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Smartwatch Gear S2 Classic 3G Was leistet Samsungs Zukunfts-Computeruhr

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1,2-Zoll bleiben wenig Platz

Am grundsätzlichen Manko einer – notgedrungen – räumlichen Begrenzung der Fingersteuerung auf dem hochauflösenden 360x360-Pixel-Display ändert aber auch die smarte Lünette nichts. So zeigt der 1,2-Zoll-Bildschirm (rund 3 Zentimeter) zwar beispielsweise beim Eintippen einer SMS die Buchstaben knackscharf an. Dennoch landet der tippende Finger wegen der winzigen Eingabefelder im Alltag leider allzu oft auf dem falschen Buchstaben. Die Korrektur der Fehler ist ein elendiges Gefrickel.

Das Samsung S7 (Edge)

Dabei ist die Möglichkeit durchaus nützlich, Nachrichten – sei es E-Mails oder SMS – zu verfassen, selbst wenn man das Handy nicht dabei hat, an das man smarte Uhren bisher zumeist per Bluetooth andocken musste. Anders als die Basisversion der Gear S2, die ohne Mobilfunktechnik auskommt, macht das Telefonmodul die Cyber-Uhr tatsächlich zu einem kompletten Kommunikationscomputer. Wenn man mal von der räumlichen Begrenzung am Display absieht.

Trotzdem kann die Uhr ein Smartphone oder gar ein Tablet nicht vollauf ersetzen. Sie ermöglicht es all jenen, die ständig vernetzt sein wollen oder müssen, den elektronischen Posteingang jederzeit im Blick zu halten. So etwa, wenn das Handy beispielsweise bei einem Spaziergang daheim, oder beim schnellen Mittagessen im Restaurant im Büro liegen bleibt.

Separate Telefonnummer für die Smartwatch

Doch schon beim SMS-Verkehr leidet der praktische Nutzen der Funk-Uhr an einem konzeptionellen Fehler. Und den machen alle drei genannten Mobilfunker gleichermaßen: Der zur eSIM gehörende Mobilfunkvertrag nämlich lässt sich zwar mit vorhandenen Handyverträgen in einem Kundenkonto verbinden. Doch dass die Uhr – etwa bei eingehenden Anrufen – auf die gleiche Rufnummer reagiert, wie das Handy seines Besitzers, das ist bisher nicht vorgesehen.

Das sind die Konkurrenten der Apple Watch
LG Watch Urbane LuxeGemeinsam mit dem US-Einzelhändler Reeds Jewelers bringt LG Electronics die LG Watch Urbane Luxe ab Oktober auf den Markt. Die Uhr besteht aus 23-karätigem Gold sowie aus einem Krokodillederarmband. Laut Hersteller ist das Wearable auf 5000 Exemplare limitiert. Der Preis soll ungefähr bei 1000 US-Dollar liegen. Quelle: Presse
Smartwatch Gear S2Samsung bringt eine Computer-Uhr, die Gear S2, mit neuen Funktionen auf den Markt. Die Smartwatch, die es in zwei Ausführungen geben soll, ist mit WLAN, Bluetooth und NFC ausgestattet. Der Akku soll laut Hersteller bis zu drei Tage halten und kabellos aufladbar sein. Wann die neue Smartwatch erhältlich ist und wie viel sie kostet, hat Samsung noch nicht bekannt gegeben. Quelle: Presse
Lenovos Moto 360Lenovo bringt über seine Tochter, Motorola, die zweite Generation der Moto 360 auf den Markt. Die Smartwatch ist wahlweise mit einem Durchmesser von 42 und 46 Millimeter erhältlich sowie als Frauen- und Sportvariante. In letzterer ist ein GPS-Empfänger verbaut, sodass Jogger kein Smartphone benötigen, um ihre Leistung zu messen. Installiert ist Android Wear. Zu haben ist die Smartwatch ab 299 Euro. Quelle: AP
Huawei Watch kommt nach DeutschlandIhre kluge Armbanduhr Huawei Watch haben die Chinesen bereits vor einem halben Jahr auf dem MWC in Barcelona vorgestellt. Im Rahmen der IFA verkündeten sie, dass die Smartwatch ab dem 23. September 2015 auch in Deutschland zu kaufen sein wird. Die Android-Uhr soll in sieben verschiedenen Varianten auf den Markt kommen: Insgesamt gibt es drei Modelle mit jeweils anderen Armbändern. In der günstigsten Version kostet die Huawei Watch 400, in der teuersten 800 Euro. Das ist Apple-Niveau.
Asus Zenwatch 2Asus hat zum Auftakt der IFA den Europastart und die Preise für die Zenwatch 2 verkündet: Die Smartwatch soll ab Oktober für 149 beziehungsweise 169 Euro erhältlich sein. Damit ist die neue Zenwatch deutlich preiswerter als viele Konkurrenzmodelle. Im härter werdenden Wettbewerb unter den Wearables-Produzenten will der Hersteller aus Taiwan so offenbar neue Kundengruppen erschließen. Quelle: Presse

Und weil sicher kaum jemand all seinen Gesprächspartnern erklären möchte, dass er (sofern ohne Handy unterwegs) zusätzlich noch unter der abweichenden Rufnummer seiner Armbanduhr erreichbar ist, verliert die Telefonfunktion enorm an Wert.

Gleiches gilt für den SMS-Versand und -Empfang: Ein Anruf oder eine SMS von der Uhr kommt bei den Empfängern als unbekannter Absender/Anrufer an. Und es erzeugt – mindestens – Erklärungsbedarf.

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