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Studie sagt heftigen Boom voraus 3,3 Milliarden Smartphones bis 2018

Eine neue Studie des Telekom-Ausrüsters Ericsson zeigt die Dimension der anstehenden mobilen Revolution auf: In den kommenden Jahren dürften zwei Milliarden Smartphones dazukommen.

Die besten Smartphones im Überblick
Nokia Lumia 800/900 Quelle: REUTERS
A model displays HTC One X during a press conference in Taipei, Quelle: dapd
A worker moves an advertisement for the Samsung Galaxy SIII smartphone Quelle: REUTERS
Samsung Galaxy S2: Der Blick-FängerDer Vorgänger, das Samsung Galaxy S2, ging bereits weg wie warme Semmeln. Die Zehn-Millionen-Marke beim Verkauf hatte Samsung für Ende 2011 angepeilt, aber schon im September geschafft. Im April 2012 waren es bereits 20 Millionen verkaufte Geräte. Trotz des Riesendisplays ermöglicht das Top-Gerät knapp sechs Stunden Dauertelefonieren. Wegen seines Plastikgehäuses wirkt das extrem schlanke Handy allerdings nicht sehr wertig und fast schon zerbrechlich. Technik, Preis:Google Android 2.3 Elf-Zentimeter-Display 800 x 480 Bildpunkte neun Millimeter dick Acht-Megapixel-Kamera FullHD-Video Preis (online, ohne Vertrag): ab 440 Euro Quelle: Pressefoto
Huawei Ascend P1s Quelle: Pressebild
Apple iPhone 4 S - Das DesignerstückDas Gerät, an dem sich alle anderen messen lassen müssen, ist dagegen schon seit Oktober 2011 in Deutschland in den Läden. Obwohl das Smartphone "nur" die überarbeitete Version des iPhone 4 ist, rissen die Kunden es den Händlern nur so aus den Händen - sowohl in den USA als auch im Rest der Welt. In den ersten 24 Stunden gingen bei Apple mehr als eine Million Vorbestellungen für das 4S ein, die Deutsche Telekom warnte die Kunden schon vor Verzögerungen. Äußerlich ist das 4S nicht vom Modell 4 zu unterscheiden. Die Neuerungen stecken im Inneren. Wichtigste funktionale Verbesserung ist die Funktion Siri - ein persönlicher digitaler Assistent, der mit Stimmbefehlen gesteuert wird. Der neue A5-Doppel-Kern-Prozessor macht das Handy gegenüber den Vorgängern deutlich schneller. Allerdings sinkt die maximale Standby-Zeit des Gerätes um ein Drittel von 300 auf 200 Stunden. Die Kamera wurde deutlich verbessert und soll Videos in HD-Qualität aufnehmen können. Die Antenne ist nun ebenfalls deutlich leistungsfähiger. Technik, Preis:Apple iOS 5 Zehn-Zentimeter-Display 960 x 640 Bildpunkte Acht-Megapixel-Kamera mehr als 425.000 Apps Preis: 629 - 849 Euro (ohne Vertrag) Quelle: Pressefoto
Sony Xperia S Quelle: dapd

Der Welt steht ein Smartphone-Boom bevor, der bisherige Wachstumssprünge weit in den Schatten stellen wird. Bis Ende 2018 werde sich die Zahl der genutzten Smartphones auf 3,3 Milliarden verdreifachen, prognostizierte der weltgrößte Telekom-Ausrüster Ericsson in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. In Westeuropa und Nordamerika dürften dann praktisch alle Mobiltelefone schon Computer-Handys sein - in Afrika, Asien und im Nahen Osten dagegen erst jedes Dritte.

Insgesamt werde es in sechs Jahren 9,3 Milliarden Mobilfunk-Anschlüsse geben, erwartet Ericsson. Ende 2012 dürften es rund 6,6 Milliarden sein - die Zahl tatsächlicher Nutzer sieht Ericsson allerdings nur bei 4,3 Milliarden, weil viele mehrere Geräte im Einsatz haben. In diesem Jahr waren 1,1 Milliarden Smartphones im Netz nach 750.000 im Jahr davor.

