Red-Dot-Initiator Peter Zec: "Der Spielraum für Designer wird kleiner"
Interview mit dem Designexperten Peter Zec.
Foto: WirtschaftsWocheHerr Zec, zahlreiche vernetzte Produkte haben in diesem Jahr den Red Dot Award bekommen. Ist das Internet der Dinge schon Alltag?
Die steigende Zahl überrascht mich jedenfalls nicht. Unsere Jurymitglieder, die sich mit Smartphones und Computern, aber auch Fernsehern und Kühlschränken beschäftigen, sehen seit Jahren: Viele Kunden wünschen sich, die Dinge miteinander zu verbinden. Nun beobachten wir, dass sich die Vernetzung in anderen Produktgruppen fortsetzt.
Wie zum Beispiel beim Futternapf oder dem Reiskocher...
Wir haben in diesem Jahr auch einen Roboter ausgezeichnet, der den Haushalt schmeißen soll.
Wer braucht so etwas?
Der Haushalt steht nun mal jedem Menschen nahe, damit müssen wir uns zwangsläufig täglich auseinandersetzen. Deswegen ist er für viele Hersteller die richtige Herausforderung.
Was bedeutet der Trend zur Vernetzung für die Produktgestalter?
Es gibt derzeit noch große Probleme, die Geräte unkompliziert zu vernetzen. Eine leichte Bedienung ist nun mal ein Wesensmerkmal guter Produktgestaltung. Ich habe neulich einen BB-8 gekauft, die Roboterfigur aus Star Wars. Der ist nicht mehr kompatibel mit etwas älteren Smartphones, das ist für den Nutzer ein Problem. Die Standards sind noch gar nicht festgelegt und entwickelt, genau das ist aber nötig. Für die Gestaltung bedeutet eine Festlegung der Technik immer auch eine Standardisierung der Produkte.
Firo Feuerlöscher von Dooresaem
Gut, es kann sicher sein, dass im Notfall jemand den Firo für einen Bluetoothlautsprecher oder eine Gießkanne hält - aber es ist ein Feuerlöscher. Dafür einer, den der Besitzer auch gerne anschaut. Die Jury des Ret Dot Awards lobt außerdem die leichte Bedienung.
Foto: PRPlay Collection Kabellose Maus von Logitech
Die hätte so mancher jung gebliebener Mensch sicher auch gerne im Büro, aber auch im Kinderzimmer passt die kabellose Maus prima hin.
Foto: PRSway D Toilettensitz von Pressalit
Die Seitenansicht wäre eine Zierde für jedes anspruchsvoll gestaltete Laptop - doch das edle Schwarz und die schlanke Form dienen einen anderen Zweck: als Toilettensitz. Zusätzlich zu seiner Form, überzeugte der Sway die Jury durch seine Funktionalität, weil der sich leicht reinigen lässt. Im Gegensatz zu einer Laptoptastatur.
Foto: PRRevo Plug Ablaufstopfen von FCR
Kunststoff statt Metall! Das ist der entscheidende Erfolgsfaktors des Ablaufstopfens. Die Jury des Red Dot lobt den innovativen Materialeinsatz, der dem Revo Plug eine "beachtliche Langlebigkeit" verleiht.
Foto: PRSeason Sessel von Viccarbe
So richtig lässt es sich auf den ersten Blick nicht erahnen, ob man auf diesem sehr reduzierten Möbel bequem sitzt oder man gar runterrutscht. Umso mehr, da im Fuß des Sessels Rollen versteckt sind, mit denen er sich leicht von A nach B transportieren lässt. Viel weniger geht zumindest nicht und deswegen lobt die Ret-Dot-Jury auch die "Reduktion auf das Wesentliche".
Foto: PRStaresso Kaffeemaschine von Shenzen Staresso Culture
Poppig, klein, leicht zu bedienen. Das überzeugte die Jury an der Staresso-Kaffeemaschine, die für Zubereitung eines Glases geeignet ist.
Foto: PRUncle Jack Bank von Kartell
Keine Nähte, durchsichtig, aus einem Guß - ein Werk von Designer Philippe Starck für Kartell. Trotz aller Härte des Materials handelt es sich hierbei um ein Sofa mit einer "skulpturalen Anmutung", wie die Jury urteilt.
