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Samsung Galaxy S7, LG G5, HTC 10 und Huawei P9 Diese Smartphones kämpfen um die Foto-Krone

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LG G5

Fast schien es, als hätten die Koreaner den Smartphone-Boom verschlafen. Allzu lange hielten sie an zwar schicken, aber technisch nicht konkurrenzfähigen Eigenentwicklungen fest. Doch das ist lange vorbei. Mit dem neuen Top-Modell G5 hat LG nicht nur ein technisch erstklassiges sondern auch in der Konstruktion einzigartiges Smartphone auf den Markt gebracht.
Während sich der Wettbewerb inzwischen von der Möglichkeit verabschiedet hat, den Akku im Gerät zu wechseln, bietet LG nicht nur diese Option. Die Koreaner montieren die Austauschbatterie auch auf ein Wechselmodul mit dem der Nutzer sein Telefon mithilfe von Adaptern, sogenannten „Friends“ um Sonderfunktionen erweitern kann.
Zwei solcher Freunde hat LG schon vorgestellt. Neben einem gemeinsam mit dem Audio-Spezialisten Bang&Olufsen entwickelten HiFi-Modul zur Wiedergabe von HiRes-Audio-Musik ist das eine Art Erweiterungsrucksack zur Kamerasteuerung. Beide Module lassen sich – gemeinsam mit einem Austausch-Akku – seitlich ins G5 einstecken und verleihen dem Handy dann Zusatzfunktionen.

Die Alternativen zu iPhone und Samsung Galaxy
Microsoft Lumia 550 Quelle: PR
Microsoft Lumia 950 XL Quelle: PR
Fairphone 2 Quelle: PR
ZTE Axon Elite Quelle: PR
ZTE Axon Mini Quelle: PR
Huawei Mate 8 Quelle: PR
Motorola Moto X-Force Quelle: PR

Im Fall des Cam Plus genannten Foto-Moduls ist das zum einen ein integriertes Batteriepack, dass die Akkukapazität nochmals um knapp die Hälfte erweitert. Das ist keine schlechte Idee, ist doch das extrem hochauslösende und helle Display des Smartphones gerade bei einer großen Zahl von Aufnahmen recht oft eingeschaltet. Da schaden ein paar Milli-Ampèrestunden Kapazität extra nie.
Zum anderen verleiht das Modul dem Smartphone eine sehr viel greiffreundliche Form. Wie vom klassischen Fotoapparat gewohnt, lässt sich das G5 so angenehm in einer Hand halten – und bedienen. Denn neben einem Auslöseknopf für Fotos findet sich an der Erweiterung auch noch ein kleinerer für Videos. Nützlich ist vor allem aber ein kleines, seitliches Drehrad, das die Steuerung des Zooms ermöglicht.

Zwei Kameras mit unterschiedlichen Brennweiten

Und damit wären wir bei der zweiten Innovation die im G5 steckt. Das Telefon besitzt nämlich zwei Kameras. Wer jetzt meint, das kenne man doch längst, der hat Recht und irrt trotzdem. Anders als etwa in Huaweis P9 oder jener Doppellinse im alten HTC One M8, haben die zwei Linsen im G5 nicht identische Brennweiten sondern sehr unterschiedliche. Während die normale Linse einen Bildwinkel von 78 Grad abdeckt, ermöglicht die zweite Weitwinkelaufnahmen von bis zu 135 Grad. Das ist praktisch und erspart in vielen Fällen elektronische Panorama-Tricksereien.
Im Betrieb ohne Cam-Modul muss der Nutzer die Kamera mit einem Tipp aufs Display wechseln oder durch Verschieben des Zoomreglers auf dem Bildschirm. Mit Erweiterung reicht langsames Drehen am Rädchen und das G5 zoomt (fast) kontinuierlich über die gesamte Strecke von 0,5- bis 8-fach-Zoom. Tatsächlich ist es auch bei diesem Smartphone nur ein elektronisches Zoom, das heißt bei starken Vergrößerungen werden die Aufnahmen dann doch wieder etwas pixelig.

Das neue iPhone 6S Plus im Kamera-Vergleich
Ein mit dem iPhone 6S Plus aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) Quelle: Golem
Zum Vergleich: Ein mit einem Samsung Galaxy S6 aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) Quelle: Golem
Zum Vergleich: Ein mit dem iPhone 6 Plus aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) Quelle: Golem
Stark vergrößertes Detail des mit dem iPhone 6S Plus aufgenommenen Fotos (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) Quelle: Golem
Stark vergrößertes Detail des mit dem Galaxy S6 aufgenommenen Fotos (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) Quelle: Golem
Stark vergrößertes Detail des mit dem iPhone 6 Plus aufgenommenen Fotos (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) Quelle: Golem
Ein mit dem iPhone 6S Plus aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) Quelle: Golem

Aber wer die Bilder nicht extrem vergrößert, wird die Bildpunkte nicht schmerzhaft bemerken. Umso mehr, als die Normal-Kamera mit ihrem 16-Megapixel-Sensor einiges an Reserven hat, um auch Ausschnitte mehrheitlich fein aufgelöst abzubilden.
Womit wir bei der Frage nach der Bildqualität selbst wären. Und dabei glänzt das G5 mit guten bis sehr guten Leistungen. Die Aufnahmen sind bei Tageslicht sehr ausgewogen in den Farben, bei Nachtaufnahmen mit sehr hoher Farbsättigung. In beiden Fällen sind die Bilder sehr kontrastbetont. Das führt in starken Hell-Dunkel-Situationen dazu, dass speziell die dunklen Bereiche leicht an Details verlieren. Die hellen Areale sind eher etwas überstrahlt.
Insgesamt liefert der Bildprozessor sehr rauscharme Aufnahmen, auch bei Bildern mit schwacher Beleuchtung. Auch diese Glättung geht allerdings etwas, zumindest bei schwierigen Belichtungssituationen, zu Lasten der feinsten Details.
Insgesamt ist die Bildwahrnehmung sehr gut, wenn auch speziell in starken Hell-Dunkel-Situationen nicht ganz detailgenau und knackscharf.

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