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Show in San Francisco iPhone 5 kommt mit LTE - auch in Deutschland

Wie vor jeder Vorstellung eines neuen iPhones schossen auch dieses mal die Erwartungen in unendliche Höhen. Doch selbst für Apple-Verhältnisse war die Präsentation in San Francisco an diesem Mittwoch ganz besonders.

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So sieht das neue iPhone aus
Apple-CEO Tim Cook betrat pünktlich um 19 Uhr die Bühne. Quelle: REUTERS
Entgegen aller Erwartungen leitete er schon nach wenigen Minuten die Präsentation des iPhone ein. Quelle: REUTERS
Marketingchef Phil Schiller stellte die Leistung des neuen iPhone5-Akkus vor. Quelle: REUTERS
Wie erwartet, wird es beim iPhone 5 einen neuen Stecker geben. Apple will entsprechende Adapter anbieten. Quelle: REUTERS
Von größter Relevanz beim neuen iPhone hat sicherlich die Möglichkeit, via LTE zu surfen. Quelle: REUTERS
Dank neuer Kamera-Technik lassen sich Panorama-Bilder qualitativ hochwertiger schießen. Quelle: dapd
Scott Forstall stellt die Software iOS 6 anhand eigener Apple-Karten und dazugehörigen Features vor. Damit hat sich das Unternehmen von Google-Maps verabschiedet. Quelle: dapd

Im Showdown hatte Apple es geschafft, die Spannung noch einmal zu erhöhen. Stunden vor der Show bestätigte das Unternehmen, was Wochen zuvor bereits durchgesickert war: Das iPhone 5 kommt, und es wird auch iPhone 5 heißen. Zudem wurden die Online-Stores des Giga-Konzerns mit neuen Produkten bestückt, jedoch ohne die URL anzuzeigen. Die Twitter-Gemeinde überschlug sich mit neuen Meldungen, bevor die Gäste der großen Apple-Show in San Francisco überhaupt Platz genommen hatten.

Gegen 10 Uhr (19 Uhr mitteleuropäischer Zeit) war es soweit. Tim Cook betrat die Bühne, sprach kurz über den Erfolg der Apple-Stores, des Macs und des iPads und kam dann sofort zum Thema des Abends.

