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Trends und Innovationen Wie wir in der Stadt der Zukunft leben

Straßen und Schuhe produzieren Strom, Drohnen liefern Medikamente, Herde kochen ganz allein, Autos fahren mit Wasserstoff – all diese Innovationen werden bald alltäglich sein. Ein Ausflug in die nahe Zukunft.

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In Zukunft wohnen, arbeiten, kommunizieren, einkaufen, leben und lieben Quelle: Getty Images

Paul wickelt sich noch einmal in seine Bettdecke und lauscht den Nachrichten, die ein kleines Programm, eine App, auf seinem Smartphone für ihn zusammengestellt hat: Sportergebnisse, Börsenkurse, das Wetter. Seine Freundin Paula steht schon unter der Dusche. Das Paar – er Fitnesscoach, sie Software-Ingenieurin – bewohnt einen Loft in einem der Holzhochhäuser, die jetzt überall in der Stadt entstehen. Es hat an der Südseite eine transparente Fassade, in der Algen wachsen, genährt mit Sonnenlicht und gedüngt mit Kohlendioxid. In Tanks vergären sie zu Biogas, das in einem Kellerkraftwerk verbrennt. Es versorgt die Bewohner mit Strom und Warmwasser.

Pauls Handy piepst. Es meldet, dass eine Drohne soeben auf dem Dach ein Pedal für ein Ergometer abgeladen hat. Auf ihm strampeln sich Kunden des Sportstudios ab, das Paul betreibt. Das Ersatzteil hatte er vor dem Zubettgehen in einem 3-D-Druck-Laden bestellt. Jetzt aber nichts wie raus aus den Federn, ermahnt er sich.

Drohne soll bei Herzinfarkt helfen
Aus dem militärischen Alltag sind Drohnen - hier eine Eurohawk-Aufklärungsdrohne der Bundeswehr - nicht mehr wegzudenken. Doch unbemannte Fluggeräte kommen zunehmend auch im zivilen Bereich zum Einsatz. Quelle: dpa
An der Technischen Universität Delft in den Niederlanden hat der Student Alec Momont einen Prototyp für eine Ambulanz-Drohne entwickelt. Das Mini-Fluggerät hat einen Defibrillator an Bord und soll bei Herzstillstand blitzschnell vor Ort sein. Über Audio- und Videoübertragung kann medizinisches Fachpersonal die Helfer vor Ort zum richtigen Einsatz anleiten. Die Drohne ist mit 100 Stundenkilometern unterwegs und findet den Patienten über das Signal des Mobiltelefons, über das der Notruf abgesetzt wurde. Ein Netzwerk solcher Drohnen könne die Überlebenschancen bei einem Herzinfarkt drastisch von acht auf bis zu 80 Prozent erhöhen, hofft Momont. Schon vier bis sechs Minuten nach Herzstillstand kann der Hirntod einsetzen, ein Krankenwagen braucht aber durchschnittlich zehn Minuten. Die Drohne kann in einem zwölf Quadratkilometer großen Radius innerhalb einer Minute am Unfallort sein. Hier gibt es ein Video, das den Drohnen-Einsatz zeigt. Quelle: Screenshot
Helmut Rupp von der Deutschen Bahn begutachtet in Frankfurt am Main den Schaden an einem Zug, der mit Graffiti beschmiert worden ist. Die Deutsche Bahn will Graffiti-Sprüher künftig mit Hilfe kleiner Kamera-Drohnen aus der Luft jagen. Mit Wärmebildkameras sollen Sprüher etwa auf Abstellanlagen für Züge aufgespürt und gefilmt werden. „Wir müssen neue Wege bei der Graffiti-Bekämpfung gehen“, sagte der Sicherheitschef der Bahn, Gerd Neubeck, der "Bild"-Zeitung im Mai 2013. Allein im vergangenen Jahr habe die Bahn etwa 14.000 Graffiti erfasst. Der entstandene Schaden liege bei 7,6 Millionen Euro. Der Flugschreiber der Drohnen solle alle Aufnahmen inklusive Standortdaten gerichtsfest dokumentieren, um Täter juristisch belangen zu können, hieß es. Der neue Hightech-Spürhund mit Logo der Bahn koste 60.000 Euro. In 150 Metern Höhe könne er mit bis zu 54 Kilometern pro Stunde fast geräuschlos fliegen und Ausschau halten. Per Autopilot seien bis zu 40 Kilometer lange Strecken möglich. Quelle: dpa
Die US-Weltraumbehörde Nasa nutzt unbemannte Hightech-Flieger wie diese Global-Hawk-Drohne zur Erforschung höherer Atmosphärenschichten. Quelle: NASA
Auch Archäologen haben längst die Vorteile von Minidrohnen entdeckt. Mit Kameras bestückte Fluggeräte wie der Quadcopter MD4-200 von Microdrone liefern den Ausgräbern die notwendigen Informationen für erfolgversprechende Grabungsprojekte oder 3D-Rekonstruktionen früherer Landschaften. Quelle: Microdrones
Das US-Unternehmen Aerovision hat eine Drohne für die Fischerei entwickelt. Die Messinstrumente an Bord sollen Trawler-Kapitänen bei der Aufspürung von Fischschwärmen helfen. Quelle: Aerovision
Eine Aufklärungsdrohne in Kolibri-Form entwickelten die Experten des US-Unternehmens Aerovironment. Der künstliche Kolibri kann acht Minuten auf der Stelle schweben und lässt sich dabei auch nicht von Windböen vom Kurs abbringen. Flugroboter in Tierform wären perfekt getarnte Überwachungsinstrumente, entsprechend groß ist das Interesse der Entwickler. Quelle: Aerovironment

Paul und Paula sind so fiktiv wie die Zukunftsstadt, in der sie leben. Doch die Technologien, denen sie in dieser Geschichte begegnen, sind keine Spinnerei. Sie alle stehen vor dem Durchbruch – oder sind zumindest in Erprobung – und werden unseren Alltag tief greifend verändern.

Es sieht ganz so aus, als fieberten die Bundesbürger den Neuerungen entgegen. Das legt eine aktuelle Umfrage des Analyseportals Statista nahe. Demnach rechnen fast 42 Prozent der Deutschen damit, dass 2020 massenhaft selbstfahrende Autos umherkurven; knapp 38 Prozent erwarten, dass Drohnen Pakete zustellen.

Seilbahnen umgehen Verkehrsstaus

Paul und Paula haben sich heute freigenommen und starten zu einem Einkaufsbummel. Sie schwingen sich auf Räder, die sie wie Autos online buchen und die elektrisch fahren. Utopie? Keineswegs. Der japanische Technologiekonzern Panasonic hat eine solche Zukunftsstadt gerade 50 Kilometer westlich von Tokio eingeweiht.

Auch Algen- und Holzhochhäuser sind mehr als hübsche Ideen. Ein Algengebäude war schon auf der Internationalen Bauausstellung in Hamburg zu sehen. Holzhochhäuser plant der kanadische Stararchitekt Michael Green etwa in Vancouver und New York. Mehr und mehr Städte entdecken Seilbahnen als günstiges Transportmittel. Der Südtiroler Spezialist Leitner baut seit September in Mexiko-Stadt zwei Strecken gegen die Dauerstaus.

