Smartwatch-Pionier Pebble offenbar vor Verkauf an Fitbit

Das Start-up Pebble war ein früher Vorreiter im aktuellen Geschäft mit Computer-Uhren. Doch während Apple und Samsung danach Marktanteile abgriffen, blieb Pebble klein - und soll jetzt angeblich für einen überschaubaren Betrag verkauft werden.

Pebble-Manager Benjamin Bryant mit der Smartwatch Pebble Time 2. Quelle: dpa

Der Smartwatch-Pionier Pebble steht laut Medienberichten vor der Übernahme durch den Fitness-Spezialisten Fitbit. Dabei sei die für ihre Fitness-Armbänder bekannte Firma eher an dem Betriebssystem und der App-Plattform von Pebble interessiert, berichteten am Donnerstag der Branchendienst „The Information“, die „Financial Times“ und das Technologieblog „TechCrunch“. Der Preis sei niedrig.

Pebble hatte 2012 mit einer Crowdfunding-Kampagne für Aufsehen gesorgt, bei der das Start-up Geld von Nutzern für seine erste Uhr sammelte. Es kamen 10,2 Millionen Dollar zusammen - der damalige Rekord für die Finanzierungsplattform Kickstarter.

In diesem Jahr legte Pebble nach mit einer weiteren Sammelaktion für ein neues Uhren-Modell sowie ein kleines Mobilfunk-Modem für unterwegs. Dieses Gerät mit dem Namen Core soll nach bisherigen Angaben Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden. „The Information“ schrieb allerdings, Fitbit sei nicht an der Fortführung der Marke Pebble interessiert.

Wearables für Manager
Breitling B55 ConnectedDie „B55 Connected“ ist die erste Smartwatch aus dem Hause Breitling und stellt das Handy in den Dienst der Uhr. Titan-Gehäuse, Carbon-Beschichtung, digitales und analoges Ziffernblatt gleichzeitig: der klassische Fliegerchronograf ist in der Zeitzone der Wearables gelandet. Über eine App lassen sich unter anderem Uhrzeit und Alarm einstellen, aber auch Abflug- und Landezeiten auf die Uhr laden. Preis: ab 6.119 Euro Quelle: Breitling
Frédérique Constant Horological SmartwatchErschwinglicher Luxus: Die Horological Smartwatch von Frédérique Constant aus Genf. Auch dieser intelligente Zeitmesser sieht zunächst aus wie eine klassische Uhr – ist aber eine Synthese aus Hightech-Innovation und traditioneller Schweizer Uhrmacherkunst. So ermöglicht die Uhr beispielsweise mit ihren Sensoren Aktivitäts- und Schlaftracking und erinnert über eine App daran, am Tag mindestens 10.000 Schritte zu machen. Auch der Kalorienverbrauch wird in der App angezeigt, während die eigentliche Uhr ihren klassischen Look bewahrt. Preis: In Stahl ab 850 Euro, in Roségold 1125 Euro Quelle: Frédérique Constant
Withings Activité PopFalls Sie nicht ganz so tief in die Tasche greifen möchten: Auch die französische Technologiefirma Withings setzt bei der „Activité Pop“ High Tech auf klassisches Design. Die Fitness-Uhr misst Schritte und Bewegungen, verbrannte Kalorien und auch das Schlafmuster ihres Trägers. Übertragen werden die Daten via Bluetooth auf die dazugehörige Gesundheits-App, die es sowohl für iOS- als auch für Android-Geräte gibt. Preis: 129,95 Euro Quelle: Whitings
Garmin VivomoveSchritte zählen mit Stil: Ob im Abendkleid oder im Anzug – der Vívomove von Garmin sieht man auf den ersten Blick gar nicht an, dass es hier um einen smarten Tracker handelt, der den ganzen Tag lang Fitnessdaten aufzeichnet. Die elegante Uhr speichert die Schrittanzahl, überwacht den Schlaf und synchronisiert die Daten mit der dazugehörigen Smartphone-App Garmin Connect. Pluspunkt: Mit einer extra langen Batterielaufzeit von bis zu einem Jahr entfällt das allabendliche Aufladen. Preis:169,99 Euro Quelle: Garmin
Garmin Fenix 3HRLaufen, Schwimmen, Radfahren, Triathlon, Klettern, Bergsteigen, Skifahren, Indoor, Wandern und und und – die neue „Fenix 3 HR“ aus dem Hause Garmin eignet sich für alles und kann sogar stilsicher zum Nadelstreifenanzug getragen werden. Via WLAN lädt die Uhr automatisch Updates herunter und synchronisiert Aktivitäten, Trainingspläne und persönliche Fortschritte mit der Trainingsplattform Garmin Connect. In Kombination mit einem per Bluetooth gekoppelten Smartphone zeigt die Uhr ihr volles Potential und wird zur intelligenten Smartwatch. Dann informiert sie unter anderem über eingehende Kurznachrichten, Emails und Anrufe. Zusätzlich bietet Garmin seit 2016 eine Technologie zur Herzfrequenz-Messung am Handgelenk. Preis: 500 Euro Quelle: Garmin
Fitbit BlazeSich stilvoll fit halten, das funktioniert auch mit der neuen Smartwatch von Fitbit, die ebenfalls auf der auf der Rückseite LED zur Messung der Herzfrequenz besitzt. Erst im Januar wurde die intelligente Blaze auf der CES in Las Vegas präsentiert, deren Armbänder sich wechseln lassen wie das tägliche Paar frische Socken. Fitbit, Marktführer bei Activity Trackern, hat in der Blaze nicht nur GPS integriert, sondern auch ein motivierendes Übungsprogramm. Lesen Sie hier einen ausführlichen Test der Smartwatch.Preis: Ab 160 Euro Quelle: REUTERS
Huawei WatchEdelstahlgehäuse, Saphirglas, Leder- oder edles Gliederarmband: Huawai bietet mit seiner Smartwatch im klassischen Uhren-Design Schlaftracker, Schrittzähler, Distanz- und Activitytracker in einem. Außerdem an Bord: Kompatibel ist die Uhr mit allen Smartphones mit Android ab 4.3 und iOS ab 8.2. Preis: Etwa 290 Euro für das Basismodell, das "Elite"-Modell in Gold kostet 600 Euro. Quelle: REUTERS

„TechCrunch“ zufolge geht es bei dem Deal nur um einen Betrag von 35 bis 40 Millionen Dollar. Die „Financial Times“ schrieb, Gründer und Chef Eric Migicovsky habe eigentlich einen Preis von 200 Millionen Dollar angestrebt, die Summe sei nun aber drastisch niedriger. Pebble hatte den zeitlichen Vorsprung nicht in Marktanteile umwandeln können. Apple wurde mit seiner im April 2015 gestarteten Computer-Uhr aus dem Stand zum Marktführer und hält diese Position mit klarem Abstand, auch wenn die Verkäufe in diesem Jahr deutlich zurückgingen.

Fitbit hatte zuletzt eigene Probleme, die auch mit der Konkurrenz von Computer-Uhren wie die Apple Watch zu tun haben. Das Unternehmen enttäuschte die Analysten mit der Prognose für das laufende Weihnachtsgeschäft. Fitbit ist der Marktführer bei Fitness-Armbändern, die zum Beispiel Schritte und verbrauchte Kalorien zählen. Aus dem Smartwatch-Markt hielt sich die Firma bisher heraus und setzte stattdessen auf eine Sport-Uhr mit weniger Funktionen.

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