Was die neuen Smartphones bieten
Samsung hat auf der IFA das Galaxy Note 2 vorgestellt. Der Nachfolger des Galaxy Note der ersten Generation läuft bereits mit Android 4.1alias Jelly Bean, hat einen schnelleren Prozessor, ein größeres Display und eine verbesserte Stiftbedienung erhalten. Das Display mit Super-Amoled-Touchscreen misst jetzt 5,55 Zoll in der Diagonalen. Beim Vorgänger waren es noch 5,3 Zoll.  Quelle: dapd
Vor allem die Stiftbedienung will Samsung bei dem Galaxy Note 2 verbessert haben. Der erweiterte S Pen soll präziser sein und arbeitet druckempfindlich. Es handelt sich dabei um einen Digitizer-Stift von Wacom. Ab einer Entfernung von 14 mm vom Display kann er zur Bedienung verwendet werden. Auch sonst denkt der Stift jetzt mit: Wird es aus seinem Schacht gezogen, startet automatisch die passende Stiftanwendung. Das Galaxy Note 2 soll im Oktober auf den Markt kommen. Samsung selbst nannte keinen Preis, der Vorgänger kostete 700 Euro ohne Vertrag. Wie das Portal golem.de berichtet, soll ein Preisschild auf dem Vodafone-Messestand einen Preis von 640 Euro ohne Vertrag zeigen. Quelle: dpa
Doch das Galaxy Note 2 ist nicht die einzige Smartphone-Neuheit von Samsung auf der diesjährigen IFA. Die Koreaner haben auch das Ativ S vorgestellt, das erste Samsung-Smartphone mit dem Betriebssystem Windows Phone 8. Das ist Fakt, ansonsten ist noch relativ wenig über das Ativ S bekannt. Das Gerät soll über einen nicht näher benannten Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz und 1 Gigabyte RAM verfügen. Es ist mit einem 4,8 Zoll großen HS-Super-Amoled-Display ausgestattet, die Auflösung sollte dem Namen nach bei 1.280 x 720 Pixel liegen. Quelle: rtr
Soviel ist klar: An der Windows Phone 8-typischen Kachel-Optik wird sich nichts ändern. Das Bild zeigt auch eine 1,9-Megapixel-Kamera an der Vorderseite zur Video-Telefonie, hinten gibt es eine 8-Megapixel-Kamera. Laut eigenen Angaben will Samsung das Ativ S in zwei Varianten anbieten, mit 16 und 32 Gigabyte Flash-Speicher. Zudem gibt es einen Steckplatz für MicroSD-Karten. Preise und ein Datum für den Marktstart nennt Samsung noch nicht. Quelle: Presse
Mit dem Desire X nimmt HTC ein weiteres Mittelklasse-Smartphone in sein Programm auf. In dem Android-Gerät (Version 4.0) arbeitet ein 1 GHz schneller Dualcore-Prozessor. Im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones ist der Akku austauschbar. Die große Stärke des Desire X liegt laut HTC in seiner 5-Megapixel-Kamera. Von der reinen Auflösung her bieten andere Hersteller mehr. Aber das Desire X soll auch noch bei schlechten Lichtbedingungen gute Aufnahmen machen. Zudem bietet der von HTC eigens entwickelte Bildsensor gleichzeitig Fotos und Videos aufnehmen können. Wie dann deren Qualität ausfällt, kann jeder Kunde bald selbst ausprobieren: Das Desire X soll noch im September für 299 Euro in den Handel kommen. Quelle: Presse
Das Huawei Ascend D1 Quad XL ist eigentlich ein alter Bekannter. Das Android-Smartphone wurde bereits auf dem Mobile World Congress im Februar 2012 gezeigt, aber seitdem war davon nicht mehr viel zu hören. Nun will Huawei das Smartphone Ende Oktober 2012 in Deutschland anbieten. Ohne Vertrag wird das neue Topmodell 500 Euro kosten. Wer bereits auf der IFA einen Blick auf das Ascend D1 werfen will: Huawei hat seinen Auftritt in Halle 9, Stand 314. Quelle: Presse
Auch LG zeigt zwei neue Smartphones an seinem Stand. Nummer eins ist das Optimus L9, dessen Erscheinungsbild sich an die Vorgänger L5 und L7 anlehnt. Im Gehäuse arbeitet ein 1,0 GHz starker Dual-Core-Prozessor, dem 1,0 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Der interne Speicher ist mit 4 Gigabyte etwas knapp bemessen, lässt sich aber mit MicroSD-Karten erweitern. Das Highlight des L9 soll der „QTranslator“ sein. Das Programm übersetzt 44 Sprachen von einem Foto in die jeweilige Sprache des Nutzers. Erscheinungstermin und Preis gab LG noch nicht bekannt. Quelle: Presse

Keine Viertelstunde nach Beginn der großen Show in San Francisco präsentierte Marketing-Chef Phil Schiller die ersten iPhone5-Bilder, gefolgt von den Fakten. So früh am Abend hatte niemand damit gerechnet.

Bessere Fotos bei schlechteren Lichtverhältnissen

Wie erwartet, hat das neue iPhone statt des Glasrückens eine Rückseite aus Metall, was das Gerät um einiges stabiler macht. Außerdem ist es mit 7,6 Millimetern 18 Prozent dünner als das iPhone 4S und wiegt mit 112 Gramm 20 Prozent weniger als sein Vorgänger. Der Bildschirm ist mit vier Zoll etwas größer, und er passt sich der Helligkeit der Umgebung automatisch an.

Die Kamera hat eine Auflösung von acht Megapixel bei 3264 x 2448 und soll deutlich bessere Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen schießen. Außerdem kann sie Panoramabilder aufnehmen.

Videos nimmt das iPhone 5 mit 1080 Pixel auf. Zusätzlich gibt es eine Gesichtserkennung für bis zu zehn Personen.

Als Prozessor kommt der A6 zum Einsatz. Er ist doppelt so schnell wie der Vorgänger A5, jedoch kleiner und vor allem für das Spielen auf Smartphones interessant. Die Akkuzeiten liegen je nach Nutzung bei etwa acht Stunden Sprech- beziehungsweise Surfzeit in 3G. Die reine Surfzeit beträgt ebenfalls acht Stunden - und zwar mit LTE.