Foto: PRRPM 3 Carbon Plattenspieler von Project
Die Vinylschallplatte hat ihren Weg zurück in die Wohnzimmer gefunden. Der Tonarm besteht aus Carbon, der Plattenteller wird von einem Riemen angetrieben und schön bunt ist er auch.
Foto: PREcoTouch Ai1 Geo von Waterkotte
Weder als Kühlschrank noch als Computerterminal würde der EcoTouch eine schlechte Figur machen, doch so tut die Erdwärmepumpe wohl in den meisten Fällen im Keller ihr Werk.
Foto: PRAiry Pflanzgefäß von Airy
Wer dem Wurzelwerk seiner Pflanze etwas gönnen möchte, kann dies mit dem Pflanzgefäß tun, das eine ausreichende Belüftung der Wurzeln gewährleisten soll. Es tut das mit einem "unaufgeregten Aussehen", das verschiedenste Pflanzen "zur Geltung bringt", so die Jury.
Foto: PRcookiray BE Dunstabzugshaube von Fuji
In der japanischen Küche ist es nicht selten, dass direkt vor dem Speisenden gekocht wird. Klassische Dunstabzugshauben versprechen wenig optische Attraktivität. Die cookiray wirkt wie eine ganz normale Lampe. Gesteuert wird sie per Fernbedienung.
Foto: PRT1 Luftreiniger von Ningbo Taian
Bluetoothlautsprecher? Blumenkübel? Würfelspiel? Es ist ein Luftreiniger, der sich in dem kubischen Alugehäuse verbirgt. Klein aber dennoch clever, findet die Jury, denn dank einer neuen Filtertechnologie sei eine ununterbrochene und hochwirksame Auflösung von Schadstoffen wie Formaldehyd auch ohne Filterwechsel möglich.
Foto: WirtschaftsWocheRon Messer von BergHOFF
Eine Messerserie für die Köche mit ästhetischem Anspruch, der locker erfüllt wird, wie die Jury findet: "Die Serie Ron besticht durch ihr minimalistisches Design. In der Version mit Eschenholzgriff gehen die Materialien Metall und Holz durch den farblichen Kontrast zudem eine einzigartige Verbindung ein."
Foto: PRGartenscherenserie von Gardena
Jedem Tierchen sein Plaisierchen, jeder Pflanze ihre Schere. Die Modelle der Gardena-Gartenscheren erfüllen unterschiedliche Anforderungen und sind dennoch auf den ersten Blick als Produkt des Herstellers zu erkennen.
Foto: PRElvie Fitnesstracker für Beckenbodenmuskulatur von Chiaro
Die Beckenbodenmuskulatur trainieren Frauen oft nach der Schwangerschaft. Dieser Fitnesstracker hilft, die Übungen zu absolvieren, denn via Bluetooth sendet er Rückmeldungen an eine App, damit die Nutzerin kontrolliert trainieren kann.
Foto: PRBelle-V Flaschenöffner von Belle-V
Bei Flaschenöffnern noch einen Blumentopf gewinnen zu wollen, zeugt von einem gewissen Mut der Designer. Der von Belle-V wurde belohnt. Als eines von 79 Produkten erhielt der Flaschenöffner nicht nur den Red Dot Award sondern auch den Zusatztitel "Best of the Best".
Foto: PRQuadriga Armaturen von Laufen
Kaum ein Objekt in der Wohnung erfährt so viel Aufmerksamkeit von Designern wie die Badarmaturen, mit denen sich die namhaftesten Vertreter der Branche schon beschäftigt haben. Hier überzeugt die Jury das puristisch-elegante Erscheinungsbild.
Foto: PRBivita Sprossenglas von GEFU
Homegrown - das Schlagwort der Haschischraucher hat sich längst unter Hobbyköchen durchgesetzt. In diesem Gefäß wachsen Sprossen. Es ist geeignet für Keimsaaten von Alfalfa, Mungobohnen, Radieschen, Weizen oder auch Kichererbsen.
Foto: PRHP DeskJet 3630
Wer möchte daheim schon an den Drucker im Büro erinnert werden? Die Jury schreibt: "Mit seinem hellen Gehäuse und den freundlichen Farbakzenten wirkt dieser Drucker überaus sympathisch und wird zur Bereicherung für die häusliche Umgebung." Na, geht doch!