Share Economy im Selbstversuch
Matthias Streit und Lisa Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Matthias Streit Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Lisa Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Vegane Roulade mit Rotkraut und Klößen Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Lisa und Matthias Streit Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Matthias Streit Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Wörterbuch Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche

Unterwegs weisen auf der Straße aufleuchtende LED-Pfeile Paul und Paula wie allen Verkehrsteilnehmern den Weg. Sie gehören zu einem Informationssystem der US-Firma Multimodal Logic. Es verwandelt beliebige Flächen in Bildschirme, die über Anschlüsse informieren, zeigen, wo ein freies Rad oder Auto steht, auf Restaurants hinweisen und Staus melden.

Das Paar kommt an digitalen Werbetafeln vorbei, die die Luft von Schadstoffen reinigen. Es passiert Abfalleimer, die der Müllabfuhr funken, wann sie voll sind. Und es bestaunt riesige Hochhausfarmen, in denen Landwirte Obst und Gemüse anbauen. Singapur plant gleich 15 solcher Anlagen vor seiner Küste.

Für Paul und Paula ist der Ausflug ein Spaß: freie Fahrt, keine Abgase, intelligente Information. Für die Investoren wiederum wird die Aufrüstung der Städte zum Geschäft. 350 Billionen Dollar, so Marktforscher, fließen über 30 Jahre weltweit in die Modernisierung. Zukunft hat eben ihren Wert.

Einkaufen: Virtuelle Anprobe in der realen Boutique

An einem entspannten Tag wie diesem lieben es Paul und Paula, durch die große Shopping-Mall im Zentrum der Zukunftsstadt zu bummeln – auch wenn sie eigentlich alles, was sie brauchen, bequem online bestellen könnten. Doch manchmal möchten sie einfach die Produkte sehen, anfassen, riechen, bevor sie etwas kaufen.

Als sie das Einkaufszentrum betreten, meldet sich Google Now auf Pauls Smartphone: Ein Ledersofa seines italienischen Lieblingsdesigners ist gerade im neuen Möbelgeschäft im fünften Stock im Angebot. Er hatte danach mehrmals in den vergangenen Wochen gegoogelt.

Schon längst ist es für Einzelhändler völlig normal, Kunden wie Paul und Paula auf allen möglichen Wegen anzusprechen – in der virtuellen genauso wie in der realen Welt. Omnichannel-Marketing ist das Schlagwort. Und Dienste wie Google Now oder Shopular haben daraus ein Geschäft gemacht, Kunden zu alarmieren, wenn deren Lieblingsgeschäfte mit Sonderaktionen locken.

Die Couch schwebt durchs Wohnzimmer

Als Paul und Paula das Möbelgeschäft betreten, fällt ihnen das schicke Ledersofa sofort auf. Begeistert lassen sie sich auf den Zweisitzer plumpsen. Doch dann wird Paula skeptisch: „Ist es nicht zu groß für die Ecke in unserem Wohnzimmer?“, fragt sie Paul. Der schickt daraufhin dem Verkäufer von seinem Handy aus ein Foto der Wohnung. Augenblicke später taucht das Bild auf einem 3-D-Monitor im Geschäft auf. Ein weiterer Klick, und das Sofa schwebt im Raum. „Wo soll es denn hin?“, will der Verkäufer wissen und schiebt es dann mit der Maus an die richtige Stelle. Paula und Paul betrachten das Bild von allen Seiten. „Passt doch perfekt“, meint Paul. Science-Fiction? Nein. Ein vergleichbares System bietet heute schon die Möbelkette Ikea in ihrer Katalog-App für ausgewählte Produkte an.

Die beiden schlagen zu und kaufen die Couch. Zum Bezahlen tippt Paula einmal auf ihre Smartwatch, automatisch wird der Betrag von ihrer Kreditkarte über den Kurzstreckenfunk Near Field Communication (NFC) abgebucht. Mobiles Bezahlen mit dieser Technik per Handy oder den neuen smarten Uhren von Apple, Samsung und Co. setzt sich immer mehr durch. Laut einer Studie des US-Marktforschers Gartner sollen die Verbraucher 2016 auf diesem Wege fast 22 Milliarden Dollar ausgeben, gut vier Mal mehr als 2013.

Paula und Paul bummeln weiter durch die Shopping Mall und kommen an ihrer Lieblingsboutique vorbei. Das Schaufenster ist ein riesiger Monitor. Er begrüßt sie persönlich mit Namen und bietet ihnen 15 Prozent Rabatt auf alle T-Shirts an. Und führt Paul und Paula gleich vor, wie ihnen die neue Kollektion stehen würde.

Erkannt hat das System sie mithilfe von Beacons. Diese Leuchtfeuer, so die wörtliche Übersetzung, nehmen per Bluetooth-Funk Kontakt zu den Smartphones der Kunden auf.

Die Trends beim Einkaufen
Hersteller werden zu HändlernAls einen der wesentlichen Trends der vergangenen Jahre sehen die Experten von KPMG und EHI, dass Markenartikelhersteller zunehmend eigene Einzelhandelsaktivitäten entwickeln. „Ob Adidas, Boss oder WMF – sie alle haben in den letzten Jahren massiv eigene Geschäfte eröffnet“, heißt es in der Studie. Diese Strategie sei nun in den Fokus zahlreicher Hersteller gerückt. „Überall dort, wo Hersteller aus den eigenen Produktionsstätten ein kompetentes Sortiment anbieten können und gleichzeitig eine starke Marke haben, gibt es hierfür zumindest eine gute Grundlage.“ Quelle: AP
Händler werden DienstleisterDie Integration von Dienstleistungen in Handelskonzepte könnte neuen Umsatzschwung bringen. So könnten Lebensmittelhändler ihren Kunden auch Cateringangebote unterbreiten. Der Verleih von Partyzelten, Tischen und Bänken ist eine Option für den Getränkehandel. Zwar konnten sich die Verbraucher in der Umfrage nur schwer vorstellen, ihren Babysitter künftig im Drogeriemarkt zu buchen oder die Bergsteigeausrüstung im Outdoor-Laden zu mieten, aber die Unternehmen werden solche Leistungen verstärkt anbieten, erwarten die Trendforscher. Quelle: AP
Zurück in die InnenstädteWurden bis Ende der 90er Jahre neue Shoppingcenter vor allem am Stadtrand oder auf der grünen Wiese eröffnet, lag der Anteil der innerstädtischen Neueröffnungen im Jahr 2011 bei 81 Prozent, schreiben die Experten. Auch andere Betriebsformen drängen zurück in die City. Im Möbelhandel seien dies Möbel Lutz und Ikea, bei den Baumärkten Hagebau oder Knauber. Quelle: dpa
Location Based ServicesDa die Anzahl der Smartphones weiter steigt, gehen die Handelsexperten von EHI und KPMG davon aus, dass auch so genannte ortsbasierte Dienste als Instrument der Kundenansprache immer wichtiger werden. Per Nachricht auf das Handy ist etwa möglich, dass Kunden sofort informiert werden, wenn sie sich in der Nähe einer Parfümerie aufhalten, die ihr Lieblingsparfum zum vergünstigten Preis anbietet. Quelle: obs
Augmented Reality (via Webcam Kleidungsstücke anprobieren)Eine Technologie, die sowohl im E-Commerce als auch im M-Commerce an Bedeutung gewinnen wird sei die so genannte ‚Augmented Reality‘, also erweiterte Realität, heißt es in der Handelsstudie. Insbesondere im Modesegment sehen die Experten Anwendungsmöglichkeiten. „Kunden können beim Online-Shopping via Webcam Kleidungsstücke virtuell anprobieren und deren Farben und Style ohne Probleme ändern. Eine größere Sicherheit bei der Produktauswahl senkt somit die Retourenquote.“ Quelle: dpa
Bezahlen per HandyEs sei durchaus denkbar, dass Kunden im Jahr 2020 Ware mit ihren Smartphones selber einscannen und bezahlen. „Ob der Einkauf für den Konsumenten dadurch wirklich komfortabler wird sei dahingestellt, der Handel jedenfalls bereitet sich technologisch bereits heute auf das Zeitalter des ‚Mobile Scanning & Payment‘ vor“, heißt es in der Studie. Quelle: dpa
Convenience-GeschäfteDemografie und Konsumverhalten führen dazu, dass im Lebensmittelhandel so genannte Convenience-Geschäfte etablieren. Läden also, die Salate, belegte Brote oder frische zubereitete Desserts zum sofortigen Verzehr oder zum Mitnehmen anbieten. Jüngstes Beispiel ist „Rewe to go“, ein Ableger der Kölner Rewe-Gruppe, der in Köln startete und nun auch nach Düsseldorf kommen soll. Auch die niederländische Ahold-Gruppe plant einen Markteintritt mit Convenience-Geschäften in Deutschland. Quelle: dapd