Fakten rund um LTE

Worauf viele spekuliert hatten, ist eingetreten: Das iPhone 5 ist wie das iPad mit dem superschnellem LTE-Datenfunk ausgestattet. Im Gegensatz zum Tablet wird das Mobilfunktelefon jedoch nicht nur in Nordamerika auf den deutlich schnelleren UMTS-Nachfolger zugreifen können, sondern weltweit. Dass LTE fürs Smartphone kommen würde, war im Vorfeld lange vermutet worden. Und auch dieses Gerücht befeuerten das Unternehmen auf den letzten Metern. Kurz vor Präsentationsstart war bereits die Homepage www.apple.com/iphone/LTE im Netz zu finden.

Harte Apple-Konkurrenz

Das sind die größten iPhone-Rivalen
Nokia Lumia 920Plattform - Windows 8: Hervorragende Kamera, die ähnlich gute Bilder wie die 41-Megapixel-Kamera in Nokias Pureview 808 liefert. Dank neuer Stabilisatortechnik sollen Wackelbilder vermieden werden. Ebenfalls positiv ist die kabellose Ladestation in Form eines Kissens, auch wenn das Laden mit dem Kabel immernoch deutlich schneller geht. Wie viel das neue Gerät kosten soll, wurde bei der Präsentation in New York Anfang September noch nicht verraten. Quelle: REUTERS
Samsung Galaxy S3Plattform - Android: Die aktuellste Smartphone-Version von Samsung ist seit März 2012 auf dem Markt. Das Gerät verfügt über ein 4,8 Zoll großes HD-Display und eine 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Blitz. Neben Fotos und Videos sind auch Videokonferenzen mit der Frontkamera möglich. Es ist in einer 16-GB- und einer 32-GB-Ausführung erhältlich. Schwächen: Sowohl die Spracherkennung "S-Voice" als auch eine erweiterte Gestensteuerung funktioniert nur bedingt. Außerdem macht das Smartphone ausgerechnet beim telefonieren Mätzchen. Störende Hintergrundgeräusche werden nicht gut gefiltert. Die Sprachqualität ist entsprechend deutlicher schlechter als bei anderen Anbietern. Quelle: dpa
Motorola RazrPlattform - Android: Gleich drei neue Modelle aus der Reihe Razr stellte Motorola im September 2012 vor: die größeren Droid Razr HD und Droid Razr Maxx HD sowie das etwas kleinere Droid Razr M. Angeblich sollen die Modelle über eine längere Speicherlaufzeit, hochauflösende Displays und eine schnelle LTE-Datenübertragung verfügen. Das kompakte und flache Razr M startet mit Zwei-Jahresvertrag bei 99 Dollar - die Hälfte des Preises eines Apple iPhone 4S. Ob das Smartphone jedoch überhaupt in Deutschland erhältlich sein wird, ist bisher nicht geklärt. Quelle: dapd
HTC 7 Mozart
LG Optimus Chic
Blackberry Torch 9800
Apple iPhone

Desweiteren ist das iPhone 5 zur Verbesserung der Sprachqualität mit drei Mikrofonen ausgestattet. Außerdem wurde auch der Stecker verändert, jedoch soll es einen Adapter für älteres Zubehör geben. Lightning heißt der neue Stecker, der 80 Prozent kleiner ist als beim Vorgänger. Wie schnell Daten damit übertragen werden, verriet Apple nicht.

Schließlich stellte Phil Schiller auch das neue Betriebssystem iOS 6 vor. Damit führte er die Apple 3D-Karten auf dem iPhone vor, die Google Maps ersetzen sollen.

Auch die Spracherkennung Siri hat sich weiterentwickelt. Schiller ließ sie Sportergebnisse vortragen und Filme empfehlen. Außerdem ist Siri mit Apples neuem Smartphone in der Lage den Facebook-Status zu aktualisieren.