Foto: PRmylife YpsoPump Insulinpumpe von Ypsomed
Gerade einmal 83 Gramm noch wiegt diese kleine und leichte Insulinpumpe samt gefüllter Ampulle und Batterie. Die Icons auf dem Display führen durch das Menü. Das Gehäuse lenke alle Aufmerksamkeit auf das Display, schreibt die Jury.
Foto: PRThedra Mischkartusche von Sedan
Sieht gut aus, bekommt nur keiner zu Gesicht - die Mischkartusche Thedra. Die weißen Teile sind aus Keramik und der Hersteller spricht von einer doppelten Lebensdauer dank einer Nanoschutztechnologie. Langlebigkeit und damit Nachhaltigkeit lobt die Jury.
Foto: PRSpring Decanter von Sentisina
Langsamer ausschütten, mehr Sauerstoff mitnehmen - das ist das Ziel des Ausschenkstopfens Spring. Die Jury attestiert dem "stilvollen Dekanter" deswegen auch "einen hohen Gebrauchswert".
Foto: PRSpherical Sesses von Movecho
Auf die Entfernung betrachtet, könnten das auch überdimensionale Lautsprecher sein. Der Spherical ist aber ein Armsessel. Inspiriert wurde er durch die 2010 errichtete Skulptur Habitable des Architekten Miguel Arruda und wird - so die Jury - durch seine Form selbst zu einer im Wohnraum.
Foto: PRPanasonic Akkuschrauber
Die Jury lobt das kompakte Gehäuse und die monochrome Farbgebung dieses Schraubers. Zusätzlich zeichnet das Gerät ein neuer Schraub-Modus aus, der verhindern soll, das Schrauben zu stark festgezogen werden.
Foto: PRDrop Kaffeemaschine von Krups
Genau hinschauen - dann sieht man...? Richtig. Einen Tropfen Kaffee, der nach oben springt, wie es passiert, wenn man Kaffee in eine Tasse einschenkt. Über diese optische Spielerei hinaus lobt die Jury die Benutzerfreundlichkeit mit einem Wassertank im Bodenelement.
Foto: PRCoordi Badewanne von Sanwa
Mehr Platz für mehr Menschen und mehr Wasser - das war das Ziel der Wanne Coordi, die von außen jedoch lediglich streng kubisch wirkt. Erreicht wird das bei Coordi mit steilen und sehr dünnen Wänden. Für die Jury passt sie dank ihrer schlichten Form in nahezu jedes Ambiente.
Foto: PRE20 Langsam-Entsafter von Joyoung
Langsam und beständig zermalmt der E20 die Früchte. Der Saftertrag soll um 55 Prozent größer sein als bei sogenannten Zentrifugalentsaftern. "Transparente Elemente gewähren Einblick in den Entsaftungsprozess mit der hochwertigen Press-Schnecke und betonen auf diese Weise die Effizienz des E20", schreibt die Jury. Ob das bei jedem Obst appetitlich ausschaut, ist sicher Geschmackssache.
Foto: PRDie wenigsten Sonnenkollektoren wurden gekauft, um das Dach zu schmücken - ihr Zweck ist die Energiegewinnung, auch wenn es nicht immer hübsch aussieht. Das System Logasol tue das und zwar dank seiner symmetrischen Gestaltung und hochwertigen Verarbeitung, die einen homogenen Gesamteindruck erlaubten, so die Jury.
Foto: PR
Sie werden sich immer ähnlicher?
Ja. Das sehen wir auch jetzt schon. Wenn die Funktion sich im Inneren abspielt und einen Service darstellt, dann arbeiten wir nur noch mit „Black Boxes“. Die äußere Gestaltung verliert mehr und mehr an Bedeutung. Das bedeutet nicht, dass sie x-beliebig aussehen kann – eine gewisse Eleganz bleibt erforderlich. Aber die große Gestaltungsvielfalt im Äußeren ist nicht mehr gefragt.
Heißt das, dass gutes Aussehen von Produkten auf lange Sicht unwichtig wird?
Nein, denn diese Dinge sind lediglich ein Ausschnitt. Wir erleben derzeit beispielsweise auch ein Revival der Fahrräder. Was da an neuer Gestaltung auf den Markt kommt, ist sensationell. So wird es immer Produkte geben, die sich der Uniformität entziehen, weil sie mindestens zu einem Teil mechanisch sind, sich also nicht in das digitale Internet der Dinge einbinden lassen oder lassen wollen. Bei Smartphones sehen wir, dass es Apple gelingt, sich durch Materialwahl und die entsprechende Haptik nach wie vor zu unterscheiden. Aber je weniger Parameter für die Gestaltung zur Verfügung stehen, desto schwieriger wird es für die Produkte sein, sich zu differenzieren. Die Aufgabe für Designer wird also komplizierter.