Apps verhindern Verschwendung

Paula hatte eh geplant, in das Geschäft zu gehen. Denn sie wollte einen Rock zurückgeben, den sie online gekauft hatte. Derweil probiert Paul T-Shirts an. Bei jedem informiert ihn eine Leuchtschrift auf dem Spiegel in der Umkleidekabine, ob es das Kleidungsstück noch in anderen Größen und Farben gibt. Das Verkaufssystem empfiehlt ihm auch passende Schals zum Shirt. Eine ähnliche Technik präsentiert gerade die Werbeagentur Serviceplan in einem Münchner Testshop. Die US-Kaufhauskette Bloomingdale’s testet intelligente Umkleidekabinen bereits in fünf Filialen. Konzernschwester Macy’s führt Beacons gerade landesweit ein.

Ihren Einkaufsbummel beenden Paul und Paula im Supermarkt. Beacons an den Regalen helfen ihnen, die Zutaten für das Abendessen zu finden. Beide haben etwas gegen Lebensmittelverschwendung. Daher nutzen sie eine App, die anzeigt, wo es im Geschäft Milch und Gemüse gibt, die nicht mehr lange haltbar sind. Verkauft der Händler die Ware nicht rechtzeitig, muss er sie wegschmeißen. Solch eine App testet gerade das Kölner Start-up Foodloop in einer Bonner Bio-Supermarktkette.

Nicht nur die Umwelt profitiert, sondern auch Paul und Paula: Sie bekommen die Produkte deutlich günstiger.

Freizeit: Training mit dem digitalen Fitnesscoach

Es ist kurz nach Mittag, als die Fitnessuhren an den Handgelenken von Paula und Paul sanft zu vibrieren beginnen. Bevor der Biorhythmus zu tief in den Keller geht, rufen die virtuellen Trainingsberater am Arm zum Lauf durch den Stadtpark.

Abhängig von der Kondition des Paares zeigt der Cybercoach – ein neues Gesundheitsportal, das Paula im Netz entdeckt hat – mehrere Streckenalternativen auf Pauls Cyberbrille an. Der wählt eine leichte Runde, um das lädierte Knie zu schonen. Mit dem Finger bestätigt er die Auswahl durch Tippen aufs Gestell und schickt die Route auch an Paulas Computerbrille.

Asus stellt ZenWatch 2 vor
ZenWatch 2Asus hat die nächste Generation der ZenWatch vorgestellt. Die Uhr funktioniert mit dem Android-Wear-Betriebssystem, Asus hat wie beim Vorgängermodell aber auch einige eigene Funktionen wie eine Fitness-App eingebaut. Über eine bessere Remote-Camera-Verbindung soll das Sucherbild der Smartphone-Kamera auf der Smartwatch dargestellt werden. Die Smartwatch besteht aus Edelstahl und kommt in verschiedenen Farb- und Armbandvarianten auf den Markt, die laut Asus individuell zu 18 verschiedenen Varianten kombiniert werden können. Neben klassischem Leder- oder Gummiarmband ist auch ein Armband mit geprägtem Diamantenmuster und Swarovski-Steinen zu haben. Um auch an kleinere Handgelenke zu passen, gibt es die ZenWatch 2 in zwei Größen: 49 mal 41 Millimeter und 45 mal 37 Millimeter. Wann sie in den Handel kommt und was sie kosten soll, wurde noch nicht verraten. Quelle: REUTERS
Apple WatchApple hat den Start seines ersten völlig neuen Geräts seit fünf Jahren ungewöhnlich still eingeleitet. Nur in wenigen Luxusgeschäften sind seit Ende April die Uhren zu haben. Die Apple Watch gibt es in drei Varianten: Sportler-, Standard- und Luxusmodell. Damit sie an kleinen Handgelenken nicht klotzig wirkt, ist die Apple Watch in zwei Größen erhältlich: 38 und 42 Millimeter. In einem ersten Test hat unser Redakteur Thorsten Firlus die Apple Watch unter die Lupe genommen. Quelle: AP
Vector Luna und Meridian Quelle: Screenshot
Withings Activité PopWer mit bunten Armbändern und klobigen Smartwatches nichts anfangen kann, sollte einen Blick auf die Withings Activité werfen. Es handelt sich um eine analoge Uhr in schlichtem, elegantem Design, in die auch ein Fitnesstracker eingebaut ist. Die Edel-Variante der Schweizer Uhr mit Lederarmband und Saphirglas schlägt mit fast 400 Euro zu Buche - für schmalere Geldbeutel hat Withings nun eine erschwinglichere Variante präsentiert. Die Variante Pop ist mit Kunststoffarmband und Mineralglasabdeckung etwas einfacher gehalten. Sie kommt in drei Farben daher und kostet 149,95 Euro. Neben der Zeitanzeige läuft in der rechten Ecke eine Prozentanzeige ab, die nachhält wie viel des selbstgesteckten Aktivitätsziels man bereits erreicht hat. Die Uhr ist über die Health-Mate-App via Bluetooth mit dem iPhone verbunden und kann Lauf- und Schwimmbewegungen erfassen. Eine Android-Variante ist laut Hersteller derzeit noch in Arbeit. Quelle: obs
Jabra Sport Pulse WirelessWarum noch ein weiteres Wearable mit sich herumtragen, wenn man beim Joggen gern Musik hört? Das dachte sich wohl der Headset-Spezialist Jabra und bringt nun In-Ear-Kopfhörer samt Mikrofon heraus, die den Puls messen können. Der sportliche Begleiter misst per Infrarottechnologie die Herzfrequenz und sendet die Daten an eine Smartphone-App. Das funktioniert über Bluetooth oder NFC sowohl bei iOS- als auch bei Androidgeräten. Ein virtueller Fitnesscoach kann die Daten auch gleich durchsagen und durch Work-Outs leiten. Die Kopfhörer kommen mit vier verschiedenen Haltebügeln und In-Ear-Stöpselformen, aus denen man individuell wählen kann, was am bequemsten zu tragen ist. Die Stöpsel sind schnurlos, so dass man sich beim Training nicht verhededdert, und nur 16 Gramm schwer. Über die Kopfhörer können auch Musikwiedergabe und Anrufe geregelt werden. Laut Hersteller hält der Akku bis zu fünf Stunden Musik oder Gesprächszeit durch. Preis: 199,99 Euro Quelle: Presse
Microsoft BandDas schwarze Armband „Microsoft Band“ mit langgezogenem Display soll unter anderem Herzschlag und Stress messen sowie die UV-Strahlung, der ein Träger ausgesetzt ist. Der Cloud-Service soll auch Daten von Fitness-Accessoires anderer Anbieter aufnehmen, wie Microsoft-Manager Yusuf Mehdi dem Technologieblog „The Verge“ am späten Mittwoch erläuterte. Preis: 199 Dollar Quelle: Microsoft
Fitbit ChargeDas Fitness-Tracker-Armband ist das Einsteigermodell. Es kann Fitnessstatistiken und Anrufe anzeigen - auch ein stummer Vibrationsalarm und eine Weckfunktion sind eingebaut. Das Armband misst Schrittzahl, zurückgelegte Distanzen, den Kalorienverbrauch und auch die bewältigten Stockwerke. Neu ist eine automatische Schlaferkennung, die anhand der Bewegungen Auskunft über die Qualität des Schlafes geben soll. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu sieben Tagen an. Charge löst das Vorgängermodell Force ab, dass die Firma wegen allergischer Reaktionen vom Markt nehmen musste. Die neuen Materialien sind laut Hersteller nun von Dermatologen geprüft. Preis: 129,95 Euro. Ab dem 17. November soll Charge im Online-Store und bei ausgewählten Partnern erhältlich sein. Farblich gibt es das Band zunächst in Schwarz und Schiefergrau, Burgunderrot (im Bild) und Blau sollen folgen. Quelle: Presse