Samsung versus Apple
Mit diesem iPhone ist die erste größere Erneuerung des Apple-Smartphones seit Sommer 2010 am Markt. Die Zeit für ein neues Modell des wichtigsten Produktes des wertvollsten Unternehmens der Welt war mehr als reif. Noch nie musste Apple sich gegen soviel Konkurrenz beweisen wie im Moment.
Stärkster Rivale für das nächste iPhone ist das bereits im Mai vorgestellte Samsung-Flaggschiff Galaxy S3. Es ist ebenfalls dünn, hat einen großen Bildschirm, einen schnellen Chip und ausgefallene Funktionen wie Entsperrung per Gesichtserkennung. Es wurde in den vergangenen Monaten rund 20 Millionen Mal verkauft.

Die neuen Geräte spielen auch im Patentkrieg eine Rolle. Beflügelt vom Patenterfolg gegen Samsung in Kalifornien weitete Apple jüngst eine andere Klage auch auf das S3 aus. Samsung versprach im Gegenzug, Apple in Europa und den USA zu verklagen, wenn das nächste iPhone die vierte Mobilfunkgeneration LTE unterstützen sollte. Und das ist jetzt sicher, der Patentkrieg der beiden Branchenriesen geht also in eine weitere Runde.

Nokia und Microsoft, die verzweifelt darum kämpfen, mit dem Betriebssystem Windows Phone zur dritten Kraft im Smartphone-Markt neben Googles Android und der Apple-Plattform iOS zu werden, tun dem iPhone zunächst einmal einen großen Gefallen. Sie stellten vergangene Woche zwar neue Lumia-Modelle mit der nächsten Software-Version Windows Phone 8 vor, doch nannten sie weder einen Starttermin noch Preise für die Endgeräte. Dem Vernehmen nach wird es Ende Oktober oder erst im November soweit sein. Apple hingegen gibt das iPhone 5 noch im September in den Verkauf.

Hohe Erwartungen an den Verkaufsstart

Vom Mini-Tablet bis zum Fast-Fernseher
Samsung hat bisher bei seinen Tablets der Galaxy-Reihe auf Googles Android gesetzt. Mit den auf der IFA vorgestellten Ativ-Tablets kommt erstmals Windows 8 RT zum Einsatz. Bekannt ist, dass das neue Modell einen Bildschirm mit einer Diagonale von 10,1 Zoll hat, auf die sich 1.366 x 768 Pixel verteilen. Weniger bekannt ist die Technik, die in dem Alu-Gehäuse arbeitet. Vermutlich ist es ein 1,5-GHz-Prozessor mit 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Quelle: Presse
Zudem wird es wohl zwei Varianten mit 32 oder 64 Gigabyte Speicher geben. Die Kamera an der Rückseite löst mit 5 Megapixel auf, es sind auch Anschlüsse für ein HDMI-Kabel und USB 2.0-Geräte vorhanden. Das Ativ Tab kommt zum Windows-8-Start am 26. Oktober für voraussichtlich 600 Euro in den Handel. Quelle: Presse
Mehr als eine Nummer größer ist das Vaio Tab 20 von Sony. Während sich bei Tablets bisher eine Displaygröße zwischen sieben und zehn Zoll etabliert hat, wartet das Sony – wie der Name es vermuten lässt – mit satten 20 Zoll auf. Für Sony ist die Mischung aus All-in-One- und Tablet-PC eine neue Gerätekategorie, die vor allem bei Familien Anklang finden soll. Quelle: Presse
Als All-in-One-PC wird das Tab 20 aufrecht hingestellt und mit mit drahtloser Tastatur und Maus bedient – ein klassischer Arbeitsrechner, auf dem Windows 8 läuft. Ohne die Eingabegeräte soll das Sony-Gerät auch als kleiner Fernseher taugen. Der Standfuß soll stark genug sein, um das Tap 20 in beliebig flachen und steilen Winkeln aufzustellen. Das Riesen-Tablet kann aber auch flach auf den Tisch gelegt werden, etwa um Spiele auf dem großen Display zu spielen.  So ganz mobil dürfte das Vaio Tab 20 in der Praxis aber nicht sein, es wiegt immerhin 5,2 Kilogramm. Ab Oktober will Sony zwei Varianten anbieten, die zwischen 1.000 und 1.200 Euro kosten sollen und sich durch die verwendeten Prozessoren unterscheiden. Quelle: Presse
Mit dem Vaio Duo 11 hat Sony neben dem Vaio Tab 20 noch eine zweite Mischung aus Notebook und Tablet-PC gezeigt. Das Gerät im Slider Design an, das mit Windows 8 als Betriebssystem arbeitet, kann per Stift bedient werden. Mit einer speziellen Software erkennt das Tablet, wenn der Nutzer mit dem Stift schreibt. Die Berührung des Handballens auf dem 11,6 Zoll großen Touchscreen-Display mit Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) wird dann ignoriert. Quelle: Presse
Für längere Arbeiten kann das Display nach vorne geschoben werden und gibt so die Tastatur frei. So wird das Vaio Duo 11 mit seinen Anschlüssen zu einem voll einsetzbaren Netbook. Allerdings liegt auch das Gewicht mit 1,3 Kilogramm näher an einem Netbook als ein einem Tablet. Das Vaio Duo 11 soll ab Ende Oktober 2012 erhältlich sein. Das Modell mit einem i3-Prozessor für 1.199 Euro, die Variante mit i5-Prozessor für 1.399 Euro. Quelle: Presse
Das Toshiba U920t ähnelt auf den ersten Blick dem gerade gezeigten Sony Vaio Duo 11. Dank Slider-Mechanismus und zwei Kameras lässt es sich als Notebook und Tablet nutzen. Das Gewicht des U920t gibt der Hersteller mit 1,45 Kilogramm an. Euro-Preise nennt Toshiba noch nicht und nennt auch nur das vierte Quartal 2012 als Liefertermin. Unbestätigten Angaben zufolge soll das U920t aber am Erstverkaufstag von Windows 8, dem 26. Oktober 2012, auf den Markt kommen. Für die Einstiegskonfiguration werden dabei in den USA 1.000 Dollar zuzüglich Steuern kolportiert. Quelle: Presse