Brauchen Designer daher künftig andere Qualifikationen als bisher?
Elektromotorrad von Johammer
Sie wollen aus der Masse herausstechen, im Straßenverkehr auffallen - suchen Sie nicht weiter. Der Elektroroller von Johammer soll Kraft seiner Gestaltung, die Attraktivität von Elektrorollern steigern.
Foto: PRHelsinki Bluetooth-Lautsprecher von Vifa
Männerhandtaschen sind schon seit Jahren salonfähig, dennoch sei der Bluetooth-Lautsprecher "besonders für Frauen gestaltet, ohne die männlichen Konsumenten abzuschrecken", so die Red Dot Jury. Es gibt ihn auch in rosa.
Foto: PRAdventure HW6 Rollstuhl von Heartway
Es sind weder die Farben, noch die gebogenen Rahmenformen, die die Jury in erster Linie hervorhebt, sondern der Mechanismus, der es erlaubt, den Rollstuhl sehr flasch zusammenzulegen und das geringe Gewicht. So sei der Rollstuhl leicht zu transportieren.
Foto: PRAlcotest 5820 von Dräger
"Herr Wachtmeister, das ist aber ein schönes Gerät, das sie nutzen. Sowohl die leistungsfähige elektrochemische Sensorik als auch die ergonomische Gestaltung stechen hervor. Dank ihr ist auch bei Dunkelheit der Austausch der Mundstücke leicht. Und die klare Gestaltung und Benutzerfreundlichkeit, ist Ihnen, lieber Herr Wachtmeister, doch bestimmt genauso aufgefallen wie der Jury des Red Dot, oder?" "Ihre Papiere, bitte."
Foto: PRXDiavel S Motorrad von Ducati
Was lässt sich schon noch groß verändern an einem so sattsam bekannten Gegenstand wie einem Motorrad. Einiges, befindet die Jury des Red Dot, die der XDiavel S attestiert, vertraut und doch völlig neu zu wirken. "Um die extremen Proportionen zu realisieren, ist es akkurat 'Bauteil für Bauteil' entworfen worden", heißt es beim Red Dot.
Foto: PROne-O-One Reisebecher von Acera
Es ist nur ein Reisebecher. Doch: "Die puristische Formensprache von One-o-One visualisiert das ihr zugrundeliegende Prinzip einfacher, klarer Schönheit. Der Reisebecher wird mit großem handwerklichen Können aus hochwertiger Keramik gefertigt, weshalb er sich perfekt zum Transport von Flüssigkeiten und Speisen eignet." Schreibt die Jury.
Foto: PRSkipper NC 100s von BSK Marine
Der Rumpf erfordert die Aufmerksamkeit des Betrachters: Das vierstufige Design auf der Unterseite erzeugt einen Luftblasenfilm zwischen Rumpf und Wasser, das den Wasserwiderstand verringert. Das Powerboot kann also schneller fahren. Und dafür ist es schließlich da.
Foto: PRIntegrale LTD White Pedelec von Kalkhoff
Pedelecs, die E-Bikes, die den Fahrer beim Treten unterstützen sind längst aus der Nische gefahren. Dieses hier von Kalkhoff "überzeugt nicht nur durch seine auffallend klare, elegante Gestaltung, sonder auch durch seine technischen Innovationen wie das überaus kraftvolle Antriebssystem.
Foto: PRDSC-RX1RM2 von Sony
Die Digitalkameras können oder wollen wieder so aussehen wie die Analogapparate der Vergangenheit. Die Jury lobt die "charaktervolle Weiterentwicklung" und schreibt, dass "viele bekannte Details wurden hier bis zur Perfektion geführt."
Foto: PRD301 D601 von Kugelmann
Wenn Sie im Winter mal wieder hinter dem Streuwagen hinterherschleichen, denken Sie bei diesem Modell daran: Es ist ein Produkt mit einem Design Award. Den hat der Streuer wegen des Materialeinsatzes bekommen, der Langlebigkeit verspricht und dank geringen Gewichts Sprit sparen helfen soll.
