Rausschmiss aus dem App-Store Bei Sex und Politik versteht Apple keinen Spaß

Apple prüft jede Anwendung, die Entwickler einreichen. Längst nicht alle schaffen es in den App-Store. Und auch die Inhalte, die schon online sind, werden gerne noch nachträglich zensiert. Zehn Beispiele.

DrohnenkriegDie amerikanischen Truppen haben weltweit Drohnen im Einsatz. Der britischer Webentwickler Josh Begley wollte diese Einsätze öffentlich machen und publizierte die App „Drones“. Nach jedem Drohneneinsatz sendete die App eine Push-Nachricht an alle Abonnenten. Die können dann auf einer Google-Karte genau erkennen, wo der Einsatz erfolgt ist. Allein 2012 wurde das Produkt dreimal von Apple abgelehnt. Noch diesen Sommer will er es ein weiteres Mal versuchen. Quelle: Screenshot
Drogen werden SüßigkeitenAuch Drogen haben bei Apple nichts zu suchen. Das Spiel „Dope Wars“, in dem sich der Spieler vom kleinen Dealer zum Drogenbaron hocharbeitet, durfte entsprechend gar nicht erst in den App-Store. Die Hersteller von Catamount Software nahmen es gelassen und wandelten das Konzept einfach in einen Süßigkeiten-Handel um. Unter dem Titel „Candy Wars“ bekam das Spiel Apples Segen. Quelle: Catamount Software Quelle: PR
Präsidenten-CountdownDie App
MädelssucheOhne Zweifel:
Gay CureDie App Gay Cure versprach Nutzer binnen 60 Tagen von ihrer Homosexualität zu heilen. Die App der fundamentalistischen christlichen Gruppe Exodus International löste einen Sturm der Entrüstung aus. Mehr als 150.000 Nutzer beschwerten sich in einer entsprechenden Petition. Bei der Einrichtung hatte Apple zunächst keine Bedenken, löschte die Anwendung aber schließlich. Quelle: dpa
Heiligtum im iPhoneSelbst ein bisschen heilig werden, konnten Nutzer mit der App „Me so holy“. Damit ließen sich Fotos von einem selbst in eine Heiligenpostkarte einsetzen. Das ganze ließ sich noch mit einem Text versehen und verschicken. Apple fand die Spielereien mit Jesus und Co anstößig und ließ die App nicht zu. Quelle: Presse
Finger ziehenSchon Anfang 2009 wies Apple die Anwendung „Pull my Finger“ zurück. Gründe dafür sind nur schwer nachvollziehbar. Die App stellte 16 Figuren zur Verfügung an deren Finger man ziehen konnte, so dass dann ein Pups-Geräusch zu hören war. Den Sound konnten die Nutzer selbst aus einer Datenbank auswählen.   Quelle: Screenshot
Hoch hinaus Die App „Send me to heaven“ ist einfach aufgebaut. Das Prinzip: Wirf das iPhone so hoch du kannst. Ein Sensor misst, die hoch du es geschafft hast. Am Ende lassen sich die Ergebnisse mit denen anderen App-User vergleichen. Apple war offensichtlich besorgt um das eigene Produkt, und verbannte das Spiel aus dem App-Store. Dabei war es überaus beliebt. Inzwischen ist es als Android-Version im Google-Store erhältlich. Quelle: Screenshot
Protzen auf dem SmartphoneDie Angeber-App „I am rich“ konnte nichts, außer teuer sein. 1000 Dollar kostete die Anwendung, die nichts weiter konnte, als einen rot leuchtenden Edelstein auf dem Display anzuzeigen. Eine brillante Geschäftsidee mit einer exorbitanten Marge. Apple war das zu wenig und verbannte die App schon nach einem Tag aus dem Store. Quelle: Screenshot
Brust-VerbotAus der Kategorie, Apps die man nicht braucht, der eine oder andere Mann aber vielleicht doch haben will, ist iBoobs. Damit lassen sich virtuelle Brüste erstellen und diese ordentlich durchschütteln. Apple schmiss die App aus dem Store, weil sie zu obszön sei. Bei Google hat man diese Sorgen nicht. Quelle: Screenshot
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