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Samsung Galaxy S7, LG G5, HTC 10 und Huawei P9 Diese Smartphones kämpfen um die Foto-Krone

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Samsung Galaxy S7

Schmerzhaft lange haben sich die Koreaner darauf konzentriert, in ihre Telefone zwar jede Menge High-Tech-Komponenten und -Funktionen zu integrieren (von der Blickrichtungserkennung bis zum Scrollen des Bildschirms per Kopfbewegung), beim Design aber jedes Gefühl für Eleganz vermissen lassen. Plastik bedeckte das Gerät, wo der große Konkurrent aus Cupertino sein iPhone mit Glas oder Metall schmückte.
Mit dem Galaxy S6 wurde das anders, endlich bewies Samsung, dass man nicht nur Technik sondern auch Gestaltung beherrscht. Jedenfalls im Wesentlichen, denn der Glasrücken des letztjährigen Topmodells schien hässliche Fingerabdrücke geradezu magisch anzuziehen. Das ist vorbei. Beim S7 ist nicht nur der Glasrücken fingerfleckenresistent.
Auch vereint das Smartphone nun die Möglichkeit, den Speicher durch den Einschub einer SD-Karte zu erweitern, mit der Option, das Smartphone bis zu etwa 1,5 Meter tief mit ins Wasser zu nehmen. Das reicht zwar nicht zur Dokumentation von Tauchgängen, aber die ziemlich sorgenfreie Dokumentation des Strandurlaubs ist drin. Dank der Schutzklasse IP68 ist das S7 nämlich nicht nur wasser- sondern zudem auch staubdicht.

Natürlich hat Samsung auch bei der Kamera nachgeschärft. Und zwar – HTC lässt grüßen – indem im Inneren nun ebenfalls ein Fotosensor mit größeren Pixeln arbeitet. Die sind mit 1,4 µm zwar nicht ganz so groß wie die des koreanischen Erzkonkurrenten, aber merklich lichtempfindlicher als die des Vorgängers S6. Dass die aktuelle Galaxy-Kamera dafür nur noch mit zwölf Megapixeln auflöst statt mit 16, fällt aus den bereits genannten Gründen nicht ernsthaft ins Gewicht.
Viel entscheidender ist, dass Samsung die empfindlicheren Sensoren mit einer – gerade für die im Grunde ja ziemlich winzige Linsenöffnung – bemerkenswert großen Lichtstärke von f/1.7 paart. Das verspricht einen Spitzenwert bei der Lichtempfindlichkeit.
Im Vergleich der Nachtaufnahmen ragt das S7 ganz klar aus der Masse der Konkurrenten heraus. Es liefert auch da noch deutliche Abstufungen in Helligkeit und Farbe, wo der Rest der Smartphones ansonsten nur noch Schattierungen von Schwarz und ganz Schwarz liefert.
Um falschen Erwartungen vorzubeugen: An die Leistungen des Bildchips einer hochwertigen Ein-Zoll-Kamera, einer Systemkamera oder gar die Optik einer Spiegelreflexkamera reicht das neue Galaxy bei weitem nicht heran. Aber unter den Blinden ist der Farbsichtige eindeutig König.
Unter weniger extremen Schwachlicht-Situationen liefert das S7 noch einen Hauch detailgenauere Bilder als das G5 wenn auch nicht ganz so fein gezeichnet wie das P9, das allerdings etwas unter seiner (relativen) Lichtschwäche leidet.

Und bei Tag? Da fällt das Samsung mit einer markanten Schärfung der Aufnahmen und einer Betonung der Hell-Dunkel-Kontraste auf. Das sorgt für einen insgesamt knackscharfen Bildeindruck, der sich deutlich von den anderen Smartphones abhebt. Eine weitere Folge der starken Spreizung ist, dass die Kontraste – bei ansonsten farbstarken Bildern – in den Mittentönen einen etwas flacheren Farbeindruck erzeugen.
Nicht, dass die Schärfung etwa zum Verlust von Details führte. Im Gegenteil, das S7 ist im Vergleich der Kameras das einzige Smartphone, das beispielsweise die Details der Backsteinmauer im Schatten noch so sauber auflöst, dass man die einzelnen Lagen der Steine erkennen kann. Der harte Bildeindruck ist einfach nicht jedermanns Sache.

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