Foto: PRBlue Freedom Tragbares Wasserkraftwerk
Gut, es waren wilde Tiere zu sehen, sagenumwobene Sonnenuntergänge haben Sie mit dem Smartphone geschossen - aber jetzt ist der Akku alle und Sie haben bei ihrer Zeltreise durch die Wildnis keine Chance das Telefon zu laden. Außer - Sie führen das Miniwasserkraftwerk mit sich, dessen kleine Turbine im Flußbett Strom generieren kann. Neben der Antwort für Menschen mit diesem First-World-Problem ist Blue Freedom aber auch in Weltregionen mit schlechter Stromversorgung für die Bewohner eine Erleichterung des Alltags.
Foto: WirtschaftsWocheFerrari 488 GTB
Für diese Erkenntnis, dass Ferrari schöne Autos baut, benötigt es sicher keinen Design Award. Der aber erklärt, was Ferraris Leistung ist: "Das Design des Ferrari 488 GTB visualisiert auf perfekte Weise seine fahrtechnischen Qualitäten. Dabei werden auch Elemente aus der Formel 1 insbesondere bei der Frontgestaltung stimmig integriert."
Foto: PRLSXPX-P1 Tragbarer Ultra-Short-Throw-Projektor von Sony
Lieber in der Küche als im Wohnzimmer den Film gucken? Oder bei Freunden, die nur eine weiße Wand, aber keinen großen Monitor haben? Dafür ist dieser kleine Beamer entwickelt worden, der im Abstand von 56 bis 203 Zentimetern von der Wand aufgestellt wird. Hübsch ist er auch, findet die Jury: "Mit seinen sanften Konturen inspiriert der LSPX-P1 den Benutzer, verschiedene Bild- und Klangwelten zu entwerfen." Wenn schon nicht mit seinem Namen.
Foto: PRConti Hybrid HT3 von Continental
Augen auf, auf der Autobahn! Es könnte sein, dass Sie gerade ein Produkt überholen, das den Titel Best of the Best beim Red Dot Award errungen hat. Das gelang gerade einmal 79 von 5200 eingereichten Produkten. Dieser Reifen hat das mit Profil geschafft. Es ist zusammen mit der Gummimischung dafür verantwortlich, dass der Spritverbrauch sinkt und die Lebensdauer steigt.
Foto: PRGalaxy Faltrad von 700 Bejing Development and Technology
Das Faltrad sei inspiriert von Filmen wie Star Trek und Star Wars. Das Rahmenset nutzt eine besondere Schweißtechnik, der Oberrohr und Steuerrohr aus einem Guß gefertigt werden können. Der Faltmechanismus ist kaum zu sehen.
Foto: PRSwiza Schweizer Messer von Helvetica Brands
Was lässt sich an so einem bekannten und verbreiteten Produkt wie dem Schweizer Taschenmesser eigentlich noch groß verändern? Einiges, findet die Jury und vergibt an das Messer eine von nur 79 Zusatzauszeichnungen "Best of the Best". Die Klinge lässt sich zum Beispiel sowohl von Links- wie Rechtshändern gut öffnen, die der Kerbe in der Klinge von beiden Seiten eingearbeitet ist. "Es wirkt frisch und emotionalisiert durch seine Bogenform".
Foto: PRNOXX Sanitärtrennwandsystem von Kemmlit
Die Umkleidekabinen und Toilettenräume von Schwimmbädern oder Fitnesscentern geben selten Grund zur Freude. Die Serie Noxx in vielen knackigen Farben ist jedoch ein Hingucker, der laut Jury dank seiner Materialien einen edlen Charakter hat.
Foto: PRSladda Fahrrad von Ikea
Das erste Fahrrad des Möbelkonzerns Ikea soll seine Nutzer zu Fahrten in der Stadt animieren. Die Anbauteile lassen sich leicht anbringen und befestigen. Ohne Werkzeug. Wartungsarm ist vor allem der Riemenantrieb, der auch ohne Kettenfett auskommt.
Foto: PRURSA Mini Filmkamera von Blackmagic
Die Designer von Blackmagic hat der Red Dot zum Designteam des Jahres gewählt. Zuvor waren es Unternehmen wie Porsche oder Lenovo. Erreicht haben sie das wie in diesem Falle, mit sehr leichten und gut transportablen aber dennoch professionellen Ansprüchen genügenden Digitalfilmkameras, die Filme in Kinoqualität produzieren.
