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Präsentation in New York Microsoft nimmt mit verbesserten Surface-Tablet neuen Anlauf

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Alles neu macht Surface 2?

Die Fakten zum Microsoft-Tablet
Das Surface stellt eine Zäsur in der Geschichte von Microsoft dar. Statt nur die Software zu liefern, bietet Microsoft jetzt auch gleich das Gerät mit an. Das tat Microsoft bisher nur in Ausnahmefällen wie Eingabegeräten und der Spielekonsole Xbox. Doch was kann das Tablet? Die Fakten im Überblick. Quelle: Reuters
Grundsätzlich kommt das 10,6 Zoll große "Surface" in zwei verschiedenen Versionen auf den Markt. Eine für Heimanwender mit ARM Prozessor und in der reinen Tablet-Version des neuen Betriebssystems Windows 8 - RT genannt. Das Modell für professionelle Nutzer ist mit 13,5 Millimeter etwas dicker (einfache Variante: 9,3 Millimeter), hat aber auch einen deutlich leistungsfähigeren i5-Prozessor von Intel und die Pro-Variante von Windows 8. Größtes Plus der Variante mit i5-Prozessor: Auch normale Windows-Software läuft auf dem Gerät. Quelle: dapd
Ein weiterer Hardware-Unterschied zwischen der RT genannten Einsteiger-Version und dem Pro-Modell sind die Anschlüsse. Das Surface RT muss mit einem USB 2.0-Anschluss und einem MicroSD-Slot auskommen, während das Surface Pro einen Anschluss mit USB 3 und einen microSDXC-Karten-Slot bietet. Einen Mini-Display-Port hat ebenfalls nur das Pro-Modell. Beide Varianten werden mit 32 oder 64 Gigabyte internem Flash-Speicher angeboten. Quelle: AFP
Eine Besonderheit gegenüber anderen Tablets, die beide Versionen des Surface haben: Der ausklappbare Ständer. Die 0,7 Millimeter dicke Metallklappe ist mit drei Scharnieren am Body befestigt und soll so laut Microsoft auch auf längere Zeit ausreichend Stabilität bieten. Quelle: AFP
Neben zwei Leistungs-Versionen gibt es auch zwei Varianten des Covers. Diese werden ähnlich wie das SmartCover bei Apples iPad magnetisch an dem Tablet befestigt. Doch die Microsoft-Cover sollen nicht nur das Display schützen, sie haben auch beide eine Tastatur integriert. Hier kommt auch der Unterschied: Das drei Millimeter dicke TouchCover (auf dem Bild in pink) hat keine fühlbaren Tasten, sondern reagiert nur auf Druck. Das TypePad (im Bild schwarz) ist mit fünf Millimetern zwar etwas dicker, hat aber im Gegensatz zum TouchCover richtige Tasten, die bis zu 1,5 Millimeter nachgeben. Quelle: dapd
Das Gehäuse beider Modelle ist aus einer Magnesium-Legierung, die Microsoft "VaporMg" nennt. Mit einem Gewicht von 676 Gramm liegt die RT-Version auf dem Niveau des iPad 3, das Pro-Modell wiegt mit 903 Gramm deutlich mehr. Allerdings soll sich das Surface Pro auch von seinen Leistungsdaten her gegen die Ultrabooks als gegen das iPad positionieren. Quelle: dapd
Zudem lässt sich das Surface Pro auch mit einem Stift bedienen. Quelle: dapd

Mit den neuen Tablets soll alles anders werden. Steve Ballmer will das Unternehmen in Schwung bringen, ehe er von seinem Amt zurück tritt. Die neue Devise lautet:  Software und Hardware aus einem Haus. Für Apple ist das Konzept bisher aufgegangen. Und auch Google hat durch den Zukauf von Motorola einen Hardware-Partner an die Seite geholt.

Und Microsoft hat erst Anfang September Nokias Smartphone-Sparte gekauft. Ein weiterer konsequenter Schritt, um Hardware aus dem eigenen Haus zu vertreiben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Tablets, Smartphones, Computer und TV-Geräte lassen sich besser aufeinander abstimmen. Im Idealfall entsteht so ein Ökosystem, dass der Kunde nur noch sehr ungern verlässt.

Umso wichtiger ist es, dass das Surface 2 nicht wieder zum Ladenhüter verkommt. Microsoft hat sich Mühe gegeben und vor allem bei der Hardware kräftig nachgerüstet. Außerdem kommt künftig das Software-Update Windows 8.1 zum Einsatz. Nach dem Windows 8-Desaster hat der IT-Konzern sich den Wünschen der Kunden angenommen und sein System angepasst. Auch das Werbebudget wurde erhöht. Aggressiv wirbt Microsoft für das Surface, aktuell mit einer Gutschriftenaktion. Wer sein altes Apple iPad abgibt, bekommt einen 200-US-Dollar-Gutschein für einen Microsoft-Store. Das Angebot gilt für die iPad-Modelle 2, 3 und 4, nicht jedoch für das erste iPad. Gestartet ist die Aktion  bisher nur in den USA und in Kanada.

Gleichzeitig zeigt sich Noch-Chef Steve Ballmer einsichtig. An seinen letzten Wochen oder Monate im Konzern ist er in Mea-Culpa-Stimmung. Erst gestand er ein, dass das Betriebssystem Vista ein Reinfall war. Dann bereute er öffentlich nicht früher in den Smartphone- und Tabletmarkt eingestiegen zu sein.

Doch ob Microsoft genau aus diesem Dilemma wieder herauskommen wird, ist fraglich. Erst mit Windows 8 setzte das Unternehmen auf Apps. Langezeit fehlten entscheidende Anwendungen. Inzwischen stellt Microsoft zwar über 100.000 Apps in seinem Store zur Verfügung. Doch die Qualität kann mit den Anwendungen von iOS und selbst Android kaum mithalten. Sechs Jahre iPhone haben den Entwicklern viel Zeit gegeben, den Anwendungen einen Feinschliff zu verpassen und sie so immer benutzerfreundlicher zu machen. Die Windows-Apps wirken dagegen oft kompliziert und sperrig. Microsoft ist noch weit davon entfernt eine Infrastruktur zu schaffen, die den Nutzer an das Gerät bindet – wie es Apple gelungen ist.

In Arbeit
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Am Ende stellt sich die Frage, ob die Kunden sich von einer guten Hardware überzeugen lassen, die sich allerdings nur mit zweitklassigen Apps zu bestücken lässt. An dieser Stelle muss Microsoft sich etwas einfallen lassen. Denn der klassische PC-Verkauf sorgt zwar noch für ein akzeptables Geschäft, doch der Markt schrumpft.  IDC geht davon aus, dass im vierten Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft erstmals mehr Tablets verkauft werden als PCs. Auf Jahressicht rechnet IDC damit, dass Tablets 2015 die PCs überholen.

Die zweite Surface-Generation wird ab dem 22. Oktober in Deutschland verfügbar sein. Die Preise bewegen sich zwischen 429 Euro für das Surface 2 mit 32 Gigabyte Speicher bis hin zu 1279 Euro für das Surface Pro 2 mit einem Speicher von 256 Gigabyte. Zusätzlich sollen Nutzer für zwei Jahre kostenlos auf jeweils 200 Gigabyte Speicher über das Cloud-Angebot SkyDrive zugreifen können; Telefonieren über Skype soll ein Jahr kostenfrei sein.

Mit Material von dpa

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