Früher waren die Geräte so klobig, dass ihre Besitzer schon vom Tragen Nackenschmerzen bekamen. Und sich auch noch Ärger einhandelten, wenn sie damit unterwegs waren. „Weißt du noch“, erinnert sich Paula lachend, „die Ersten, die mit Googles Glass-Brillen auf die Straßen gingen, wurden wegen der integrierten Kamera noch als Spanner beschimpft.“ Heute hingegen sind Cyberbrillen akzeptiert. Die Technik ist so kompakt, dass kaum noch jemand das winzige Display und die Kamera im Gestell bemerkt.

Schuhe werden zu Kraftwerken

Bei Radlern sorgen die Brillen sogar für mehr Sicherheit. Schickt doch die Bilderkennung der Kamera im Fahrradhelm ein Warnsignal aufs Display, wenn Autos von hinten nahen.

Auch eines der lästigsten Probleme des vernetzten Alltags gehört der Vergangenheit an: Die smarte Technik, die die Menschen durch den Tag begleitet, mit ausreichend Energie zu versorgen. Inzwischen produzieren Cyberbrille, Smartwatch oder Schrittzähler selbst Strom – oder zapfen die High-Tech-Shirts der Läufer an. Denn die Shirts sind mit stromerzeugenden Farbstoffen behandelt. Die helfen seit Jahren, Straßen und Hauswände als Solarzellen zu nutzen. Auf die Idee, sie auch für Kleidung zu nutzen, kamen Modedesigner indes erst kürzlich.

Noch mehr Energie liefern Piezo-Generatoren in den Schuhsohlen und transparente Solarzellen auf Brillen- und Uhrgläsern. Die Strommenge reicht locker, um den per GPS bestimmten Standort, den weiteren Verlauf der Joggingrunde oder auch Treffpunkte mit Freunden auf dem Brillendisplay einzublenden.

Auf Wunsch können Paul und Paula ihre aktuelle Runde mit früher aufgezeichneten Läufen vergleichen. Oder sie loggen sich auf der Cybercoach-Plattform ein und treten gegen andere Sportler an, die andernorts gerade zum Training aufbrechen. Das klappt nicht nur beim Laufen, sondern ebenso gut beim Radeln oder Skifahren.

Damit die Sportler sich dabei nicht zu sehr verausgaben, senden in die T-Shirts eingewebte Sensoren Puls, Sauerstoffsättigung des Blutes und Hautfeuchte der Träger an die smarten Brillen oder Uhren.

Auch andere Sportarten sind längst vernetzt. Anbieter wie Adidas oder 94fifty verkaufen zum Beispiel digital aufgerüstete Fuß- oder Basketbälle, deren Sensoren Kick- und Wurfverhalten, Drall und Geschwindigkeit analysieren und per Handy-App vergleichbar machen. Egal, ob die Spieler gemeinsam auf dem Platz stehen – oder an unterschiedlichen Ecken der Welt.

Die spannendsten Virtual-Reality-Brillen
Ende März verkündete Facebook-Chef Mark Zuckerberg den Kauf des kalifornischen Startups Oculus. 400 Millionen Dollar in bar und 1,6 Milliaden Dollar in Aktien zahlt Facebook für das Unternehmen, das als führender Entwickler von Cyberbrillen gilt. Für die Produktion des ersten Modells, genannt „Rift“ (im Bild eine Illustration) hatte Oculus schon 2,4 Millionen Dollar als Kickstarter-Projekt eingesammelt. Die Rift soll zum Endkundenpreis von 350 Dollar auf den Markt kommen. Quelle: Presse
Bisher allerdings verkauft Oculus nur eine Vorabversion seiner Brille an Entwickler. Sie besitzt – neben mehreren Beschleunigungs- und Drehsensoren, mit deren Hilfe die Rift die Bewegung des Trägers im Raum erkennt – ein integriertes Display mit 1280x800 Bildpunkten Auflösung. Der Bildschirm zeigt mithilfe eines Linsensystems (Bild) Teilbilder für das linke und das rechte Auge. Die finale Version wird voraussichtlich ein mindestens doppelt so hoch auflösendes HD-Display erhalten. Quelle: Sterdeus Wikipedia
Schon die Rift bedeutet einen drastischen Preisrutsch gegenüber früheren Virtual-Reality-Brillen, die mindestens fünfstellige Preise kosteten. Doch Dank der Erfindungsgabe einiger – auch deutscher – Startups klappt der visuelle Einstieg in die Cyberwelten inzwischen sogar für noch viel weniger Geld: Modelle wie die Brille Dive von Durovis oder die Stooksy-VR-Brille von Brevis gibt es schon für 57 beziehungsweise 46 Euro. Noch mal drastisch billiger … Quelle: Marcel Stahn
… ist der nur 20 Euro teure Refugio-3D-Bausatz aus Karton (Bild), den der Deutsche Claudio Panzanaro entwickelt hat. Alle drei Preisbrecher machen sich zu Nutze, dass die Display- und Sensortechnik aus Smartphones der entscheidende technologische Treiber für den Leistungssprung der Rift ist. Warum also nicht gleich das Smartphone als Bewegungssensor und Bildschirm fürs VR-Erlebnis nutzen. Die Brille dient dann nur noch als – billiger – Tragrahmen fürs Handy.
Im Fall der Durovis Dive (Bild) etwa reicht es, sein Smartphone mit einem schaumstoffgepolsterten Bügel in den Rahmen einzuspannen und die beiden beweglichen Linsen in der Brille vor den Augen zu justieren. Dabei profitiert die Bildqualität von der Auflösung des Handys. Je mehr Bildpunkte dessen Bildschirm besitzt, desto feiner aufgelöst ist auch der räumliche, visuelle Effekt beim Betrachten von 3-D-Spielen oder -Videos. Für Handys mit deutlich mehr als fünf Zoll Displaydiagonale aber ist kein Platz im Rahmen. Quelle: Marcel Stahn
Während die Dive als fertig montierte Brille vertrieben wird, fordern der Refugio-3D-Bausatz (Bild) und erst recht die Stooksy-VR-Brille (nächste Seite) den Heimwerker: Dabei ist die Montage fast selbsterklärend. Allein die Linsen muss der Monteur bei der Refugio noch an der richtigen Stelle einsetzen, der Rest lässt sich dann fast selbsterklärend in Form bringen. Das Smartphone wird an der Rückseite hineingesteckt und sitzt dann – trotz Kartonbauweise – auch bei Kopfbewegungen fest in der Brille.
Etwas anspruchsvoller und besonders für verspielte Virtual-Reality-Fans geeignet ist die Stooksy-VR-Brille, die aus Hartschaumstoff besteht. Wer die Montage des 46-Euro-Bausatzes scheut, der kann sich die Brille auch für 55 Euro fertig montiert liefern lassen. Verschieden große Einschübe fixieren Handys unterschiedlicher Baugröße in der Brille. Trotz der leichten Konstruktion macht auch die Stooksy-Brille beim Tragen einen erstaunlich stabilen Eindruck.  Quelle: Marcel Stahn