Dennoch, bei all dieser Konkurrenz kann sich auch Apple-Chef Tim Cook nicht sicher sein, wie sein bislang wichtigstes Projekt enden wird. Läuft Apple Gefahr, seine treuen Kunden zu enttäuschen, weil sich zu wenig verändert hat? Oder verkauft sich das neue iPhone so gut, dass es sogar das US-Wirtschaftswachstum ankurbelt, wie JP Morgan erwartet? Im vergangenen Quartal waren die Verkäufe zunächst abgesackt, weil viele lieber auf die nächste Generation warten wollten. Apple verkaufte noch 26 Millionen iPhones, während Hauptrivale Samsung etwa doppelt so viele seiner Smartphones verschiedener Modelle und Preisklassen loswurde.

Dabei ist auch das iPhones 5 bei den technischen Daten wieder etwas schwachbrüstiger als die Konkurrenz - die erste Generation hatte noch nicht einmal UMTS, um den Akku zu schonen. Auch jetzt baute Apples neues Smartphone weniger ein als andere schon haben: Kein NFC-Chip für drahtlose Bezahlsysteme, keine ausgefallenen Funktionen wie Entsperrung der Geräte durch Gesichtserkennung.

Treue Kunden
Vergangenes Mal punkte Apple noch mit einem kleineren Upgrade: Als Tim Cook einen Tag vor dem Tod des Apple-Gründers Steve Jobs im vergangenen Oktober statt des erwarteten runderneuerten iPhone 5 nur ein aufgefrischtes Modell 4S präsentierte, sackte zunächst der Aktienkurs ab. Doch die Kunden griffen zu und bescherten Apple den bisherigen Absatzrekord von 37 Millionen iPhones in einem Quartal.

In Arbeit
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Der bekannte Branchenanalyst Gene Munster schätzt, dass Apple allein in einer Woche sechs bis zehn Millionen iPhones verkaufen könnte, wenn die neue Generation wie erwartet am 21. September in den Handel kommt. Und JP Morgan-Chefökonom Michael Feroli glaubt sogar, dass die iPhone-Verkäufe das aufs Jahr hochgerechnete US-Wirtschaftswachstum im Schlussquartal 2012 um 0,25 bis 0,5 Prozentpunkte nach oben treiben können. Auch die Preise für das iPhone 5 stehen schon fest: In Deutschland wird das Smartphone ab 679 Euro im Apple Store erhältlich sein, Online-Vorbestellungen sind ab dem 14. September möglich. Das iPhone 5 erscheint am 21. September in neun Ländern, darunter auch Deutschland.

Mit Material von dpa

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