – Verbraucherschützer haben den Entwickler der App aber nun wegen mangelnden Datenschutzes abgemahnt. Sie kritisieren 15 Klauseln in den Nutzungsbedingungen.

Neuerdings ist

Verbraucherschützer haben den US-Entwickler des weltweit erfolgreichen Handyspiels "Pokémon Go" wegen fehlenden Datenschutzes abgemahnt. Insgesamt würden 15 Klauseln aus den Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen beanstandet, teilte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) mit. Gebe der Entwickler Niantic keine Unterlassungserklärung ab, drohe ein Klageverfahren.

„Pokémon Go“: Kleine Kampf-Monster erobern die Welt

"Pokémon Go", das vom japanischen Konsolenhersteller Nintendo vertrieben wird, verlangt laut vzbv vom Spieler personenbezogene Daten, die ein anonymes Nutzen praktisch unmöglich machten. Zugleich sei zu befürchten, dass die Daten an Dritte weitergegeben werden könnten. Auch sei es Niantic möglich, einen einmal mit dem Spieler geschlossenen Vertrag abzuändern oder Dienste einzustellen.

"Pokémon Go" beschert Nintendo derzeit einen unerwarteten Erfolg. Trotz eines Aktieneinbruchs am Mittwoch wegen eines später als erwarteten Marktstarts in Japan ist der Kurswert seit dem Debüt des Spiels in den USA um 86 Prozent geklettert.

Es ist der erste Ausflug des "Wii"- und "DS"-Konsolenanbieters ins Geschäft mit Smartphone-Spielen. "Pokemon Go" wechselt zwischen der echten und der virtuellen Welt. Der Spieler muss dabei verschiedene Arten von Fantasiewesen einfangen, die bereits vor 20 Jahren mit einer Serie von Videospielen bekanntwurden.

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