Foto: PRPanther 6x6 new Flughafenlöschfahrzeug von Rosenbauer International
Auf das typische Rot von Feuerwehrautos kann der Panther 6x6 new verzichten - er kommt auf Flughäfen und nicht im Straßenverkehr zum Einsatz. Das zwar hoffentlich nur selten, aber dann werden die Löschfunktionen über ein Zentraldisplay im Cockpit gesteuert. Das Kabinendesign habe die Anmutung einer Helikopterkanzel und gewährleiste so Rundumsicht.
Foto: PRDas ist einer der zentralen Punkte in der heutigen Situation. In den Fünfziger- und Sechzigerjahren hatten viele Gestalter auch ein Ingenieurstudium absolviert. Durch den Personenkult um Designer in den Lifestylemedien hat der Beruf eine hohe Attraktivität gewonnen. Die Studiengänge haben aber nicht zwangsläufig mit der technologischen Entwicklung Schritt gehalten. Design wird im Studium oft auf Ästhetik reduziert. Der Designer der Zukunft muss sich aber auch sehr gut mit Informationstechnologie auskennen. Er muss wissen, welche Standards existieren.
Müssen dann auch die Juroren von Designpreisen wie dem Red Dot neue Kriterien entwickeln?
Nein, denn es geht immer um die optimale Gestaltung, damit der Nutzer die Produkte einfach anwenden kann. Diese Gegenstände müssen in unser Leben integrierbar sein. Wir beurteilen also auch jedes IT-Gerät danach, wie gut die Qualität der Funktion ist. Ein Produkt, das nicht vernünftig funktioniert, fällt damit auch im Design durch. Die Designebene verlagert sich aber.
Schreibtisch von moll
Das größte Problem des ästhetisch empfindenden Mitarbeiters könnte sein, dass er diesen schmucken Schreibtisch nicht benutzen möchte. Erst als Solitär, befreit von Papierbergen käme er so recht zur Geltung. Doch es ist vor allem die Höhenverstellung per Elektromotor, die die Jury lobt. Er ist in sechs Farben und zwei Ausführungen in Massivholz erhältlich.
Foto: PRTrolley
Die Aufgabe von Flugbegleitern ist in erster Linie die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten. Und sie schenken auch Getränke aus. Zumindest das könnte für sie leichter sein, wenn dieser automatische Getränketrolley zum Einsatz kommt, der ohne Anschluss für Wasser und Strom auskommt. Das integrierte IT-System überwacht automatisch Verbrauch und Bedarf.
Foto: PRQbook Notizbuch von Edica
Spice up your office! Was auf Anhieb wie ein Stapel Multicolor-Post Its wirkt, sind aber Notizbücher, die in einer Farbe von allen Seiten ins Auge fallen. Eine weiche Hülle und kompakte Größe mache sie ideal für unterwegs, befindet die Jury.
Foto: PRLiteTouch Dental Laser von Light Instruments
Wer diese knuffig wirkende Maschine neben dem Zahnarztstuhl sieht, mag vielleicht ein wenig von seiner Nervosität ablegen. Dem Anwender erlaubt dieses Gerät uneingeschränkte Bewegungsfreiheit, die eine bessere Behandlung verspricht. Und das sollte die Nervosität doch wirklich senken.
Foto: PRQuickStand Lite von Humanscale
An Monitoren mit Tastatur arbeiten auch Menschen, die nicht die ganze Zeit sitzen. Für diese ist der QuickStand entwickelt, der verschiedene Arbeitssituationen unterstützt. Ausgewogene Formensprache und hochwertige Materialien visualisierten den hohen Qualitätsanspruch, lobt die Jury.
Foto: PRDiplomat Pedikelschraubsystem von Signus Medizintechnik
Diese bunte Kollektion wünschen sich wohl die wenigsten Menschen je in Nutzung zu erleben. Pedikelschraubsysteme sind Schrauben für die Wirbelsäule. Das Gewinde erlaubt ein schnelles Eindrehen und reduziere so die Implantationszeit. Schöner ist es vermutlich dennoch, wenn man diese Produkt nie braucht.
Foto: PRAsus Rog Maximus VIII Formula
Ein Name wie ein römischer Imperator - und als Motherboard ist es immerhin Chef im Rechner. Die Zweifarbigkeit vermittele Dynamik, die besonders Gamer zu schätzen wüssten, so die Jury.