Klettern an der Cybernordwand

Neuer sind dagegen Cybercamps – virtuelle Abenteuerspielplätze, deren Besucher mit 3-D-Brillen in virtuelle Welten aufbrechen. Beim Aufstieg an der Kletterwand erscheint dann zum Beispiel im Brillenbildschirm die Sicht auf Felstürme und Eisfelder aus der Eigernordwand – genau auf die Bewegungen des Sportlers abgestimmt. Technik wie aus dem Holodeck des Science-Fiction-Klassikers „Raumschiff Enterprise“.

Wer es martialischer mag, kann in eine Art Cybertretmühle steigen, die das Unternehmen Virtuix entwickelt hat. Sensoren erfassen jede Bewegung und übertragen sie auf digitale Avatare, die in Computerspielen kämpfen. Friedlicher sind Entdeckungstrips um den Globus, ohne dass sich der Reisende vom Fleck bewegt.

„Vielleicht hätte ich besser auf Sport verzichtet“, ächzt Paul und läuft humpelnd aus. „Joggen war nicht optimal fürs Knie.“ Er reibt das schmerzende Gelenk. „Gut, dass ich gleich die OP habe.“ Die Klinik liegt am anderen Ende der Stadt. Ein Tipper auf den Rand der Cyberbrille, dann zeigt sie an, wo das nächste freie E-Mobil steht.

Gesundheit: Ein neues Knie aus dem 3-D-Drucker

Paul hat schon seit einigen Monaten Probleme mit seinem rechten Knie. Noch nichts wirklich Schlimmes, aber Paul möchte nicht warten, bis der Schaden so weit fortgeschritten ist, dass er vorübergehend nicht mehr als Fitnesstrainer arbeiten kann. Deshalb hat er sich entschieden, den Knieknorpel runderneuern zu lassen, was Kliniken und Firmen wie Codon oder Tigenix seit ein paar Jahren anbieten.

Der Mediziner, der ihm dazu riet, ist ein Profi auf diesem Gebiet: Er züchtet in seinen Labors am Rande der Stadt nicht nur Gelenkknorpel, sondern ganze Organe – etwa Herzen, Lebern oder Nieren. Die Ärzte setzen sie etwa nach einem Infarkt ein oder wenn ein Organ versagt. Das Einzige, was Pauls Doktor für die Zucht des Knorpels brauchte, waren ein paar Originalzellen aus seinem Knie. Deshalb hatte sich Paul schon vor sechs Wochen Gewebe entnehmen lassen. Seither wächst im Bioreaktor – einer Art 3-D-Zelldrucker – sein neuer Knorpel heran.

Drohnen liefern Medikamente aus

Eine echte Maßanfertigung, was die Form angeht. Und auch zu den früher gefürchteten Abstoßungsreaktionen bei Fremdspenden kommt es nicht mehr, da es sich ja um Pauls eigene Zellen handelt. Gestern Vormittag poppte dann auf Pauls Smartwatch die Nachricht auf: „Dein Knie ist fertig, komm bitte morgen um 15.30 Uhr.“

Sein elektronisches Helferlein hat ihn auch vor der Operation daran erinnert, regelmäßig sein Antibiotikum zu nehmen. Die Ärzte wollen so verhindern, dass es durch den Eingriff zu einer gefährlichen Infektion im Knie kommt. Ein elektronisches Rezept hatte der Digital-Dienst der Klinik gestern geschickt. Paul hatte das Präparat online bestellt; eine Drohne brachte es nur eine Viertelstunde später vorbei.

Was alles aus dem 3D-Drucker kommt
3D-gedrucktes Kleid
Obst muss nicht zwangsläufig auf Bäumen wachsen: Das britische Unternehmen "Dovetailed" hat nun einen 3-D-Drucker entwickelt, der auch Obst druckt. Das Gerät kombiniert dabei "Tröpfchen mit verschieden Geschmäckern", die dann mit Hilfe von Molekularküche zu einer Frucht geformt werden. Das bedeutet: Dem Fruchtmus wird Natriumalginat beigemischt. Am Wochenende wurde der 3D-Drucker im Rahmen der Tech Food Hack in Cambridge vorgestellt. Quelle: dpa
Hedwig Heinsmann, Architekt aus Amsterdam, will die Baubranche revolutionieren und vor allem umweltfreundlicher machen. Er arbeitet bei Dus Architects, einem Architekturbüro, das das erste Haus aus dem 3D-Drucker zu bauen versucht. Bisher stehen nur einige, 180 Kilogramm schwere Bauteile des Hauses. Innerhalb von drei Jahren soll daraus im Lego-Verfahren ein Haus mit 13 Räumen entstehen. Quelle: obs
In Wales haben Chirurgen ein Gesicht mit Teilen aus dem 3-D-Drucker repariert. Stephen Power hatte sich nach einem Motorradunfall den Oberkiefer, die Nase und die Wangenknochen gebrochen. Um die neue Gesichtsform möglichst realistisch darzustellen, haben die Ärzte einen CT-Scan von Powers Schädel gemacht, um daraus ein Modell zu drucken, auf dessen Grundlage Anleitungen und Platten gedruckt wurden. Durch diese Methode konnten die Knochen im Gesicht wieder an die richtigen Stellen gebracht und durch Platten zusammengesetzt werden. Seit dem Unfall war der 29-jährige so entstellt, dass er nur noch mit Sonnenbrille und Hut das Haus verlassen hat. Die Ergebnisse seien "vollkommen lebensverändernd", sagte Power dem Rundfunksender BBC. "An dem Tag, an dem ich aufwachte, konnte ich den Unterschied sofort sehen." - Die ganze Geschichte auf bbc.com Quelle: Screenshot
Das 3D-Drucker sogar Organe drucken können, ist nicht neu. Doch nun zeigt ein konkreter Fall, wie 3D-Druck leben retten kann. Der 14 Monate alte Roland Lian Bawi litt an einem schweren Herzfehler. Der kleine Junge hatte Löcher in der Herzwand, die sich nicht von alleine schließen wollten. Um die komplizierte Operation üben zu können, erstellte der Arzt Erle Austin ein perfektes Modell des erkrankten Organs. So konnte das Operationsteam vor dem schwierigen Eingriff die Abläufe trainieren. Die Behandlung verlief erfolgreich. Quelle: 3dprint.com Quelle: dpa
Gestatten: Das ist Toothless, der kleine blaue Drache. Sie kann zwar kein Feuer spucken, dafür aber ein kleines Mädchen sehr glücklich machen. Die siebenjährige Sophie hatte von ihrem Vater von all den wundersamen Sachen gehört, die schon mit 3D-Druckern hergestellt werden können, und schickte kurzerhand einen Brief an die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) mit der Bitte, einen Drachen für sie zu erschaffen. Die Forscher ließen sich nicht lange bitten und erschufen diesen kleinen blauen Drachen aus Titan für Sophie - sie war völlig aus dem Häuschen und möchte nun Wissenschaftlerin werden, wenn sie groß ist.
Zu Weihnachten wird gebastelt. Der Siemens Forscher Olaf Rehme hat dafür nicht Schere und Papier in die Hand genommen, sondern seinen 3D-Drucker angeworfen. Als private Spielerei druckt er Weihnachtsbäume aus superhartem Spezialstahl. Siemens stellt aus diesem Material Brenner für Gasturbinen her. Das Unternehmen nutzt die Technologie, um sich die komplexe Ersatzteil-Lagerung zu sparen. Außerdem lassen sich Formen drucken, die mit anderen Fertigungsmethoden unmöglich sind. Quelle: PR

