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Smartwatch Gear S2 Classic 3G Was leistet Samsungs Zukunfts-Computeruhr

Samsung hat eine Uhr auf den Markt gebracht, mit der Nutzer telefonieren können. Außerdem ist sie das erste Gerät, in dem eine sogenannte eSIM verbaut ist. Welche Stärken und Schwächen die Gear S2 Classic 3G hat.

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Ungewöhnliche Fitnesstracker
Bling Bling fürs Herz - das Armband enthält Swarovskis "Active Crystal". Mit dem Schmuckstück, das seine Funktion vollends verbirgt, können Schritte, verbrauchte Kalorien und Schlafqualität verfolgt werden. Quelle: Presse
Die Withings Activité mit Stahlgehäuse und analogem Zifferblatt. Der kleine Kreis zeigt die zurückgelegten Schritte an. Quelle: Presse
Die Helvetica von Mondaine gehört mit ihren klaren Linien zu den bekanntesten Designs im Uhrenbau. In der Smartwatch steckt ein Bewegungssensor, die Daten werden mit einer App am Telefon ausgelesen. Quelle: Presse
Die Käufer einer mechanischen Uhr von Montblanc müssen dennoch nicht auf einen unscheinbaren Activity Tracker am Arm verzichten. Der E-Strap wird am Armband befestigt und kommuniziert mit der eigenen App im Smartphone. Quelle: Presse

Es war eine Szene wie aus Science-Fiction-Filmen oder dem jüngsten James-Bond-Abenteuer, in die ich mich plötzlich versetzt fühlte: Leise aber vernehmlich in seine Armbanduhr murmelnd lief ein Mann vor mir durch die Bonner Innenstadt.

Das Ganze spielte sich ab an einem Sommertag Mitte der Achtzigerjahre. An Handys wagte noch niemand zu denken, und der Mann – da war ich mir sicher – war wohl mental etwas angeschlagen. Niemand telefonierte schließlich mit einer Armbanduhr

Vor ein paar Tagen habe ich mich an den Vorfall erinnert, als ich – leise in Richtung meiner Armbanduhr murmelnd, aber im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte – telefonierend in der Düsseldorfer Innenstadt unterwegs war. Denn was vor drei Jahrzehnten bestenfalls Visionäre voraussahen, wird inzwischen tatsächlich Realität. Die Mobilkommunikation, in Form von Smartphones längst allgegenwärtig, ist jetzt auf dem Sprung beliebige Alltagsgegenstände zu vernetzen.

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Kaffeemaschinen, die via WLAN automatisch Espressokapseln ordern, Wasserkaraffen, die E-Mails verschicken, wenn der Filter getauscht werden muss, das gibt es schon. Und der koreanische Elektronikriese Samsung verkauft mit seiner Smartwatch Gear S2 Classic 3G seit ein paar Wochen tatsächlich eine Uhr, mit deren Hilfe ihr Nutzer auch telefonieren kann. 

Vodafone bietet sie für 379 Euro in seinem Online-Shop an, dazu kommen die Kosten für den gewünschten Sprach- oder Datentarif. O2 vertreibt die Uhr in ausgewählten Shops bei knapp 60 Euro Anzahlung im Bundle mit einem monatlich 20 Euro teuren Tarif.

Was die Gear S2 aber noch viel außergewöhnlicher macht als das integrierte Telefon, ist die Technik, die diese Funktion überhaupt erst ermöglicht.

Denn während zum Handy seit dem Start der digitalen Mobilfunknetze stets eine SIM-Karte gehörte, ohne die das Telefon weder eine Rufnummer hatte noch es sich überhaupt hätte ins Funknetz einbuchen können, kommt die Samsung-Uhr ohne die auswechselbare Chipkarte aus.

Vorteile der eSIM

Stattdessen steckt im gut 13 Millimeter dicken Gehäuse – erstmals überhaupt in einem Endkundenprodukt – eine sogenannte eSIM. Das ist jener fest eingebaute Mikrochip, der in Zukunft nicht nur die klassische SIM-Karte ersetzen soll. Zugleich bietet er die Möglichkeit fast beliebige Alltagsgeräte via Mobilfunk und mit minimalem Aufwand mit dem Internet der Dinge zu vernetzen. Denn weil der SIM-Chip schon eingebaut und über Funk konfigurierbar ist, fallen der Aufwand und die Kosten weg, die Technik von Hand zu bestücken.

Daneben bietet die eSIM eine Vielzahl weiterer Vorteile.

Im Fall der Gear S2 sind es – allem voran – zwei Dinge, die Dank der eingebauten SIM-Karte möglich werden. Zum einen ist die Uhr deutlich kompakter als ihre Vorgängerin Gear S, die noch eine traditionelle SIM-Karte besaß. Eben weil der winzige eSIM-Chip nur einen Bruchteil des Platzes herkömmlicher SIM-Systeme (also der Kombination aus Steckkarte, Montageschlitten und Ausleseelektronik) benötigt. Mit nur 51 Gramm Gewicht ist sie zudem fast ein Drittel leichter als die Gear S.

Zudem lässt sich das Gehäuse der S2 – ohne die sonst erforderliche Kartenöffnung – viel leichter gegen das Eindringen von Wasser oder Staub schützen. Und so ist die neue Gear im Gegensatz zum Vorgänger nach IP68 zertifiziert. Das heißt, sie ist staubdicht und bis maximal 1,5 Metern Tauchtiefe bis zu 30 Minuten gegen das Eindringen von Süßwasser geschützt.

Soweit die technischen Vorteile. Aber bringt das neue Konzept auch ein merkliches Plus beim Gebrauch der Uhr?

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