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Smartwatch Gear S2 Classic 3G Was leistet Samsungs Zukunfts-Computeruhr

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Konzeptionelles Problem schmälert Attraktivität

Technisch erforderlich wäre das nicht. Denn im Grunde müssten die Mobilfunker einfach in ihrer Kundendatenbank hinterlegen, dass auch die Kommunikation über die eSIM der Gear S2 über die gleiche digitale Identität des Kunden geführt, wie die schon vorhandener SIM-Karten.

Bei klassischen Multi-SIM-Verträgen ist so etwas möglich: Bei eigehenden Anrufen oder Nachrichten klingelt es an beiden Telefonen, in denen eine Multi-SIM steckt. Kurznachrichten von beiden Geräten werden beim Empfänger mit dem gleichen Absender angezeigt.

Spätestens wenn, wie zu erwarten ist, nach der Einigung über den E-SIM-Standard für Smartphones, gegen Jahresende die ersten Mobiltelefone mit fest verbauter SIM auf den Markt kommen, muss dieses Manko behoben sein.

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Pebble Time Steel Quelle: PR
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LG G Watch Urbane LTE
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Cogito Watch Quelle: AP
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So aber ist es ein mehr konzeptionelles als technisches Problem, das der mobilfunkenden Gear S2 viel von ihrer Attraktivität nimmt.

Dass sie, etwa beim Wandern, auch unabhängig vom Handy als kompaktes Navigationsgerät fungieren kann, fein. Dass sie in ihrem eingebauten 4-Gigabyte-Speicher (etwa als Zuspieler für Bluetooth-Kopfhörer) jede Menge Lieder ablegen kann, nett. Aber wirklich nützlich wird das Funkmodul erst, wenn die Netzbetreiber es auch sinnvoll in die Kommunikationsumgebung ihrer Kunden einbinden.

Häufiges Nachladen notwendig

So aber erkauft der Nutzer das Mehr an Technik primär mit einem Weniger an Standzeit. Während die Basisversion der Gear S2 bei zurückhaltendem Gebrauch auch mal zwei Tage ohne Nachladen auskommt, war ich im Test schon froh, wenn die 3G-Version der Uhr bei eingeschaltetem Mobilfunk überhaupt einen ganzen Arbeitstag durchgehalten hat.

Mehr als einmal mahnte die Uhr an, lange bevor ich abends nach Hause kam, dass ich sie doch bitte in den Stromsparmodus versetze. Der zeigt zwar noch ein Weilchen die Zeit an, bevor das Display endgültig verlischt. Aber mit den Kommunikationsfunktionen ist dann Schluss.

Was also bleibt nach dem Test einer bislang einzigartigen eSIM-Computeruhr als Erkenntnis?

Dass der neue Identitätschip in der Tat ganz erhebliche Vorteile bringt, wenn es um Bauform, Bedienungsfreundlichkeit oder Funktionalität geht. Dass die eSIM aber eben auch nur so gut und das Produkt, in dem sie steckt, auch nur so nützlich ist, wie die Dienste, die der Anbieter anschließend damit verknüpft.

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Samsungs Gear S2 3G ist ein Erstling. Unter der Hand bestätigen die Mobilfunker auch, dass die Computeruhr zunächst eine Art Versuchsballon ist, um aus den Erfahrungen zu lernen, bis dann endlich auch Smartphones mit eSIMs auf den Markt kommen.

Insofern ist die Gear S2 sicher die bestvernetzte Smartwatch, die derzeit zu haben ist. Ein echtes Must-Have aber, für das sich selbst kommunikativst-veranlagte Zeitgenossen beim Bummel in der Stadt zweifelnden Passantenblicken aussetzen müssten, ist sie nicht.

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