Nun begleitet Paula Paul vom Park zum Gesundheitszentrum. Im lichtdurchfluteten Foyer des nierenförmigen Hochhauses checkt er am Digital-Terminal ein: Er legt seinen linken Zeigefinger auf den Fingerabdruckleser des Bildschirms und schaut in den Iris-Scanner. „Hallo Paul, schön dass du so pünktlich bist“ säuselt die Automatenstimme.

Das System hat ihn erkannt und alle medizinischen Daten, die die Chirurgen brauchen, an diese weitergeleitet. Er solle sich bitte in der zweiten Etage beim medizinischen Eingangs-Check melden, erklärt die Maschine.

Dunkel kann Paul sich noch erinnern, wie er früher mit seiner Mutter im örtlichen Krankenhaus, das hier einmal stand, endlos auf unbequemen Holzklappstühlen herumrutschte, bis sie endlich zur Anmeldung vorgelassen wurden. Damals mussten sie noch Wartenummern ziehen. Bis er einen Arzt sah, vergingen weitere Stunden, obwohl er nach einem Sturz vom Skateboard als Notfall behandelt wurde. Paul kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen und denkt: „ Wie effizient und serviceorientiert das Gesundheitssystem doch geworden ist.“

Killerkeime haben keine Chance mehr

In der zweiten Etage begrüßt ein junger Arzt Paul und bittet ihn, sich für einen Ganzkörper-Scan auszuziehen. Paul wundert sich, denn eigentlich liegen die kernspintomografischen Aufnahmen seines angeschlagenen Knies bereits digital vor. „Ja“, erklärt der Arzt, „aber wir müssen sicher stellen, dass Sie heute fit genug sind für die Operation.“

Ganz anders als früher wird Paul auch daraufhin durchgecheckt, ob sich in seinem Körper multiresistente Krankheitserreger versteckt halten. Der Befund ist zum Glück negativ. Sonst hätte der Eingriff verschoben und er zuvor in einer Isolierstation entkeimt werden müssen.

Langsam wird Paul doch mulmig zumute. Er zieht sterile OP-Kleidung an und legt sich auf eine fahrbare OP-Liege. Der junge Arzt bringt ihn in den Operationssaal. Der Chirurg wartet schon mit Pauls neuem Knieknorpel. Paul erhält eine Kurznarkose und bekommt deshalb gar nicht mit, dass der Chirurg kaum einen Finger rührt. Er sitzt an einem digitalen Schaltpult des Telemedizin-Anbieters Karl Storz und startet das für Paul errechnete Einbau-Programm. Der OP-Roboter schwenkt die Arme, schneidet ein winziges Zugangsloch in Haut und Muskeln, entfernt den alten Knorpel und setzt den neuen Gelenküberzug ein. Keine zehn Minuten später erwacht Paul mit komplett runderneuertem Knie.

Verkehr: Bordkino und Espresso im Robo-Mobil

Für die Fahrt von der Klinik zu ihrem Loft fordert Paula per Smartphone einen People Mover an. Keine zwei Minuten später rollt der Roboterwagen heran, geführt von Sensoren und einem Satellitennavigationssystem. Er hat nicht einmal ein Lenkrad – der Bordcomputer steuert über elektrische Antriebe den Einschlag der Räder. Mit einem Code, den Paulas Handy funkt, identifiziert sie sich und entriegelt die Türen. Sanft gleiten die großen Seitenflügel nach oben und geben den Einstieg zu vier geräumigen Loungesitzen frei. Paul und Paula machen es sich bequem.

Die elektrisch fahrenden People Mover, deren Nutzung über ein elektronisches Bezahlsystem automatisch abgerechnet wird, sind das beliebteste Fortbewegungsmittel der Städter. Ihre Popularität verdanken sie dem opulenten Musik-, TV- und Spieleangebot in den Fahrzeugen. Der anfänglich heftige Streit, wer diese Inhalte liefern darf, ist längst beigelegt. Autohersteller wie Audi, BMW und Daimler haben sich mit Apple, Google & Co. geeinigt, den Milliardenmarkt zu teilen.

Strom aus der Ladesäule: Wird Elektromobilität bequemer?

Fußgänger stoppen Autos per Fingerzeig

Als der Wagen losfährt, erlöschen alle Anzeigen zu Geschwindigkeit oder Route und das Bordkino startet.

Paul merkt, dass ihn der Eingriff doch geschlaucht hat. Erschöpft sinkt er in den Sitz und nippt genüsslich am Espresso, den eine Kaffeemaschine im Fond gebrüht hat. Paula geht derweil an ihrem Tablet-Computer noch einmal ihren Vortrag durch, den sie morgen halten muss.

Der Wagen findet alleine die schnellste Route durchs Großstadtgewühl. Er weicht Motorradfahrern aus, ahnt voraus, wann Kinder den Wagen übersehen, weil sie in ihr Spiel vertieft sind.

Nicht immer hat der rollende Salon Vorfahrt. Fußgänger können ihn stoppen, um die Straße zu überqueren. Sie heben dazu nur ihren Zeigefinger; eine Kamera registriert die Geste. Die vernetzten Autos melden Staus, Glätte oder Nebelbänke. Schnellladesäulen versorgen die E-Mobile mit Strom, den Solarzellen im Asphalt erzeugen.

Paul öffnet sein Fenster und atmet tief die frühabendliche Luft ein. Sie ist sauber, denn die Stadtautos sind elektrisch unterwegs. Die Belastung mit Rußpartikeln und Schadstoffen ist seither auf fast null gesunken. Statt des Lärms von Diesel- und Benzinmotoren hört Paul Kindergeschrei, Gesprächsfetzen und Vogelgezwitscher. Wie entspannt Stadtleben doch sein kann, sinniert er. Dann nickt er ein.

Selbstfahrende Autos

In den meisten Modellen produzieren Brennstoffzellen den Strom für den Elektromotor. Aus dem Auspuff entweicht nur noch lauwarmer Wasserdampf. Vorreiter war Toyota. Der japanische Autobauer stellte im November 2014 mit dem Mirai das erste Serienfahrzeug vor. Die Autos tanken sauber gewonnenen Wasserstoff: Immer wenn die Sonne die Fotovoltaikanlagen bescheint, Luft die Windräder antreibt oder zu viel Strom im Netz ist, wird die grüne Energie genutzt, um den Treibstoff herzustellen.