1,5 Millionen Dollar für "Yo"
YoDämlich oder genial: Dem israelischen Entwickler Or Arbel hat seine App "Yo", die eigentlich als Aprilscherz gedacht war, mittlerweile 1,5 Millionen Dollar Venture-Capital eingebracht. Die Gratis-App hat bislang oberflächlich betrachtet genau eine Funktion: Man kann seinen Freunden das Wörtchen "Yo" aufs Smartphone schicken. Die App wurde schon mehr als zwei Millionen Mal heruntergeladen, mehr als vier Millionen Yos wurden verschickt. In den kommenden Wochen soll es nun ein Update geben, das Yo in eine Messaging-Plattform verwandeln soll, mit der dann auch Links verschickt werden können. Der Service soll ähnlich wie Twitter oder WhatsApp funktionieren, aber viel einfacher gehalten sein, berichtet das " Wall Street Journal". Zudem werde an einer RSS-Funktion gearbeitet, über die Webseiten, Blogger oder Verlage per Push-Benachrichtigung Infos an die Nutzer weitergeben können. Bereits heute wird Yo etwa in Manhattan eingesetzt, um Nutzer darüber zu informieren, dass ein Fahrrad des Sharing-Anbieters Citibike frei ist. In Israel könne man sich bereitsper Yo informieren lassen, wenn Raketen in der Luft sind, berichtet das WSJ weiter. Quelle: Screenshot
NoddlerVirtuelle Küsse, Tritte in den Hintern, Ohrfeigen, ein freundliches Schulterklopfen oder Torten in Gesichter werfen - Noddler ist eine wirklich emotionale App für Apples Betriebssystem iOS 6. Design und Anwendung sind sehr simpel gehalten: Einfach einen Kontakt wählen, eine aus 40 Aktionen aussuchen und das iPhone schütteln. Die Aktion kann dann auf Facebook, Twitter und App.net veröffentlicht werden. Die App ist gratis im App-Store erhältlich. Quelle: Screenshot
iBierDie App iBier ist zwar relativ nutzlos, dafür ein echter Partygag. Einfach das Smartphone nach hinten kippen und mit Glucks-Geräuschen vermeintlich ein Bier austrinken. Rülps-Geräusche inklusive. Quelle: Screenshot
iSteamDiese App lässt den Bildschirm des Smartphones beschlagen. Wie bei einem Badezimmerspiegel lässt sich dann mit dem Finger darauf herum malen. Dabei quietscht es, wie auf einem echten Spiegel. Quelle: Screenshot
AdventskranzDiese App soll den User durch die vorweihnachtliche Zeit führen und für besinnliche Stimmung sorgen. Vor dem 1. Advent erscheint der Adventskranz mit vier unbenutzten Kerzen. An jedem Adventssonntag wird dann - wenig überraschend - je eine Kerze mehr angezündet. Nach Weihnachten, am 27. Dezember, erlöschen die Kerzen wieder bis zum nächsten Jahr. Kerzenfarbe, Hintergrund und auch der Kranz selbst lassen sich verändern. Durch seine Facebook-Anbindung kann dieser mit den Freunden geteilt werden. Außerdem lassen sich eigene Fotos als Hintergrund einbinden. Die Kerzen auf dem Kranz flackern und bewegen sich je nach Neigung des iPhones/iPads, und sie lassen sich über das Mikrofon auspusten. Quelle: Screenshot
AirCoasterDie Achterbahnfahrt auf dem Sofa bietet der AirCoaster an. Die App verspricht dem Kunden eine realistische 3D-Optik. Den Rummel ersetzen kann die Anwendung trotzdem nicht. Quelle: Screenshot
Blase LuftDie App sorgt dafür, dass Luft aus dem iPhone gepustet wird. Damit kann man dann zum Beispiel eine Kerze ausblasen. Selber pusten funktioniert natürlich auch.

Mit der Verbreitung mobiler Breitband-Verbindungen werde auch das Datenvolumen explodieren, betonte das schwedische Unternehmen, das Ausrüstung für Netzbetreiber verkauft. Allein von 2011 auf 2012 habe sich der Mobilfunk-Datenverkehr verdoppelt. Im Jahr 2018 werde er zwölf Mal so hoch wie heute sein. Besonders steil sei das Wachstum in Asien. Treibende Kraft sei vor allem Video, auf das bis zu 40 Prozent der übermittelten Daten entfielen.

Ericsson rechnet mit 6,5 Milliarden mobilen Breitband-Verbindungen im Jahr 2018 gegenüber derzeit 1,5 Milliarden. Auch die Datenmenge pro Gerät werde sich in den kommenden sechs Jahren vervielfachen. Ericsson rechnet mit einem Sprung von durchschnittlich 450 Megabyte auf 1,9 Gigabyte im Monat bei Smartphones und von 600 MB auf 2,7 GB bei Tablet-Computern.

Der superschnelle neue LTE-Datenfunk werde in fünf Jahren rund der Hälfte der Weltbevölkerung zugänglich sein, erwartet Ericsson. Die Zahl der LTE-Anschlüsse dürfte bis 2018 von derzeit 55 Millionen auf 1,6 Milliarden steigen. Die heute dominierenden GSM-Verbindungen werden mit dem Aufstieg der Smartphones und Tablets auf dem Rückzug sein. Nach Schätzung von Ericsson fällt ihre Zahl bis 2018 auf 2,4 Milliarden von jetzt 4,6 Milliarden. Bei allen diesen Prognosen ist allerdings die Kommunikation zwischen Maschinen ohne menschliches Zutun nicht eingerechnet, die als großer Zukunftsmarkt gilt.

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