Foto: PRW-Dress Schleifscheiben-Abrichtmaschine von Strausak
Auch als Schleifscheiben-Abrichtmaschinen-Techniker muss man nicht auf eine gelungene Formensprache in der Werkhalle verzichten. Dank der Abrundungen wirke das Gerät weder schwer noch massiv.
Foto: PRSteuerungskasten Melsec iQ-R von Mitsubishi
Hier darf (fast) jeder ran. Der Clou des Steuerungskastens sei es, dass er auch von weniger erfahrenem Personal bedient werden könne. Das Gehäuse sei vorne breiter, so könne die Beschriftung wie auch die LED-Anzeige leichter zu lesen sein.
Foto: PRuTerminal von ugomo
Es ist tatsächlich ein iPad, das sich im Rahmen des Gerätes von ugomo befindet. Zusammen mit dem Gehäuse ergibt es ein modernes Zeiterfassungsgerät, das mit gefälligem Äußeren den Mitarbeiter beim Einstempeln begrüßt.
Foto: PRClearSpace
Atemschutzmasken hätten sich in den vergangenen 25 Jahren kaum verändert, notiert die Red Dot-Jury. Dieses Modell hingegen sei so gestaltet, dass keine Schläuche oder Gürtel den Träger einschränken. Das Hinterfragen von Form und Funktion führe zu einer völlig neuen Konstruktion lobt die Jury.
Foto: PRCWP V3/Evolution von Indra
Fluglotsen sind dafür verantwortlich, dass sich Flieger im Luftraum nicht zu nahe kommen. Dieser formschöne Arbeitsplatz bildet, so die Jury, die komplexen Anforderungen mit innovativen Technologien und Materialien ab.
Foto: PRTrester 6 von Uster Technologies
In Spinnereien werden diese Art von Maschinen genutzt, um die Gleichmäßigkeit von Garnen zu überprüfen. Hier lobt die Jury das gelungene Zusammenspiel von Volumina und ausgewogenen Proportionen. So wirke das Prüfgerät offen und leicht.
Foto: PROLED-Rettungsschild von RP-Technik
Im Falle des Falles gilt: schnell raus. Wo das im Büro ist, zeigen die Rettungsschilder an. Diese leuchten und lenken damit die Aufmerksamkeit auf sich - ihr Gehäuse ist dafür dezent und entweder zum Hängen oder zur Wandmontage verfügbar.
Foto: PRRotavapor R-300 von Buchi
Je knalliger die Flüssigkeit, desto glücklicher der Laborant - denn erst ein kräftiges Blau oder Grün lässt die Spirale dieses Rotationsverdampfers voll zur Geltung kommen. "Die offene Architektur des Rotationsverdampfers sorgt für klare Verhältnisse". Auch im Labor.
Foto: PRSimatic IPC547G von Siemens
Sind es die klaren Linien, der Schriftzug, die Farbigkeit? Nein - es sind das Ganzmetallgehäuse und die geringe Tiefe des Industrie-PC, die die Jury lobt. So sei das Gerät platzsparend.
Foto: PRCorpuls cpr von GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple
Stampfer für Kaffee-Siebträgermaschinen? Druck-Prüfgerät? Stempelmaschine? Alles falsch. Es sind Ärzte, die das Thoraxkompressionsgerät nutzen, um Patienten zu reanimieren. Die wichtigsten Justierungspunkte sein in Rot klar gekennzeichnet, so dass in der Hektik die intuitive Bedienung erleichtert würde.
Foto: PR
Was meinen Sie damit?
Es geht um das Interface, also den Bereich, in dem der Mensch das Gerät benutzt. Das ist in vielen Fällen inzwischen ein Display oder die App im Smartphone. Die interaktive Funktion muss gestaltet werden – und das ist die Herausforderung für den Designer. Für die Juroren heißt das zum Beispiel, dass alle eingereichten Produkte so weit unter Strom sein müssen, dass wir sie in Betrieb nehmen können. Wir bewerten auch die Benutzerführung der App. Wir erwarten künftig sogar noch mehr Nutzerfreundlichkeit. Wenn die Geräte sich schon selber steuern, dann sollen sie möglichst auch unsere Wünsche kennen – und sie uns im Idealfall von den Augen ablesen.