Computer fahren unfallfrei

Paul merkt, dass er kurz geschlafen hat. Im Traum drehte er auf einem Rennkurs ein paar Runden in einem Lamborghini Huracan mit Zehn-Zylinder-Benzinmotor und 610 PS. Tatsächlich gönnt er sich gelegentlich mit Freunden dies sündhaft teure Vergnügen. Draußen auf dem Land, wo spezielle Veranstalter die Flitzer vermieten. Ihr eigenes Auto haben Paul und Paula abgeschafft. Es ist viel praktischer, die People Mover zu nehmen.

Autonome Autos

Sie sind rollende Büros, Spielkonsole und Fläzsofa in einem. So viel Komfort war nie. Und Unfälle passieren mit ihnen so gut wie gar nicht mehr. Denn ihren Sensoren, Kameras und Radarsystemen entgeht nichts. Sie registrieren Gefahren viel schneller, als ein Mensch das kann. Die autonomen Autos brauchen daher nur noch einen minimalen Sicherheitsabstand zu halten. Seither passen drei bis vier Mal so viele Fahrzeuge auf die Straßen wie früher. Intelligente Ampeln erfassen die Verkehrsströme und halten ihn mit entsprechenden Grünphasen in Fluss.

Analysten sagen den Roboterautos steile Wachstumsraten voraus. Mit ihnen sollen 2025 global 60 Milliarden Dollar umgesetzt werden.

„Ziel erreicht“, meldet das Navigationssystem. Paula klappt ihr Tablet zusammen, und beide machen sich auf den Weg in ihren Loft.

Wohnen: Abendlicher Plausch mit Muttis Hologramm

Noch auf der Fahrt vom Krankenhaus zurück zu ihrem Loft beauftragt Paul per Smartphone, den heimischen Kühlschrank zu prüfen, ob auch alle Zutaten für seinen geliebten Shrimps-Cocktail da sind: Wermut, Cointreau, Zitronensaft und Lorbeerblätter. Den möchte er sich jetzt spontan nach dem Eingriff am Knie gönnen. Sofern ihm der Doktor gleich grünes Licht für diese kleine alkoholische Sünde gibt.

Spiegel und Wände werden zu Displays

Paula nutzt ihr Mobiltelefon ebenfalls als Fernbedienung für ihre Wohnung. Sie schickt schon einmal den Heimroboter los, schmutzige Hemden und Blusen in die Waschmaschine zu stopfen. Sie nennt ihn R2-D2, als Reminiszenz an die „Star Wars“-Filme. Die Waschmaschine startet selbstständig, sobald ihr Kellerkraftwerk genügend Strom liefert oder der gerade günstig im Netz zu haben ist. Und sie wählt das passende Waschprogramm.

Wie Roboter den Alltag erleichtern
Krankenpfleger Ein Roboter CARE-O-bot, der vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung entwickelt wurde, versorgt eine Bewohnerin eines Pflegeheims mit einem Getränk (undatiert). Auch dieser Roboter unterstützt ältere Menschen im häuslichen Umfeld und das Pflegepersonal in Pflegeeinrichtungen. Quelle: dpa
Der KochBremer Forscher präsentierten 2013 den Roboter „PR2“, der Popcorn machen und Pfannkuchen wenden kann. Das nötige Vorwissen habe sich dieser unter anderem aus dem Internet geholt, sagte Professor Michael Beetz von der Universität Bremen. Sein Team arbeitet zusammen mit sieben europäischen Partnern in einem auf vier Jahre angelegten Projekt an lernfähigen Robotern. Ziel sei es, diese neue Form der Programmierung zunächst bei Robotern anzuwenden, die alte und pflegebedürftige Menschen bei einfachen Aufgaben unterstützen. Diese könnten in den nächsten zehn Jahren einsatzbereit sein. Quelle: dpa
Der BarkeeperDer Roboter "James" des Münchener Fortiss-Institutes für Hightech-Forschung in München (Bayern) ist als Barkeeper programmiert und soll bei einer Interaktion mit Menschen seine Aufgaben nicht nur richtig erledigen, sondern dabei auch auf die sozialen Bedürfnisse seines Gegenübers eingehen. Wer sich bei James bedankt bekommt die Antwort: "Always a pleasure". Quelle: dpa
KuschelrobbeDer weiße Sozialroboter namens Paro soll Demenzkranken Zuwendung schenken. Das mit Sensoren vollgestopfte Kuscheltier reagiert auf Berührung, Licht und Bewegung. Es soll für Demenzkranke Zuwendung simulieren - und ist deswegen vor allem nach einer Messepräsentation 2011 heftig umstritten gewesen. Tritt an die Stelle des Zivildienstleistenden oder der Pflegekraft nun der Sozialroboter? 5000 Euro kostet die schnurrende Pelzattrappe. Quelle: dpa
Putzhilfe mit gutem OrientierungssinnInzwischen schon fast ein Klassiker unter den Haushaltsrobotern ist der autonome Staubsauger. Dieses Modell, ein Samsung Navibot SR 8855, sticht vor allem durch seine Navigationsfähigkeiten heraus. Aus Aufnahmen von einer eingebauten Kamera setzt er ein digitales Abbild des Raums zusammen, den er reinigen soll. Das verhindert laut Hersteller sinnloses Kreuz- und Querfahren wie bei anderen Saugrobotern. Hindernissen weicht der Navibot aus, die eingebauten Sensoren erkennen auch Treppenabsätze. Im Handel gibt es den Navibot ab etwa 320 Euro. Quelle: Presse
Freundlicher KrankenpflegerDieses freundlich dreinschauende Gesicht gehört einem Roboter aus dem Hause Panasonic. Das Modell Hospi-Rimo soll als Kommunikationsplattform für bettlägerige Patienten dienen, die mit dem Roboter von zu Hause aus mit Arzt, Freunden oder Verwandten per Videokonferenz kommunizieren wollen. Der Roboter kann dabei laut Hersteller mit fragilen Ampullen und Medikamenten so vorsichtig umgehen wie eine Krankenschwester. Quelle: Presse
HaarpflegerDieser von Panasonic hergestellte Haarwaschroboter widmet sich der Pflege des Haupthaars von bettlägerigen Patienten. Vollautomatisch kann das Gerät eine komplette Haarwäsche durchführen und dabei eine Spülung einmassieren sowie die Haare nach dem Waschen wieder trocknen. Dabei kommen insgesamt 24 robotische Finger zum Einsatz. Quelle: Presse

Als Paula wenige Minuten später die Wohnungstür öffnet, sind alle Zimmer angenehm temperiert. 23 Grad Celsius – das Klimasystem kennt inzwischen ihre Vorliebe. Pauls Smartphone hat ihr Eintreffen angekündigt. Der verschwindet gleich ins Bad und ruft online die Ergebnisse der Blut- und Gewebeproben ab, die eine Krankenschwester ihm vorhin entnommen hat. Prompt tauchen die Zahlen im Spiegel über dem Waschbecken auf. Alle Werte in Ordnung! Paul quittiert das mit einem Luftsprung.

Unterdessen hat Paula in der Küche Kabeljau, Brokkoli mit Mandeln und Reis in ihren Allzweckkocher gefüllt. „Das Gemüse knackig garen und alles kräftig würzen“, befiehlt sie dem Gerät per Sprachsteuerung. Sie vertraut darauf, dass es sich ein geeignetes Rezept aus dem Internet lädt. „Wir wollen in einer Stunde essen.“ Der Automat wählt die passende Garzeit.

