WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Samsung Galaxy S7, LG G5, HTC 10 und Huawei P9 Diese Smartphones kämpfen um die Foto-Krone

Seite 3/6

HTC 10

Während die übrige Handybranche noch nach immer neuen Pixel-Rekorden strebte, wagte HTC bereits die Kehrtwende. Statt auf besonders viele setzten die Taiwaner mit dem HTC One M8 beim Bildchip erstmals auf besonders große Pixel. Die sogenannten Ultrapixel sollten, so der Gedanke, besonders viel Licht erfassen und so auch bei schlechter Beleuchtung, helle, rauscharme Bilder liefern.
Leider war der gute Gedanke noch nicht ganz ausgegoren. Das M8 lieferte zwar passable aber auch im Dunklen nicht überragende Bilder. Zudem litt es bei Vergrößerungen aus normalen Aufnahmen unter der mageren Auflösung seines Vier-Megapixel-Sensors.
Dass der Gedanke dennoch wegweisend war, zeigt der Blick in die Spezifikationen der aktuellen Spitzenhandys. Statt 18 oder gar 20 Megapixel-Chips stecken in allen Smartphones heute Zwölf-Megapixel-Sensoren. Einzig das LG G5 sticht mit dem 16-er Sensor hinter der Normallinse noch etwas heraus (hinter dem Weitwinkel steckt ein Acht-Megapixel-Chip).

Und 4000 x 3000 Bildpunkte, das zeigt der aktuelle Test, reichen auch völlig aus. Selbst Drucke in DIN A3-Format bleiben da gestochen scharf in Ausdruck oder Fotobelichtung. Mehr braucht kein Fotoamateur.
Selbst wenn das HTC10 nun mit zwölf Megapixel Auflösung nominell mit den Konkurrenten mehrheitlich gleichauf liegt: Die Idee der besonders großen Bildpunkte haben die Entwickler nicht aufgegeben. Mit 1,55 Mikrometern (1 µm = 0,001 mm) Pixelgröße besitzt der Bildchip der Taiwaner die größten Sensorfelder. Gepaart mit einer Maximalblende von f/1.8 verspricht das – zumindest theoretisch – besonders lichtstarke Aufnahmen und die Chance auf wenig verwackelte Bilder. In die Frontkamera hat HTC sogar einen optischen Bildstabilisator gepackt, wie ihn beispielweise auch das iPhone 6S Plus besitzt. Das soll selbst bei schlechtem Licht noch scharfe Selfies ermöglichen.
Soweit die Theorie. In der Praxis kann das HTC 10 das Versprechen besonderer Stärken bei Schwachlicht-Bildern leider nicht durchgängig einlösen. Zwar ist die Kamera bei Aufnahmen im Dunklen tatsächlich erkennbar empfindlicher als etwa die des LG G5, und sie zeichnet auch bei wenig Licht noch ordentliche Details. Dennoch reicht die Schärfe dann mehrheitlich nicht an die der Konkurrenten heran. Je nach Aufnahme sieht das sogar leicht verwaschen aus.

Produkte mit dem gewissen Zoom-Faktor
Nikon Coolpix P600Highlight der Coolpix P600 ist das 60fach-Zoomobjektiv (24 - 1.440 mm, Kleinbild). Der Monitor ist nach allen Seiten dreh- und schwenkbar. WLAN zur Fernsteuerung der Kamera via Smartphone ist ebenfalls dabei. Die Kamera ist in Rot oder Schwarz erhältlich.  Preis: circa 350 Euro Quelle: PR
Sony DSC-H400Preiswerte Superzoom-Kamera mit einfacher Bedienung, 63fach-Zoomobjektiv und starkem Steadyshot-Bildstabilisator. Einen ausführlichen Testbericht finden Sie hier. Preis: 299 Euro Quelle: PR
Canon Powershot G3XCanons neue Powershot ist eine hochwertige Kompaktkamera mit vergleichsweise großem Bildsensor (1,0 Zoll, 12,8 x 9,3 mm) und starkem Zoomobjektiv (25fach). Einen ausführlichen Testbericht finden Sie hier. Preis: 899 Euro Quelle: PR
Canon Powershot SX60 HSGute Hobbykamera mit mächtigem 65fach-Zoomobjektiv, frei schwenkbarem Display und WLAN. Die Brennweite reicht von 21 bis 1365 mm. Trotz des relativ kleinen Sensors (1/2,3 Zoll, 5,6 x 4,2 mm) bringt die SX 60 HS im Verbund mit dem Digic-6-Bildprozessor gute Bildqualität. Auch ein elektronischer Sucher ist integriert. Preis: 499 Euro Quelle: PR
Nikon Coolpix P900Üppig ausgestatteter Digicam-Bolide mit sagenhaftem 83fach-Zoomobjektiv (24 bis 2000 Millimeter (Kleinbild)). Viele Einstellmöglichkeiten, ein frei schwenkbares Display sowie WLAN und GPS überzeugen. Einen ausführlichen Testbericht finden Sie hier. Preis: 619 Euro Quelle: PR
Canon Powershot SX710 HSSehr kompakte Digicam mit 30fach-Zoom (25 - 750 mm, Kleinbild) und 5-Achsen-Bildstabilisator. Filmt Full-HD-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde und lässt sich dank WLAN-Modul auch via Smartphone steuern. In Rot oder Schwarz erhältlich. Preis: 329 Euro Quelle: PR
Nikon Coolpix L830Preiswerte Digicam für Einsteiger mit 34fach-Zoom (22,5 - 765 mm, Kleinbild) und 5-Achsen-Bildstabilisator. Das Display ist nach oben und unten schwenkbar. Der CMOS-Bildsensor ist mit 1/2,3 Zoll (5,6 x 4,2 mm) ziemlich klein. In Onlineshops ist die Nikon schon für weniger als 200 Euro zu haben. Die L830 dreht auch Full-HD-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Preis: ab 150 Euro Quelle: PR

Das scheint aber weniger an der Linse oder dem Bildchip zu liegen, weil einzelne Nachtaufnahmen tatsächlich knackscharf sind. Vermutlich geht vor allem der Bildprozessor beim HTC einfach zu rigoros zu Werke – und etwas Feintuning in Zuge eines Firmware-Updates könne bei Dunkelaufnahmen Besserung bringen. Zumal die Details bei gutem Licht sehr sauber gezeichnet sind.
Insgesamt wirken die Farben ganz leicht ins Gelbliche verschoben. Sie sind nicht ganz so aufgepoppt wie etwa beim LG oder beim Samsung, die Kontraste sind nicht so scharf. Das erstere fällt allerdings nur im direkten Vergleich mit den Konkurrenten auf. Und Knalligkeit sowie Kontraste sind ohnehin nicht jedermanns Gusto.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%