High Tech im Alltag
Alltag managen: Intuitiv und ohne Handbuch bedienbare Software auf dem Tablet-PC erleichtert die Kommunikation mit Freunden und ermöglicht die komfortable Steuerung der Wohnungselektronik - von Rollo bis zur Deckenlampe. Quelle: Javier Zarracina für WirtschaftsWoche
So spart man den Arztbesuch: Unsichtbar installierte Sensoren in Wänden, Spiegel und WC erledigen im Bad den morgendlichen Gesundheits-Check. Quelle: Javier Zarracina für WirtschaftsWoche
Gesundheit verbessern: Spielekonsolen mit Bewegungssensoren und Kameras ermöglichen im Wohnzimmer interaktive Bewegungs- und Konzentrationsspiele mit übers Internet verbundenen Freunden in vergleichbar ausgerüsteten Wohnungen. Quelle: Javier Zarracina für WirtschaftsWoche
Kontrolle zu Hause: Serviceroboter stellen zum Mittagessen nicht nur gegebenenfalls erforderliche Medikamente bereit, sondern kontrollieren auch deren Einnahme. Quelle: Javier Zarracina für WirtschaftsWoche
Risiko vermeiden: Ein schneller telemedizinischer Check der Gesundheit erspart bei Risikopatienten zeitraubende und kostenträchtige Arztbesuche. Quelle: Javier Zarracina für WirtschaftsWoche
Die Alleskönner: Der digitale Assistent im Tablet-PC vermittelt den Videoanruf zu Familienangehörigen oder die abendliche Abmeldung beim Hausservice, warnt vor offenen Türen und Fenstern und schaltet per Fingerstreich Gefahrenquellen wie den Herd stromlos. Quelle: Javier Zarracina für WirtschaftsWoche

Eine vertraute Stimme ertönt aus einem versteckten Lautsprecher in der Wand: ihre Mutter. Zugleich baut ein Beamer ein dreidimensionales Abbild der Physiklehrerin auf. Immer wieder verblüfft Paula, wie echt das Hologramm wirkt. Die Frauen tauschen aus, was heute los war. Paul stößt dazu und begrüßt Paulas Mutter mit einer angedeuteten Umarmung. Sie mag Pauls Albernheiten und fragt: „Wie geht’s dem Knie? Kannst du bald wieder arbeiten?“ „Ach, Arbeit wird für die Vermögensbildung überschätzt“, scherzt Paul und fordert R2-D2 auf, mal schnell die Stube zu wischen.

Gebäude mutieren zu Kraftwerken

Derweil studiert Paul, ob ihr Haus heute wieder mehr Energie erzeugt, als es konsumiert hat. Dafür hat er zuletzt einen gewissen sportlichen Ehrgeiz entwickelt. Er ruft die Verbräuche auf; ihr vernetztes Computersystem schickt die Zahlen auf die große Glasfront des Lofts. Paul stößt kurz die Faust in die Luft: Das Kraftwerk im Keller, das alle Wohneigentümer gemeinsam betreiben, hat über Bedarf produziert. Hinzu kommt eine ansehnliche Stromausbeute der versteckten Solarzellen in den Fenstern. Es gab heute zwar nicht viel Geld für den Verkauf der überschüssigen Energie – aber immerhin.

Zehn verrückte Gadgets
Baidu EyeInformationen werden hier nicht visuell zugeführt, sondern akustisch. Laut Hersteller ist die offizielle Begründung, damit Strom zu sparen: Der Akku von Baidu Eye soll zwei Stunden halten. Google Glass hält hingegen nur 45 Minuten durch. Über die Kamera-Mikrofon-Konstruktion des chinesischen Suchmaschinenkonzerns können Nutzer sich Infos zu ihrer Umgebung mitteilen lassen. Man trägt es wie eine verkehrt herum aufgesetzte Brille. Quelle: Presse
KIWI.KIDie Haustür ohne Schlüssel öffnen - das soll das Gadget von KIWI.KI möglich machen. Man kommt mit dem kleinen Transponder „Ki“ zur Haustür, diese springt durch Kommunikation mit dem Türsummer automatisch auf. Das lästige Wühlen und Suchen nach dem Schlüsselbund gehört so der Vergangenheit an. Es gibt auch eine App, die die Haustür etwa vom Sofa aus öffnen kann. Quelle: Presse
Smarte EssstäbchenSmarte Essstäbchen von Baidu sollen erkennen können, ob schlechtes Öl für die Zubereitung von Speisen verwendet wurde. Zusätzlich können sie angeblich den ph-Wert des Wassers, die Temperatur und den Gehalt des Zuckers in Früchten messen. Baidu machte noch keine Angaben, wann die Essstäbchen auf den Markt kommen sollen. China wurde in der Vergangenheit immer wieder von Lebensmittel-Skandalen erschüttert. Quelle: dpa
ParceParce ist der Name einer Steckdose, die selbstständig das Nutzerverhalten der Verbraucher erlernt. Damit kann der Stromverbrauch gesenkt werden – die Steckdose ist zusätzlich via W-Lan ans heimische Netz angeschlossen, damit Nutzerdaten ausgewertet werden können. Die Steckdose erkennt, wann elektronische Geräte am häufigsten genutzt werden und kann in Leerlaufzeiten den Saft abdrehen. So sollen sich im Jahr bis zu 150 Euro an Stromkosten sparen lassen. Quelle: Presse
Keine bösen E-Mails mehrVier Forscher der Islamischen Universität für Technologie in Bangladesch haben ein Programm entwickelt, das erkennen soll, wenn der Benutzer wütend auf die Tastatur einhackt. Wenn der Verfasser also allzu wirsch in die Tasten haut, könnte die Tastatur der Zukunft vorschlagen, eine kleine Pause einzulegen, um sich abzuregen. Das Projekt ist aber noch in der Forschung. Quelle: Fotolia
Der perfekte DrinkIn Internetshops ist der Cocktailmixer The Perfect Drink bereits bestellbar. Die intelligente Waage wird mit einer App gekoppelt. So wird genau gemessen, welche Menge welcher Zutat noch für den Cocktail benötigt wird. Quelle: Presse
iGrill miniFür Grillfans könnte das „ iGrill mini Bluetooth Thermometer“ interessant sein. Dieses Gerät verbindet sich via App mit dem Smartphone. Sobald die gewünschte Zieltemperatur erreicht ist, bekommt der Anwender eine Push-Nachricht.   Quelle: Presse

Paul ist immer noch verwundert, in welchem Tempo sich intelligente Technologien und Geräte rund ums vernetzte Heim seit Neuestem verbreiten. Lange genug hatten Internet-Konzerne wie Google, Apple und Microsoft vor allem mit Ankündigungen geglänzt. Ebenso Hausgerätehersteller wie Bosch, Miele oder Philips. Mehr als 50 Milliarden Heizungen, Fernseher und Kühlschränke werden bis 2020 weltweit per Internet steuerbar sein, hat er erst gestern in einem Report gelesen. Die Umsätze allein mit Systemen, die daheim die Energie managen, sollen sich weltweit von heute 587 Millionen Dollar bis 2023 auf 2,4 Milliarden Dollar gut vervierfachen.

Gadgets



Als Paula in die Küche kommt, wo er gerade die Shrimps-Cocktails mixt, muss er schmunzeln: Hinter ihr rollt eine elegant gestylte weiße Kugel her, mit einem großen Kameraauge am Kopf. Ein Spielkamerad für R2-D2, den Paula erst vor wenigen Tagen mitgebracht hat. Keeker, so sein Markenname, wird ihnen gleich beim Abendessen einen Spielfilm auf eine der Innenwände projizieren – mit einem Rundum-Klang wie im Kino. Wenn R2-D2 jetzt das Essen serviert, freut sich Paul, war das ein fast perfekter Tag.

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